Landkreis Mansfeld-Südharz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Mansfeld-Südharz Deutschlandkarte, Position des Landkreises Mansfeld-Südharz hervorgehoben

Koordinaten: 51° 32′ N, 11° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Sangerhausen
Fläche: 1.448,84 km2
Einwohner: 136.249 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: MSH, EIL, HET, ML, SGH
Kreisschlüssel: 15 0 87
Kreisgliederung: 22 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen
Website: www.mansfeldsuedharz.de
Landrat: Angelika Klein (Linke)
Lage des Landkreises Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis SalzwedelLandkreis StendalLandkreis BördeMagdeburgLandkreis Jerichower LandLandkreis HarzSalzlandkreisLandkreis Anhalt-BitterfeldDessau-RoßlauLandkreis WittenbergSaalekreisHalle (Saale)BurgenlandkreisLandkreis Mansfeld-SüdharzBerlinSachsenThüringenNiedersachsenBrandenburgKarte
Über dieses Bild
(Neues) Logo des Landkreises Mansfeld-Südharz

Der Landkreis Mansfeld-Südharz ist eine Gebietskörperschaft im Südwesten des Landes Sachsen-Anhalt. Er wurde im Zuge der Kreisgebietsreform vom 1. Juli 2007 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Landkreise Mansfelder Land und Sangerhausen gebildet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satellitenaufnahme des Landkreises Mansfeld-Südharz (man erkennt die größeren Städte Eisleben und Sangerhausen sowie die Ausläufer des Harzes)

Der Norden des Landkreises wird vom Mansfelder Bergland, dem östlichsten Teil des Harzes bestimmt. Bei Ulzigerode erreicht das Gebiet mit dem 291 Meter hohen Mahnberg seinen höchsten Punkt. Nach Osten schließt sich das Harzvorland mit seiner fast waldlosen, flachwelligen und abwechslungsarmen Landschaft an. Im Westen gehören Teile des Südharzes zum Landkreis, und hier liegt mit dem 580 Meter hohen Großen Auerberg der höchste Punkt des Kreises. Im Südwesten schließt der Landkreis mit der Goldene Aue ab.

In jenem fruchtbaren Niederungsgebiet liegt auch der sechs Quadratkilometer große Stausee Kelbra. In entgegengesetzter Richtung an der Ostgrenze des Kreises, sieben Kilometer östlich von Eisleben befindet sich mit dem drei Quadratkilometer großen Süßen See das zweitgrößte Gewässer des Kreises. Zwei Flüsse durchqueren den Kreis von West nach Ost, im Norden die Wipper und im Süden die Helme. Im äußersten Osten des Landkreises berührt die Saale das Kreisgebiet.

Einwohnerstärkste Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 31. Dezember 2018.

Angrenzende Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Mansfeld-Südharz grenzt im Norden an den Landkreis Harz sowie den Salzlandkreis, im Osten an den Saalekreis, im Süden an den thüringischen Kyffhäuserkreis und im Westen an den Landkreis Nordhausen.

Rohstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wohl bekannteste Rohstoff im Landkreis Mansfeld-Südharz ist der kupfer- und silberhaltige Kupferschiefer. Dieser kommt in der Mansfelder Mulde sowie um Sangerhausen im Untergrund vor und wurde in der Vergangenheit im großen Maßstab abgebaut (siehe Mansfeld (Unternehmen)). Nachdem zuerst die weniger tief liegenden Bereiche in kleineren Gruben abgebaut wurden, vergrößerten sich die Gruben, je mehr sie in die tieferen Bereiche vorstießen. Nach dem Ende der DDR musste der Kupferschieferbergbau im Landkreis wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt werden.[2][3]

In den südöstlichen Bereichen des Landkreises befinden sich größere Salzkörper im Untergrund, deren Auslaugung einst zur Eintiefung des Süßen Sees und des Salzigen Sees führten. Unweit der Kreisgrenze zu Mansfeld Südharz gab es in Teutschenthal im Saalekreis jahrzehntelang ein Salzbergwerk, dass diese Körper abbaute. In jüngerer Zeit werden jedoch Reststoffe in die bergbaulichen Hohlräume verfüllt, um unterirdischen Bergschlägen vorzubeugen.

