Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim Deutschlandkarte, Position des Landkreises Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim hervorgehobenKoordinaten: 49° 34′ N, 10° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Neustadt an der Aisch
Fläche: 1.267,56 km2
Einwohner: 99.332 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Kreisschlüssel: 09 5 75
Kreisgliederung: 38 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Konrad-Adenauer-Str. 1
91413 Neustadt a.d.Aisch
Webpräsenz: www.kreis-nea.de
Landrat: Helmut Weiß (CSU)
Lage des Landkreises Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Markt Taschendorf im Steigerwald

Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (amtlich Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim) liegt im Nordwesten des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis liegt im fränkischen Schichtstufenland an der Grenze zwischen dem Steigerwald im Norden und dem Naturpark Frankenhöhe im Süden. Bei Bad Windsheim entspringt die Aisch, ein Nebenfluss der Regnitz. Bei Burgbernheim findet man die Altmühl­quelle.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Landkreise Würzburg, Kitzingen, Bamberg, Erlangen-Höchstadt, Fürth und Ansbach (alle in Bayern) sowie an den Main-Tauber-Kreis (in Baden-Württemberg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem letzten Jahrhundert v. Chr. wurde die Gegend um Neustadt von germanischen Stämmen besiedelt. Fränkische Siedler, die um 625 aus dem Rheingau bzw. Wormsgau[2] in den Aischgrund gekommen waren,[3] errichteten im selben Jahrhundert unter dem Merowinger Dagobert II. den Ort Riedfeld, der später Königshof wurde und heute ein Ortsteil von Neustadt ist. Die merowingischen Anführer der Siedler hatten bis ins 8. Jahrhundert Verbindungen zu ihrem Bischofssitz in Worms. Ein Zentrum dieser Besiedelung des Aischtals wurde der Königshof in Riedfeld.[4] Im 12. und 13. Jahrhundert herrschten im Aischgrund die Burggrafen von Nürnberg und das Geschlecht der Hohenzollern.[5] Die ab dem 16. Jahrhundert entstandenen Gestüte, etwa in Rößleinsdorf, Birkenfeld, Neustadt und Ipsheim, dienten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem der Versorgung des markgräflichen Hofes und des Amtsdienstes mit Reit- und Zugpferden.[6]

Landgerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Landkreises gehörte vor 1800 überwiegend zum Fürstentum Ansbach. 1810 kam das Gebiet an Bayern. 1812 wurden die Landgerichte Neustadt, Markt Erlbach, Markt Bibart und Windsheim errichtet. Bereits 1808 war das Landgericht Uffenheim errichtet worden. Sie alle gehörten zum Rezatkreis, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. 1852 wurde das Landgericht Scheinfeld aus den bisherigen Herrschaftsgerichten Schwarzenberg und Burghaslach gebildet.

Bezirksämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde aus den Landgerichten Neustadt und Markt Erlbach das Bezirksamt Neustadt, aus den Landgerichten Scheinfeld und Markt Bibart das Bezirksamt Scheinfeld und aus den Landgerichten Uffenheim und Windsheim das Bezirksamt Windsheim gebildet.

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bereits seit 1923 einzelne Veranstaltungen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei im Umland von Neustadt und den Nachbar-Landkreisen Scheinfeld und Uffenheim stattgefunden hatten (auch im NSDAP-Verbotsjahr 1924 insbesondere durch den Lehrer Hans Hertlein und seinen ehemaligen Schüler und von ihm als Parteigenossen angeworbenen Bauern Fritz Raab aus Dettendorf, der auch in den Jahren bis 1942 in der Umgebung Neustadts als Propagandaredner auftrat[7]), kam es von 1928 bis 1934 im dem heutigen Landkreis entsprechenden Gebiet in und um Neustadt an der Aisch eine von der NSDAP angesetzte Propaganda zu einer Welle von Veranstaltungen, die vor allem von Lehrern aus Birnbaum, Dettendorf, Neustadt (z. B. Heinrich Riedel und Fritz Schöller), Wilhermsdorf, Schornweisach, Unternesselbach (Erich Walz) und Oberhöchstädt organisiert wurden und an denen auch überregional bekannte Redner wie der Schornweisacher Lehrer Otto Roth (Bezirksführer Neustadts ab 29. Juni 1928), Hermann Esser, Wilhelm Holzwarth, Fritz Seyboth (damals noch Stadtvikar von Rosenheim), Hans Hertlein, der Gewerbelehrer und Oberlandführer Ludwig Schmuck, Albert Forster, Theo Benesch und der Gauleiter Otto Hellmuth beteiligt waren. Bei den Bezirkstagswahlen 1928 wurde die NSDAP nach den Deutschnationalen zweitstärkste Partei (Die Kandidaten waren dabei die Neustädter Andreas Schildknecht und Fritz Erlwein sowie Ludwig Hegendörfer aus Markt Erlbach, Kreß aus Ebersbach und Klenk aus Gutenstetten).[8]

