Landkreis Kassel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Kassel Deutschlandkarte, Position des Landkreises Kassel hervorgehobenKoordinaten: 51° 19′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Verwaltungssitz: Kassel
Fläche: 1.292,92 km2
Einwohner: 236.905 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Kreisschlüssel: 06 6 33
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Wilhelmshöher Allee 19–21
34117 Kassel
Webpräsenz: www.landkreiskassel.de
Landrat: Uwe Schmidt (SPD)
Lage des Landkreises Kassel in Hessen
KasselLandkreis KasselWerra-Meißner-KreisSchwalm-Eder-KreisLandkreis Waldeck-FrankenbergLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis Marburg-BiedenkopfLahn-Dill-KreisLandkreis Limburg-WeilburgLandkreis GießenMain-Kinzig-KreisWetteraukreisRheingau-Taunus-KreisHochtaunuskreisWiesbadenMain-Taunus-KreisKreis Groß-GerauFrankfurt am MainOffenbach am MainLandkreis OffenbachDarmstadtLandkreis Darmstadt-DieburgKreis BergstraßeKreis BergstraßeOdenwaldkreisBaden-WürttembergRheinland-PfalzBayernNordrhein-WestfalenNiedersachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Landkreis Kassel und die regionale Einordnung

Der Landkreis Kassel liegt im gleichnamigen Regierungsbezirk Kassel in Nordhessen. Der Norden des Landkreises ist ländlich geprägt, während der Süden die Vororte der kreisfreien Großstadt Kassel bildet, welche fast vollständig vom Landkreis umgeben wird. In Kassel befindet sich auch der Sitz der Kreisverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In groben Zügen beschrieben, liegt das Kreisgebiet zwischen der Diemel im Norden, der Weser und der Fulda im Osten und reicht bis in die Nähe der Eder im Süden, wobei das Gebiet der Kreisfreien Stadt Kassel im Südosten als Enklave ausgespart bleibt. Gleichwohl ist sie Namensgeber des Landkreises und Sitz der Kreisverwaltung. Von Westen nach Osten und von Norden nach Süden aufgezählt liegen im Landkreis Kassel folgende Landschaften: der Alte Wald; das Wolfhagener Becken und der Elbergrund; im Zentrum das Habichtswälder Bergland mit dem Hohen Gras als Gipfel (614,8 m); die Hofgeismarer Rötsenke und das Kasseler Becken; der zum Weser-Leine-Bergland zählende Reinhardswald westlich der Weser und das Nordende des Bramwaldes östlich davon; östlich von Kassel Teile des Kaufunger Waldes und der Söhre.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an den Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen, an die Landkreise Northeim und Göttingen in Niedersachsen sowie an den Werra-Meißner-Kreis, den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen. Grenznah ist der niedersächsische Landkreis Holzminden, der jedoch wegen eines Landzipfels von Nordrhein-Westfalen nicht an den Landkreis Kassel grenzt.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wartberg-Kultur (auch Wartbergkultur oder Wartberg-Gruppe) ist eine Kultur der späten Jungsteinzeit (Spätneolithikum), benannt nach ihrem eponymen Fundort, dem in Nordhessen beim Niedensteiner Stadtteil Kirchberg gelegenen Wartberg. Der Verbreitungsschwerpunkt der Wartberg-Kultur lag u. a. in Nordhessen. Die bis in die Gegend von Züschen, südwestlich von Kassel, vorkommenden Galeriegräber sind Zeugnisse der Kultur und heißen auch „hessisch-westfälische Steinkisten“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Teile des heutigen Kreisgebietes sind deckungsgleich mit dem Kernsiedlungsraum der germanischen Chatten, den Vorfahren der Hessen. Das heutige Kreisgebiet war im frühen Mittelalter zwischen verschiedenen Herrschaften (Landgrafschaft Hessen, Kurmainz, Hochstift Paderborn, Kurköln und Herzogtum Braunschweig) zersplittert und umstritten. Doch kam fast das ganze Gebiet sehr bald nach Konstituierung der Landgrafschaft Hessen unter einheitliche Oberhoheit und dann später zur Landgrafschaft Hessen-Kassel, deren Herrscher 1803 zum Kurfürsten erhoben wurde. 1866 wurde das Kurfürstentum Hessen von Preußen annektiert und zusammen mit dem ebenfalls annektierten Herzogtum Nassau und der Freien Stadt Frankfurt zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt. In Kurhessen, nun den Regierungsbezirk Kassel bildend, wurden 1821 der Landkreis Kassel und die Kreise Hofgeismar und Wolfhagen gebildet.