Weniger bekannt ist, dass in einigen Gruben im Kupferschieferrevier auch Kalkstein abgebaut wurde. Kalkstein kommt vereinzelt im Landkreis vor.[4]

Am Hornburger Sattel gibt es kleinere Uranvorkommen, die in den Anfangsjahren der DDR durch die SDAG Wismut erkundet wurden. Aufgrund einer zu geringen Uranmenge von wenigen hundert Tonnen lohnte sich der Abbau jedoch nicht.[5]

Bei Amsdorf im äußersten Südosten des Landkreises gibt es montanwachshaltige Braunkohlevorkommen. Diese werden von der Firma Romonta im Tagebau Amsdorf abgebaut.

Für die Landwirtschaft sehr günstig ist eine weite Verbreitung fruchtbarer Schwarzerdeböden im Mansfelder Land.[6] Im Harz befinden sich daneben größere Waldbestände.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauerngraben in der Südharzer Karstlandschaft

Die Südharzer Karstlandschaft ist weltweit einmalig und für den Naturschutz und die nachhaltige Regionalentwicklung von großer Bedeutung. Sie ist daher in Teilen als Biosphärenreservat ausgewiesen.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 27 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Historische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Darstellung vom Schloss der Grafen von Mansfeld. Von der großen Festung sind nur noch wenige Gebäude erhalten.

Im Laufe des Mittelalters hatten sich auf dem Gebiet des Landkreises mehrere Herrschaftssysteme etabliert. Der größten Anteil hatte die Grafschaft Mansfeld, in deren Bereich auch die Städte Hettstedt, Lutherstadt Eisleben und Gerbstedt lagen. Die Grafschaft bestand bis zum Aussterben des Geschlechts 1780 und kam danach zu Kursachsen bzw. Preußen, 1807/1808 zum überwiegenden Teil an das Königreich Westphalen (Saale-Departement) und 1815 an Preußen. Ein weiteres Grafengeschlecht übte seit 1210 die Herrschaft über den Westen des Kreisgebietes aus, die Grafen zu Stolberg. Zur Grafschaft Stolberg gehörte etwa der Bereich der heutigen Gemeinde Südharz, sowie weiter südlich zeitweise gemeinsam mit den Grafen von Schwarzburg die Orte Kelbra und Tilleda. 1738/1740 kam die Grafschaft Stolberg unter kursächsische Herrschaft, die 1815 von Preußen abgelöst wurde.

Ganz im Norden gehörte Sandersleben zu den anhaltischen Fürstentümern, von 1918 bis 1945 zum Freistaat Anhalt. Wechselnden Herrschaftsverhältnissen unterlagen die Städte Sangerhausen und Allstedt. Sangerhausen gehörte seit 1291 der brandenburgischen Markgrafen, ging 1340 in den Besitz des Herzogtum Braunschweig und kam 1372 unter wettinisch-sächsische Herrschaft. Die sächsische Periode, zwischenzeitlich 1656 bis 1748 Herzogtum Sachsen-Weißenfels, endete 1815 mit der Übernahme durch Preußen.

Allstedt wurde 1299 als Vogtei der Grafschaft Beichlingen erwähnt. 1320 wurde Allstedt als Reichslehen an verschiedene Herrschaftshäuser vergeben, unter anderem Mansfeld, Anhalt und Sachsen. Erst 1575 übten die Ernestiner uneingeschränkt die Herrschaft über das Amt Allstedt aus. Von 1815 bis 1945 war das Gebiet um Allstedt eine thüringische Exklave in Preußen (1815–1920: Sachsen-Weimar-Eisenach). Das übrige heutige Kreisgebiet mit Ausnahme von Sandersleben und Tilkerode war bereits seit 1815 infolge des Wiener Kongresses in preußischer Hand.

Von den bis 1818 neu eingerichteten preußischen Kreisen bildeten der Mansfelder Gebirgskreis, der Mansfelder Seekreis und der Landkreis Sangerhausen das heutige Kreisgebiet. Diese Einteilung blieb im Wesentlichen bis 1994 bestehen, wobei aus wesentlichen Teilen der Mansfelder Kreise und des seit 1908 bestehenden Stadtkreises Eisleben 1950 der Landkreis Eisleben gebildet wurde, der 1952 in die Kreise Hettstedt und Eisleben geteilt wurde. Bei der ersten Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt wurden 1994 die Landkreise Hettstedt und Eisleben zum Landkreis Mansfelder Land zusammengelegt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der größeren Gemeinden im Landkreis (Gebietsstand 2014)
Bevölkerungspyramide für den Landkreis Mansfeld-Suedharz (Datenquelle: Zensus 2011[7])

