Landesamt für Geologie und Bergwesen

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Landesamt für Geologie und Bergwesen
Staatliche Ebene Land
Aufsichtsbehörde Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft
Gründung 1. Januar 2001
Hauptsitz Halle, Sachsen-Anhalt
Behördenleitung Kurt Schnieber, Präsident
Website www.lagb.sachsen-anhalt.de

Das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) ist die obere Landesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt und die Ausführungsbehörde für das Bergrecht in diesem Bundesland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Präsident des LAGB, Kurt Schnieber

Das Landesamt für Geologie und Bergwesen wurde aufgrund eines Beschluss der sachsen-anhaltischen Landesregierung vom 27. November 2001 über die Fusion der Bergämter Halle und Staßfurt mit dem Geologischen Landesamt Sachsen-Anhalt am 1. Januar 2001 gegründet. Das Amt hat seinen Sitz in Halle. Weitere Außenstellen befinden sich in Magdeburg, Halle und Staßfurt.

Präsident des Landesamtes ist Kurt Schnieber. Das LAGB gliedert sich in zwei Fachabteilungen - Geologie und Bergbau - und eine Abteilung für Zentrale Aufgaben.[1] 2014 wurde bekannt, dass das Bergamt Staßfurt mittelfristig aufgelöst und mit dem Bergamt Halle vereinigt werden soll.[2]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landesamt für Geologie und Bergwesen sammelt, bewertet und erarbeitet sämtliche Fachinformationen über die Beschaffenheit des geologischen Untergrunds. Zu den wichtigsten Aufgaben zählt die Kartierung des Untergrundes im Rahmen der Geologischen Landesaufnahme. Aus den Gelände- und Archivdaten werden anwenderbezogen geologische, hydrogeologische, boden- und rohstoffkundliche Kartenwerke erstellt. Neben analogen Karten hält das Landesamt auch digitale Geoinformationssysteme, die Landesbohrdatenbank, das Boden- und Rohstoffinformationssystem, das Subrosions- sowie das Geotopkataster vor. Die geologischen Fachdaten werden der Öffentlichkeit mittels webbasierten, interaktiven Karten zur Verfügung gestellt.[3]

Das Landesamt berät die Verwaltung und die Öffentlichkeit zur Fragestellungen der Erschließung von Erdwärme, Rohstoffen und Grundwasser und bewertet Untergrund- und Georisiken. Die Behörde gibt fachliche Hilfestellung bei der Ausweisung, Erhaltung und Pflege von schutzwürdigen erdgeschichtlichen Objekten.

Das LAGB führt Aufsicht über rund 220 Steine- und Erdenbetriebe, 27 Braunkohlenbergbaubetriebe, 24 Betriebsstätten des Untertagebergbaus sowie über die Erdgas- und Soleförderbetriebe und Untergrundspeicher. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen ist die zuständige Landesbehörde zur Erteilung von Bergbauberechtigungen, der Erhebung von Feld- und Förderabgaben sowie für die Vereinigung, Teilung und den Austausch von Bergwerkseigentum. Durch eine Rechtsverordnung bevollmächtigt, bewertet seit dem 19. Dezember 2007 das LAGB die Gefahren aus früherer bergbaulicher Tätigkeit, die nicht mehr der Bergaufsicht unterliegen.[4] Das Landesamt hält die digitalen Fachinformationssysteme Altbergbau und Bergbau/Rohstoffe vor. Darüber hinaus überwacht es die Ausführung markscheiderischer Arbeiten und übt die Aufsichtspflicht über die Markscheider aus. Das LAGB besitzt 635 bergmännische Risswerke mit 7525 Blättern und zusätzlich für den Altbergbau 9323 Risse und Karten.[5]

Das Landesamt bearbeitet als Träger öffentlicher Belange für private und öffentliche Bauvorhaben, Flächennutzungs- und kommunale Bebauungspläne sowie für geplante Windkraftanlagen bergbauliche Stellungnahmen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Gründungsgeschichte des Geologischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. In: Mitteilungen zur Geologie von Sachsen-Anhalt, Heft 1, Halle/S. 1995, ISSN 0947-4269
  • Martina Ostarek: Staatshandbuch Sachsen-Anhalt: Handbuch des Landes und Kommunalverwaltung mit Aufgabenbeschreibungen und Adressen. Ausgabe 2015, Carl Heymanns, Köln 2014, ISBN 978-3-452-28161-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. onlineredaktion@stk.sachsen-anhalt.de: Organisationsstruktur. In: www.lagb.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 12. Februar 2016.
  2. René Kiel: Bergamt soll geschlossen werden. In: www.volksstimme.de. Abgerufen am 12. Februar 2016.
  3. onlineredaktion@stk.sachsen-anhalt.de: Geo-Fachdaten. In: www.lagb.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 12. Februar 2016.
  4. onlineredaktion@stk.sachsen-anhalt.de: Altbergbau. In: www.lagb.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.
  5. onlineredaktion@stk.sachsen-anhalt.de: Markscheide- + Berechtsamswesen. In: www.lagb.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 29′ 46,2″ N, 11° 57′ 54,5″ O