Landkreis Kirchheimbolanden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Kirchheimbolanden
Landkreis Kirchheimbolanden
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Kirchheimbolanden hervorgehoben
Koordinaten: 49° 40′ N, 8° 1′ O
Basisdaten (Stand 1969)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Pfalz
Verwaltungssitz: Kirchheimbolanden
Fläche: 299,48 km2
Einwohner: 36.465 (30. Jun. 1968)
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: KIB
Kreisschlüssel: 07 5 35
Kreisgliederung: 36 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Uhlandstraße 2, 67292 Kirchheimbolanden

Der Landkreis Kirchheimbolanden war ein Landkreis in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis umfasste im Wesentlichen die heutigen Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Göllheim und Eisenberg.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Alzey, Worms, Frankenthal (Pfalz), Neustadt an der Weinstraße, Kaiserslautern und Rockenhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1818 wurde nach den Gebietsveränderungen des Wiener Kongresses im Königreich Bayern das Landkommissariat Kirchheimbolanden gebildet, aus dem 1862 das Bezirksamt Kirchheimbolanden hervorging.

Am 1. Dezember 1900 gab das Bezirksamt 46 Gemeinden an das neue Bezirksamt Rockenhausen ab.[1] 1939 wurde das Bezirksamt wie alle bayerischen Bezirksämter in Landkreis umbenannt.

Der Landkreis Kirchheimbolanden gehörte seit 1946 zu Rheinland-Pfalz und existierte bis zur Gebietsreform am 7. Juni 1969. Mit Ausnahme der Gemeinde Mauchenheim, die zum Landkreis Alzey-Worms kam und der Gemeinde Rodenbach, die durch ihre Eingemeindung nach Ebertsheim zum Landkreis Bad Dürkheim kam, ging der Landkreis zusammen mit dem größten Teil des Landkreises Rockenhausen im neuen Donnersbergkreis auf.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1864 51.077 [3]
1885 51.418 [4]
1900 27.480 [5]
1910 28.773 [5]
1925 35.741 [5]
1939 28.618 [5]
1950 33.570 [5]
1960 34.800 [5]
1968 36.465

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis umfasste zuletzt eine Stadt und 35 weitere Gemeinden:

Die Gemeinde Stauf war am 1. April 1962 nach Eisenberg (Pfalz) eingemeindet worden.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen KIB zugewiesen. Es wird im Donnersbergkreis durchgängig bis heute ausgegeben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.gemeindeverzeichnis.de: Einzelheiten zur Bildung des Bezirksamts Rockenhausen
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006. (Memento vom 26. Dezember 2011 im Internet Archive), S. 161 (PDF; 2,6 MB).
    00Hinweis: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  3. Eugen Hartmann: Statistik des Königreiches Bayern. Hrsg.: Königlich bayerisches statistisches Bureau. München 1866, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1864, S. 74 (Digitalisat).
  4. Königlich bayerisches statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. München 1888, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1885, S. VI (Digitalisat).
  5. a b c d e f Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 2. Juli 2016.