Das Jahr 1932 wurde in Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg (als der Protestant Gustav Adolf in Franken war) als Schwedenjahr gefeiert, und im Bezirk Neustadt, in Neustadt selbst, Markt Erlbach, Wilhermsdorf und Uehlfeld fanden in die „Heimattage“ eingebundene Gedenkfeiern statt. Ein aufgrund von Ausschreitungen im Juli 1932 durch den Reichsinnenminister erlassenes Verbot von Versammlungen unter freiem Himmel und Aufzügen wurde von den Nationalsozialisten jedoch ignoriert.[9] Zu den Gegnern der Nationalsozialisten und Hitlers gehörten im Landkreis unter anderem evangelische Pfarrer wie Georg Holzberger in Schauerheim, Ludwig Fischer in Herrnneuses und zu den aktiv Gegenarbeit leistenden Karl-Heinz Becker aus Ezelheim (damals Kreis Scheinfeld).[10] Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[11] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Neustadt a.d.Aisch, Scheinfeld und Uffenheim.

Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus den folgenden Bestandteilen ein neuer Landkreis Neustadt an der Aisch gebildet:

Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis seinen heutigen Doppelnamen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

Am 1. Januar 1978 wurde der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim um die Gemeinde Bullenheim des Landkreises Kitzingen, die nach Ippesheim eingemeindet wurde, vergrößert. Am gleichen Tag wechselte auch die Gemeinde Gleißenberg aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt in den Landkreis und wurde nach Burghaslach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim um ca. 12.600 Einwohner bzw. um rund 15 %. Seit 2005 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 100.000 Einwohnern rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 73.736 70.060 70.488 102.484 86.771 86.868 85.686 90.591 95.063 98.671 99.979 97.558 98.751

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–1948: Albrecht Hoefer (FDP)
  • 1948–1958: Heinrich Sperber (CSU)
  • 1958–1977: Konrad Frühwald jr. (FWG)
  • 1977–1995: Robert Pfeifer (CSU)
  • 1995–2002: Adolf Schilling (CSU)
  • 2002–2014: Walter Schneider (FWG/UWG)
  • seit Mai 2014: Helmut Weiß (CSU)

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 66,2 % (−3,6)
 %
40
30
20
10
0
37,7 %
19,1 %
18,8 %
9,7 %
8,2 %
5,0 %
1,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,2 %p
+1,3 %p
-2,8 %p
+2,1 %p
-1,0 %p
+0,9 %p
-1,8 %p
CSU SPD FWG UWG GRÜNE FDP ödp Gesamt
2008 22 10 14 5 5 2 2 60
2014 23 11 11 5 6 1 3 60

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014[13])

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Blasonierung: „Über einem siebenmal von Silber und Blau gespaltenen Schildfuß gespalten; vorne in Gold ein von Silber und Schwarz gevierter, rot bezungter Brackenkopf, hinten in Silber ein halber, rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt.“[14]
Wappenbegründung: Der Brackenkopf steht für Neustadt an der Aisch, der rot bewehrte schwarze Adler ist Teil des Wappens von Bad Windsheim.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partner des Landkreises ist der Erzgebirgskreis[15] in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Platz 136 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.[16]

Wichtige Branchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig sind verschiedene Formen der Landwirtschaft. Im fruchtbaren Uffenheimer Gau überwiegt die Feldwirtschaft mit einem hohen Anteil von Zuckerrüben, im östlichen Landkreis findet man viele Fischweiher, die zur Aufzucht der überregional bekannten Aischgründer Karpfen dienen. Früher war auch die Schweinezucht, die damit verbundene Bürstenherstellung aus Schweineborsten und die Pinselfabrikation bedeutsam.[17] Entlang der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße finden sich rund um Bad Windsheim die einzigen Weinbaugebiete Mittelfrankens. Wichtige Industriezweige sind die Reißzeugherstellung, die Musikinstrumentenfertigung und die Mineralwassergewinnung. Bayerns größter Getränkehersteller Franken Brunnen hat seinen Sitz in Neustadt/Aisch. Touristisch bedeutsam sind Bad Windsheim als einziger Kurort Mittelfrankens, das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim und die Aischgründer Bierstraße (ein Zusammenschluss kleiner und mittelständischer Handwerksbrauereien des Landkreises). Vor allem im östlichen Landkreis finden sich viele Pendler nach Nürnberg, Erlangen (z. B. zu Siemens) und Herzogenaurach (z. B. zu Adidas und INA).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr und öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bayerischen Staatseisenbahnen eröffneten kurz hintereinander die beiden (inzwischen zweigleisig elektrifizierten) Hauptstrecken, die den Kreis durchziehen:

