Landkreis Lindau (Bodensee)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Lindau (Bodensee) Deutschlandkarte, Position des Landkreises Lindau (Bodensee) hervorgehobenKoordinaten: 47° 36′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Lindau (Bodensee)
Fläche: 323,37 km²
Einwohner: 79.387 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 245 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LI
Kreisschlüssel: 09 7 76
Kreisgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Stiftsplatz 4
88131 Lindau (Bodensee)
Webpräsenz: www.landkreis-lindau.de
Landrat: Elmar Stegmann (CSU)
Lage des Landkreises Lindau (Bodensee) in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Landkreis Lindau (Skizze)
Westallgäu bei Simmerberg

Der Landkreis Lindau (Bodensee) ist ein Landkreis im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Der Landkreis hat im Südwesten eine natürliche Grenze am Ufer des Bodensees, an welchem die Kreisstadt Lindau auf einer Insel im See liegt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Südwesten an die Ufer des Obersees, des östlichen und tiefsten Teils des Bodensees. Auf einer Insel im See befindet sich die Altstadt der Kreisstadt Lindau. Nach Westen folgen Bad Schachen (ein Stadtteil von Lindau), Bodolz, Wasserburg und Nonnenhorn. Die Uferorte sind neben dem Fremdenverkehr auch von der Fischerei und dem Weinanbau geprägt, der vor allem in Nonnenhorn und am Hoyerberg bei Lindau betrieben wird. Nach Nordosten schließt sich ein Hügelland mit Endmoränen und Drumlins an. Der Landkreis ist gleichzeitig Teil des Westallgäus. Der Bergrücken des Pfänders verläuft in nordnordöstlicher Richtung, die Höhen liegen meist über 700–800 m ü. NN. Höchste Erhebung des Landkreises ist die Kalzhofener Höhe mit 1118 m ü. NN in der Gemeinde Stiefenhofen. Nach Osten folgen weitere parallel zum Pfänderrücken verlaufende Bergkämme. Der Landkreis grenzt an das österreichische Bundesland Vorarlberg und durch den Bodensee an die Schweizer Kantone St. Gallen und Thurgau.

Im Landkreis werden 62,7 Prozent der Gesamtfläche als landwirtschaftliche Flächen genutzt.[2]

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an den Bodenseekreis und an den Landkreis Ravensburg (beide in Baden-Württemberg), an den Landkreis Oberallgäu (in Bayern), sowie an den Bezirk Bregenz (in Vorarlberg, Österreich)

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geologisch sind sie vor allem durch tertiäre Nagelfluh-Gesteine geprägt.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die erheblichen Höhenunterschiede gibt es im Landkreis deutliche klimatische Unterschiede: Während am Bodensee bereits die Obstbäume blühen und Temperaturen über 25 °C erreicht werden, kann man im Westallgäu noch meterhohen Schnee vorfinden. Am Pfänderrücken kommt es zu Steigungsregen, daher sind dort die Jahresniederschläge am höchsten (deutlich über 1.000 mm/a), während es im Westen und Osten trockener ist (um 800 mm/a). Das Westallgäu ist durch eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer (bis 2.000 Stunden pro Jahr) gekennzeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis war, wie das übrige Bodenseegebiet und Allgäu, in vorgeschichtlicher Zeit von den Kelten besiedelt. Aus dieser Zeit existieren noch keltische Fluchtburgen, die aber kaum noch erhalten sind. 15 v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet und verleibten es der Provinz Rätien ein. In Lindau bestand eine römische Werft, archäologische Funde sind im Kreisgebiet jedoch selten. Ab dem 3. Jahrhundert kam es zu vermehrten Einfällen von Alemannen, die das Gebiet nach dem Ende des Römischen Reiches besiedelten. Die Christianisierung erfolgte insbesondere durch St. Gallus und St. Magnus. Die ersten urkundlichen Erwähnungen von frühmittelalterlichen Siedlungen betreffen Haddinwilare das heutige Laiblachsberg (zwischen 769 und 773), Wasserburg (784), Lindenberg im Allgäu (857), Opfenbach (872), Weiler im Allgäu (894). Das Gebiet war überwiegend unter der Herrschaft des Klosters St. Gallen, Teile gehörten dem Kloster Mehrerau bei Bregenz. Am stärksten entwickelte sich Lindau, urkundlich zuerst 882 erwähnt, das sich im 13. Jahrhundert zur Freien Reichsstadt aufschwang und insbesondere durch den Handel wohlhabend wurde. Im späten Mittelalter gingen die ländlichen Gebiete in die Herrschaft des Hauses Montfort, der Fugger und der Habsburger über, die im 18. Jahrhundert mehr als die Hälfte des Kreisgebietes regierten.

Landgerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Napoleon Bonaparte erfolgte eine Neuordnung. 1802 verlor Lindau die Reichsfreiherrlichkeit (Status als Freie Reichsstadt), 1806 erhielt Bayern das Landkreisgebiet. Es wurden die beiden Landgerichte Lindau und Weiler errichtet, die zunächst zum Illerkreis, ab 1808 zum Oberdonaukreis (ab 1838 Schwaben und Neuburg, später nur noch Schwaben) gehörten. Die Stadt Lindau war 1809 aus dem Landgerichtsbezirk ausgeschieden und eine kreisunmittelbare Stadt geworden.

Bezirksamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bezirksamt Lindau (Bodensee) wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Lindau (Bodensee) und Weiler neu gebildet.[3]

Am 1. Februar 1922 wurde die Stadt Lindau (Bodensee) durch Eingemeindungen vergrößert.

Bezirksamtmänner
Julius von Auer[4]
Carl Müller
Graf Hirschberg[4]
Kummer[4]

Landkreis vor 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[5] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Lindau (Bodensee).

Am 1. April 1940 wurde Lindau in den Landkreis Lindau eingegliedert, doch wurde dies am 25. September 1948 wieder rückgängig gemacht.

Landkreis 1946 bis 1956[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet des Land- und Stadtkreises der französischen Besatzungszone zugeschlagen und gemeinsam mit Württemberg-Hohenzollern verwaltet, während der Rest Bayerns zur amerikanischen Besatzungszone gehörte. Der Landkreis mit rund 55.000 Einwohnern, hatte damit eine territoriale Sonderstellung und gehörte weder zu Württemberg, noch zu Bayern. Erster und einziger Verwaltungschef war von 1946 bis 1956 der Kreispräsident Anton Zwisler (1888-1977), ein gebürtiger Bregenzer.

Das besondere Staatskonstrukt hatte die französische Militärregierung mit der amerikanischen Militärregierung ausgehandelt, nachdem die Franzosen die bayerischen Kreise Sonthofen und Kempten an die amerikanische Besatzungszone abgetreten hatten, um als Landbrücke freien Zugang zu der französischen Besatzungszone in Österreich (Vorarlberg) zu erhalten[6].

Der Landkreis Lindau war mit drei Delegierten in der Beratenden Landesversammlung des Landes Württemberg-Hohenzollern und bis 19. Dezember 1950 auch im Landtag des neu errichteten Landes Württemberg-Hohenzollern vertreten.

Für das Land Lindau gab es eine Reihe von Kosenamen, wie "Zweites Fürstentum Liechtenstein", "Paradies", "Deutschlands Fettfleck" oder "Monte Carlo am Bodensee". Letzterer Name ging auf das 1950 in Lindau eröffnete Spielcasino zurück. Die anderen Namen spielten auf die finanzielle Autarkie Lindaus ab: Der Kreis Lindau durfte alle Steuern und Zölle für sich behalten. Während in anderen Teilen Deutschlands die Menschen vielerorts Hunger litten, hatte Lindau einen Überschuss an Obst, Fleisch und Milch für den Export und eine rege Bautätigkeit aufzuweisen.

Landkreis ab 1956[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rückgliederung des Landkreises nach Bayern erfolgte am 1. September 1955. Allerdings wurde eine Übergangszeit ausgehandelt und das Konstrukt endete förmlich am 27. März 1956 in einem Festakt im Alten Rathaus von Lindau unter Anwesenheit von Kreispräsident Anton Zwisler und des bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner.

Die Sportvereine des Landkreises Lindau spielen noch heute historisch bedingt in baden-württembergischen Ligen.

Am 1. Juli 1970 wurde die Gemeinde Stiefenhofen des Landkreises Sonthofen in den Landkreis Lindau (Bodensee) umgegliedert.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 die bislang kreisfreie Stadt Lindau (Bodensee) in den Landkreis Lindau (Bodensee) eingegliedert. Die Stadt Lindau erhielt für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Lindau (Bodensee) gewann zwischen 1988 und 2008 knapp 10.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 14 %.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2012 2013 2015
Einwohner 27.543 36.275 47.141 59.304 64.442 68.803 69.522 75.796 77.106 79.467 78.641 78.939 79.920

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Baudenkmäler im Landkreis Lindau (Bodensee)

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis gibt es zehn Naturschutzgebiete, fünf Landschaftsschutzgebiete, elf FFH-Gebiete und mindestens zwölf vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand Mai 2016).

