Landesliste

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Die Landesliste ist in Deutschland die Liste der Kandidaten einer Partei für die Wahl zum Bundestag und einigen Landtagen mit einer sogenannten personalisierten Verhältniswahl. Im Gegensatz zur Abstimmung über die Kandidaten der Wahlkreise, die direkt gewählt werden (Direktmandat), können die Wähler über die Kandidaten der Landesliste meist nur in Gänze abstimmen, indem sie mit der Zweitstimme eine Partei wählen. Je nach Sitzverteilung im Parlament gilt die entsprechende Anzahl der Kandidaten in der Reihenfolge der Liste der jeweiligen Partei als gewählt.

Die Möglichkeit, Stimmen auf bestimmte Kandidaten einer Landesliste gezielt zu verteilen, wird Kumulieren und Panaschieren genannt und kann die Reihenfolge verändern. Dies wurde in einigen Bundesländern eingeführt, wie in Bayern[1] Bremen[2] und Hamburg[3], in anderen aber bislang nur diskutiert.

Es kommt auch vor, dass Bewerber sowohl in einem Wahlkreis kandidieren und zusätzlich mit einem vorderen Platz auf einer Landesliste „abgesichert“ sind. Ihr Einzug in das Parlament ist dadurch auch dann gesichert, wenn sie ihren Wahlkreis nicht gewinnen. Dies wird häufig bei Spitzenkandidaten der jeweiligen Parteien praktiziert.

Die Landesliste wird auf den Wahlparteitagen der Parteien gemäß dem Parteiengesetz aufgestellt. Bundeslisten (im Sinne von gesamtstaatlichen Kandidatenlisten) gibt es bei Bundestagswahlen nicht. Die Listenplätze werden hier entsprechend den Zweitstimmenergebnissen in den jeweiligen Bundesländern verteilt.[4][5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlsystem Bayern. In: Wahlrecht.de. (wahlrecht.de [abgerufen am 18. Dezember 2016]).
  2. § 6 BremWahlG. Transparenzportal Bremen, abgerufen am 15. April 2016.
  3. Wahlsystem der Bürgerschaftswahl 2015 in Hamburg (#HHWahl). In: Wahlrecht.de. (wahlrecht.de [abgerufen am 18. Dezember 2016]).
  4. Wahlsystem der Bundestagswahl 2013 in Deutschland – Wahlrecht und Besonderheiten. In: Wahlrecht.de. (wahlrecht.de [abgerufen am 18. Dezember 2016]).
  5. www.wahlrecht.de, S. 6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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