Landesbeauftragter für Politische Bildung Schleswig-Holstein

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Logo des Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein

Der Landesbeauftragte für Politische Bildung Schleswig-Holstein beziehungsweise sein Amt nimmt seit 2015 die Aufgaben der früheren Landeszentrale für politische Bildung wahr.[1]

Bildete die Landeszentrale ab 2011 eine Stabsstelle beim Landtagsdirektor in der Verwaltung des Landtags, hat das neue Amt den Status eines unabhängigen Beauftragten beim Landtagspräsidenten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1957 etablierte Kultusminister Edo Osterloh die sogenannte Dienststelle des Landesbeauftragten für staatsbürgerliche Bildung in Schleswig-Holstein. 1984 wurde diese in Landeszentrale für politische Bildung umbenannt. Nicht ganz zwei Jahrzehnte später entstand 2003 der Landesbetrieb Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, der bis 2005 dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterstand. Von 2005 bis 2009 war die Landeszentrale für politische Bildung der Staatskanzlei zugeordnet. Nach der Landtagswahl im Jahr 2009 wurde die Landeszentrale Teil des Kultusministeriums. Anfang 2011 siedelte die Einrichtung zum Landtag Schleswig-Holstein über und bildete dort eine unabhängige und überparteiliche Stabsstelle. 2015 veränderte sich die Rechtsstellung der Einrichtung. Die Landeszentrale wurde zum Amt des beziehungsweise der Landesbeauftragten für politische Bildung.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Landesbeauftragter für staatsbürgerliche Bildung war Ernst Hessenauer. Hessenauer leitete die Dienststelle für staatsbürgerliche Bildung von 1956 bis 1984. Ihm folgte Wolfgang Hubrich. Hubrich stand von 1984 bis 1989 an der Spitze der Landeszentrale für politische Bildung. Von 1990 bis zum Jahr 2002 übernahm Karl-Heinz Harbeck diese Aufgabe. In den Jahren 2003 bis 2008 leitete Wolfgang Behrsing die Landeszentrale. Kommissarisch war das Amt von 2009 bis 2010 Brigitte Hohmann übertragen. Von Januar 2011 bis August 2013 unterstand die Leitung der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein der Politikwissenschaftlerin Annette Wiese-Krukowska. Im Juni 2014 wurde Heiko Vosgerau (FDP) Leiter der Einrichtung. Zum ersten Landesbeauftragten für politische Bildung wählte der Schleswig-Holsteinische Landtag am 20. November 2015 den Politikwissenschaftler Christian Meyer-Heidemann.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesbeauftragte für politische Bildung berät die Landesregierung und den Landtag in Grundsatzangelegenheiten der politischen Bildung. Der Landesbeauftragte und sein Team arbeiten unabhängig und überparteilich. Seine Aufgabe ist es, politische Bildungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein zu konzipieren und umzusetzen. Mit diesen Tätigkeiten soll die freiheitlich-demokratische Grundordnung gestärkt und die demokratische politische Kultur in Schleswig-Holstein belebt werden.

Publikationsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Publikationsangebot des Landesbeauftragten reicht von Fragen der Zeitgeschichte über gesellschaftliche Aspekte bis zu aktuellen Fragen der Politik – etwa zu Flucht und Migration oder zur Zukunft Europas. Die in Zusammenarbeit mit dem Landtag Schleswig-Holstein und der Europa-Universität Flensburg, vertreten durch das Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG), erstellte Veröffentlichung Schleswig-Holstein 1800 bis heute. Eine historische Landeskunde stellt die jüngere Geschichte des Landes unter demokratiegeschichtlichen Gesichtspunkten dar.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schleswig-Holstein bekommt Landesbeauftragten für politische Bildung, abgerufen am 23. Februar 2017.