Die Gemeinde Wilhelmshausen wechselte 1866 aus dem Kreis Hofgeismar in den Landkreis Kassel. Die Gemeinde Großenhof wechselte 1896 aus dem Landkreis Kassel in den Kreis Wolfhagen und wurde dort Teil der Gemeinde Martinhagen.[2]

Am 1. April 1899 trat der Landkreis Kassel die Gemeinde Wehlheiden an die kreisfreie Stadt Kassel ab, ebenso am 1. April 1906 die Gemeinden Bettenhausen, Kirchditmold, Rothenditmold und Wahlershausen sowie am 1. Juni 1936 die Gemeinden Harleshausen, Niederzwehren, Nordshausen, Oberzwehren, Waldau und Wolfsanger.

Zu Beginn der 1970er Jahre änderten sich die Außengrenzen des Landkreises Kassel mehrfach:

  • Am 1. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Hohenkirchen des Landkreises Hofgeismar mit der Gemeinde Mönchehof zur neuen Gemeinde Espenau im Landkreis Kassel zusammengeschlossen.
  • Ebenfalls am 1. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Wickenrode aus dem Landkreis Witzenhausen mit der Gemeinde Helsa zur neuen Gemeinde Helsa-Wickenrode im Landkreis Kassel zusammengeschlossen.
  • Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Martinhagen des Landkreises Wolfhagen in die Gemeinde Hoof des Landkreises Kassel eingegliedert.

Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden mit Wirkung vom 1. August 1972 die Landkreise Hofgeismar und Kassel mit dem größten Teil des Landkreises Wolfhagen sowie der Gemeinde St. Ottilien des Landkreises Witzenhausen zum neuen Landkreis Kassel zusammengefasst.[3] Die Stadt Volkmarsen des Landkreises Wolfhagen fiel an den Landkreis Waldeck.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung ist von zwei gegensätzlichen Entwicklungen gekennzeichnet: Während Gemeinden im Zweckverband Raum Kassel (oder Altkreis Kassel) einen Bevölkerungsanstieg verzeichnen, nimmt die Einwohnerzahl an den Rändern des Landkreises weiterhin ab, insbesondere um Hofgeismar und Wolfhagen.[4]

Jahr Einwohner Quelle
1871 39.560 [5]
1900 53.597 [6]
1910 48.193 [6]
1925 59.234 [6]
1933 64.022 [6]
1939 50.379 [6]
1950 72.211 [6]
1960 74.300 [6]
1970 98.300 [7]
1980 221.100 [6]
1990 231.200 [6]
2000 245.997 [8]
2010 236.986 [8]
2014 233.451 [8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[9] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[10][11][12]

Wahl des Kasseler Kreistags 2016
 %
50
40
30
20
10
0
44,5 %
22,8 %
11,0 %
8,6 %
5,1 %
4,0 %
3,9 %
n. k.
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,6 %p
-3,4 %p
+11,0 %p
-5,9 %p
+1,9 %p
+1,7 %p
+0,9 %p
-1,6 %p
-1,3 %p

Sitzverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag Kassel 2016.svg

  • Linke: 3 Sitze
  • SPD: 36 Sitze
  • Grüne: 7 Sitze
  • FW: 4 Sitze
  • FDP: 4 Sitze
  • CDU: 19 Sitze
  • AfD: 8 Sitze
  • Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wahlvorschläge %
    2016
    Sitze
    2016
    %
    2011
    Sitze
    2011
    %
    2006
    Sitze
    2006
    %
    2001
    Sitze
    2001
    SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,3 36 48,0 39 51,5 42 55,0 44
    CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,8 19 26,2 21 31,3 25 30,4 25
    AfD Alternative für Deutschland 11,0 9
    GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,6 7 14,5 12 8,1 7 7,6 6
    FW Freie Wähler Landkreis Kassel 5,3 4 3,2 3
    DIE LINKE. DIE LINKE.[13] 3,9 3 3,0 2 4,4 3
    FDP Freie Demokratische Partei 4,1 3 2,3 2 4,6 4 4,7 4
    Tierschutzpartei Partei Mensch Umwelt Tierschutz 1,6 1
    PIRATEN Piratenpartei Deutschland 1,3 1
    Unabhängige Unabhängige Demokraten 2,3 2
    Gesamt 100,0 81 100,0 81 100,0 81 100,0 81
    Wahlbeteiligung in % 51,9 52,5 50,2 58,0

    Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Banner, Wappen und Hissflagge
    Banner des Landkreises Kassel.svg Wappen Landkreis Kassel.svg
    Hissflagge des Landkreises Kassel.svg
    Wappen des Landkreises Kassel
    Blasonierung: „Im von Blau und Gold schräglinks geteilten Schild oben der goldgekrönte und -bewehrte, wachsende hessische Löwe, unten drei fächerförmig gestellte grüne Eichenblätter, denen zwei hintereinanderliegende, schräglinks gestellte schwarze Wolfsangeln aufgelegt sind.“
    Wappenbegründung: Der hessische Löwe symbolisiert die Zugehörigkeit zu Hessen (Residenzstadt Kassel), die Eichenblätter weisen auf eine landschaftliche Begebenheit im Reinhardswald hin, wonach der Hl. Bonifatius die Eiche des Gottes Donar gefällt haben soll, um die Überlegenheit des Christentums zu demonstrieren. Die Eiche befand sich auch im Wappen des Altkreises Hofgeismar. Die Wolfsangeln stehen für den Altkreis Wolfhagen, dessen früheres Wappen einen schwarzen Wolf zeigte, das ein Sonderwappen der Herrschaft Wolfhagen war.
    Kreiswappen 1952–1975

    Flaggenbeschreibung: „Die Flagge zeigt auf einer von Rot, Weiß und Rot im Verhältnis 1:3:1 geteilten Flaggenbahn in der oberen Hälfte der weißen Mittelbahn das Wappen des Landkreises.“

    Im April 1952 wurde dem Landkreis Kassel durch das Hessische Staatsministerium das Recht zur Führung eines Wappens nach vorgelegtem Entwurf verliehen.[14] Wappen und Flagge wurden am 9. Mai 1975 durch den Hessischen Minister des Innern genehmigt.[15]

    Partnerregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig für den Landkreis Kassel entwickelt. Insbesondere die über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft mit historischen Fachwerk-Ortschaften sowie die ausgedehnten Naturlandschaften des Reinhardswaldes und des Habichtswälder Berglandes werden von zahlreichen Touristen aufgesucht.

    Zahlreiche Figuren und Orte aus den Märchen der Brüder Grimm haben ihren Ursprung in der Gegend um Kassel. So wird das Märchen von Dornröschen auf der Sababurg im Reinhardswald, das von Rapunzel auf der Trendelburg verortet. Daher wird der Landkreis Kassel auch als „Märchenland der Brüder Grimm“ vermarktet. Die Region bildet das Zentrum der Deutschen Märchenstraße.

    Mit dem Kneippkurort Naumburg, dem Mineralheilbad Bad Emstal und dem Soleheilbad Bad Karlshafen existieren drei anerkannte Kurorte im Landkreis Kassel.