Das Statistische Landesamt von Sachsen-Anhalt veröffentlichte Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung der Gebietseinheiten des Landkreises. Dabei wurden auf dem jeweiligen Gebietsstand von 2014 die Einwohnerzahlen verschiedener Jahre berechnet. In den Daten ist eine unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Städte und Gemeinden zu sehen. Die Städte Sangerhausen und Hettstedt wuchsen bis zur Wende bei gleichzeitigem Bau von Neubaublöcken. Nach dem Zusammenbruch der DDR verloren sie jedoch ungefähr ein Drittel der Einwohner. Die Stadt Lutherstadt Eisleben dagegen erlebt seit mindestens den 1960er-Jahren einem Bevölkerungsrückgang. Dabei verlor sie ungefähr die Hälfte der Einwohner. In den Einheitsgemeinden im ehemaligen Altkreis Mansfelder Land zeigt sich eine Entwicklung analog zur Lutherstadt Eisleben: Die Einwohnerzahlen gingen seit den 1960er-Jahren jeweils um ungefähr die Hälfte zurück. In den großen Einheitsgemeinden des Altkreises Sangerhausen schrumpft die Bevölkerung ebenfalls seit den 1960er-Jahren, allerdings weniger stark als im Mansfelder Land.[8][9][10][11][12][13]

Jahr Sangerhausen[14] Eisleben[15] Hettstedt[16]
1964 38.640 44.773 19.957
1989 43.823 35.374 22.559
2000 35.167 29.526 18.976
2010 29.679 25.489 15.343
2017 26.798 23.651 14.265

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Mansfeld-Südharz gehört zu den wirtschaftsschwächsten Regionen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Die Arbeitslosenquote im Landkreis ist im Bundesvergleich mit 8,7 % (Stand 10/2019) überdurchschnittlich. Seit einigen Jahren geht sie jedoch zurück. Im Oktober 2016 lag sie noch bei 11,2 %.[17]

Nach dem Niedergang des Kupferbergbaus und der Aluminiumverhüttung im Mansfelder Raum entwickelten sich neue Wirtschaftszweige: bei der Klemme AG in Eisleben und in Hettstedt bei den Mansfelder Kupfer und Messing Werken (KME Mansfeld GmbH), einem Nachfolgeunternehmen des traditionsreichen VEB Mansfeld, entstanden Arbeitsplätze in gewissem Umfang. Ein weiteres Traditionsunternehmen, die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke in Sangerhausen, musste dagegen nach jahrelangen Verlusten 2014 und wieder 2017 Insolvenz anmelden. Bei Amsdorf gibt es noch den Tagebau Amsdorf; die dortige Montanwachsfabrik der Romonta GmbH deckt nach eigenen Angaben 80 % des weltweiten Montanwachsbedarfs. In der waldreichen Westregion des Kreises wird Forstwirtschaft, in der Osthälfte dagegen überwiegend Landwirtschaft betrieben. Die Harzgebiete und die Lutherstädte Eisleben und Mansfeld profitieren zunehmend vom Tourismus. Die Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH fungiert als Ansprechpartner für Investoren und Ansiedlungen im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Am Süßen See werden durch das für diese Breiten milde Klima Trauben für Weine angebaut[18], die zur Saale-Unstrut-Region gehören (Bereich Mansfelder Seen). Das Hauptanbaugebiet dieser Region liegt jedoch weiter südöstlich in den angrenzenden Landkreisen. Weiterhin wird in Wippra im Harz in einer Brauerei Bier gebraut (Wippraer).

Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Mansfeld-Südharz Platz 400 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „sehr hohen Zukunftsrisiken“.[19]

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahn A 38 bei Hornburg, im Hintergrund die Halden des alten Sangerhäuser Reviers

Der Landkreis Mansfeld-Südharz wird über die Autobahn A 38 mit den Regionen Kassel/Göttingen im Westen und der Region Halle/Leipzig im Osten verbunden. Sie verläuft auf ca. 46 km durch das Kreisgebiet. Weiterhin gibt es von Sangerhausen mit der A 71 eine Verbindung nach Erfurt im Süden, die auf ca. 4,9 km über das Kreisgebiet verläuft. Unweit der Kreisgrenze im Nordosten liegt die Anschlussstelle Plötzkau an der A 14, über die neben Halle und Leipzig noch die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt Magdeburg erreicht werden kann. Zuletzt führt bei Aschersleben die A 36 am nördlichen Kreisrand vorbei. Über diese können neben der Nordharzregion noch die niedersächsischen Großstädte Braunschweig und Hannover angesteuert werden.

Bundesstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bundesstraßen verlaufen im Landkreis:

  • B 80 auf ca. 13 km
  • B 85 auf ca. 6,3 km
  • B 86 auf ca. 36 km
  • B 180 auf ca. 40 km
  • B 242 (Harzhochstraße) auf ca. 25 km

Bahnstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof in Sangerhausen, Knotenpunkt der Bahnstrecken Halle–Hann. Münden und Sangerhausen–Erfurt

Von regionaler Bedeutung sind die verbliebenen Schienenwege:

Die größeren Bahnstrecken berühren sich an zwei Knotenpunkten. Am Bahnhof von Sangerhausen gibt es Verbindungen mit dem Regionalexpress nach Erfurt und Magdeburg auf einer Strecke und Halle (Saale), Eisleben, Nordhausen und Kassel auf einer anderen. Der Bahnhof von Sandersleben liegt ebenfalls an der Bahnstrecke, die Bahnverbindungen mit dem Regionalexpress nach Erfurt und Magdeburg ermöglicht. Es gibt von dort aber noch weitere Bahnlinien nach Halle sowie in den Nordharz nach Aschersleben, Quedlinburg, Halberstadt und Goslar.[20]

Rein touristisch genutzt werden ferner die schmalspurige Mansfelder Bergwerksbahn und die Bahnstrecke Klostermansfeld–Wippra („Wipperliese“). Beide Strecken werden mit historischen Fahrzeugen bedient.

Krankenhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis Mansfeld-Südharz gibt es Helios-Kliniken in Hettstedt, Lutherstadt Eisleben und Sangerhausen. Alle drei Kliniken sind Basisversorger.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis Mansfeld-Südharz gibt es 39 Grundschulen, neun Sekundarschulen, vier Gymnasien, eine Berufsbildende Schule sowie sechs Förderschulen.[21] In Eisleben gab es früher eine Hochschule (1798 bis 1968 Bergschule Eisleben, 1968 bis 1993 Ingenieurschule Eisleben), die jedoch Anfang der 1990er Jahre geschlossen wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Mansfeld-Südharzer Kreistags 2019[22]
Wahlbeteiligung: 53,3 % (2014: 45,6 %)
 %
20
10
0
19,3
19,0
15,9
14,4
9,3
5,1
3,9
3,3
2,5
7,3
FBMe
Bauern-verbandg
Regio-nale
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+19,3
-9,3
-11,1
-2,2
+4,1
-0,9
+0,4
+0,4
+1,4
-1,9
FBMe
Bauern-verbandg
Regio-nale
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Freie Bürger Mitteldeutschlands Mansfeld-Südharz
g Bauernverband Mansfeld-Südharz
Sitzverteilung im
Mansfeld-Südharzer Kreistag 2019
            
Insgesamt 48 Sitze

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den ersten Landratswahlen setzte sich bei der Stichwahl am 6. Mai 2007 Dirk Schatz (CDU) mit 52,89 % zu 47,11 % der Stimmen gegen seinen Mitbewerber Frank Bayer (SPD) durch.[23] Bei der Landratswahl am 15. Juni 2014 setzte sich Angelika Klein in der Stichwahl gegen den bisherigen Landrat Dirk Schatz durch.

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Ergebnis der Kommunalwahlen vom 26. Mai 2019)

