Landauer Hütte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Landauer Hütte
PWV-Hütte
Landauer Hütte

Landauer Hütte

Lage Haardt (Pfälzerwald); Flemlingen, Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
Gebirgsgruppe Pfälzerwald
Geographische Lage: 49° 15′ 0,2″ N, 8° 1′ 46,4″ OKoordinaten: 49° 15′ 0,2″ N, 8° 1′ 46,4″ O
Höhenlage 460 m
Landauer Hütte (Rheinland-Pfalz)
Landauer Hütte
Besitzer Pfälzerwald-Verein
Bautyp Hütte; Sandstein, Holz
Übliche Öffnungszeiten Samstag, Sonntag, Feiertage, täglich in den Ferienzeiten in Rheinland-Pfalz
Weblink Landauer Hütte
p6
p1
p8

Die Landauer Hütte am Zimmerbrunnen ist eine von der Sektion Landau des Pfälzerwald-Vereins bewirtschaftete Schutzhütte im Pfälzerwald. Sie befindet sich im südlichen Teil der Haardt auf einem „Zimmerplatz“ genannten Sattel zwischen dem Roßberg (637 m) im Norden und dem Orensberg (581 m) im Süden bzw. dem Hainbachtal im Osten und dem Dernbachtal im Westen. Die Hütte liegt auf einer Höhe von 460 m.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert wurde der Platz von den Zimmerleuten für den Bau der knapp einen Kilometer entfernten Burg Neuscharfeneck genutzt. Daher stammt der Name Zimmer(manns)platz. Später befand sich an dieser Stelle der Burggarten, in dem Gemüse und Gewürze angebaut wurden.[1]

Die erste Landauer Hütte wurde 1908 durch die Ortsgruppe Landau des Pfälzer Waldvereins auf dem Zimmer(manns)platz errichtet.[2] Die anfangs offene Hütte wurde 1921 zu einer verschließbaren Hütte umgebaut. Am 19. März 1922 begann der zunächst nur sonntägliche Bewirtschaftungsbetrieb. Wegen des hohen Besucherandrangs wurde im Sommer 1923 der Ausbau der Hütte begonnen, der im August 1924 abgeschlossen wurde.

Während des Ersten Weltkriegs wurde die Hütte sehr in Mitleidenschaft gezogen und konnte nur langsam wieder aufgebaut werden. Am 2. November 1930 wurde nach dem Abzug der Franzosen eine „Befreiungslinde“ vor der Hütte gepflanzt. Die Landauer Hütte wurde während des Zweiten Weltkriegs bis zum Kriegsende durchgehend bis auf eine kurze Besetzung durch eine Flak-Staffel der Wehrmacht vom Pfälzerwald-Verein genutzt. Nach Kriegsende wurden die Vereinstätigkeiten durch die französische Besatzung untersagt, die Hütte wurde dem Verfall preisgegeben.

Die Sanierung der Hütte begann im September 1948, nachdem der Verein neu gegründet wurde und die Zulassung erhielt. Nach dem Wiederaufbau wurde der Bewirtschaftungsbetrieb am 7. April 1949 wieder aufgenommen. In den 60er Jahren wurde die Hütte weiter ausgebaut und ein offener Schuppen errichtet. Von März bis Dezember 1987 wurde die Hütte generalsaniert und abermals mit einem Anbau erweitert.[3]

Zugänge und Wanderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte kann nur zu Fuß erreicht werden. Sie liegt an einem Kreuzungspunkt dreier Wanderwege, so dass sie aus sechs Richtungen erreicht werden kann. Der kürzeste Aufstieg von Dernbach kann in etwa 45 min bzw. vom auf dem Weg liegenden Wandergasthof Dernbacher Haus in etwa 30 min bewältigt werden. Vom Norden her kann die Hütte von der Passhöhe Drei Buchen oder aus dem Modenbachtal über den Dreimärker in jeweils etwa einer Stunde erreicht werden. Vom Süden her erfolgt der Aufstieg von Frankweiler durch das Hainbachtal bzw. von Albersweiler über das Schwelterbachtal.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Hütte sind die Ruine der Burg Neuscharfeneck und der am Orensberg gelegene Orensfelsen. Die benachbarten Hütten des Pfälzerwaldvereins sind das Waldhaus Drei Buchen, die Trifelsblick-Hütte, die St.-Anna-Hütte und die Ringelsberghütte.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. K. Doerr: Pfälzer Hüttenbuch – Der Wegweiser zu 99 Rasthäusern und Wanderheimen. 4. Auflage. Pfälzische Verlagsanstalt Ludwigshafen, 2018, ISBN 978-3-87629-341-7, S. 56.
  • Matthias Wittber: Pfälzerwald mit Bienwald. Bruckmann Verlag, 2009, ISBN 978-3-7654-4287-2.
  • Edenkoben – Die Urlaubsregion zwischen Landau und Neustadt. 1 : 25000. Wander- und Radwanderkarte. 3. Auflage. Pietruska Verlag, Rülzheim 2018, ISBN 978-3-945138-04-5.
  • Hauenstein & Trifelsland. 1 : 25000. Wander- und Radwanderkarte. 3. Auflage. Pietruska Verlag, Rülzheim 2017, ISBN 978-3-945138-02-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landauer Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landauer Hütte. auf: outdooractive.com
  2. Pfälzerwald Verein Landau. Abgerufen am 19. Juni 2018 (deutsch).
  3. Pfälzerwald Verein Landau - 100 Jahre. Abgerufen am 19. Juni 2018 (deutsch).