Landkreis Helmstedt

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Wappen Deutschlandkarte

Koordinaten: 52° 16′ N, 10° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Verwaltungssitz: Helmstedt
Fläche: 676,11 km2
Einwohner: 91.379 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: HE
Kreisschlüssel: 03 1 54
Kreisgliederung: 23 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Südertor 6
38350 Helmstedt
Website: www.helmstedt.de
Landrat: Gerhard Radeck (CDU)
Lage des Landkreises Helmstedt in Niedersachsen
Landkreis GöttingenLandkreis HolzmindenLandkreis SchaumburgLandkreis GoslarRegion HannoverLandkreis HildesheimSalzgitterLandkreis WolfenbüttelBraunschweigLandkreis WolfenbüttelLandkreis PeineLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis HelmstedtWolfsburgLandkreis GifhornLandkreis Nienburg/WeserLandkreis NortheimLandkreis DiepholzFreie Hansestadt BremenFreie Hansestadt BremenHamburgHamburgKönigreich der NiederlandeNordrhein-WestfalenHessenThüringenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernBrandenburgSachsen-AnhaltOsnabrückLandkreis OsnabrückDelmenhorstOldenburg (Oldb)Landkreis WesermarschLandkreis VechtaLandkreis EmslandLandkreis Grafschaft BentheimLandkreis LeerEmdenLandkreis LeerLandkreis CloppenburgLandkreis AmmerlandWilhelmshavenMellumLandkreis AurichLandkreis AurichLandkreis WittmundLandkreis AurichLandkreis FrieslandLandkreis OldenburgLandkreis CuxhavenLandkreis OsterholzLandkreis VerdenLandkreis StadeLandkreis HarburgLandkreis LüneburgLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis HeidekreisLandkreis UelzenLandkreis CelleLandkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Helmstedt ist ein Landkreis im Osten des Landes Niedersachsen an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.

Mit einer Fläche von rund 670 km² ist der Landkreis Helmstedt einer der kleinsten in Niedersachsen. Der Landkreis besteht aus den drei Städten Helmstedt, Schöningen und Königslutter am Elm sowie 20 weiteren Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis befindet sich im nördlichen Harzvorland und liegt an der Schwelle zur Norddeutschen Tiefebene.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Börde und Harz (beide in Sachsen-Anhalt) sowie an den Landkreis Wolfenbüttel, an die kreisfreie Stadt Braunschweig, an den Landkreis Gifhorn und an die kreisfreie Stadt Wolfsburg (alle in Niedersachsen).

Landschaft und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landschaftsbild wird geprägt durch die Höhenzüge Elm und Lappwald, die den gleichnamigen Naturpark bilden.

Höchster natürlicher Punkt des Landkreises ist mit 312 m über NHN der Nordhang des Drachenberg, der sich schon im Landkreis Wolfenbüttel befindet.

Klimatisch liegt das Gebiet in der Übergangszone zwischen maritimen und kontinentalen Wettereinflüssen.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfMunicipalities in HE.svg
Über dieses Bild

In Klammern die Einwohnerzahl am 31. Dezember 2021.[2]

Einheitsgemeinden

  1. Helmstedt, Kreisstadt, selbständige Gemeinde (25.325)
  2. Königslutter am Elm, Stadt (15.786)
  3. Lehre (12.000)
  4. Schöningen, Stadt (11.121)

Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

  1. Grasleben * (2426)
  2. Mariental (931)
  3. Querenhorst (478)
  4. Rennau (715)
  1. Beierstedt (367)
  2. Gevensleben (614)
  3. Jerxheim * (1084)
  4. Söllingen (1620)
  1. Frellstedt (782)
  2. Räbke (740)
  3. Süpplingen * (1815)
  4. Süpplingenburg (633)
  5. Warberg (810)
  6. Wolsdorf (919)
  1. Bahrdorf (1844)
  2. Danndorf (2527)
  3. Grafhorst (1153)
  4. Groß Twülpstedt (2756)
  5. Velpke * (4933)

gemeindefreie Gebiete (alle unbewohnt)

  1. Brunsleberfeld (4,09 km²)
  2. Helmstedt (18,56 km²)
  3. Königslutter (8,90 km²)
  4. Mariental (15,81 km²)
  5. Schöningen (11,92 km²)

Die Einheits- und Samtgemeinden verfügen über insgesamt 67 freiwillige Ortsfeuerwehren. Siehe auch: Liste der Feuerwehren im Landkreis Helmstedt