Parteien und Wählergemeinschaften[24][25] Prozent
2019
Sitze
2019
Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2007
Sitze
2007
Prozent
2004
Prozent
1999
AfD Alternative für Deutschland 19,3 9
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,0 9 28,3 14 30,7 17 35,9 37,1
Linke Die Linke 15,9 8 27,0 13 22,0 12 22,3 18,6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,4 7 16,6 8 21,3 12 19,0 26,5
FBM Freie Bürger Mitteldeutschland 9,3 4 5,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 5,1 3 6,0 3 9,8 5 10,5 5,9
Bauernverband Bauernverband Mansfeld-Südharz 3,9 2 3,5 2 2,6 1 2,0 2,0
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 3,3 2 2,9 1 1,6 1 1,0 1,8
Regionale Die Regionalen Mansfeld-Südharz 2,5 1 1,3 1
FFw ML Freiwillige Feuerwehr Mansfelder Land 2,4 1
WG GA Freie Wählergemeinschaft Goldene Aue 2,0 1
WGF Wählergemeinschaft Feuerwehr Mansfeld-Südharz 1,2 1 0,8 0
WG FLE Wählergemeinschaft Feuerwehr Lutherstadt Eisleben 0,8 0
FWG MSH Freie Wählergemeinschaft Mansfeld-Südharz 0,3 0 6,9 3
HKV Heimat- und Kulturverein Hedersleben e. V. 0,6 0
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 4,2 2
FWJS Freie Wählerschaft Jugend und Sport 3,7 2 5,1 2,3
VS M-S Volkssolidarität Mansfeld-Südharz 1,2 1
VS Sgh Volkssolidarität Sangerhausen 0,9 1 1,0 1,2
WASG Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit 0,5 0
EB Einzelbewerber 0,6 0 1,6 0 0,3 0,8
Sonst. Sonstige 2,9 3,9
Gesamt 100 48 100 48 100 54 100 100
Wahlbeteiligung in Prozent 45,6 34,7 43,9 53,6
  • EB: Einzelbewerber 2007: Gerald Kästner (0,7 %), Horst Tetzel (0,5 %), Hartmut Reinicke (0,4 %); 2004: Hartmut Reinicke; 1999: k. A.
  • Die Ergebnisse von 1999 und 2004 wurden auf den Gebietsstand von 2007 umgerechnet.

Im Kreistag wurden folgende Fraktionen gebildet: CDU (14 Mitglieder), DIE LINKE./GRÜNE (14 Mitglieder), SPD (8 Mitglieder), FBM/Bauernverband/Regionale (6 Mitglieder), FDP (3 Mitglieder), FWG MSH (3 Mitglieder).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Landkreises Mansfeld-Südharz

Das Wappen wurde am 17. März 2008 durch das Ministerium des Innern von Sachsen-Anhalt genehmigt.

Blasonierung: „Halbgespalten und geteilt; vorn oben geviert, Feld 1 und 4: sechsfach Silber über Rot geteilt; Feld 2 und 3: in Silber sechs (3:3) rote Rauten; hinten oben in Silber eine stilisierte natürliche rote Rose; unten in Grün ein silbernes Dreieck, belegt mit einem schräggekreuzten schwarzen Gezähe (Bergmannsgezähe).“[26]

Die Wappen der Verwaltungsgemeinschaften, Städte und Gemeinden des Landkreises befinden sich in der Liste der Wappen im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist grün-weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Landkreiswappen belegt.[26]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SalzlandkreisLandkreis HarzSaalekreisThüringenSachsen-AnhaltGerbstedtAllstedtSeegebiet Mansfelder LandSüdharzAhlsdorfBenndorfBlankenheimBornstedtHelbraHergisdorfKlostermansfeldWimmelburgLutherstadt EislebenHettstedtMansfeldSangerhausenSangerhausenBerga (Kyffhäuser)Brücken-HackpfüffelEderslebenKelbra (Kyffhäuser)WallhausenArnsteinMunicipalities in MSH.svg
Über dieses Bild
Sangerhausen ist die Kreisstadt von Mansfeld-Südharz und gleichzeitig die größte Stadt im Landkreises. Im Bild der Marktplatz.
Eisleben (im Bild der Marktplatz) ist als zweitgrößte Stadt des Landkreises nur wenig kleiner als Sangerhausen.
Hettstedt ist mit einigem Abstand drittgrößte Stadt des Landkreises. Im Bild der zentrale Marktplatz.

Einheitsgemeinden
(Städte sind fett hervorgehoben)
(* Sitz des Landkreises)

Wappen Gemeinde Einwohner[27] Fläche
in km²[28]
Wappen Allstedt.png
Allstedt 7745 149,81
Führt kein Wappen.svg
Arnstein 6616 121,69
Wappen Gerbstedt neu.png
Gerbstedt 7110 102,31
Wappen Hettstedt.svg
Hettstedt 14.023 36,93
DEU Eisleben COA.svg
Lutherstadt Eisleben 23.373 143,87
Wappen Mansfeld.svg
Mansfeld 8765 143,79
Wappen Sangerhausen.png
Sangerhausen * 26.297 207,66
Wappen Seegebiet Mansfelder Land.png
Seegebiet Mansfelder Land 8908 107,92
Wappen Gemeinde Südharz.png
Südharz 9338 236,38

Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
(* Sitz der Verbandsgemeinde)

