Landesparlament

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Gesamtanzahl der Abgeordneten in den deutschen Landesparlamenten
CDU
  
494 (15)
SPD
  
472 (16)
AfD
  
258 (16)
Grüne
  
245 (14)
Linke
  
143 (10)
FDP
  
120 (11)
CSU
  
85 0(1)
FW
  
027 0(1)
BVB/FW
  
005 0(1)
SSW
  
003 0(1)
Sonst.*
  
014
Insgesamt 1.866 Mandate, in Klammern Anzahl der Landesparlamente.
Stand: 28. Oktober 2019
* parteilos 9, Blaue 4, BIW 1
Gesamtstimmenanteile der Parteien bei den jeweils letzten Landtagswahlen
Stand: 12. November 2019
 %
30
20
10
0
24,1
22,2
13,4
12,4
7,7
6,6
6,2
2,7
4,6

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Im Grundgesetz (Art. 28, Art. 54 Abs. 3 GG) werden die Landesparlamente allgemein als Volksvertretungen der Länder bezeichnet.

In den Flächenländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Wahlperiode liegt bei fünf Jahren (im Stadtstaat Bremen bei nur vier Jahren). In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus in Berlin und Bürgerschaft in Bremen und Hamburg. Der gewählte Abgeordnete eines Landesparlamentes wird als Mitglied des Landtages (MdL) bzw. Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA), der Bremischen Bürgerschaft (MdBB) oder der Hamburgischen Bürgerschaft (MdHB) bezeichnet.

Hierarchie und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstitutionell ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bund der deutschen Länder, an den sie freiwillig Kompetenzen abgetreten haben. Die Landesparlamente sind daher Ausdruck des deutschen Föderalismus und bewahren die Tradition der regionalen Gesetzgebungskompetenz. Allerdings darf ein Landesparlament nicht in die Gesetzgebung des Bundes eingreifen.[1]

Hauptaufgaben des Landesparlaments sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Landesgesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes.

Landesparlamente in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Volksvertretung Letzte Wahl
Legislatur-
periode

Nächste Wahl
(voraussichtlich)
Land Baden-WürttembergLand Baden-Württemberg Land Baden-Württemberg Landtag von Baden-Württemberg 13.03.2016 16. Frühjahr 2021
Freistaat BayernFreistaat Bayern Freistaat Bayern Bayerischer Landtag 14.10.2018 18. Herbst 2023
Land BerlinLand Berlin Land Berlin Abgeordnetenhaus von Berlin 18.09.2016 17. 3. Quartal 2021
Land BrandenburgLand Brandenburg Land Brandenburg Landtag Brandenburg 01.09.2019 06. 3. Quartal 2024
Freie Hansestadt BremenFreie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen Bremische Bürgerschaft 26.05.2019 20. 2. Quartal 2023
Freie und Hansestadt HamburgFreie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Hamburgische Bürgerschaft 15.02.2015 21. 23. Februar 2020
Land HessenLand Hessen Land Hessen Hessischer Landtag 28.10.2018 20. Herbst 2023
Land Mecklenburg-VorpommernLand Mecklenburg-Vorpommern Land Mecklenburg-Vorpommern Landtag Mecklenburg-Vorpommern 04.09.2016 06. 3. Quartal 2021
Land NiedersachsenLand Niedersachsen Land Niedersachsen Niedersächsischer Landtag 15.10.2017 17. Herbst 2022
Land Nordrhein-WestfalenLand Nordrhein-Westfalen Land Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen 14.05.2017 17. 2. Quartal 2022
Land Rheinland-PfalzLand Rheinland-Pfalz Land Rheinland-Pfalz Landtag Rheinland-Pfalz 13.03.2016 17. Frühjahr 2021
SaarlandSaarland Saarland Landtag des Saarlandes 26.03.2017 16. 1. Quartal 2022
Freistaat SachsenFreistaat Sachsen Freistaat Sachsen Sächsischer Landtag 01.09.2019 06. 3. Quartal 2024
Land Sachsen-AnhaltLand Sachsen-Anhalt Land Sachsen-Anhalt Landtag von Sachsen-Anhalt 13.03.2016 07. Frühjahr 2021
Land Schleswig-HolsteinLand Schleswig-Holstein Land Schleswig-Holstein Schleswig-Holsteinischer Landtag 07.05.2017 19. 2. Quartal 2022
Freistaat ThüringenFreistaat Thüringen Freistaat Thüringen Thüringer Landtag 27.10.2019 07. Spätjahr 2024

