Landkreis Ebersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Ebersberg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Ebersberg hervorgehobenKoordinaten: 48° 5′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Ebersberg
Fläche: 549,3 km²
Einwohner: 134.873 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: EBE
Kreisschlüssel: 09 1 75
Kreisgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Eichthalstraße 5
85560 Ebersberg
Webpräsenz: www.landkreis-ebersberg.de
Landrat: Robert Niedergesäß (CSU)
Lage des Landkreises Ebersberg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Landratsamt Ebersberg mit Festbeflaggung zum Nationalfeiertag

Der Landkreis Ebersberg liegt östlich von München im Regierungsbezirk Oberbayern. Mit einer Fläche von 549,3 Quadratkilometern zählt er zu den kleineren Landkreisen in Deutschland, weist jedoch mit rund 135.000 Einwohnern eine überdurchschnittlich hohe Bevölkerungsdichte auf. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Ebersberg. Der Landkreis Ebersberg ist Teil der Region München und liegt im Osten der Metropolregion München.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreisgebiet umfasst im Westen die Münchener Schotterebene mit dem Ebersberger Forst, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Süddeutschlands, im Norden und Nordosten das Isen-Sempt-Hügelland und im Süden und Osten das Inn-Chiemsee-Hügelland. Die Kreisstadt Ebersberg, die zu den kleineren ihrer Art in Deutschland gehört, liegt im Südosten des Kreisgebiets. Sie ist von der Einwohnerzahl her nur die fünftgrößte Kommune des Landkreises.

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Erding, Mühldorf am Inn, Rosenheim und München.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2014[2])

Städte

  1. Ebersberg (11.625)
  2. Grafing bei München (13.369)

Märkte

  1. Glonn (4964)
  2. Kirchseeon (10.054)
  3. Markt Schwaben (12.884)

Gemeinden

  1. Anzing (4020)
  2. Aßling (4389)
  3. Baiern (1409)
  4. Bruck (1222)
  5. Egmating (2283)
  6. Emmering (1501)
  7. Forstinning (3649)
  8. Frauenneuharting (1504)
  9. Hohenlinden (3046)
  10. Moosach (1539)
  11. Oberpframmern (2369)
  12. Pliening (5293)
  13. Poing (14.449)
  14. Steinhöring (4003)
  15. Vaterstetten (22.272)
  16. Zorneding (9029)

Gemeindefreie Gebiete

  1. Anzinger Forst (31 km²)
  2. Ebersberger Forst (18 km²)
  3. Eglhartinger Forst (27 km²)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Aßling (Gemeinden Aßling, Emmering und Frauenneuharting)
  2. Glonn (Markt Glonn und Gemeinden Baiern, Bruck, Egmating, Moosach und Oberpframmern)
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimMunicipalities in EBE.svg
Über dieses Bild

Vor den Gebietsreformen 1971 bis 1978 hatte der Landkreis Ebersberg 29 Gemeinden (siehe Liste unten). Im Jahr 1900 waren es noch zwei mehr. Ottenhofen wurde 1928 in das Bezirksamt Erding umgegliedert. Die Gemeinde Öxing wurde im Jahr 1933 nach Grafing bei München eingemeindet.

Im Norden grenzte der Landkreis an den Landkreis Erding, im Osten an den Landkreis Wasserburg am Inn, im Süden an den Landkreis Bad Aibling und im Westen an den Landkreis München.