Siehe auch:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Lindau führt das nachstehend beschriebene Wappen:

„Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Silber über blauem Wellenbalken nebeneinander eine grüne Linde und eine dreilatzige rote Fahne mit goldenen Fransen und drei roten Ringen.“[7]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 50,7 % (–5,0 %p)
 %
40
30
20
10
0
39,4 %
18,9 %
14,0 %
13,7 %
6,4 %
5,4 %
2,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,6 %p
-2,6 %p
+2,3 %p
-0,9 %p
-0,4 %p
+1,0 %p
+2,2 %p
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Der Kreistag besteht aus 60 Mitgliedern, die sich nach den Kommunalwahlen vom 16. März 2014 auf folgende Parteien und Wählergemeinschaften aufteilen:

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell dominiert im westlichen Teil der Obst- und Weinbau, während die Landwirtschaft des Westallgäus vor allem durch Viehzucht und Milchwirtschaft geprägt ist. Der Tourismus hat in den letzten 100 Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Im Westen, speziell am Bodensee, überwiegen Sommergäste, im Osten der Skitourismus im Winter und Wander- und Kurtourismus im Sommer. Industriezentren sind Lindau (u.a. Obstsaftherstellung durch Lindauer Fruchtsäfte GmbH (vormals Lindavia), Maschinenbau) und Lindenberg (früher Textilindustrie, vor allem (Stroh-)Hüte, heute geprägt durch Liebherr Aerospace größter Luftfahrtzulieferer in Deutschland).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1824 wurde das erste Lindauer Dampfschiff, Max Joseph in Dienst gestellt, damit war Lindau an das Schiffahrtsnetz angeschlossen, 1835 wurde die Lindauer Dampfboot AG gegründet, die später von den Königlich Bayerischen Staatsbahnen übernommen wurde. Durch die Bodenseeschiffe ist der Landkreis mit Österreich, der Schweiz und Baden-Württemberg direkt verbunden.

Der Landkreis ist durch Autobahnen mit München und Norddeutschland sowie dem westlichen Bodenseegebiet und Österreich verbunden.

Die Eisenbahnstrecke Lindau-Augsburg, die lange Zeit das verkehrliche Rückgrat des Kreises bildete, wurde ab 1844 von der Bayerischen Staatsbahn projektiert. In ihrem Verlauf entstand bei Röthenbach der damals größte Eisenbahndamm der Welt. Die Eröffnung erfolgte 1853, damit war der Landkreis an das bayerische Schienennetz angeschlossen, Bayern erhielt den Anschluss an den Seeweg in die Schweiz. Mit der Bahnlinie Lindau-Bregenz (1872) war das Kreisgebiet auch per Bahn mit Österreich verbunden. 1874 wurde die Eisenbahn-Trajekt-Linie Lindau-Romanshorn eingerichtet. In den 1890er Jahren wurde in Hergatz gemeinsam mit der Württembergischen Staatsbahn eine Zweiglinie nach Wangen - Kißlegg hergestellt. Auch Weiler im Allgäu wurde durch eine Nebenbahn 1897 an die Hauptstrecke bei Röthenbach angeschlossen. Diese Strecke wurde von der Gemeinde Weiler selbst finanziert (1960 stillgelegt). Erst 1899 erfolgte dann der Lückenschluss Friedrichshafen-Wasserburg-Lindau (Bodenseegürtelbahn). 1901 folgte schließlich noch die Lokalbahn Röthenbach-Lindenberg-Scheidegg (Scheidegger Moosrutsche. 1966 stillgelegt).

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Lindau gliedert sich in 19 Gemeinden, davon 2 Städte, 3 Märkte, 5 Einheitsgemeinden und 3 Verwaltungsgemeinschaften (mit insgesamt 9 Mitgliedsgemeinden).

(Einwohner am 31. Dezember 2014[8])

Städte

  1. Lindau (Bodensee), Große Kreisstadt (24.740)
  2. Lindenberg im Allgäu (11.030)

Märkte

  1. Heimenkirch (3634)
  2. Scheidegg (4162)
  3. Weiler-Simmerberg (6117)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Argental
    (Gemeinden Gestratz, Grünenbach, Maierhöfen und Röthenbach (Allgäu))
  2. Sigmarszell
    (Gemeinden Hergensweiler, Sigmarszell und Weißensberg)
  3. Stiefenhofen
    (Gemeinden Oberreute und Stiefenhofen)