Diese beiden Hauptstrecken sind durch eine Nebenbahn verbunden und zwar durch die Bahnstrecke Neustadt (Aisch)–Steinach bei Rothenburg, die 1876 zunächst von Neustadt nach Bad Windsheim gebaut und 1898 bis Steinach ganz im Westen des Landkreises weitergeführt wurde. In Steinach wurde 1873 ein Anschluss nach Rothenburg ob der Tauber eingerichtet, der 1905 bis Dombühl verlängert und in den 1970er Jahren wieder auf Rothenburg verkürzt wurde (siehe dazu Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl). Die Ortschaft Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim erhielt 1902 einen bis heute bestehenden Bahnanschluss mit der Zenngrundbahn nach Siegelsdorf und damit an die Hauptstrecke Nürnberg–Würzburg.

Ganz im Norden führt die Bahnstrecke Strullendorf–Schlüsselfeld (Obere Steigerwaldbahn) bei Burghaslach durch das Kreisgebiet, auf der jedoch nur noch Güter von und nach Schlüsselfeld transportiert werden. Von der heutigen Kreisstadt Neustadt aus erschloss ab 1904 eine weitere Lokalbahnlinie den Aischgrund bis Demantsfürth-Uehlfeld. Diese sogenannte Aischtalbahn wurde aber Mitte der 1990er Jahre endgültig stillgelegt. Die Schienen wurden abgebaut und die Züge durch Omnibusse vom Neustädter Bahnhof nach Uehlfeld und zurück ersetzt. Auf Teilen der alten Trasse verläuft heute der Aischtalradweg. Das Personenzugnetz in Kreisgebiet von 117 km Länge wurde seit der jeweiligen Einrichtung also nur um 15 km reduziert:

  • 1976: Aischtalbahn von Neustadt an der Aisch nach Demantsfürth-Uehlfeld
  • 1977: Obere Steigerwaldbahn von Strullendorf über Burghaslach nach Schlüsselfeld

Der Landkreis ist an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) angeschlossen. Dieser beinhaltet die Hauptstrecke Nürnberg–Würzburg bis Kitzingen, die Nebenbahnlinien von Neustadt nach Steinach, von Siegelsdorf nach Markt Erlbach und von Steinach nach Rothenburg sowie die Hauptstrecke Treuchtlingen–Würzburg bis Uffenheim. Daneben bedienen zahlreiche VGN-Buslinien das Kreisgebiet.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen des Landkreises läuft auf 13 km die Bundesautobahn 7 Würzburg–Ulm durch das Kreisgebiet. Im Kreisgebiet befinden sich die Anschlussstellen Bad Windsheim, Uffenheim-Langensteinach und Gollhofen. Wichtigste Straßenverbindung des Landkreises ist jedoch die Bundesstraße 8 von Nürnberg nach Würzburg. Darüber hinaus verlaufen durch den Landkreis die B 13 von Ansbach nach Würzburg sowie die B 470, die an der Anschlussstelle Bad Windsheim der Bundesautobahn 7 beginnt und nach Forchheim führt. Die B 8 und die B 470 treffen sich in Neustadt an der Aisch und verlaufen durch das Stadtgebiet streckenweise parallel. Die B 13 und die B 470 kreuzen sich im Kreisgebiet bei Illesheim. Die B 286, die in Enzlar von der B 8 abzweigt und nach Schweinfurt führt, verläuft auf einem kurzen Stück ebenfalls im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Daneben sind verschiedene Staatsstraßen von regionaler Bedeutung für den Straßenverkehr, z. B. Richtung Ansbach und Richtung Erlangen. Nicht durch das Kreisgebiet aber nördlich davon am unmittelbaren Rand des Landkreises und damit in direkter Erreichbarkeit verläuft die Bundesautobahn 3 von Würzburg nach Nürnberg. Die vom Kreisgebiet aus nächste Anschlussstelle ist Schlüsselfeld.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neustadt hat den Flugplatz Neustadt/Aisch (EDQN) für Motor- und Segelflug. Die asphaltierte Piste ist 600 Meter lang, ganzjährig befliegbar und für Flugzeuge und Helikopter bis 5700 kg Startgewicht geeignet.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landkreis KitzingenLandkreis WürzburgLandkreis FürthLandkreis AnsbachLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BambergGerhardshofenBad WindsheimBaudenbachBurgbernheimBurghaslachDachsbachDiespeckDietersheimEmskirchenErgersheim (Mittelfranken)GallmersgartenGollhofenGutenstettenHagenbüchachHemmersheimIllesheimIppesheimIpsheimLangenfeld (Mittelfranken)MarktbergelMarkt ErlbachMarkt NordheimMarkt TaschendorfMünchsteinachNeuhof an der ZennNeustadt an der AischOberickelsheimObernzennOsing (Freimarkung)SimmershofenSugenheimTrautskirchenUehlfeldUffenheimWeigenheimWilhelmsdorf (Mittelfranken)ScheinfeldOberscheinfeldMunicipalities in NEA.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2016[18])