Die Gemeinden des Landkreises Ebersberg vor der Gemeindereform 1971/78[3][4]
(Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)
frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Anzing Anzing Landkreis Ebersberg
Aßling Aßling Landkreis Ebersberg
Baiern Baiern Landkreis Ebersberg
Bruck Bruck Landkreis Ebersberg
Ebersberg (seit 1954 Stadt) Ebersberg Landkreis Ebersberg
Egmating Egmating Landkreis Ebersberg
Elkofen Grafing b.München Landkreis Ebersberg
Forstinning Forstinning Landkreis Ebersberg
Frauenneuharting Frauenneuharting Landkreis Ebersberg
Gelting Pliening Landkreis Ebersberg
Glonn (seit 1901 Markt) Glonn Landkreis Ebersberg
Grafing b.München (seit 1953 Stadt;
hieß bis 1953 Markt Grafing)
Grafing b.München Landkreis Ebersberg
Hohenlinden Hohenlinden Landkreis Ebersberg
Kirchseeon (seit 1959 Markt;
die Gemeinde hieß bis 1939 Eglharting)
Kirchseeon Landkreis Ebersberg
Lampferding Tuntenhausen Landkreis Rosenheim
Loitersdorf Aßling Landkreis Ebersberg
Markt Schwaben (Markt;
hieß bis 1922 Schwaben)
Markt Schwaben Landkreis Ebersberg
Moosach Moosach Landkreis Ebersberg
Nettelkofen Grafing b.München Landkreis Ebersberg
Oberndorf Ebersberg Landkreis Ebersberg
Oberpframmern Oberpframmern Landkreis Ebersberg
Parsdorf
(die Gemeinde heißt seit 1978 Vaterstetten)
Vaterstetten Landkreis Ebersberg
Pliening Pliening Landkreis Ebersberg
Poing Poing Landkreis Ebersberg
Pöring Zorneding Landkreis Ebersberg
Schalldorf
(die Gemeinde heißt seit 1978 Emmering)
Emmering Landkreis Ebersberg
Steinhöring Steinhöring Landkreis Ebersberg
Straußdorf Grafing b.München Landkreis Ebersberg
Zorneding Zorneding Landkreis Ebersberg

Fauna und Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kupferbachtal

Im Atteltal finden sich Reste von Auwäldern und weitgehend naturbelassene Seitenbäche, in denen die Bachmuschel lebt. Auch der Gelbe Frauenschuh ist hier zu finden. Im Kupferbachtal bei Glonn wächst das seltene Bayerische Löffelkraut, im Südosten des Landkreises die Sibirische Schwertlilie.

Im Ebersberger Forst leben etwa 800 Wildschweine, das namensgebende Wappentier des Landkreises. Daneben gibt es als größeres Wild auch Rehe.

Auch im nördlichen, dichter besiedelten Landkreis gibt es geschützte Feucht- und Moorwiesen. In Markt Schwaben und Forstinning brüten Weißstörche.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südlichen Landkreis gibt es größere Gebiete, die als Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet (FFH) ausgewiesen sind. Es gibt zwei Naturschutzgebiete, elf Landschaftsschutzgebiete, vier FFH-Gebiete und mindestens 13 ausgewiesene Geotope (Stand April 2016). Das mit 75,6 Hektar größere Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Eggelburger See wurde 1973 eingerichtet.[5] 1983 kam das Naturschutzgebiet Kupferbachtal bei Unterlaus mit 45,5 Hektar dazu.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen 1840 bis heute
Jahr Einwohner
1840
  
17.863
1871
  
20.963
1900
  
24.926
1925
  
28.827
1939
  
30.805
1950
  
52.058
1961
  
55.458
1970
  
73.882
1987
  
96.283
2001
  
120.416
2005
  
123.895
2008
  
127.085
2009
  
127.907
2010
  
129.199
2011
  
1128.870
2012
  
131.011
2013
  
133.007
2014
  
134.873
1 Bevölkerungszahl nach Ergebnissen des Zensus 2011 nach unten korrigiert. Alle Zahlen ab 2011 basieren auf Ergebnissen des Zensus 2011.

Zwischen 1988 und 2008 gewann der Landkreis Ebersberg knapp 29.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um rund 29 %.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung geht laut ihrer Prognose von 145.000 Einwohnern im Jahr 2025 aus.[6]

Das Landratsamt Ebersberg geht laut einer Studie aus dem Jahr 2015, von 158.000 Einwohnern im Jahr 2034 aus. Mit einem vorausgesagten Bevölkerungswachstum von 17,5 %, wird der Landkreis Ebersberg der am schnellsten wachsende Landkreis in ganz Bayern sein. Die ursprüngliche Prognose sah 143.000 Einwohner im Jahr 2032 voraus, bevor sie im Juli 2014 auf 150.000 Einwohner für den gleichen Zeitraum erhöht wurde.[7]

Ausländische Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gesamtbevölkerung Ausländer Ausländeranteil
1970 73.882 2.414 3,3 %
1987 96.283 4.451 4,6 %
2011 [Anm. 1] 130.818 12.362 9,5 %
  1. Die Werte von 2011 basieren noch auf dem, vor dem im Rahmen des Zensus 2011, veröffentlichten Wert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung des Landkreiswappens: „In Silber auf grünem Dreiberg ein schreitender, goldbewehrter schwarzer Eber, hinter dem eine grüne Tanne mit 29 Ästen hinaufwächst.“

Landgericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Landkreises Ebersberg gehört zu den altbayerischen Gebieten. 1803 wurde das Landgericht Schwaben (heute Markt Schwaben) eingerichtet. 1812 wurde der Sitz des Landgerichts nach Ebersberg verlegt und entsprechend umbenannt.

Bezirksamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bezirksamt Ebersberg folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Ebersberg.[8]

Am 1. Juli 1928 wurde vom Bezirksamt Ebersberg die Gemeinde Ottenhofen abgetrennt und dem Bezirksamt Erding zugeschlagen.

Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 erfolgte die reichsweite Einführung der Bezeichnung „Landkreis“, so auch für das Bezirksamt Ebersberg.[9]

Im Rahmen der Gebietsreform wurde der Landkreis Ebersberg am 1. Juli 1972 kaum verändert, da er aufgrund seiner Wohn- und Naherholungsfunktion für die Region München bereits eine leistungsfähige Struktur besaß.

Immer wieder war vor allem der Landkreissüden von Überschwemmungen betroffen. 1899 machte der Kupferbach laut den Chronisten seine Umgebung zur „Wasserwüste“. Weitere Überschwemmungen folgten 1937, 1946 und 1954. Im August 2002 traf es vor allem die Gemeinden Glonn und Moosach schwer. Seitdem wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt, so dass das Hochwasser von Juni 2013 vergleichsweise glimpflich verlief.[10]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eber und der Berg bilden den Namen „Ebersberg“ (Herkunft vermutlich von "Burg eines Eberhart", urkundliche Erwähnung im 10. Jahrhundert als "Eberesperch"). Die Tanne versinnbildlicht den Ebersberger Forst, die 29 Äste der Tanne weisen auf die ursprünglich 29 Gemeinden des Landkreises hin.

Die Flagge des Landkreises ist horizontal zweigeteilt in Grün und Weiß, mit dem Wappen im Zentrum.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
41,23
18,58
16,6
11,58
3,85
3,13
2,95
2,08
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,27
-0,92
+2,2
+0,08
+3,85
-2,37
+2,95
-0,42
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Der am 16. März 2014 gewählte Kreistag besteht aus 60 Mitgliedern (in Klammern die Veränderung zu 2008):

  • CSU 25 Sitze (-3)
  • SPD 11 Sitze (-1)
  • GRÜNE 10 Sitze (+1)
  • FW 7 Sitze (+0)
  • AfD 2 Sitze (+2)
  • FDP 2 Sitze (-1)
  • BP 2 Sitze (+2)
  • ÖDP 1 Sitz (+0)

CSU und FDP bilden eine gemeinsame Fraktion, AfD, BP und ÖDP eine Ausschussgemeinschaft.[11] 2016 erklärte einer der beiden AfD-Kreisräte, dass er von nun an nur noch als Unabhängiger im Kreisrat sitzen werde, nachdem er schon 2014 aus der Partei ausgetreten war. Der zweite AfD-Kreisrat ist zwar auch kein Parteimitglied, vertritt die AfD aber weiterhin.[12]

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten regulären Wahl des Landrats am 2. März 2008 siegte der Amtsinhaber Gottlieb Fauth (CSU) mit 52,8 % der Stimmen. Er trat aber 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurück, so dass ein Nachfolger gewählt werden musste. Beim ersten Wahlgang am 14. April verpasste Robert Niedergesäß (CSU) mit 47,96 % nur knapp die absolute Mehrheit und musste daher am 28. April in die Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten. Diese gewann Niedergesäß mit 50,96 %. Die Wahlbeteiligung lag beim ersten Wahlgang bei 42,45 %. Im zweiten Wahlgang bei 41,48 %. Niedergesäß übernahm das Landratsamt am 1. Mai 2013.