Ehemalige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet alle ehemaligen Gemeinden des Landkreises Helmstedt und ihre spätere Zugehörigkeit:[3][4][5]

Gemeinde Spätere
Zugehörigkeit
Datum der
Eingemeindung
Anmerkung
Ahnebeck Parsau 1. Juli 1972 seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Alversdorf Schöningen 1. April 1971
Barmke Helmstedt 1. März 1974
Berenbrock Calvörde 1. Januar 2010 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Bergfeld seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Boimstorf Königslutter 1. März 1974
Bornum am Elm Königslutter 1. März 1974
Brackstedt Wolfsburg 1. Juli 1972
Brechtorf Rühen 1. Juli 1972 seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Büddenstedt Helmstedt 1. Juli 2017 Zusammenschluss mit Neugründung von Helmstedt
Büstedt Wahrstedt
Velpke
1. April 1938
1. Juli 1972
Calvörde im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Dobbeln Twieflingen
Söllingen
1. März 1974
1. November 2016
Dorst Calvörde 1. Januar 2010 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Eischott Rühen 1. Juli 1972 seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Elsebeck Berenbrock
Calvörde
1. Juli 1950
1. Januar 2010
im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Emmerstedt Helmstedt 1. März 1974
Esbeck Schöningen 1. März 1974
Glentorf Königslutter 1. März 1974
Groß Sisbeck Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Groß Steinum Königslutter 1. März 1974
Hohnsleben Reinsdorf
Büddenstedt
1. April 1942
1. März 1974
Hoiersdorf Schöningen 1. März 1974
Hoitlingen Tiddische 1. Juli 1972 seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Ingeleben Söllingen 1. November 2016
Jeseritz Gardelegen 1. Januar 2010 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Kästorf Wolfsburg 1. Juli 1972
Klein Sisbeck Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Klein Twülpstedt Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Langeleben Lelm
Königslutter
1. Oktober 1936
1. März 1974
Lauingen Königslutter 1. März 1974
Lelm Königslutter 1. März 1974
Lössewitz Berenbrock
Calvörde
1. Juli 1950
1. Januar 2010
im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Mackendorf Bahrdorf 1. Juli 1972
Meinkot Velpke 1. Juli 1972
Neuhaus Wolfsburg 1. Juli 1972
Nordsteimke Wolfsburg 1. Juli 1972
Oberlutter Königslutter 1924
Offleben Büddenstedt 1. März 1974
Papenrode Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Parleib Potzehne
Gardelegen
1. Juli 1950
1. Januar 2010
im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Parsau seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Reinsdorf Büddenstedt 1. März 1974
Reislingen Wolfsburg 1. Juli 1972
Rickensdorf Bahrdorf 1. Juli 1972
Rieseberg Königslutter 1. März 1974
Rotenkamp Königslutter 1. März 1974
Rottorf Königslutter 1. März 1974
Rühen seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Rümmer Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Runstedt Helmstedt 1. April 1960
Saalsdorf Bahrdorf 1. Juli 1972
Scheppau Königslutter 1. März 1974
Schickelsheim Königslutter 1. März 1974
Stift Königslutter Königslutter 1924
Sunstedt Königslutter 1. März 1974
Tiddische seit 1. Juli 1972 Landkreis Gifhorn
Twieflingen Söllingen 1. November 2016
Uthmöden Haldensleben 16. Juli 1992 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Velsdorf Calvörde 1. Januar 2010 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen
Velstove Wolfsburg 1. Juli 1972
Volkmarsdorf Groß Twülpstedt 1. Juli 1972
Vorsfelde Wolfsburg 1. Juli 1972
Wahrstedt Velpke 1. Juli 1972
Warmenau Wolfsburg 1. Juli 1972
Watenstedt Gevensleben 1. März 1974
Wendschott Wolfsburg 1. Juli 1972
Wobeck Twieflingen 1. März 1974
Zobbenitz Calvörde 1. Januar 2010 im Juli 1945 zum Landkreis Gardelegen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kreis Helmstedt besteht seit dem 1. Januar 1833 und war zur Zeit seiner Gründung ein Bestandteil des Herzogtums Braunschweig. Er gliederte sich in die Ämter Helmstedt, Schöningen, Königslutter, Vorsfelde und Calvörde. Die Einwohnerzahl des Kreises betrug damals etwas über 40.000 Einwohner; mehr als 90 % der Bevölkerung lebten von der Landwirtschaft. Die Kreis-Direktion befand sich im heutigen Gebäude des Zonengrenz-Museums in Helmstedt. Im Jahr 1871 wurden sämtliche kreisangehörigen Gemeinden in einem Kommunalverband zusammengeschlossen, dessen Organe die Kreisversammlung (der heutige Kreistag) und der Kreisausschuss waren.

