Landeskommando Schleswig-Holstein

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Landeskommando Schleswig-Holstein
— LKdo SH —
X

Wappen des Landeskommandos Schleswig-Holstein
Aufstellung 2007
Staat Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Teilstreitkraft Streitkräftebasis
Typ Landeskommando, äquivalent einer Brigade
Unterstellte Truppenteile

Verbindungskommandos, Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte, Kleindienststellen

Unterstellung KdoTA.png Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr
Standort Kiel
Landeskommando Schleswig-Holstein (Deutschland)
Red pog.svg
Auszeichnungen Fahnenband
Schleswig-Holstein (2017)
Netzauftritt Internetauftritt des LKdo SH

Das Landeskommando Schleswig-Holstein (LKdo SH) in Kiel ist die oberste territoriale Kommandobehörde der Bundeswehr in Schleswig-Holstein. Es wurde 2007 aufgestellt und ist wie die anderen Landeskommandos dem Kommando Territoriale Aufgaben (Berlin) unterstellt und primärer Ansprechpartner der Landesregierung im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit. Bis 2013 war es dem Wehrbereichskommando I „Küste“ unterstellt. Die fachliche Ausbildung des Personals erfolgt weitgehend über das Multinational Civil-Military Cooperation Command (MN CIMIC Cmd), welches auch Personal abstellt. Seit April 2020 wird es von Oberst Axel Schneider geleitet.[1]

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommando mit Sitz in Kiel hat folgende Aufträge:

  • Das Landeskommando ist der erste Ansprechpartner und führt die 15 Kreisverbindungskommandos in den jeweiligen Landratsämtern bzw. Stadtverwaltungen der Kreisfreien Städte, welche ausschließlich mit Reservisten besetzt sind und dort ihre zivilen Gegenüber beraten. Dies dient der Planung, Vorbereitung und Koordination von Amts- und Katastrophenhilfe.
  • Es fasst Unterstützungsanforderungen zusammen, bewertet diese und legt sie aufbereitet dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr vor.
  • Ihm unterstehen die beiden Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSUKpn) des Landes; "Schleswig", welche vom Flugabwehrraketengeschwader 1 in Husum unterstützt wird und "Holstein", welche vom Aufklärungsbataillon 6 in der Rettberg-Kaserne in Eutin unterstützt wird.
  • Es bereitet die Aufnahme und den Einsatz der Bundeswehrkräfte in Abstimmung mit dem verantwortlichen zivilen Katastrophenschutzstab vor und koordiniert deren Einsatz nach den Vorgaben und Prioritäten der zivilen Seite und verfügt so über ein militärisches Lagebild der eingesetzten und noch verfügbaren Bundeswehrkräfte.
  • Koordination von Host Nation Support (territoriale Unterstützung für berechtigte fremde Streitkräfte) gemäß NATO-Truppenstatut im Bundesland.
  • Es ist für die Beorderungsunabhängige freiwillige Reservistenarbeit und die Ausbildung von Reservisten verantwortlich.
  • Koordination der Presse-/Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr der einzelnen TeilStreitKräfte (TSK) und Organisationsbereiche, sowie der Wehrverwaltungen und des Bereiches Rüstung im Bundesland.
  • Beratung der übenden Truppe in landesspezifischen Umweltschutzfragen.
  • Truppendienstliche Führung von unterstellten Kleindienststellen.
  • Fachliche Führung der Standortältesten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das interne Verbandsabzeichen des Landeskommandos orientiert sich in seiner Grundgestalt am Wappen Schleswig-Holsteins. Es zeigt auf einem gespaltenen Schild mit schwarzen Schildrändern heraldisch rechts für den Landesteil Schleswig zwei nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen auf gelbem Hintergrund sowie heraldisch links für den Landesteil Holstein das als „Nesselblatt“ bekannte weiße Wappenschild auf rotem Hintergrund. Im Schildfuß befindet sich, anders als im besagten Landeswappen, blaugerändert auf Silber das Eiserne Kreuz als Erkennungszeichen der Bundeswehr.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reichlich Neuland beim Kommandowechsel. Abgerufen am 12. Mai 2020.

Koordinaten: 54° 21′ 13″ N, 10° 8′ 11,4″ O