Die Dauer einer Legislaturperiode beträgt in Bremen vier Jahre, in allen anderen Landesparlamenten fünf Jahre.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor.

Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet. In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.

Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat). In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entscheidet sich der Wähler mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wird. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden.

Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

Das Wahlrecht in Bremen sieht für die beiden Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven jeweils die Möglichkeit vor, fünf Stimmen auf die Listen für den Wahlbereich oder konkrete Kandidierende zu verteilen.

Wahlmodi in den deutschen Ländern[2]
Land Wahl-
periode
in Jahren
Wahlalter
aktiv/passiv
Wahlsystem Listenform Stimmen-
zahl
Mandate
(davon in
Wahlkreisen)
Sperr­klausel Grund-
mandats-
klausel
Ausgleichs-
mandate
Sitz-
zuteilungs-
verfahren
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl unterlegene Wahlkreiskandidaten 01 120 (70) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Sainte-Laguë
BayernBayern Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 02 180 (90) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Hare/Niemeyer
BerlinBerlin Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BremenBremen Bremen 4 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 05 083 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
HamburgHamburg Hamburg 5 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
HessenHessen Hessen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 071 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
SaarlandSaarland Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 01 051 (0) landesweit d’Hondt
SachsenSachsen Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 120 (60) landesweit zwei Mandate ja d’Hondt
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 091 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 069 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
ThüringenThüringen Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 02 088 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer


Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stärkste und zweitstärkste Parteien in den Landesparlamenten. Die Farbe des Landes entspricht jeweils der Farbe der stärksten Partei der letzten Wahl, die Farbe des Punktes der zweitstärksten (Stand 16. November 2018).
  • CDU
  • CSU
  • SPD
  • Grüne
  • Linke
  • AfD
  • Letzte Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gelistet sind alle Ergebnisse, die 1 Prozent überschreiten sowie alle Ergebnisse von Parteien, die im Bundesdurchschnitt mindestens 0,5 Prozent oder in mindestens vier Ländern 1 Prozent erreichten. Wahlergebnisse, die zum Parlamentseinzug führten, sind fettgedruckt.

