Landesparlament

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Gesamtanzahl der Abgeordneten in den deutschen Landesparlamenten
CDU
  
530 (15)
SPD
  
516 (16)
Grüne
  
205 (14)
AfD
  
163 (13)
Linke
  
157 (11)
FDP
  
103 0(9)
CSU
  
101 0(1)
FW
  
019 0(1)
SSW
  
003 0(1)
BVB/FW
  
003 0(1)
BIW
  
003 0(1)
LKR
  
001 0(1)
Familie
  
001 0(1)
mut
  
001 0(1)
Fraktionslose
  
0015 0(6)
Insgesamt 1821 Mandate, in Klammern Anzahl der Landesparlamente
Stand: 4. Juli 2017
Gesamtstimmenanteile der Parteien bei den jeweils letzten Landtagswahlen
Stand: 12. Juni 2017
 %
30
20
10
0
26,4
25,2
11,7
7,9
7,5
7,3
6,6
2,0
1,2
4,2

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Im Grundgesetz (Art. 28, Art. 54 Abs. 3 GG) werden die Landesparlamente allgemein als Volksvertretungen der Länder bezeichnet.

In den Flächenländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Wahlperiode liegt bei fünf Jahren (im Stadtstaat Bremen bei nur vier Jahren). In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus in Berlin und Bürgerschaft in Bremen und Hamburg. Der gewählte Abgeordnete eines Landesparlamentes wird als Mitglied des Landtages (MdL) bzw. Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA), der Bremischen Bürgerschaft (MdBB) oder der Hamburgischen Bürgerschaft (MdHB) bezeichnet.

Hierarchie und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstitutionell ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bund der Deutschen Länder, an den sie freiwillig Kompetenzen abgetreten haben. Die Landesparlamente sind daher Ausdruck des deutschen Föderalismus und bewahren die Tradition der regionalen Gesetzgebungskompetenz. Allerdings darf ein Landesparlament nicht in die Gesetzgebung des Bundes eingreifen.[1]

Hauptaufgaben des Landesparlaments sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Landesgesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes.

Landesparlamente in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Volksvertretung Letzte Wahl
Legislatur-
periode

Nächste Wahl
(voraussichtlich)
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Land Baden-Württemberg Landtag von Baden-Württemberg 13.03.2016 16. Frühjahr 2021
BayernBayern Freistaat Bayern Bayerischer Landtag 15.09.2013 17. Herbst 2018
BerlinBerlin Land Berlin Abgeordnetenhaus von Berlin 18.09.2016 17. 3. Quartal 2021
BrandenburgBrandenburg Land Brandenburg Landtag Brandenburg 14.09.2014 06. Herbst 2019
BremenBremen Freie Hansestadt Bremen Bremische Bürgerschaft 10.05.2015 19. 2. Quartal 2019
HamburgHamburg Freie und Hansestadt Hamburg Hamburgische Bürgerschaft 15.02.2015 21. 1. Quartal 2020
HessenHessen Land Hessen Hessischer Landtag 22.09.2013 19. Herbst 2018
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Land Mecklenburg-Vorpommern Landtag Mecklenburg-Vorpommern 04.09.2016 06. 3. Quartal 2021
NiedersachsenNiedersachsen Land Niedersachsen Niedersächsischer Landtag 20.01.2013 17. 14. Januar 2018
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Land Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen 14.05.2017 17. Mai 2022
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Land Rheinland-Pfalz Landtag Rheinland-Pfalz 13.03.2016 17. Frühjahr 2021
SaarlandSaarland Saarland Landtag des Saarlandes 26.03.2017 16. 1. Quartal 2022
SachsenSachsen Freistaat Sachsen Sächsischer Landtag 31.08.2014 06. 3. Quartal 2019
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Land Sachsen-Anhalt Landtag von Sachsen-Anhalt 13.03.2016 07. Frühjahr 2021
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Land Schleswig-Holstein Schleswig-Holsteinischer Landtag 07.05.2017 19. 2022
ThüringenThüringen Freistaat Thüringen Thüringer Landtag 14.09.2014 06. Herbst 2019

Die Dauer einer Legislaturperiode beträgt in Bremen vier Jahre, in allen anderen Landesparlamenten fünf Jahre.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor.

Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet. In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.

Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat). In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entscheidet sich der Wähler mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wird. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden.

Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

Das Wahlrecht in Bremen sieht für die beiden Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven jeweils die Möglichkeit vor, fünf Stimmen auf die Listen für den Wahlbereich oder konkrete Kandidierende zu verteilen.

Wahlmodi in den deutschen Ländern[2]
Land Wahl­periode
in Jahren
Wahlalter aktiv/passiv Wahlsystem Listenform Stimmen­zahl Mandate (davon in Wahlkreisen) Sperr­klausel Grundmandats­klausel Ausgleichs­mandate Sitz­zuteilungs­verfahren
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl unterlegene Wahlkreiskandidaten 1 120 (70) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Sainte-Laguë
BayernBayern Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 2 180 (90) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Hare/Niemeyer
BerlinBerlin Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 88 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BremenBremen Bremen 4 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 5 83 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
HamburgHamburg Hamburg 5 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
HessenHessen Hessen 5 18/21 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 71 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
SaarlandSaarland Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 1 51 (0) landesweit d’Hondt
SachsenSachsen Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 120 (60) landesweit zwei Mandate ja d’Hondt
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 91 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 69 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
ThüringenThüringen Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 88 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer


Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stärkste und zweitstärkste Parteien in den Landesparlamenten. Die Farbe des Landes entspricht jeweils der Farbe der stärksten Partei der letzten Wahl, die Farbe des Punktes der zweitstärksten (Stand Mai 2017).
  • CDU
  • CSU
  • SPD
  • Grüne
  • Linke
  • AfD

Letzte Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelistet sind alle Ergebnisse, die ein Prozent überschreiten (Hürde für staatliche Parteienfinanzierung) sowie alle Ergebnisse von Parteien, die im Bundesdurchschnitt oder in mindestens vier Ländern ein Prozent erreichten. Im Parlament vertretene Parteien bzw. Wählergruppen sind grau unterlegt.

Land
Wahl
CDU/CSU1 SPD Grüne AfD FDP Linke FW Piraten NPD T.Sch.P Weitere Parteien3
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 13.03.2016 27,0 12,7 30,3 15,1 8,3 2,9 0,1 0,4 0,4 0,3 ALFA 1,0
BayernBayern Bayern 15.09.2013 47,7 20,6 8,6 3,3 2,1 9,0 2,0 0,6 BP 2,1; ÖDP 2,0
BerlinBerlin Berlin 18.09.2016 17,6 21,6 15,2 14,2 6,7 15,6 1,7 0,6 1,9 Partei 2,0; Graue 1,1
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 14.09.2014 23,0 31,9 6,2 12,2 1,5 18,6 1,5 2,2 BVB/FW 2,7
BremenBremen Bremen 10.05.2015 22,4 32,8 15,1 5,5 6,6 9,5 1,5 0,2 1,2 BIW 3,2 Partei 1,9
HamburgHamburg Hamburg 15.02.2015 15,9 45,6 12,3 6,1 7,4 8,5 1,6 0,3
HessenHessen Hessen 22.09.2013 38,3 30,7 11,1 4,1 5,0 5,2 1,2 1,9 1,1
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 04.09.2016 19,0 30,6 4,8 20,8 3,0 13,2 0,6 0,5 3,0 1,2
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 20.01.2013 36,0 32,6 13,7 9,9 3,1 1,1 2,1 0,8
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 14.05.2017 33,0 31,2 6,4 7,4 12,6 4,9 0,4 1,0 0,3
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 13.03.2016 31,8 36,2 5,3 12,6 6,2 2,8 2,3 0,8 0,5
SaarlandSaarland Saarland 26.03.2017 40,7 29,6 4,0 6,2 3,3 12,8 0,4 0,7 0,7
SachsenSachsen Sachsen 31.08.2014 39,4 12,4 5,7 9,7 3,8 18,9 1,6 1,1 4,9 1,1
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 13.03.2016 29,8 10,6 5,2 24,3 4,9 16,3 2,2 1,9 1,5 T.sch.all. 1,0
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 07.05.2017 32,0 27,3 12,9 5,9 11,5 3,8 0,6 1,2 SSW 3,3
ThüringenThüringen Thüringen 14.09.2014 33,5 12,4 5,7 10,6 2,5 28,2 1,7 1,0 3,6
Gesamt2 1 33,7 25,2 11,7 7,9 7,5 6,6 2,0 1,2 0,9 0,2 3,0
1 in Bayern CSU, sonst CDU; Summe CDU 26,4 %, CSU 7,3 %
2 Summe der Wählerstimmen; Stand: 12. Juni 2017; bei Zwei-Stimmen-System wurde die Landes- bzw. Zweitstimme der Wählers gezählt; in Bayern werden beide Stimmen für die proportionale Sitzverteilung zusammengezählt, die Summe wurde durch zwei geteilt; in Bremen und Hamburg hat jeder Wähler fünf Stimmen für die Landesliste, hier wurde die Zahl der gültigen Wahlzettel proportional nach der Anzahl der Stimmen aufgeteilt.[3]
3 Andere Parteien mit mehr als 1 %

Wahltermine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahltermine werden vom Landtag oder vom Landesinnenministerium festgelegt. Dafür gibt es bei regulären Neuwahlen ein vorgegebenes Zeitfenster. Für vorgezogene Neuwahlen wird ein Beschluss des Landtages, des Landtagspräsidenten oder des Ministerpräsidenten auf Auflösung des Landtages bzw. vorzeitige Beendigung der Wahlperiode benötigt. Gewählt wird regelmäßig an einem Sonntag; häufig sehen die Wahlgesetze auch allgemeine Feiertage als Möglichkeit vor.

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Kritik an Wahlterminen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem Dauerwahlkampf, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Flächenländern und den Stadtstaaten Berlin und Hamburg eine fünfjährige Wahlperiode. Lediglich im Stadtstaat Bremen wird alle vier Jahre gewählt. Ein anderer Vorschlag ist die Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Länder mit außerplanmäßigen Wahlterminen nur bei Koalitionsbrüchen. Dies würde zu verkürzten Wahlperioden in den betroffenen Ländern führen, die nur bis zum nächsten Takt reichen würden. Dazu müsste der verfassungsmäßige Status der Länder geändert werden. Man spricht hier von der horizontal simultanen Variante der Wahlterminierung innerhalb eines Mehrebenensystems, während derzeitig auf beiden Ebenen konsekutiv gewählt wird.

Derzeit wird in folgenden Ländern zumindest annähernd gleichzeitig gewählt:

  • Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (März der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
  • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (September der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
  • Bayern und Hessen (September der durch fünf mit Rest drei teilbaren Jahre: 2008, 2013, …)
  • Brandenburg, Sachsen und Thüringen (August bzw. September der durch fünf mit Rest vier teilbaren Jahre: 2009, 2014, …)
  • Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (Frühjahr der durch fünf mit Rest zwei teilbaren Jahre: 2012, 2017, …)

Statistiken deutscher Landesparlamente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Sitzverteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Übersicht listet die Anzahl der Abgeordneten pro Fraktion/Gruppe auf. Bei fraktionslosen Abgeordneten ist in Klammern die Parteizugehörigkeit angegeben. Stand: 4. Juli 2017

Landtag von Wahl-
jahr
Sitze gesamt
(abs. Mehrheit)
Sitze
Reg.-fraktionen
Reg.-fraktionen
in Prozent
CDU SPD Grüne AfD Linke FDP CSU Andere Fraktionen/ Gruppen Andere Fraktionslose nächste
Wahl
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 2016 143 0(72) 089 62,2 42 19 47 21 12 1 (AfD); 1 (p'los) 2021
BayernBayern Bayern 2013 180 0(91) 101 56,1 42 17 101 FW 19 1 (mut) 2018
BerlinBerlin Berlin 2016 160 0(81) 092 57,5 31 38 27 24 27 12 1 (AfD) 2021
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 2014 088 0(45) 047 53,4 21 30 06 10 17 BVB/FW 3G 1 (AfD) 2019
BremenBremen Bremen 2015 083 0(42) 043 51,8 20 30 12 01FL 08 06 BIW 3G 3 (LKR 1; P’los 2) 2019
HamburgHamburg Hamburg 2015 121 0(61) 072 59,5 20 58 14 07 10 09 3 (AfD 1; parteilos 2) 2020
HessenHessen Hessen 2013 110 0(56) 060 54,5 47 37 13 06 06 1 (p'los) 2018
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 2016 071 0(36) 042 59,2 16 26 18 11 2021
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 2013 137 0(69) 069 50,4 54 49 20 14 2018
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2017 199 (100) 100 50,3 72 69 14 16 28 2022
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 2016 101 0(51) 052 51,5 35 39 06 14 07 2021
SaarlandSaarland Saarland 2017 051 0(26) 041 80,4 24 17 03 07 2022
SachsenSachsen Sachsen 2014 126 0(64) 077 61,1 59 18 08 14 27 2019
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 2016 087 0(44) 047 54,02 31 11 05 22 16 2 (AfD) 2021
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 2017 073 0(37) 44 60,27 25 21 10 05 09 SSW 3 2022
ThüringenThüringen Thüringen 2014 091 0(46) 046 50,5 34 12 06 08 28 3 (parteilos 2; Familie 1) 2019
Gesamt 1821 531 516 205 163 157 103 101 28 17
Anteil in % 100,0 29,2 28,3 11,3 9,0 8,6 5,7 5,6 1,5 0,9
in wie vielen Landtagen vertreten 15 16 14 13 10 9 1 4 9
davon in der Regierung 8 11 10 3 3 1  –
davon als Partei des Ministerpräsidenten 6 7 1 1 1  –
Die Parteien mit den jeweils meisten Sitzen (beziehungsweise meisten Prozentpunkten bei der Wahl) sind fett geschrieben.
Geschäftsführende Regierungsparteien sind kursiv geschrieben.
G Gruppenstatus
FL fraktionslos


Frauenanteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anteil der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten:

Land Stand Anteil siehe auch:
Abschnitt im Hauptartikel des Parlaments
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg März 2016 (Juli 2006) 24,5 %[4] (23,7 %)
BayernBayern Bayern Januar 2014 (Juni 2009) 29,4 % (31,6 %)[5] Frauenanteil im Bayerischen Landtag
BerlinBerlin Berlin Mai 2012 33,6 %[6]
BrandenburgBrandenburg Brandenburg Oktober 2014 (November 2009) 36,4 % (39,8 %) Frauenanteil im Landtag Brandenburg
BremenBremen Bremen Mai 2011 41,0 %[7]
HamburgHamburg Hamburg März 2011 (Mai 2010) 38,8 % (33,9 %)[8]
HessenHessen Hessen 12. Mai 2010 26,3 %
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mai 2012 28,2 %[9] Frauenanteil im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 20. Januar 2013 (Mai 2012) 29,2 %[10] (34,4 %)[11]
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen ab Juni 2017 27,1 %[12] Frauenanteil im Landtag Nordrhein-Westfalen
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz ab April 2016 35,6 %[13]
SaarlandSaarland Saarland Mai 2012 39,2 %
SachsenSachsen Sachsen Dezember 2010 (Januar 2003) 30,3 % (35 %)
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt Mai 2012 32,4 %
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein ab Juni 2012 31,9 %
ThüringenThüringen Thüringen 2011 (Januar 2003) 38,6 %[14] (34,1 %)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikinews: Deutsche Landtagswahl – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demokratie als „Leitgedanke“ des deutschen Föderalismus. Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
  2. [1]
  3. siehe: Deutscher Bundestag – Summe der Wählerstimmen der Länder (Wählerstimmenkonto) in Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2011 (PDF; 132 kB); siehe auch Quelle: Komplette Liste der Wählerstimmen bei Landtagswahlen in Deutschland
  4. Frauenanteil in den Landtagen, Homepage der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stand März 2016
  5. Statistik zur Entwicklung des Frauenanteils im Bayrischen Landtag, pdf auf der Homepage des Bayrischen Landtags, abgerufen am 23. Dezember 2014
  6. Die 149 Politiker im 17. Berliner Abgeordnetenhaus, Berliner Morgenpost
  7. Statistik zur 18. Legislaturperiode, Webpräsenz der Bremischen Bürgerschaft
  8. hamburgische-buergerschaft.de: Infothek: Zusammensetzung des Parlaments nach weiblichen und männlichen Abgeordneten. Abgerufen am 29. März 2011.
  9. Handbuch: Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern, 6. Wahlperiode 2011–2016 (PDF; 2,4 MB), 3. Auflage Mai 2012, S. 129.
  10. landtag-niedersachsen.de: Wahlergebnis und Sitzverteilung der 17. Wahlperiode: Sitzverteilung, Frauenanteil, Altersgliederung (PDF; 79 kB) Abgerufen am 26. Januar 2013.
  11. landtag-niedersachsen.de: Statistik (16. Wahlperiode) Abgerufen am 26. Januar 2013.
  12. [2]
  13. [3]
  14. landtag.thueringen.de: 100 Jahre Internationaler Frauentag. Abgerufen am 31. März 2011.