Isthmus (Geographie)

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Ein Isthmus aus Sand verbindet den nördlichen und südlichen Teil von Bruny Island bei Tasmanien.

Ein Isthmus (von altgriechisch ἰσθμός isthmós „Landenge“) ist der engste Punkt einer Landbrücke, der zu beiden Seiten von Wasser begrenzt ist und zwei größere Landmassen miteinander verbindet. Auch die Bezeichnung Landenge ist gebräuchlich. Ein Isthmus ist oft eine geeignete Stelle für den Bau von Kanälen, da hier die durch den Kanal zu überwindende Distanz am geringsten ist. Herausragende Beispiele hierfür sind der Kanal von Korinth und der Panamakanal, die beide die Länge von bestimmten Schifffahrtsverbindungen drastisch reduzieren, aber auch der historische Xerxes-Kanal.

Früher waren Isthmen bevorzugte Stellen, um Schiffe von einem Meer zum anderen über Land zu transportieren. So hatte schon Thukydides bezeugt, dass Schiffe über den Isthmus von Korinth gezogen wurden.[1] Homers Beschreibung der beiden durch Land getrennten Häfen der Phaiaken: „… Schiffe werden einen Weg hinaufgeschleift; alle haben nämlich jeder für sich ein Gestell“[2] könnte sich auf eine Landenge beziehen. Nach einer Theorie von Armin Wolf könnte sich die Passage auf den Isthmus von Kalabrien (Landenge von Tiriolo) beziehen, wo unter Ausnutzung der Flüsse eine nur 3.500 Meter lange Landstrecke vom Tyrrhenischen Meer zum Ionischen Meer zu überwinden war.[3]

Als Pendant zum Isthmus als Verbindung von Landmassen gilt die Meerenge oder Meeresstraße als schmale Verbindung zweier Meere (z. B. die Straße von Gibraltar).

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thukydides: Der Peloponnesische Krieg. 3,15.
  2. Homer: Odyssee. 6,364-265.
  3. Armin Wolf: Homers Reise: auf den Spuren des Odysseus. Völlig überarbeitete Neuausgabe. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2009, S. 144 ff.