Verbandsgemeinde Goldene Aue
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[27] Fläche
in km²[28]
Wappen Berga (Kyffhaeuser).png
Berga 1673 25,67
Wappen Bruecken-Hackpfueffel.png
Brücken-Hackpfüffel 974 16,65
Wappen Edersleben.png
Edersleben 977 9,06
Wappen Kelbra.png
Kelbra (Kyffhäuser) * 3407 40,55
Wappen Wallhausen (Helme).png
Wallhausen 2503 35,34
Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra
Wappen Mitgliedsgemeinde Einwohner[27] Fläche
in km²[28]
Wappen Ahlsdorf.png
Ahlsdorf 1570 5,09
Benndorf ML Wappen.PNG
Benndorf 2028 5,77
Wappen Blankenheim.png
Blankenheim 1165 14,86
Führt kein Wappen.svg
Bornstedt 791 9,31
Helbrawappen.PNG
Helbra * 3998 9,26
Wappen Hergisdorf.svg
Hergisdorf 1549 9,54
Wappen Klostermansfeld.png
Klostermansfeld 2294 8,82
Wappen Wimmelburg.png
Wimmelburg 1145 8,56

Gebietsänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veränderungen auf Gemeindeebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeneugründungen

Eingemeindungen

Änderungen bei Verwaltungsgemeinschaften und Verbandsgemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 2007 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen MSH zugewiesen. Bis dahin wurden die Kennungen ML (Mansfelder Land) und SGH (Sangerhausen) genutzt. Diese sowie die Unterscheidungszeichen EIL (Eisleben) und HET (Hettstedt) sind seit dem 29. November 2012 (wieder) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Mansfeld-Südharz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2018 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Martin Spilker: 800 Jahre Mansfelder Kupferschieferbergbau. Schrift zum 12. Südharz-Symposium am 6. März 2010 in Wettelrode (online), aufgerufen am 22. November 2019.
  3. Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege Sachsen-Anhalt: August: Die Mansfelder Haldenlandschaft online, aufgerufen am 22. November 2019.
  4. Landesamt für Geologie und Bergbauwesen Sachsen-Anhalt: Geologische Oberflächenkarte 1:400.000 ohne Quartär (online), Aufruf am 22. November 2019.
  5. Dr. Rudolf Mirsch: Das Geheimnis um Aktivitäten auf dem Hohenthalschacht der Jahre 1949/1950. In: Artikel des VMBH e.V. im Mansfeld-Echo, 2000 - 2 bis 4. Außerdem online verfügbar auf https://www.kupferspuren.eu/, Zugriff am 22. November 2019.
  6. Landesamt für Geologie und Bergbauwesen Sachsen-Anhalt: Geologische Oberflächenkarte 1:400.000 (online), Aufruf am 22. November 2019.
  7. Zensusdatenbank
  8. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Seegebiet Mansfelder Land
  9. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Mansfeld
  10. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Gerbstedt
  11. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Arnstein
  12. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Südharz
  13. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Allstedt
  14. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Sangerhausen
  15. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Eisleben
  16. StaLA DE-ST: Einwohnerentwicklung von Hettstedt
  17. Bundesagentur für Arbeit: Statistik, für den Landkreis Mansfeld-Südharz, aufgerufen am 16. November 2019.
  18. Website der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land: Weingüter im Seegebiet, aufgerufen am 21. November 2019.
  19. Zukunftsatlas 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  20. Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (nasa): Liniennetzplan 2019 (pdf, online), 1,7 MB, aufgerufen am 21. November 2019.
  21. https://www.mansfeldsuedharz.de: Schulen und Schülerbeförderung allgemein, aufgerufen am 21. November 2019.
  22. [1]
  23. Kreis-Site.
  24. statistik.sachsen-anhalt.de (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de Ergebnis der Kreistagswahl 2014.
  25. statistik.sachsen-anhalt.de (Memento des Originals vom 8. September 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de Ergebnisse der Kreistagswahlen 1999–2007.
  26. a b Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Amtsblatt. 5. Jahrgang, Nr. 8. Halle (Saale) 15. Mai 2008, S. 137 (lvwa.sachsen-anhalt.de [PDF; 235 kB; abgerufen am 1. Dezember 2015]). Amtsblatt (Memento des Originals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvwa.sachsen-anhalt.de
  27. a b c Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2018 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  28. a b c regionalstatistik.de Regionaldatenbank des Bundesamtes für Statistik (Stand: 31. Dezember 2016)