Die Eisenbahnstrecke Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg wurde im Jahr 1872 in Betrieb genommen und sorgte ebenso wie die zwei Jahre später erfolgte Erschließung des Braunkohletagebaus „Trendelbusch“ für einen wirtschaftlichen Aufschwung in dem Gebiet zwischen Elm und Lappwald. In der Folgezeit prägte die Braunkohleförderung durch eine starke Ausdehnung des Tagebaubetriebes das Landschaftsbild und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Die durch den Landkreis führende Reichsautobahn 6 (Hannover–Berlin) wurde im Jahr 1937 fertiggestellt und sorgte für eine gute infrastrukturelle Anbindung des Gebietes. Die heutige Bundesautobahn 2 gilt als eine der verkehrsreichsten Straßen in Deutschland.

Seit 1939 wurden die unteren Verwaltungsbehörden im Reich – außerhalb Preußens – einheitlich als Landkreis bezeichnet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 wurde die Region durch amerikanische Truppen besetzt. Der Landkreis Helmstedt fiel nach Kriegsende in die britische Besatzungszone; die Exklave Calvörde des Landkreises wurde allerdings auf Grund ihrer östlichen Lage der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen. Gleichzeitig wechselte die Gemeinde Preußisch Offleben aus dem Landkreis Haldensleben in den Landkreis Helmstedt und wurde mit der dortigen Gemeinde Offleben zusammengeschlossen. Der Landkreis Helmstedt befand sich somit während der Zeit des Kalten Krieges an der unmittelbaren Grenze zur sowjetischen Einflusssphäre. Der seit dem Juli 1945 errichtete Kontrollpunkt Helmstedt entwickelte sich während dieser Zeit – bedingt durch die geografische Nähe zu West-Berlin – zu dem größten europäischen Grenzübergang.

Im Jahr 1946 wurde der Landkreis Helmstedt ein Teil des neu gegründeten Landes Niedersachsen und gehörte darin zum Verwaltungsbezirk Braunschweig. Wegen des starken Zuzuges von Flüchtlingen aus den östlich gelegenen Gebieten erreichte die Bevölkerungszahl des Landkreises – trotz des Verlustes des Amtsbezirkes Calvörde – im Jahr 1950 einen Höchststand von über 131.000 Einwohnern.

Das einheitliche Kfz-Kennzeichen „HE“ für den Landkreis wurde im Juli 1956 eingeführt.

Im Rahmen von Kreisgebietsänderungen in den Jahren 1972 und 1974 wurde die Stadt Vorsfelde an die kreisfreie Stadt Wolfsburg abgegeben, die neugeschaffene Gemeinde Rühen mit Brechtorf und Eischott ging an den Landkreis Gifhorn. Im Gegenzug kam eine Reihe von Gemeinden zwischen Wolfsburg und Königslutter vom Landkreis Gifhorn zum Landkreis Helmstedt; diese Zugewinne machen heute die vergrößerten Gemeinden Lehre und Rennau sowie einen Teil der mit der Stadt Königslutter vereinigten Gebiete aus.

Zum 1. November 2016 wurden Ingeleben, Söllingen und Twieflingen zur neuen Gemeinde Söllingen zusammengeschlossen.

Zum 1. Juli 2017 fusionierten Büddenstedt und Helmstedt zur neuen Stadt Helmstedt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide für den Kreis Helmstedt (Datenquelle: Zensus 2011[6]).
Jahr Einwohner Quelle
1833 41.131 [7]
1871 49.496
1890 65.501 [5]
1900 74.121
1910 78.514
1925 79.879
1939 79.157
1946 116.8320
1950 126.9500
1960 119.6000
1970 118.9000 [8]
Jahr Einwohner Quelle
1975 103.0070 [9]
1980 99.188
1985 96.141
1990 100.1840
1995 101.8290
2000 100.0330
2005 97.749
2010 92.836
2015 91.500
2020 91.518
0 0 0

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landrat ist seit dem 28. September 2016 Gerhard Radeck (CDU).[10] Seine Stellvertreter sind Rolf-Dieter Backhauß (SPD) und Burkhard Beese (CDU). Zu seinen Vorgängern siehe Liste der Landräte des Landkreises Helmstedt.