Gemeinden

  1. Bodolz (2993)
  2. Gestratz (1252)
  3. Grünenbach (1471)
  4. Hergatz (2364)
  5. Hergensweiler (1860)
  6. Maierhöfen (1567)
  7. Nonnenhorn (1692)
  8. Oberreute (1606)
  9. Opfenbach (2294)
  10. Röthenbach (Allgäu) (1698)
  11. Sigmarszell (2885)
  12. Stiefenhofen (1811)
  13. Wasserburg (Bodensee) (3613)
  14. Weißensberg (2598)
Baden-Württemberg Österreich Schweiz Landkreis Oberallgäu Bodolz Gestratz Grünenbach Heimenkirch Hergatz Hergensweiler Lindau (Bodensee) Lindenberg im Allgäu Maierhöfen Nonnenhorn Oberreute Opfenbach Röthenbach (Allgäu) Scheidegg Sigmarszell Stiefenhofen Wasserburg (Bodensee) Weiler-Simmerberg Weißensberg BodenseeMunicipalities in LI.svg
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordosten grenzte der Landkreis an den Landkreis Kempten, im Osten an den Landkreis Sonthofen, im Süden an das österreichische Bundesland Vorarlberg und die kreisfreie Stadt Lindau (Bodensee), im Westen an den baden-württembergischen Landkreis Tettnang und im Norden an den ebenfalls in Baden-Württemberg liegenden Landkreis Wangen sowie die Gemeinde Achberg, die bis 1969 zum Landkreis Sigmaringen, danach zum Landkreis Wangen gehörte.

Die 28 Gemeinden des Landkreises Lindau (Bodensee) vor der Gemeindereform 1971/78 [9][10]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

Lage in Bayern
Gemeinden des Landkreises Lindau (Bodensee)
ehemalige Gemeinde heutige Gemeinde
Bodolz Bodolz
Bösenreutin Sigmarszell
Ebratshofen Grünenbach
Ellhofen Weiler-Simmerberg
Gestratz Gestratz
Grünenbach Grünenbach
Harbatshofen Stiefenhofen
Hege Wasserburg am Bodensee
Heimenkirch (Markt) Heimenkirch
Hergensweiler Hergensweiler
Lindenberg i.Allgäu (Stadt) Lindenberg i.Allgäu
Maierhöfen Maierhöfen
Maria-Thann Hergatz
Niederstaufen Sigmarszell
Nonnenhorn Nonnenhorn
Oberreitnau Lindau (Bodensee)
Oberreute Oberreute
Opfenbach Opfenbach
Röthenbach (Allgäu) Röthenbach (Allgäu)
Scheffau Scheidegg
Scheidegg (Markt) Scheidegg
Sigmarszell Sigmarszell
Simmerberg Weiler-Simmerberg
Unterreitnau Lindau (Bodensee)
Wasserburg am Bodensee Wasserburg am Bodensee
Weiler im Allgäu (Markt) Weiler-Simmerberg
Weißensberg Weißensberg
Wohmbrechts Hergatz

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der französischen Besatzung galt im Landkreis zunächst von 1947 für zwei Jahre das Kürzel X. 1948 wurde zudem das Kürzel FBy eingeführt, welches für "Französisch-Bayern" stand. Ersteres Kennzeichen wurden 1950 durch die Kennbuchstaben By ersetzt. Bis 1956 wurden die Kürzel "FBy" und "By" für den Landkreis ausgegeben.

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen LI zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Quelle: Statistik für die EUREGIO-Bodensee. In: Aufgelistet! Die zehn Landkreise der Bodenseeregion, … In: Südkurier vom 25. Februar 2011 und in: Ders. vom 2. Juli 2011
  3. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 512.
  4. a b c territorial.de
  5. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  6. SZ Süddeutsche Zeitung 25. März 2016 ("Welche Macht Zwisler hatte")
  7. Das Wappen des Landkreises Lindau (Bodensee)
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  9. Seite über den Landkreis Lindau (Bodensee) auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 6. Juli 2010)
  10. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 6. Juli 2010)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Gruber: Der Landkreis Lindau. Verlag des Heimatpflegers von Schwaben, Kempten (Allgäu) 1956, OCLC 36643898.
  • Heinrich Löffler: Landkreis Lindau. Bd 6. 1973; ISBN 3-7696-9889-4.
  • Günther U. Müller, Emil Kroher: Unser Landkreis. Lindau, Bodensee. Landratsamt, Aichach 1969, OCLC 73901488.
  • Hugo Schnell: Der Landkreis Lindau. Landschaft, Geschichte, Kunst. 1982, ISBN 3-7954-0569-6.
  • Daheim im Landkreis Lindau. 1994, ISBN 3-7977-0281-7.
  • Gerhard Willi (Hrsg.): Volks- und landeskundliche Beschreibungen aus den Landkreisen Lindau und Oberallgäu mit Kempten – die Physikatsberichte der Stadt- bzw. Landgerichte Lindau, Weiler, Kempten, Immenstadt und Sonthofen (1858–1861). Augsburg 2016, ISBN 978-3-95786-036-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Lindau (Bodensee) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien