Lampe

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Leuchtmittel. Für weitere Bedeutungen siehe Lampe (Begriffsklärung).
Kupferne Öllampe (19. Jh.)
Lampe mit Leuchtdioden und Edisonsockel E27

Eine Lampe (französisch lampe, von griechisch λαμπάς lampásFackel‘) ist ein Leuchtmittel, nämlich jener Teil einer Leuchte, der durch Energieumwandlung Licht erzeugt und der Beleuchtung dient. Umgangssprachlich wird die Bezeichnung Lampe auch für Leuchten verwendet.[1]

Begriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Begriff Lampe nach hergebrachtem Alltagssprachgebrauch (vergleiche dazu Petroleumlampe) allgemein für die Bezeichnung von Lichtgeräten verwendet wurde, wird in der modernen fachsprachlichen Verwendung nur das Leuchtmittel, das in einer Leuchte eingesetzt wird, damit bezeichnet.

Der Begriff wird oft in zusammengesetzten Wörtern präzisiert. Bei elektrischen Lampen wie Glühlampe, Gasentladungslampe, Leuchtstofflampe wird so meist der Entstehungsprozess des Lichtes beschrieben. Bei chemisch-physikalischen Lampen lässt sich meist die Lampe technisch nicht von der Leuchte trennen, so dass die Lampe das dominierende Teil der Leuchte ist und damit den Begriff prägt. Beispiele hierfür sind die Öllampe und die Karbidlampe. Für neuartige elektrische Leuchtmittel, die direkt im Austausch für Glühlampen verwendet werden können, da sie in vorhandene Fassungen passen und in ähnlichen Leuchtstärken angeboten werden, wird zunehmend der Begriff Austauschlampe oder Retrofit verwendet (beispielsweise in Begriffen wie LED-Austauschlampe oder LED-Retrofit). Solche Leuchtmittel werden auch häufig nach dem erstrebten Ziel des Austauschs als Energiesparlampen bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Beleuchtung
Halogenlampen

Der Fund eines Steins mit flach gedellter Oberfläche und einer Brandspur aus Edertal-Buhlen aus dem Mittelpaläolithikum gilt weltweit als der älteste Fund einer Lampe.[2] Bis zur Erfindung der Argandlampe im späten 18. Jahrhundert, der Petroleumlampe am Anfang und der Gaslampe um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren Lampen meist einfach geformte, offene oder gedeckte Gefäße aus Ton, Stein, Glas oder Metall, die mittels eines Dochtes Pflanzenöl oder tierisches Fett verbrannten (Öllampe) oder Kerzen enthielten. Für die neuzeitliche Beleuchtung hatte die Erfindung der elektrisch betriebenen Glühlampe epochale Bedeutung.

Neuere Lampentypen sind zum Beispiel: Kompaktleuchtstofflampen, Halogenlampen, Metalldampflampen, Bogenlampen und Leuchtdioden. Als eines der wesentlichen Merkmale haben alle elektrisch betriebenen Lampen Fassungen aus Metall oder Keramik, welche die elektrische und mechanische Verbindung zur Leuchte herstellen. Eine Ausnahme bildet die Schwefellampe, die nur mechanisch mit der Leuchte verbunden ist. Um diese Vielzahl neuerer Leuchtmittel in ihrer technischen Struktur, der Lichtfarbe und anderen Eigenheiten vergleichbar zu machen, wurde von der Internationalen Beleuchtungskommission der Standard ILCOS entwickelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Lampe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Lampen und Leuchten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erik Theiss: Beleuchtungstechnik: neue Technologien der Innen- und Aussenbeleuchtung. Oldenbourg R. Verlag GmbH, August 2000, S. 228ff.
  2. Lutz Fiedler: Licht ins Dunkel der Neandertalerzeit – wahrscheinlich ältester Beleuchtungskörper der Menschheit wurde in Hessen gefunden. In: hessenArchäologie 2009. Jahrbuch für Archäologie und Paläontologie in Hessen. Wiesbaden 2010. ISBN 978-3-8062-2400-9. S. 27ff.