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl Helmstedt 2021[11]
Wahlbeteiligung: 57,1 %
 %
40
30
20
10
0
34,3 %
32,3 %
10,9 %
6,8 %
5,7 %
5,1 %
2,1 %
1,4 %
1,2 %
0,3 %
n. k. %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
−0,2 %p
−1,4 %p
+3,3 %p
−1,2 %p
+1,3 %p
−0,7 %p
+0,6 %p
± 0,0 %p
+1,2 %p
+0,3 %p
−1,6 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
h ZukunftsInitiative Elm-Lappwald
j Unabhängige Wählergemeinschaft freier Bürgerinitiativen im Landkreis Helmstedt
Sitzverteilung im Kreistag Helmstedt seit 2021
        
Insgesamt 42 Sitze
Sitz der Kreisverwaltung in Helmstedt
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD 34,26 14 34,47 15 41,90 18 41,80 18 44,32 22
CDU 32,26 14 33,65 14 34,82 15 36,74 15 40,30 20
GRÜNE 10,94 5 7,63 3 9,03 4 4,89 2 3,74 1
AfD 6,75 3 8,00 3
FDP 5,72 2 4,35 2 3,14 1 6,26 3 4,78 2
UWG 5,05 2 5,84 2 5,71 2 5,68 2 3,75 2
LINKE 2,07 1 1,53 1 2,30 1 1,37 1 1,12 0
ZIEL 1,40 1 1,35 1
dieBasis 1,22 0
UWGfB 0,33 0
NPD 1,64 1 3,05 1 3,26 1 1,98 0
PARTEI 0,75 0
Sonstige 0,74 0
gesamt 100 42 100 42 100 42 100 42 100 47
Wahlbeteiligung in % 57,07 55,10 % 55,88 % 51,39 % 59,36 %

(Quelle unter:[12][13])

Landtagswahlkreis Helmstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Landtagswahlkreis Helmstedt – Amtliche Ergebnisse des Kreises zu den Wahlen der niedersächsischen Landtage

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens vom Landkreis Helmstedt stammt vom Hauptstaatsarchiv Hannover und von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover erschaffen hat.[14] Das Wappen wurde am 12. Dezember 1951 durch den Kreistag beschlossen und der Niedersächsische Innenminister genehmigte es am 9. Juli 1952.[15]

Wappen von Landkreis Helmstedt
Blasonierung: „In Blau über Gold geteiltem Schild oben das silberne niedersächsisch-braunschweigische Pferd, unten eine grüne Ähre, überkreuzt von einem schwarzen Bergmannsgezähe.“[15]
Wappenbegründung: Das Wappen vom Landkreis Helmstedt ist eine moderne Schöpfung, obwohl es durch die braunschweigischen Landesfarben auf eine langjährige Zugehörigkeit zum Land Braunschweig hinweist. Das Schild ist jedoch von der braunschweigisch-lüneburgischen Hälfte des Wappens abgeleitet. Die grüne Ähre symbolisiert die im Landkreis intensiv betriebene Landwirtschaft. Schlägel und Eisen deuten auf den Braunkohlebergbau und die Gewinnung von Salz hin, die zwei wichtige Wirtschaftszweige der Region sind.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fusionspläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreistag hat am 15. März 2013 einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Stadt Wolfsburg beschlossen.[16] Ziel dieser Verhandlungen soll die Auflösung des Landkreises Helmstedt und die Bildung eines Gemeindeverbandes Wolfsburg-Helmstedt sein. Der Rat der Stadt Wolfsburg hat am 13. März 2013 ebenfalls einstimmig für die Aufnahme von Verhandlungen gestimmt.[17] Die Fusionspläne in Gestalt eines Gemeindeverbandes Wolfsburg-Helmstedt wurden vom Land Niedersachsen als unvereinbar mit der Niedersächsischen Verfassung abgelehnt. Einen Beschluss, die Fusionsverhandlungen offiziell für beendet zu erklären, haben jedoch weder der Kreistag des Landkreises Helmstedt noch der Rat der Stadt Wolfsburg gefasst. Insofern ruhen die Fusionsgespräche bis auf Weiteres.[18]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises wird stark von den angrenzenden Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg geprägt. Einer der größten Arbeitgeber der Region ist das im benachbarten Wolfsburg ansässige Volkswagenwerk mit einem großen Einzugsgebiet.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird im südlichen Kreisgebiet (Helmstedter Revier) großflächig Braunkohle in Tagebauen gefördert, die auch das Landschaftsbild der Region stark veränderten. Die Braunkohle wurde durch die Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG (BKB) abgebaut und durch eigene Kraftwerke verstromt. Die BKB war über viele Jahre der größte Arbeitgeber im Landkreis Helmstedt. Heute wird die Energiegewinnung und -versorgung von Unternehmen des E.ON-Konzerns wahrgenommen.