    Neben der Stadt Kassel mit den Parks Karlsaue und Bergpark ist auch der Landkreis Kassel mit drei Gärten stark im European Garden Heritage Network vertreten, diese sind die Parks der Schlösser Schloss Wilhelmsthal (Calden) und Schloss Escheberg und Sababurg.

    Seit einigen Jahren besteht ein wachsender Aktivtourismus. Die Radwege entlang von Weser, Fulda und Diemel, der Hessische Fernradweg R4 sowie der Herkules-Wartburg-Radweg durchqueren den Landkreis. Das Angebot an Fernwanderwegen setzt sich unter anderem aus Ederseeweg, Grimmsteig, Habichtswaldsteig, Herkulesweg, Kassel-Steig, Märchenlandweg und Weserberglandweg zusammen. An zahlreichen Orten gibt es mit Eco-Pfaden kurze Rundwanderwege, an denen viele Sehenswürdigkeiten mit Hinweistafeln und zusätzlich auf einer Website erläutert werden.[16] Beliebt sind auch Kanutouren auf Fulda, Weser und Diemel und Ausflugsdampferfahrten auf den zwei erstgenannten Flüssen.

    Im Jahr 2011 gab es im Landkreis Kassel 163 statistisch erfasste Übernachtungsbetriebe mit insgesamt 12.011 Betten. Auf diese entfielen 300.568 Gästeankünfte und 730.310 Übernachtungen, was einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,4 Tagen entspricht. Die meisten Gäste stammen aus Deutschland, 9,9 % kamen aus dem Ausland.[17] Die wichtigsten Herkunftsländer waren die Niederlande, das Vereinigte Königreich und die skandinavischen Staaten.

    Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Kassel Platz 111 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.[18]

    Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 7 (Würzburg–Kassel–Hannover), 44 (Kassel–Dortmund) und 49 Kassel–Neuental (Hessen). Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 7, B 83, B 251 und die ehemalige B 520 sowie zudem viele Landes- und Kreisstraßen.

    Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Landkreis Kassel gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV).

    Durch das Landkreisgebiet führt die Schnellfahrstrecke Hannover–Kassel–Würzburg, die im kreisfreien Kassel am Bahnhof Wilhelmshöhe einen Halt hat. Mehrere Eisenbahnstrecken führen sternförmig vom Kasseler Hauptbahnhof aus durch den Landkreis und über dessen Grenzen hinaus:

    Außerdem führt die von der vorgenannten Bahnstrecke Kassel–Warburg abzweigende Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar unter anderem mit Vellmar-Obervellmar, Heckershausen, Weimar, Fürstenwald, Zierenberg, Oberelsungen, Altenhasungen und Wolfhagen in Richtung Nordwesten nach Volkmarsen. Die Züge verkehren mit Durchbindung nach Korbach.

    Am nördlichen Rand wird der Landkreis von der Sollingbahn in Bad Karlshafen und der Bahnstrecke Göttingen–Bodenfelde in Vernawahlshausen bedient. Davor bestand bis 1966 über die Carlsbahn ein Abzweig und eine direkte Verbindung zwischen Hümme und Bad Karlshafen.

    Seit August 2007 verbindet die RegioTram Kassel, deren Züge teils auch auf Strecken der Straßenbahn Kassel verkehren, die Kasseler Innenstadt mit Warburg (Westfalen), Hofgeismar, Melsungen, Schwalmstadt/Treysa und Wolfhagen. Die Stadt Baunatal ist durch die Kasseler Straßenbahnlinien 5 und 7 erschlossen, die Gemeinden Kaufungen, Helsa und Hess. Lichtenau auf der ehemaligen Waldkappeler Bahn durch die Linie 4. Seit Oktober 2011 führt die Linie 1 von Kassel bis in die Stadt Vellmar.

    Zudem verbinden zahlreiche Buslinien die Gemeinden des Landkreises untereinander und mit der Stadt Kassel.

    Siehe auch: Eisenbahnen in Nordhessen, RegioTram Kassel

    Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mit dem Flugplatz Kassel-Waldau gab es seit 1924 einen Flugplatz mit internationalen Verbindungen. 1970 wurde dieser nach Eröffnung des neuen Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden geschlossen; dieser Flughafen wurde im April 2013 an geographisch leicht verlagerter Stelle durch einen Neubau ersetzt und trägt seit 2015 die Eigenbezeichnung Kassel Airport.

    Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    (Einwohner am 31. Dezember 2016[19])

    Bad KarlshafenGutsbezirk ReinhardswaldTrendelburgTrendelburgHofgeismarHofgeismarOberweserOberweserWahlsburgReinhardshagenLiebenauGrebensteinImmenhausenFuldatalEspenauVellmarCaldenBreunaZierenbergZierenbergAhnatalHabichtswaldWolfhagenNaumburgBad EmstalSchauenburgBaunatalFuldabrückLohfeldenSöhrewaldHelsaKaufungenNiesteNiestetalKasselGemeinden im Landkreis Kassel mit Labels.svg
    Über dieses Bild

    Städte

    1. Bad Karlshafen (3823)
    2. Baunatal (27.704)
    3. Grebenstein (5799)
    4. Hofgeismar (15.247)
    5. Immenhausen (6936)
    6. Liebenau (3126)
    7. Naumburg (5104)
    8. Trendelburg (5036)
    9. Vellmar (18.067)
    10. Wolfhagen (13.199)
    11. Zierenberg (6600)

    Gemeinden

    1. Ahnatal (7929)
    2. Bad Emstal (6048)
    3. Breuna (3642)
    4. Calden (7798)
    5. Espenau (5152)
    6. Fuldabrück (8780)
    7. Fuldatal (12.228)
    8. Habichtswald (5003)
    9. Helsa (5602)
    10. Kaufungen (12.436)
    11. Lohfelden (14.072)
    12. Nieste (1942)
    13. Niestetal (11.005)
    14. Oberweser (3274)
    15. Reinhardshagen (4464)
    16. Schauenburg (10.111)
    17. Söhrewald (4727)
    18. Wahlsburg (2051)

    Gemeindefreies Gebiet

    1. Gutsbezirk Reinhardswald (nach Hessen-Statistik: unbewohnt; offiziell gemeldet: 2)

    Die Bevölkerungsentwicklung ist sehr heterogen: Während Baunatal und Lohfelden über Jahre hinweg ein konstantes Bevölkerungswachstum aufweisen, hatten die restlichen Orte einen Bevölkerungsrückgang zu verbuchen.[20]

    Ehemalige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die folgende Liste enthält alle ehemaligen Gemeinden des Landkreises Kassel und die Daten ihrer Eingemeindungen:[21]