Landratswahl EBE 2013 (1. Wahlgang)
 %
50
40
30
20
10
0
47,96
32,18
10,65
9,22
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Landratswahl EBE 2013 (Stichwahl)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,96
49,04
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Landrat Amtszeit
Josef Winterich (parteilos, von der amerikanischen Besatzung eingesetzt) 8. Mai 1945–20. Mai 1945
Eugen Carl Mayer (parteilos, von der amerikanischen Besatzung eingesetzt) 21. Mai 1946–28. Mai 1952
Alois Keßler (parteilos, von der amerikanischen Besatzung eingesetzt) 29. Mai 1946–30. April 1952
Remigius Streibl (parteilos) 1. Mai 1952–30. April 1978
Hermann Beham (CSU) 1. Mai 1978–30. April 1994
Hans Vollhardt (CSU) 1. Mai 1994–30. April 2002
Gottlieb Fauth Gottlieb Fauth (CSU) 1. Mai 2002–30. April 2013
Robert Niedergesäß Robert Niedergesäß (CSU) seit 1. Mai 2013

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußgängerbrücke über die S 2 in Markt Schwaben

Von München kommend passieren zwei Bahnstrecken den Landkreis Ebersberg. Durch den Süden führt die Bahnstrecke München–Rosenheim, die ab 1871 durch die Bayerische Staatsbahn betrieben wurde. Hiervon zweigt seit 1899 die Bahnstrecke Grafing–Wasserburg ab, die auch als Filzenexpress bekannt ist. Auf der Verbindung München–Grafing–Ebersberg verkehrt die Linie S4 der S-Bahn München. In der Hauptverkehrszeit verkehrt die Linie S6 von München bis Zorneding oder Grafing Bahnhof. Auf der Relation München–Grafing–Ebersberg–Wasserburg verkehren Züge der Südostbayernbahn meist im Stundentakt. Eine zweite Lokalbahn führte ab 1894 von Grafing Bahnhof nach dem Markt Glonn (Bahnstrecke Grafing–Glonn). Hier ruht der Personenverkehr seit 1970, die Strecke wurde inzwischen abgebaut. Der gesamte Landkreis gehört zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV).

Durch den Norden des Kreises führt die 1871 in Betrieb genommene Strecke München-Mühldorf mit dem S-Bahnhaltepunkt Grub, Poing und dem Bahnhof Markt Schwaben. Hier zweigt seit 1872 eine Stichbahn nach Erding ab, auf der heute die S-Bahnlinie S2 verkehrt. Neben Regionalzügen hält in Markt Schwaben auch ein Zug ins österreichische Linz.

An der Westgrenze des Landkreises verläuft die A 99, die die östliche Umfahrung der Landeshauptstadt München bildet. Zwischen Ebersberger Forst und Markt Schwaben verläuft die A 94 München–Passau. An dieser beginnt bei Forstinning die B 12, welche über Hohenlinden Richtung Haag verläuft. Südöstlich von Poing beginnt an der A 94 die Flughafentangente Ost (FTO), die zum Münchner Flughafen Franz-Josef-Strauß im Nachbarlandkreis Erding führt. Aus München kommend verläuft die B 304 südlich des Ebersberger Forsts in Richtung Wasserburg am Inn. Diese Fernverkehrsstraßen sind besonders durch den Berufsverkehr nach München hochbelastet, da sie viel von den Pendlern aus dem östlichen Oberbayern genutzt werden.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen EBE zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schriftreihe über Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, „Unser Landkreis Ebersberg“, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der bayerischen Landesanstalt für politische Bildungsarbeit und dem Landkreis Ebersberg, 1993, ISBN 3-87052-531-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Ebersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  3. Seite über den Landkreis Ebersberg auf verwaltungsgeschichte.de, abgerufen am 24. November 2010
  4. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung
  5. Grüne Liste, Naturschutzgebiete, abgerufen am 1. Januar 2015.
  6. [1] Süddeutsche.de, 2. September 2011. Abgerufen am 30. Oktober 2015.
  7. [2] Süddeutsche.de, 10. Dezember 2015. Abgerufen am 16. Dezember 2015.
  8. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  9. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  10. Süddeutsche Zeitung: Mauern und Mulden, Lokalteil Ebersberg, S. R7, 4. Juni 2013
  11. Landratsamt Ebersberg: Organisation des Kreistages des Landkreises Ebersberg in der 14. Wahlperiode 2014–2020 (pdf), abgerufen am 10. Februar 2016.
  12. Wieland Bögel: Zu weit rechts, Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2016, abgerufen am 10. Mai 2016.