In der Gemeinde Grasleben im Norden des Landkreises wird seit vielen Jahrzehnten in einem Salzbergwerk Steinsalz gewonnen. Das Bergwerk wird heute von dem Unternehmen esco betrieben.

Die Agrarwirtschaft hat traditionell eine wichtige Bedeutung für den ländlich strukturierten Landkreis Helmstedt. Insbesondere der Zuckerrübenanbau wird seit Beginn des 19. Jahrhunderts in großem Umfang betrieben.

Größter Arbeitgeber des Landkreises ist mit rund 1050 Arbeitsplätzen das AWO Psychiatriezentrum in Königslutter.

Der Landkreis wird in west-östlicher Richtung von der Bundesautobahn 2 durchquert und stellt eine Anbindung zu den Großstädten Braunschweig und Magdeburg her. Über die Bundesautobahn 39 können die Industriezentren in Wolfsburg und Salzgitter erreicht werden. Die Bundesstraßen 1, 82, 244 und 245 a verbinden den Landkreis mit dem Bundesfernstraßennetz.

An das deutsche Eisenbahnschienennetz ist der Landkreis Helmstedt mit Haltepunkten auf der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg angebunden, die von Intercityzügen und Regionalbahnen befahren wird.

Siehe auch:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis ist Mitglied in dem eingetragenen Verein Braunschweigische Landschaft mit Sitz in Braunschweig. Er wurde zur Pflege kultureller Einrichtungen in der Region gegründet. Ferner ist er Mitglied in der Deuregio Ostfalen, einem eingetragenen Verein mit Sitz in Helmstedt.

Schutzgebiete, Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich neben Landschaftsschutzgebieten und Naturdenkmalen zehn ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Siehe auch:

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HE zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Walter Conrady: Landkreis Helmstedt: Geschichte, Landschaft, Wirtschaft. Gerhard Stalling AG, Oldenburg 1965.
  • Wolfgang Kleine: Der Landkreis Helmstedt. Kommunikation und Wirtschaft, Oldenburg 1986, ISBN 3-88363-048-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Landkreis Helmstedt – Sammlung von Bildern
Wiktionary: Helmstedt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  3. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Helmstedt. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 27. Februar 2020.
  4. Rolf Jehke: Gemeindeverzeichnis Landkreis Helmstedt. In: territorial.de. 1. Januar 1945, abgerufen am 26. Februar 2018.
  5. a b Michael Rademacher: Landkreis Helmstedt. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  6. Datenbank Zensus 2011, Kreis Helmstedt, Alter + Geschlecht (Memento des Originals vom 22. September 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ergebnisse2011.zensus2022.de
  7. Geschichte 1832 bis 1899. In: Website Landkreis Helmstedt. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  8. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland. In: Website DigiZeitschriften – Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv. 1973, abgerufen am 26. Februar 2018.
  9. Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Website Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 27. Februar 2020.
  10. Beatrix Flatt: Gerhard Radeck tritt Dienst in Kreisverwaltung an. In: Website Helmstedter Nachrichten. 28. September 2016, abgerufen am 26. Februar 2018.
  11. Ergebnis. Abgerufen am 21. September 2021.
  12. Ergebnisse der Kommunalwahlen 2001 und 2006. In: Website Niedersächsisches Landesamt für Statistik. 2007, abgerufen am 26. Februar 2018.
  13. Ergebnis der Kommunalwahlen 2011. In: Website Niedersächsisches Landesamt für Statistik. 12. September 2011, archiviert vom Original am 5. Oktober 2017; abgerufen am 20. April 2019.
  14. Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985.
  15. a b Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Hrsg.: Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten. Eckensberger & Co Verlag, Braunschweig 1977, S. 58–59.
  16. Verlauf der Verhandlungen mit Wolfsburg. In: Website Landkreis Helmstedt. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  17. Fusion Helmstedt und Wolfsburg. In: Website Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport. 13. Dezember 2013, abgerufen am 26. Februar 2018.
  18. Informationen zur möglichen Fusion. In: Website Landkreis Helmstedt. Abgerufen am 26. Februar 2018.