Landkreis Märkisch-Oderland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Märkisch-Oderland Deutschlandkarte, Position des Landkreises Märkisch-Oderland hervorgehobenKoordinaten: 52° 37′ N, 14° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Seelow
Fläche: 2.158,67 km2
Einwohner: 194.328 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Kreisschlüssel: 12 0 64
Kreisgliederung: 45 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Puschkinplatz 12
15306 Seelow
Website: www.maerkisch-oderland.de
Landrat: Gernot Schmidt (SPD)
Lage des Landkreises Märkisch-Oderland in Brandenburg
BerlinPolenFreistaat SachsenFreistaat ThüringenSachsen-AnhaltNiedersachsenMecklenburg-VorpommernFrankfurt (Oder)CottbusPotsdamBrandenburg an der HavelLandkreis PrignitzLandkreis Ostprignitz-RuppinLandkreis OberhavelLandkreis UckermarkLandkreis BarnimLandkreis HavellandLandkreis Potsdam-MittelmarkLandkreis Märkisch-OderlandLandkreis Teltow-FlämingLandkreis Dahme-SpreewaldLandkreis Oder-SpreeLandkreis Elbe-ElsterLandkreis Oberspreewald-LausitzLandkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Märkisch-Oderland ist ein Landkreis im Osten des Landes Brandenburg. Benachbart sind im Norden der Landkreis Barnim, im Osten die Republik Polen, im Süden die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und der Landkreis Oder-Spree und im Westen das Land Berlin. Der Naturpark Märkische Schweiz liegt im Landkreis. Die Grenzziehung erfolgte nach dem Prinzip der Bildung von Sektoralkreisen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis, der im östlichen Brandenburg östlich der Bundeshauptstadt Berlin liegt, umfasst die Landschaften des Oberbarnims, den deutschen Teil des Landes Lebus und das Oderbruch bis zum deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis entstand 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Bad Freienwalde, Seelow, Strausberg und teilweise aus dem Landkreis Fürstenwalde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1993 169.985
1994 170.631
1995 172.577
1996 175.033
1997 178.958
1998 182.968
1999 186.573
Jahr Einwohner
2000 188.277
2001 189.634
2002 190.678
2003 191.729
2004 192.131
2005 192.122
2006 191.998
2007 191.640
2008 191.241
2009 191.067
Jahr Einwohner
2010 190.502
2011 187.085
2012 186.925
2013 187.668
2014 188.422
2015 190.714
2016 191.685
2017 192.921

Gebietsstand und Einwohnerzahl am 31. Dezember des jeweiligen Jahres[2][3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Kreistags Märkisch Oderland 2019
Wahlbeteiligung: 58,9 % (2014: 45,2 %)
 %
20
10
0
17,7 %
17,6 %
16,7 %
15,5 %
11,2 %
5,5 %
5,4 %
4,8 %
5,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+12,0 %p
-8,0 %p
-5,5 %p
-5,9 %p
+5,9 %p
+3,1 %p
+1,8 %p
-2,8 %p
-0,6 %p

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 56 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl am 26. Mai 2019 wie folgt auf Parteien und Wählergruppen:[5]

Partei/Gruppierung Stimmen 2014 Stimmen 2019 Sitze 2014 Sitze 2019
AfD 5,7 % 17,7 % 3 10
DIE LINKE 25,6 % 17,6 % 14 10
SPD 22,2 % 16,7 % 13 10
CDU 21,4 % 15,5 % 12 9
GRÜNE/B90 5,3 % 11,2 % 3 6
BVB/FREIE WÄHLER 2,4 % 5,5 % 1 3
FDP 3,6 % 5,4 % 2 3
Bauern und Ländlicher Raum 7,6 % 4,8 % 4 3
Pro Zukunft Märkisch-Oderland (Pro Zukunft) 2,3 % 2,2 % 1 1
Unabhängige und freie Wählergemeinschaft Pro Strausberg
(UfW Pro Strausberg)
0,6 % 1,6 % 1
NPD 1,2 % 0,6 % 1 -
Unabhängiger Bürger-Bund (UBB) 0,9 % 0,6 % 1 -
Freiheit, Arbeit, Werte – Mut zur Wahrheit
(FAW Mut zur Wahrheit)
1,0 % x 1 -