    Gemeinde eingemeindet
    nach
    Datum der
    Eingemeindung
    Altenbauna Baunatal 1. Januar 1964
    Altenritte Baunatal 1. Januar 1964
    Bergshausen Fuldabrück 1. August 1972
    Bettenhausen Kassel 1. April 1906
    Breitenbach Hoof 31. Dezember 1971
    Buchenhagen Baunatal 1. August 1972
    Crumbach Lohfelden 1. Juni 1941
    Dennhausen Fuldabrück 1. Juli 1967
    Dittershausen Fuldabrück 1. Juli 1967
    Dörnhagen Fuldabrück 1. August 1972
    Eiterhagen Söhrewald 1. Dezember 1970
    Elgershausen Schauenburg 1. August 1972
    Elmshagen Hoof 31. Dezember 1971
    Eschenstruth Helsa 1. August 1972
    Frommershausen Vellmar 1. Juli 1967
    Großenhof Martinhagen, Krs. Wolfhagen 1. April 1896
    Großenritte Baunatal 1. Juli 1966
    Guntershausen Buchenhagen 1. September 1970
    Harleshausen Kassel 1. Juni 1936
    Heckershausen Ahnatal 1. August 1972
    Heiligenrode Niestetal 1. August 1972
    Helsa-Wickenrode Helsa 1. August 1972
    Hertingshausen Baunatal 1. Oktober 1971
    Hoof Schauenburg 1. August 1972
    Ihringshausen Fuldatal 1. Januar 1970
    Kirchbauna Baunatal 1. Januar 1964
    Kirchditmold Kassel 1. April 1906
    Knickhagen Fuldatal 1. Januar 1970
    Mönchehof Espenau 1. Dezember 1970
    Niederkaufungen Kaufungen 1. Dezember 1970
    Niedervellmar Vellmar 1. Juli 1967
    Niederzwehren Kassel 1. Juni 1936
    Nordshausen Kassel 1. Juni 1936
    Oberkaufungen Kaufungen 1. Dezember 1970
    Obervellmar Vellmar 1. Dezember 1970
    Oberzwehren Kassel 1. Juni 1936
    Ochshausen Lohfelden 1. Juni 1941
    Rengershausen Buchenhagen 1. September 1970
    Rothenditmold Kassel 1. April 1906
    Rothwesten Fuldatal 1. August 1972
    Sandershausen Niestetal 1. August 1972
    Simmershausen Fuldatal 1. Januar 1970
    Vollmarshausen Lohfelden 1. Dezember 1970
    Wahlershausen Kassel 1. April 1906
    Wahnhausen Fuldatal 1. Januar 1970
    Waldau Kassel 1. Juni 1936
    Wattenbach Söhrewald 1. Dezember 1970
    Wehlheiden Kassel 1. April 1899
    Weimar Ahnatal 1. August 1972
    Wellerode Söhrewald 1. Dezember 1970
    Wilhelmshausen Fuldatal 1. Januar 1970
    Wolfsanger Kassel 1. Juni 1936

    Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen KS zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Januar 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen HOG (Hofgeismar) und WOH (Wolfhagen) wieder erhältlich. Seit 2016 wird in der Ziffern- und Buchstabenfolge nicht mehr zwischen Landkreis und Stadt Kassel unterschieden.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Commons: Landkreis Kassel – Sammlung von Bildern

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    2. Ulrich Reuling: Verwaltungs-Einteilung 1821–1955. In: Geschichtlicher Atlas von Hessen. Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS), S. 176, abgerufen am 19. März 2016 (PDF).
    3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 400 f.
    4. HNA am 25. Juli 2013: „Landkreis Kassel verliert 474 Einwohner“
    5. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Hessen-Nassau und ihre Bevölkerung 1871
    6. a b c d e f g h i Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 2. Januar 2015.
    7. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1972
    8. a b c Hessisches Statistisches Landesamt
    9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
    10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
    11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
    12. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997
    13. Wahl 2006: WASG
    14. Der Hessische Minister des Inneren: Verleihung des Rechts zur Führung eines Wappens an den Landkreis Kassel, Regierungsbezirk Kassel  vom 2. April 1952. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1952 Nr. 16, S. 293, Punkt 373 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,1 MB]).
    15. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens und einer Flagge des Landkreises Kassel, Regierungsbezirk Kassel  vom 9. Mai 1975. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1975 Nr. 22, S. 973, Punkt 757 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,1 MB]).
    16. Webpräsenz Eco-Pfade
    17. Gäste und Übernachtungen im Tourismus (Vorläufige Ergebnisse), für Kalenderjahr im Dezember-Bericht.
    18. Zukunftsatlas 2016. Abgerufen am 23. März 2018.
    19. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    20. HNA vom 13. Juli 2012: „Bevölkerung im Kreis schrumpft – Lohfelden legt um 158 Einwohner zu“
    21. Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).