Landesparlament

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Gesamtanzahl der Abgeordneten in den deutschen Landesparlamenten
CDU
  
527 (15)
SPD
  
523 (16)
Grüne
  
197 (14)
AfD
  
157 (13)
Linke
  
157 (10)
CSU
  
101 0(1)
FDP
  
100 0(9)
FW
  
017 0(1)
BMV1
  
004 0(1)
BIW
  
003 0(1)
SSW
  
003 0(1)
Fraktionslose2
  
032 (12)
Insgesamt 1.821 Mandate, in Klammern Anzahl der Landesparlamente
Stand: 15. Oktober 2017
1 Die Fraktion besteht aus vier Parteilosen.
2 Parteizugehörigkeit: parteilos 16; AfD 10; BVB/FW, Familie, FDP, FW, LKR, mut je 1
Gesamtstimmenanteile der Parteien bei den jeweils letzten Landtagswahlen
Stand: 15. Oktober 2017
 %
30
20
10
0
26,6
26,5
11
8,4
7,2
7,1
6,7
1,9
1
3,6

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Im Grundgesetz (Art. 28, Art. 54 Abs. 3 GG) werden die Landesparlamente allgemein als Volksvertretungen der Länder bezeichnet.

In den Flächenländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Wahlperiode liegt bei fünf Jahren (im Stadtstaat Bremen bei nur vier Jahren). In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus in Berlin und Bürgerschaft in Bremen und Hamburg. Der gewählte Abgeordnete eines Landesparlamentes wird als Mitglied des Landtages (MdL) bzw. Mitglied des Abgeordnetenhauses (MdA), der Bremischen Bürgerschaft (MdBB) oder der Hamburgischen Bürgerschaft (MdHB) bezeichnet.

Hierarchie und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstitutionell ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bund der Deutschen Länder, an den sie freiwillig Kompetenzen abgetreten haben. Die Landesparlamente sind daher Ausdruck des deutschen Föderalismus und bewahren die Tradition der regionalen Gesetzgebungskompetenz. Allerdings darf ein Landesparlament nicht in die Gesetzgebung des Bundes eingreifen.[1]

Hauptaufgaben des Landesparlaments sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Landesgesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes.

Landesparlamente in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Volksvertretung Letzte Wahl
Legislatur-
periode

Nächste Wahl
(voraussichtlich)
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Land Baden-Württemberg Landtag von Baden-Württemberg 13.03.2016 16. Frühjahr 2021
BayernBayern Freistaat Bayern Bayerischer Landtag 15.09.2013 17. Herbst 2018
BerlinBerlin Land Berlin Abgeordnetenhaus von Berlin 18.09.2016 17. 3. Quartal 2021
BrandenburgBrandenburg Land Brandenburg Landtag Brandenburg 14.09.2014 06. Herbst 2019
BremenBremen Freie Hansestadt Bremen Bremische Bürgerschaft 10.05.2015 19. 2. Quartal 2019
HamburgHamburg Freie und Hansestadt Hamburg Hamburgische Bürgerschaft 15.02.2015 21. 1. Quartal 2020
HessenHessen Land Hessen Hessischer Landtag 22.09.2013 19. Herbst 2018
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Land Mecklenburg-Vorpommern Landtag Mecklenburg-Vorpommern 04.09.2016 06. 3. Quartal 2021
NiedersachsenNiedersachsen Land Niedersachsen Niedersächsischer Landtag 15.10.2017 17. Herbst 2022
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Land Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen 14.05.2017 17. Mai 2022
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Land Rheinland-Pfalz Landtag Rheinland-Pfalz 13.03.2016 17. Frühjahr 2021
SaarlandSaarland Saarland Landtag des Saarlandes 26.03.2017 16. 1. Quartal 2022
SachsenSachsen Freistaat Sachsen Sächsischer Landtag 31.08.2014 06. 3. Quartal 2019
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Land Sachsen-Anhalt Landtag von Sachsen-Anhalt 13.03.2016 07. Frühjahr 2021
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Land Schleswig-Holstein Schleswig-Holsteinischer Landtag 07.05.2017 19. 2022
ThüringenThüringen Freistaat Thüringen Thüringer Landtag 14.09.2014 06. Herbst 2019

Die Dauer einer Legislaturperiode beträgt in Bremen vier Jahre, in allen anderen Landesparlamenten fünf Jahre.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlmodus hängt im Einzelnen vom jeweiligen Land ab. Alle Landeswahlgesetze sehen jedoch (im Wesentlichen) ein Verhältniswahlsystem vor.