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt wurde in der Landratsstichwahl am 6. Oktober 2013 mit 69,9 % der gültigen Stimmen entsprechend § 126 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Juli 1996 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Rot; oben wachsend ein goldbewehrter, roter Adler, die Flügel mit goldenen Kleestengeln belegt; unten ein silberner Wellenbalken, belegt mit einem roten Wellenfaden und bedeckt mit schräggekreuzten, begrifften goldenen Bootshaken, oben bewinkelt von einem goldenen Stern.“[7]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Märkisch-Oderland.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Märkisch-Oderland Platz 348 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftsrisiken“.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den westlichen Landkreis verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring).

Die Bundesstraßen 1, 5, 112, 158, 167 und 168 verlaufen über das Kreisgebiet.

Wichtige Bahnstrecken auf dem Gebiet des Kreises sind die Strecken Berlin–Kostrzyn und Eberswalde–Frankfurt (Oder).

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis 45 Gemeinden, darunter acht Städte.

(Einwohner am 31. Dezember 2018)[9]

Amtsfreie Städte

  1. Altlandsberg (9490)
  2. Bad Freienwalde (Oder) (12.365)
  3. Müncheberg (6870)
  4. Seelow * (5426)
  5. Strausberg (26.587)
  6. Wriezen * (7254)

Weitere amtsfreie Gemeinden

  1. Fredersdorf-Vogelsdorf (13.873)
  2. Hoppegarten (18.048)
  3. Letschin (3987)
  4. Neuenhagen bei Berlin (18.301)
  5. Petershagen/Eggersdorf (15.184)
  6. Rüdersdorf bei Berlin (15.696)
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgMunicipalities in MOL.png
Über dieses Bild

Ämter und zugehörige Gemeinden
(Sitz der Amtsverwaltung *)

1. Barnim-Oderbruch (6658)
[Sitz: Wriezen]

  1. Bliesdorf (1195)
  2. Neulewin (905)
  3. Neutrebbin (1392)
  4. Oderaue (1613)
  5. Prötzel (1003)
  6. Reichenow-Möglin (550)

2. Falkenberg-Höhe (4498)

  1. Beiersdorf-Freudenberg (604)
  2. Falkenberg * (2222)
  3. Heckelberg-Brunow (682)
  4. Höhenland (990)

3. Golzow (5271)

  1. Alt Tucheband (790)
  2. Bleyen-Genschmar (438)
  3. Golzow * (817)
  4. Küstriner Vorland (2561)
  5. Zechin (665)

4. Lebus (6123)

  1. Lebus, Stadt * (3180)
  2. Podelzig (847)
  3. Reitwein (470)
  4. Treplin (363)
  5. Zeschdorf (1263)

5. Märkische Schweiz (9492)

  1. Buckow (Märkische Schweiz), Stadt * (1486)
  2. Garzau-Garzin (522)
  3. Oberbarnim (1628)
  4. Rehfelde (5058)
  5. Waldsieversdorf (798)

6. Neuhardenberg (4571)

  1. Gusow-Platkow (1290)
  2. Märkische Höhe (567)
  3. Neuhardenberg * (2714)

7. Seelow-Land (4634) [Sitz: Seelow]

  1. Falkenhagen (Mark) (691)
  2. Fichtenhöhe (509)
  3. Lietzen (659)
  4. Lindendorf (1331)
  5. Vierlinden (1444)
Seelow ist die Kreisstadt
Bad Freienwalde

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 42 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen MOL zugewiesen und seitdem ausgegeben.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Bad Freienwalde A bis E 1 bis 999
AA bis EZ
Altkreis Seelow F bis K
FA bis KY
Altkreis Strausberg L bis Z
LA bis ZZ

Seit dem 18. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen FRW (Bad Freienwalde), SEE (Seelow) und SRB (Strausberg) wieder erhältlich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Märkisch-Oderland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland (PDF) S. 8–9
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  4. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 1, A II 4. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg. (jeweilige Ausgaben des 4. Quartals)
  5. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 26. Mai 2019, S. 20
  6. Ergebnis der Landratsstichwahl am 6. Oktober 2013 (Memento vom 28. März 2016 im Internet Archive)
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  8. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).