    Bundesland letzte
    Wahl
    CDU/
    CSUa
    SPD Grüne AfD FDP Linke Freie
    Wähler
    /
    BVB/FWb
    Piraten PARTEI Tier-
    schutz-
    partei
    weitere Parteiend sonst.
    Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 2016 27,0 12,7 30,3 15,1 08,3 02,9 00,1 0,4 0,3 0,3 ALFA 1,0 1,9
    BayernBayern Bayern 2018 a37,2a 09,7 17,6 10,2 05,1 03,2 11,6 0,4 0,4 0,3 BP 1,7; ÖDP 1,6 1,3
    BerlinBerlin Berlin 2016 17,6 21,6 15,2 14,2 06,7 15,6 1,7 2,0 1,9 Graue 1,1 2,4
    BrandenburgBrandenburg Brandenburg 2019 15,6 26,2 10,8 23,5 04,1 10,7 0b5,0b 0,7 2,6 0,8
    BremenBremen Bremen 2019 26,7 24,9 17,4 06,1 05,9 11,3 01,0 1,0 1,7 BIW 2,4 1,6
    HamburgHamburg Hamburg 2015 15,9 45,6 12,3 06,1 07,4 08,5 1,6 0,9 2,6
    HessenHessen Hessen 2018 27,0 19,8 19,8 13,1 07,5 06,3 03,0 0,4 0,6 1,0 1,5
    Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 2016 19,0 30,6 04,8 20,8 03,0 13,2 00,6 0,5 0,6 1,2 NPD 3,0 3,3
    NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 2017 33,6 36,9 08,7 06,2 07,5 04,6 00,3 0,2 0,6 0,7 1,0
    Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2017 2017 33,0 31,2 06,4 07,4 12,6 04,9 00,4 1,0 0,6 3,1
    Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 2016 2016 31,8 36,2 05,3 12,6 06,2 02,8 02,3 0,8 2,0
    SaarlandSaarland Saarland 2017 2017 40,7 29,6 04,0 06,2 03,3 12,8 00,4 0,7 2,3
    SachsenSachsen Sachsen 2019-09 2019 32,1 07,7 08,6 27,5 04,5 10,4 03,4 0,3 1,6 1,5 2,4
    Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 2016 2016 29,8 10,6 05,2 24,3 04,9 16,3 02,2 0,5 1,5 NPD 1,9; Tiersch.all. 1,0 2,3
    Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 2017 2017 32,0 27,3 12,9 05,9 11,5 03,8 00,6 1,2 0,6 SSW 3,3 1,5
    ThüringenThüringen Thüringen 2019-10 2019 21,7 08,2 05,2 23,4 05,0 31,0 1,1 Tierschutz hier 1,1 3,2
    Gesamtc e30,3e 22,2 13,4 12,4 07,7 06,6 0f2,8f 0,6 0,6 0,5 2,8
    * Vorläufiges amtliches Endergebnis
    a CSU nur in Bayern
    b BVB/FW nur in Brandenburg
    c Stand: 12. November 2019. Anteil in Prozent an erhaltenen Wählerstimmen von allen gültig abgegebenen Stimmen der letzten 16 Wahlen zu Landtagen, Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern; bei Zwei-Stimmen-System wurde die Landes- bzw. Zweitstimme der Wählers gezählt; in Bayern werden beide Stimmen für die proportionale Sitzverteilung zusammengezählt, die Summe wurde durch zwei geteilt; in Bremen und Hamburg hat jeder Wähler fünf Stimmen für die Landesliste, hier wurde die Zahl der gültigen Wahlzettel proportional nach der Anzahl der Stimmen aufgeteilt.[3]
    d Andere Parteien mit mindestens 1 % bei der Wahl.
    e CDU 24,1 %, CSU 6,2 %
    f Freie Wähler 2,7 %, BVB/FW 0,2 %

    Wahltermine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Wahltermine werden vom Landtag oder vom Landesinnenministerium festgelegt. Dafür gibt es bei regulären Neuwahlen ein vorgegebenes Zeitfenster. Für vorgezogene Neuwahlen wird ein Beschluss des Landtages, des Landtagspräsidenten oder des Ministerpräsidenten auf Auflösung des Landtages bzw. vorzeitige Beendigung der Wahlperiode benötigt. Gewählt wird regelmäßig an einem Sonntag; häufig sehen die Wahlgesetze auch allgemeine Feiertage als Möglichkeit vor.

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    Kritik an Wahlterminen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem Dauerwahlkampf, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern mit Ausnahme Bremens eine fünfjährige Wahlperiode, lediglich dort wird alle vier Jahre gewählt. Ein anderer Vorschlag ist die Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Länder mit außerplanmäßigen Wahlterminen nur bei Koalitionsbrüchen. Dies würde zu verkürzten Wahlperioden in den betroffenen Ländern führen, die nur bis zum nächsten Takt reichen würden. Dazu müsste der verfassungsmäßige Status der Länder geändert werden. Man spricht hier von der horizontal simultanen Variante der Wahlterminierung innerhalb eines Mehrebenensystems, während derzeitig auf beiden Ebenen konsekutiv gewählt wird.

    Derzeit wird in folgenden Ländern zumindest annähernd gleichzeitig gewählt:

    • Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (März der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
    • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (September der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
    • Bayern und Hessen (September der durch fünf mit Rest drei teilbaren Jahre: 2008, 2013, …)
    • Brandenburg, Sachsen und Thüringen (August bzw. September der durch fünf mit Rest vier teilbaren Jahre: 2009, 2014, …)
    • Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (Frühjahr der durch fünf mit Rest zwei teilbaren Jahre: 2012, 2017, …)

    Statistiken deutscher Landesparlamente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Aktuelle Sitzverteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Folgende Übersicht listet die Anzahl der Abgeordneten pro Fraktion bzw. Gruppe und die fraktionslosen Abgeordneten nach Partei auf.

    Landtag von letzte Wahl Sitze gesamt
    (abs. Mehrheit)
    Regierungs-fraktionen CDU SPD Grüne AfD Linke FDP CSU Andere Fraktionen/
    Gruppen
    Fraktionslose nächste
    Wahl*
    Sitze Prozent
    Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg[4] 2016 143 0(72) 089 62,2 43 19 47 20 12 2 (AfD, parteilos) 2021
    BayernBayern Bayern[5] 2018 205 (103) 112 54,6 22 38 20 11 85 FW 27 2 (parteilos) 2023
    BerlinBerlin Berlin[6] 2016 160 0(81) 092 57,5 31 38 27 22 27 12 3 (AfD) 2021
    BrandenburgBrandenburg Brandenburg[7] 2019 088 0(45) 035 39,8 15 25 10 23 10 BVB/FW 5 2024
    BremenBremen Bremen[8] 2019 084 0(43) 049 58,3 24 23 16 10 05 M,R,F 3G 3 (AfD 2, BIW 1) 2023
    HamburgHamburg Hamburg[9] 2015 121 0(61) 072 59,5 20 59 14 06 10 09 3 (SPD 1, parteilos 2) 2020
    HessenHessen Hessen[10] 2018 137 0(69) 069 50,3 40 29 29 18 09 11 1 (AfD) 2023
    Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern[11] 2016 071 0(36) 042 59,2 18 26 14 11 2 (parteilos) 2021
    NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen[12] 2017 137 0(69) 105 76,6 50 55 12 09 11 2022
    Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen[13] 2017 199 (100) 100 50,3 72 69 14 13 28 3 (Blaue) 2022
    Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz[14] 2016 101 0(51) 052 51,5 35 39 06 12 07 2 (AfD) 2021
    SaarlandSaarland Saarland[15] 2017 051 0(26) 041 80,4 24 17 03 6 1 (Linke) 2022
    SachsenSachsen Sachsen[16] 2019 119 0(60) 055 46,2 45 10 12 38 14 2024
    Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt[17] 2016 087 0(44) 047 54,0 31 11 05 21 16 3 (AfD, Blaue, parteilos) 2021
    Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein[18] 2017 073 0(37) 044 60,3 25 21 10 04 09 SSW 3** 1 (parteilos) 2022
    ThüringenThüringen Thüringen[19] 2019 090 0(46) 042 44,4 21 08 05 22 29 05 2024
    Gesamt 000000000001866.00000000001.866 494 471 245 245 142 120 85 38 26
    Anteil in % 100,0 26,5 25,2 13,1 13,1 7,6 6,4 4,6 2,0 1,4
    in wie vielen Landtagen vertreten 15 16 14 15 10 11 1 4 12
    davon in der Regierung 9 11 9 4 3 1 1
    davon als Partei des Ministerpräsidenten 6 7 1 1 1
    Die Sitzanzahl der Parteien mit den jeweils meisten Sitzen ist fett geschrieben. Parteien, die an der Landesregierung beteiligt sind, sind durch grauen Hintergrund hervorgehoben. Die Partei, die den Ministerpräsidenten stellt, ist dunkelgrau hervorgehoben.
    Geschäftsführende Regierungsparteien sind kursiv geschrieben.
    * Angegeben ist das Jahr der planmäßig nächsten Wahl. Die jeweilige Wahl könnte auch früher stattfinden, etwa aufgrund vorgezogener Neuwahlen.
    ** Die Abgeordneten des SSW haben als Vertreter der Dänischen Minderheit in Deutschland unabhängig von ihrer Anzahl die Rechte einer Fraktion und sind von der Sperrklausel ausgenommen.

    Frauenanteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Anteil der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten:

    Land Stand Anteil siehe auch:
    Abschnitt im Hauptartikel des Parlaments
    Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg August 2019 26,6 %[20]
    BayernBayern Bayern November 2018 26,8 %[21] (31,6 %) Frauenanteil im Bayerischen Landtag
    BerlinBerlin Berlin März 2017 32,5 %[22]
    BrandenburgBrandenburg Brandenburg ab Oktober 2019 31,8 % Frauenanteil im Landtag Brandenburg
    BremenBremen Bremen August 2019 36,9 %[23]
    HamburgHamburg Hamburg März 2017 (Mai 2010) 38,8 %[24] (33,9 %)
    HessenHessen Hessen Januar 2019 33,6 %[25]
    Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Juni 2019 25,4 %[26] Frauenanteil im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
    NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen April 2018 (Mai 2012) 27,7 % (29,2 %)[27]
    Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen ab Juni 2017 27,1 %[28] Frauenanteil im Landtag Nordrhein-Westfalen
    Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz ab April 2016 35,6 %[29]
    SaarlandSaarland Saarland ab April 2017 37,3 %
    SachsenSachsen Sachsen ab Oktober 2019 26,9 %
    Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt April 2018 21,8 %[30]
    Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein ab Juni 2017 30,1 %[31]
    ThüringenThüringen Thüringen März 2017 (Januar 2003) 39,6 %[32] (34,1 %)

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Wikinews: Deutsche Landtagswahl – in den Nachrichten

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Demokratie als „Leitgedanke“ des deutschen Föderalismus. Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
    2. [1]
    3. siehe: Deutscher Bundestag – Summe der Wählerstimmen der Länder (Wählerstimmenkonto) in Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016 (PDF; 132 kB); siehe auch Quelle: Komplette Liste der Wählerstimmen bei Landtagswahlen in Deutschland
    4. landtag-bw.de
    5. bayern.landtag.de
    6. parlament-berlin.de
    7. landtag.brandenburg.de
    8. bremische-buergerschaft.de
    9. hamburgische-buergerschaft.de
    10. hessischer-landtag.de
    11. landtag-mv.de
    12. landtag-niedersachsen.de
    13. landtag.nrw.de
    14. landtag.rlp.de
    15. landtag-saar.de
    16. landtag.sachsen.de
    17. landtag.sachsen-anhalt.de
    18. landtag.ltsh.de
    19. thueringer-landtag.de
    20. Landtag von Baden-Württemberg: |wayback=20180425120357 |text=Landtag von Baden-Württemberg, 16. Wahlperiode: Altersstruktur und Geschlecht der Abgeordneten (Stand 1. August 2019)
    21. Volkshandbuch 18. Wahlperiode
    22. [2]
    23. Bremische Bürgerschaft: Statistiken zur 20. WP
    24. [3]. Abgerufen am 25. August 2017.
    25. Frauenstatistik Stand 14. Januar 2019. Abgerufen am 09. September 2019.
    26. Handbuch: Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern, 7. Wahlperiode 2016–2021 (PDF; 4,4 MB), 5. Auflage Juni 2019, S. 132.
    27. http://kuerschners.com/verlag/aktuelles/thema/news/frauenanteil-in-parlamenten.html Abgerufen am 26. April 2018.
    28. [4]
    29. [5]
    30. Landtagsdrucksache 7/2749
    31. http://www.bento.de/politik/wahl-in-schleswig-holstein-enttaeuschende-frauenquote-im-maenner-landtag-1355089/
    32. Frauenanteil in Parlamenten. Abgerufen am 25. August 2017.