Das Land Bremen ist in zwei Wahlbereiche (Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven) aufgeteilt, auf die die Fünf-Prozent-Hürde getrennt Anwendung findet und zwischen denen kein Verhältnisausgleich stattfindet. In Bayern bildet jeder Regierungsbezirk einen Wahlkreis, der seinerseits in Stimmkreise unterteilt ist; die Ergebnisse der Wahlkreise werden dabei nicht miteinander verrechnet, auch wenn die Fünf-Prozent-Hürde landesweit berechnet wird.

Jedes Land ist in Wahlkreise (nicht identisch mit den Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.

Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Daneben gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhang- und Ausgleichsmandat). In Berlin kann jede Partei entscheiden, ob sie mit einer Landesliste oder mit Bezirkslisten antritt.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg entscheidet sich der Wähler mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wird. Im Saarland gibt es eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden.

Ein Volksentscheid vom 14. Juni 2004 in Hamburg führte in der Hansestadt zur Ablösung der reinen Listenwahl durch ein neues Wahlsystem. Es wurde erstmals bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 verwendet, gibt den Wählern mehr Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft und beinhaltet eingeschränkt offene Listen in Mehrmandatswahlkreisen.

Das Wahlrecht in Bremen sieht für die beiden Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven jeweils die Möglichkeit vor, fünf Stimmen auf die Listen für den Wahlbereich oder konkrete Kandidierende zu verteilen.

Wahlmodi in den deutschen Ländern[2]
Land Wahl­periode
in Jahren
Wahlalter aktiv/passiv Wahlsystem Listenform Stimmen­zahl Mandate (davon in Wahlkreisen) Sperr­klausel Grundmandats­klausel Ausgleichs­mandate Sitz­zuteilungs­verfahren
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl unterlegene Wahlkreiskandidaten 1 120 (70) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Sainte-Laguë
BayernBayern Bayern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl offen 2 180 (90) landesweit nein getrennt nach Regierungsbezirken Hare/Niemeyer
BerlinBerlin Berlin 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 130 (78) landesweit inkl. ungültige ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 5 16/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 88 (44) landesweit; nicht für Sorben ein Mandat ja Hare/Niemeyer
BremenBremen Bremen 4 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 5 83 (0) getrennt in Bremen und Bremerhaven Sainte-Laguë
HamburgHamburg Hamburg 5 16/18 Verhältniswahl m. offenen Listen offen 10 121 (71) landesweit nein ja Sainte-Laguë
HessenHessen Hessen 5 18/21 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 110 (55) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 71 (36) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 135 (87) landesweit nein ja d’Hondt
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 181 (128) landesweit nein ja Sainte-Laguë
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 101 (51) landesweit nein ja Sainte-Laguë
SaarlandSaarland Saarland 5 18/18 Verhältniswahl geschlossen 1 51 (0) landesweit d’Hondt
SachsenSachsen Sachsen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 120 (60) landesweit zwei Mandate ja d’Hondt
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 91 (45) landesweit nein ja Hare/Niemeyer
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 69 (35) landesweit; nicht für SSW ein Mandat ja Sainte-Laguë
ThüringenThüringen Thüringen 5 18/18 Personalisierte Verhältniswahl geschlossen 2 88 (44) landesweit nein ja Hare/Niemeyer


Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stärkste und zweitstärkste Parteien in den Landesparlamenten. Die Farbe des Landes entspricht jeweils der Farbe der stärksten Partei der letzten Wahl, die Farbe des Punktes der zweitstärksten (Stand Mai 2017).
  • CDU
  • CSU
  • SPD
  • Grüne
  • Linke
  • AfD

Letzte Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelistet sind alle Ergebnisse, die ein Prozent überschreiten (Hürde für staatliche Parteienfinanzierung) sowie alle Ergebnisse von Parteien, die im Bundesdurchschnitt mindestens 0,5 Prozent oder in mindestens vier Ländern ein Prozent erreichten.

