Landkreis Kaufbeuren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Kaufbeuren Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Kaufbeuren
Einwohner: 38.106 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: KF
Kreisschlüssel: 09 7 38
Kreisgliederung: 57 Gemeinden
Lage des Landkreises Kaufbeuren in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Kaufbeuren gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Bis zu seiner Auflösung hatte der Landkreis 57 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Die größten Orte waren Kaufbeuren, Buchloe, Mauerstetten und Waal.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Schwabmünchen, Landsberg am Lech, Schongau und Marktoberdorf, an die kreisfreie Stadt Kaufbeuren sowie an Landkreis Mindelheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Kaufbeuren wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Buchloe und Kaufbeuren neu gebildet.[1]

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Kaufbeuren am 1. Januar 1880 Gemeinden des Bezirksamtes Mindelheim.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Kaufbeuren.

Am 1. April 1940 wurde die kreisfreie stadt Kaufbeuren in den Landkreis eingegliedert. Dieses wurde am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Kaufbeuren im Zuge der Gebietsreform in Bayern mit den Landkreisen Marktoberdorf und Füssen zum neuen Landkreis Marktoberdorf, dessen Name am 1. Mai 1973 in Landkreis Ostallgäu geändert wurde, zusammengefasst.[3] Die Stadt Kaufbeuren selbst blieb kreisfrei und wurde durch Eingemeindungen noch vergrößert.

Einige Gemeinden des Landkreises Kaufbeuren, darunter auch die Orte Leeder, Asch und Unterdießen (heute Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal) wurden dem Landkreis Landsberg am Lech zugeordnet und wechselten somit vom Regierungsbezirk Schwaben zu Oberbayern.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinden des Landkreises Kaufbeuren vor der Gemeindereform[4][5]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Apfeltrang Ruderatshofen Landkreis Ostallgäu
Asch Fuchstal Landkreis Landsberg am Lech
Aufkirch Kaltental Landkreis Ostallgäu
Baisweil Baisweil Landkreis Ostallgäu
Beckstetten Jengen Landkreis Ostallgäu
Blonhofen Kaltental Landkreis Ostallgäu
Bronnen Waal Landkreis Ostallgäu
Buchloe (bis 1954 Markt) Buchloe Landkreis Ostallgäu
Denklingen Denklingen Landkreis Landsberg am Lech
Dienhausen Denklingen Landkreis Landsberg am Lech
Dillishausen Lamerdingen Landkreis Ostallgäu
Dösingen Westendorf Landkreis Ostallgäu
Eggenthal Eggenthal Landkreis Ostallgäu
Ellighofen Landsberg am Lech Landkreis Landsberg am Lech
Emmenhausen Waal Landkreis Ostallgäu
Eurishofen Jengen Landkreis Ostallgäu
Frankenhofen Kaltental Landkreis Ostallgäu
Frankenried Mauerstetten Landkreis Ostallgäu
Großkitzighofen Lamerdingen Landkreis Ostallgäu
Gutenberg Oberostendorf Landkreis Ostallgäu
Hirschzell Kaufbeuren kreisfreie Stadt Kaufbeuren
Honsolgen Buchloe Landkreis Ostallgäu
Ingenried Pforzen Landkreis Ostallgäu
Irsee Irsee Landkreis Ostallgäu
Jengen Jengen Landkreis Ostallgäu
Ketterschwang Germaringen Landkreis Ostallgäu
Kleinkemnat Kaufbeuren kreisfreie Stadt Kaufbeuren
Kleinkitzighofen Lamerdingen Landkreis Ostallgäu
Lamerdingen Lamerdingen Landkreis Ostallgäu
Lauchdorf Baisweil Landkreis Ostallgäu
Leeder Fuchstal Landkreis Landsberg am Lech
Lengenfeld Oberostendorf Landkreis Ostallgäu
Linden Stöttwang Landkreis Ostallgäu
Lindenberg Buchloe Landkreis Ostallgäu
Mauerstetten Mauerstetten Landkreis Ostallgäu
Oberbeuren Kaufbeuren kreisfreie Stadt Kaufbeuren
Oberdießen Unterdießen Landkreis Landsberg am Lech
Obergermaringen Germaringen Landkreis Ostallgäu
Oberostendorf Oberostendorf Landkreis Ostallgäu
Osterzell Osterzell Landkreis Ostallgäu
Pforzen Pforzen Landkreis Ostallgäu
Reichenbach Stöttwang Landkreis Ostallgäu
Rieden b. Kaufbeuren Rieden b. Kaufbeuren Landkreis Ostallgäu
Schlingen Bad Wörishofen Landkreis Unterallgäu
Seestall Fuchstal Landkreis Landsberg am Lech
Stöttwang Stöttwang Landkreis Ostallgäu
Thalhofen a.d.Gennach Stöttwang Landkreis Ostallgäu
Ummenhofen Jengen Landkreis Ostallgäu
Unterdießen Unterdießen Landkreis Landsberg am Lech
Untergermaringen Germaringen Landkreis Ostallgäu
Unterostendorf Oberostendorf Landkreis Ostallgäu
Waal Waal Landkreis Ostallgäu
Waalhaupten Waal Landkreis Ostallgäu
Weicht Jengen Landkreis Ostallgäu
Weinhausen Jengen Landkreis Ostallgäu
Westendorf Westendorf Landkreis Ostallgäu

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen KF zugewiesen. Es wird nur in der Stadt Kaufbeuren durchgängig bis heute ausgegeben. Im Landkreis Ostallgäu wurde es bis zum 3. August 1974 ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  2.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 777 und 779.
  4. Seite über den Landkreis Kaufbeuren auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 14. Juli 2010)
  5. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 14. Juli 2010)

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Dertsch: Stadt- und Landkreis Kaufbeuren (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Schwaben. Bd. 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1960.
  • Tilmann Breuer: Stadt- und Landkreis Kaufbeuren. (Kurzinventar) (= Bayerische Kunstdenkmale. Bd. 9, ISSN 0522-5264). Deutscher Kunstverlag, München 1960.