Städte

  1. Bad Windsheim (12.379)
  2. Burgbernheim (3198)
  3. Neustadt a.d.Aisch (12.875)
  4. Scheinfeld (4613)
  5. Uffenheim (6332)

Märkte

  1. Baudenbach (1153)
  2. Burghaslach (2586)
  3. Dachsbach (1698)
  4. Emskirchen (5930)
  5. Ippesheim (1091)
  6. Ipsheim (2150)
  7. Markt Bibart (1870)
  8. Markt Erlbach (5588)
  9. Markt Nordheim (1147)
  10. Markt Taschendorf (1003)
  11. Marktbergel (1577)
  12. Neuhof a.d.Zenn (2123)
  13. Obernzenn (2665)
  14. Oberscheinfeld (1135)
  15. Sugenheim (2251)
  16. Uehlfeld (2964)

Weitere Gemeinden

  1. Diespeck (3642)
  2. Dietersheim (2203)
  3. Ergersheim (1111)
  4. Gallmersgarten (739)
  5. Gerhardshofen (2508)
  6. Gollhofen (851)
  7. Gutenstetten (1281)
  8. Hagenbüchach (1390)
  9. Hemmersheim (647)
  10. Illesheim (906)
  11. Langenfeld (1016)
  12. Münchsteinach (1346)
  13. Oberickelsheim (699)
  14. Simmershofen (888)
  15. Trautskirchen (1309)
  16. Weigenheim (969)
  17. Wilhelmsdorf (1499)

Gemeindefreies Gebiet

  1. Osing (2,74 km²)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Burgbernheim
    mit den Mitgliedsgemeinden Burgbernheim (Stadt), Gallmersgarten, Illesheim und Marktbergel (Markt)
  2. Diespeck
    mit den Mitgliedsgemeinden Baudenbach (Markt), Diespeck, Gutenstetten und Münchsteinach
  3. Hagenbüchach-Wilhelmsdorf
    mit den Mitgliedsgemeinden Hagenbüchach und Wilhelmsdorf (Sitz)
  4. Neuhof an der Zenn
    mit den Mitgliedsgemeinden Neuhof an der Zenn (Markt) und Trautskirchen
  5. Scheinfeld
    mit den Mitgliedsgemeinden Langenfeld, Markt Bibart (Markt), Markt Taschendorf (Markt), Oberscheinfeld (Markt), Scheinfeld (Stadt) und Sugenheim (Markt)
  6. Uehlfeld
    mit den Mitgliedsgemeinden Dachsbach (Markt), Gerhardshofen und Uehlfeld (Markt)
  7. Uffenheim
    mit den Mitgliedsgemeinden Ergersheim, Gollhofen, Hemmersheim, Ippesheim (Markt), Markt Nordheim (Markt), Oberickelsheim, Simmershofen, Uffenheim (Stadt) und Weigenheim

Bildung und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinkreuze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich zahlreiche Steinkreuze, die zum größten Teil auch als Baudenkmal ausgewiesen sind.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim befinden sich sieben Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, 31 Geotope und zehn ausgewiesene FFH-Gebiete. (Stand August 2016)

Siehe auch:

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Neustadt a.d.Aisch gültige Unterscheidungszeichen NEA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen SEF (Scheinfeld) und UFF (Uffenheim) erhältlich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Max Döllner (1950), S. 70.
  3. Gernot Schmidt: Die evangelische Stadtkirche St.Johannes der Täufer. Neustadt an der Aisch, S. 85 (Die Geschichte der Stadtkirche) – Online-Version.
  4. Max Döllner (1950), S. 14–17.
  5. Max Döllner (1950), S. 21–24.
  6. Max Döllner (1950), S. 438 f.
  7. Wolfgang Mück (2016), S. 57 ff., 100, 114 f. und 227.
  8. Wolfgang Mück (2016), S. 80 f., 83, 99 f., 113–116, 177 f. und 233.
  9. Wolfgang Mück: NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933. Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= Streiflichter aus der Heimatgeschichte. Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 36–137.
  10. Wolfgang Mück (2016), S. 158 f.
  11. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  12. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
  13. kreis-nea.de
  14. Eintrag zum Wappen des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 5. September 2017.
  15. erzgebirgskreis.de
  16. Zukunftsatlas 2016. Abgerufen am 23. März 2018.
  17. Max Döllner (1950), S. 446–448.
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).