  • fettgedruckt: Der höchste Wert in Prozent einer jeden stärksten Partei je Wahl.
  • farbige Markierung: Höchster Wert in Prozent der jeweiligen Partei
  • kursivgedruckt: Der schlechteste Wert in Prozent der jeweiligen Partei
Bundesland letzte Wahl SPD CDU Grüne AfD CSU FDP Linke FW Piraten NPD PARTEI Tier Weitere Parteien3 Sonstige
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 2016 12,7 27,0 30,3 15,1 08,3 02,9 0,1 0,4 0,4 0,3 0,3 ALFA 1,0 1,2
BayernBayern Bayern 2013 20,6 08,6 47,7 03,3 02,1 9,0 2,0 0,6 BP 2,1; ÖDP 2,0; REP 1,0 1,0
BerlinBerlin Berlin 2016 21,6 17,6 15,2 14,2 06,7 15,6 1,7 0,6 2,0 1,9 Graue 1,1 1,8
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 2014 31,9 23,0 06,2 12,2 01,5 18,6 1,5 2,2 BVB/FW 2,7 0,2
BremenBremen Bremen 2015 32,8 22,4 15,1 05,5 06,6 09,5 1,5 0,2 1,9 1,2 BIW 3,2
HamburgHamburg Hamburg 2015 45,6 15,9 12,3 06,1 07,4 08,5 1,6 0,3 0,9 1,4
HessenHessen Hessen 2013 30,7 38,3 11,1 04,1 05,0 05,2 1,2 1,9 1,1 0,5 0,9
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 2016 30,6 19,0 04,8 20,8 03,0 13,2 0,6 0,5 3,0 0,6 1,2 2,7
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 2017 36,9 33,6 08,7 06,2 07,5 04,6 0,3 0,2 0,6 0,7 0,4
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2017 31,2 33,0 06,4 07,4 12,6 04,9 0,4 1,0 0,3 0,7 2,1
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 2016 36,2 31,8 05,3 12,6 06,2 02,8 2,3 0,8 0,5 1,5
SaarlandSaarland Saarland 2017 29,6 40,7 04,0 06,2 03,3 12,8 0,4 0,7 0,7 0,5 1,1
SachsenSachsen Sachsen 2014 12,4 39,4 05,7 09,7 03,8 18,9 1,6 1,1 4,9 0,7 1,1 0,7
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 2016 10,6 29,8 05,2 24,3 04,9 16,3 2,2 1,9 0,5 1,5 Tierschutzallianz 1,0 1,8
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 2017 27,3 32,0 12,9 05,9 11,5 03,8 0,6 1,2 0,6 SSW 3,3 0,9
ThüringenThüringen Thüringen 2014 12,4 33,5 05,7 10,6 02,5 28,2 1,7 1,0 3,6 0,6 0,2
Gesamt2 26,6 26,5 11,0 8,4 7,2 7,1 6,7 1,9 1,0 0,7 0,5 0,3 2,1

Stand: 15. Oktober 2017

2 Anteil in Prozent an erhaltenen Wählerstimmen von allen gültig abgebenen Stimmen der letzten 16 Wahlen zu Landtagen, Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern; bei Zwei-Stimmen-System wurde die Landes- bzw. Zweitstimme der Wählers gezählt; in Bayern werden beide Stimmen für die proportionale Sitzverteilung zusammengezählt, die Summe wurde durch zwei geteilt; in Bremen und Hamburg hat jeder Wähler fünf Stimmen für die Landesliste, hier wurde die Zahl der gültigen Wahlzettel proportional nach der Anzahl der Stimmen aufgeteilt.[3]
3 Andere Parteien mit mindestens 1 % bei einer Wahl.

Wahltermine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahltermine werden vom Landtag oder vom Landesinnenministerium festgelegt. Dafür gibt es bei regulären Neuwahlen ein vorgegebenes Zeitfenster. Für vorgezogene Neuwahlen wird ein Beschluss des Landtages, des Landtagspräsidenten oder des Ministerpräsidenten auf Auflösung des Landtages bzw. vorzeitige Beendigung der Wahlperiode benötigt. Gewählt wird regelmäßig an einem Sonntag; häufig sehen die Wahlgesetze auch allgemeine Feiertage als Möglichkeit vor.

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Kritik an Wahlterminen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem Dauerwahlkampf, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Flächenländern und den Stadtstaaten Berlin und Hamburg eine fünfjährige Wahlperiode. Lediglich im Stadtstaat Bremen wird alle vier Jahre gewählt. Ein anderer Vorschlag ist die Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Länder mit außerplanmäßigen Wahlterminen nur bei Koalitionsbrüchen. Dies würde zu verkürzten Wahlperioden in den betroffenen Ländern führen, die nur bis zum nächsten Takt reichen würden. Dazu müsste der verfassungsmäßige Status der Länder geändert werden. Man spricht hier von der horizontal simultanen Variante der Wahlterminierung innerhalb eines Mehrebenensystems, während derzeitig auf beiden Ebenen konsekutiv gewählt wird.

Derzeit wird in folgenden Ländern zumindest annähernd gleichzeitig gewählt:

  • Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (März der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
  • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (September der durch fünf mit Rest eins teilbaren Jahre: 2006, 2011, …)
  • Bayern und Hessen (September der durch fünf mit Rest drei teilbaren Jahre: 2008, 2013, …)
  • Brandenburg, Sachsen und Thüringen (August bzw. September der durch fünf mit Rest vier teilbaren Jahre: 2009, 2014, …)
  • Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (Frühjahr der durch fünf mit Rest zwei teilbaren Jahre: 2012, 2017, …)

Statistiken deutscher Landesparlamente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Sitzverteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Übersicht listet die Anzahl der Abgeordneten pro Fraktion/Gruppe auf. Bei fraktionslosen Abgeordneten ist in Klammern die Parteizugehörigkeit angegeben. Stand: 15. Oktober 2017

Landtag von letzte Wahl Sitze gesamt
(abs. Mehrheit)
Sitze
Reg.-fraktionen
Reg.-fraktionen
in Prozent
CDU SPD Grüne AfD Linke CSU FDP Andere Fraktionen/
Gruppen
Fraktionslose nächste
Wahl*
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg 2016 143 0(72) 089 62,2 42 19 47 21 12 2 (AfD, parteilos je 1) 2021
BayernBayern Bayern 2013 180 0(91) 101 56,1 42 17 101 FW 17 3 (FDP, FW, mut je 1) 2018
BerlinBerlin Berlin 2016 160 0(81) 092 57,5 31 38 27 23 27 12 2 (AfD) 2021
BrandenburgBrandenburg Brandenburg 2014 088 0(45) 047 53,4 21 30 06 10 17 4 (parteilos 2; AfD, BVB/FW je 1) 2019
BremenBremen Bremen 2015 083 0(42) 042 50,6 20 30 12 08 06 BIW 3G 4 (parteilos 2; AfD, LKR je 1) 2019
HamburgHamburg Hamburg 2015 121 0(61) 072 59,5 20 59 14 07 10 09 2 (AfD, parteilos je 1) 2020
HessenHessen Hessen 2013 110 0(56) 060 54,5 47 37 13 06 06 1 (parteilos) 2018
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 2016 071 0(36) 042 59,2 16 26 13 11 BMV 4 1 (parteilos) 2021
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen 2017 137 0(69) 0offen offen 50 55 12 09 11 2022
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2017 199 (100) 100 50,3 72 69 14 13 28 3 (parteilos) 2022
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 2016 101 0(51) 052 51,5 35 39 06 14 07 2021
SaarlandSaarland Saarland 2017 051 0(26) 041 80,4 24 17 03 07 2022
SachsenSachsen Sachsen 2014 126 0(64) 077 61,1 59 18 08 09 27 5 (parteilos 3; AfD 2) 2019
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 2016 087 0(44) 047 54,0 31 11 05 22 16 2 (AfD) 2021
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein 2017 073 0(37) 044 60,3 25 21 10 05 09 SSW 3G** 2022
ThüringenThüringen Thüringen 2014 091 0(46) 046 50,5 34 12 06 08 28 3 (parteilos 2; Familie 1) 2019
Gesamt 1.821 527 523 197 157 157 101 100 27 32
Anteil in % 100,0 28,9 28,7 10,8 8,6 8,6 5,6 5,5 1,5 1,8
in wie vielen Landtagen vertreten 15 16 14 13 10 1 9 4 12
davon in der Regierung 8 10 9 3 1 3
davon als Partei des Ministerpräsidenten 6 6 1 1 1
Die Parteien mit den jeweils meisten Sitzen (beziehungsweise meisten Prozentpunkten bei der Wahl) sind fett geschrieben.
Geschäftsführende Regierungsparteien sind kursiv geschrieben.
G Gruppenstatus
* Angegeben ist das Jahr der planmäßig nächsten Wahl. Die jeweilige Wahl könnte auch früher stattfinden, etwa aufgrund vorgezogener Neuwahlen.
** Die Gruppe des SSW hat als Vertreter der Dänischen Minderheit in Deutschland die Rechte einer Fraktion.

Frauenanteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anteil der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten:

Land Stand Anteil siehe auch:
Abschnitt im Hauptartikel des Parlaments
Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg März 2016 24,5 %[4]
BayernBayern Bayern Januar 2014 (Juni 2009) 29,4 %[5] (31,6 %) Frauenanteil im Bayerischen Landtag
BerlinBerlin Berlin März 2017 32,5 %[6]
BrandenburgBrandenburg Brandenburg März 2017 39,8 % Frauenanteil im Landtag Brandenburg
BremenBremen Bremen März 2017 36,1 %[7]
HamburgHamburg Hamburg März 2017 (Mai 2010) 38,8 %[8] (33,9 %)
HessenHessen Hessen Dezember 2015 33,6 % [9]
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mai 2012 28,2 %[10] Frauenanteil im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
NiedersachsenNiedersachsen Niedersachsen März 2017 (Mai 2012) 31,4 % (29,2 %)[11]
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen ab Juni 2017 27,1 %[12] Frauenanteil im Landtag Nordrhein-Westfalen
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz ab April 2016 35,6 %[13]
SaarlandSaarland Saarland ab April 2017 37,3 %
SachsenSachsen Sachsen März 2017 (Januar 2003) 31,7 % (35 %)
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt März 2016 24,1 %
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Schleswig-Holstein ab Juni 2017 30,1 % [14]
ThüringenThüringen Thüringen März 2017 (Januar 2003) 39,6 %[15] (34,1 %)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikinews: Deutsche Landtagswahl – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demokratie als „Leitgedanke“ des deutschen Föderalismus. Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
  2. [1]
  3. siehe: Deutscher Bundestag – Summe der Wählerstimmen der Länder (Wählerstimmenkonto) in Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016 (PDF; 132 kB); siehe auch Quelle: Komplette Liste der Wählerstimmen bei Landtagswahlen in Deutschland
  4. Frauenanteil in den Landtagen, Homepage der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stand März 2016
  5. Statistik zur Entwicklung des Frauenanteils im Bayrischen Landtag, pdf auf der Homepage des Bayrischen Landtags, abgerufen am 23. Dezember 2014
  6. [2]
  7. [3]
  8. [4]. Abgerufen am 25. August 2017.
  9. https://hessischer-landtag.de/sites/default/files/scald/files/Frauenstatistik-21-06-2016.pdf. Abgerufen am 25. August 2017.
  10. Handbuch: Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern, 6. Wahlperiode 2011–2016 (PDF; 2,4 MB), 3. Auflage Mai 2012, S. 129.
  11. http://kuerschners.com/verlag/aktuelles/thema/news/frauenanteil-in-parlamenten.html Abgerufen am 25. August 2017.
  12. [5]
  13. [6]
  14. http://www.bento.de/politik/wahl-in-schleswig-holstein-enttaeuschende-frauenquote-im-maenner-landtag-1355089/
  15. Frauenanteil in Parlamenten. Abgerufen am 25. August 2017.