Landkreis Ostprignitz-Ruppin
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Verwaltungssitz: | Neuruppin |
| Fläche: | 2.526,55 km2 |
| Einwohner: | 99.110 (31. Dez. 2015)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 39 Einwohner je km2 |
| Kfz-Kennzeichen: | OPR, KY, NP, WK |
| Kreisschlüssel: | 12 0 68 |
| NUTS: | DE416 |
| Kreisgliederung: | 23 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Virchowstraße 14–16 16816 Neuruppin |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Ralf Reinhardt (SPD) |
| Lage des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg | |
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist ein Landkreis im Nordwesten des Landes Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis
Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst den Ostteil der Prignitz, den Hauptteil des Ruppiner Landes sowie das Ländchen Bellin des Havellandes. Naturräumlich wird er unter anderem eingenommen durch die Wittstock-Ruppiner Heide (einschließlich der Ruppiner Schweiz), das Neustrelitzer Kleinseenland (Bereich Rheinsberger Seengebiet), die Ruppiner Platte, das Rhinluch und die Rüthnicker Heide.
Nachbarkreise sind im Norden der mecklenburg-vorpommerische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Osten der Landkreis Oberhavel, im Süden der Landkreis Havelland, im Südwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Stendal und im Westen der Landkreis Prignitz.
Zum Landkreis gehören fünf der 100 flächengrößten Städte und Gemeinden Deutschlands (Wittstock/Dosse, Rheinsberg, Neuruppin, Fehrbellin, Heiligengrabe). Ostprignitz-Ruppin ist der flächenmäßig drittgrößte Landkreis Brandenburgs und steht deutschlandweit an neunter Stelle.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin entstand am 6. Dezember 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin. Bestrebungen, die Ostprignitz mit dem jetzigen Landkreis Prignitz in einem die ganze Prignitz umfassenden Landkreis zu vereinen, wurden von der Landesregierung abgelehnt.
Auf dem Gebiet der Städte Wittstock/Dosse, Rheinsberg und Neuruppin sowie der Gemeinde Temnitzquell liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Wittstock (Bombodrom). Pläne der Bundesregierung, diesen zu einem Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr auszubauen, waren seit 1993 juristisch und politisch heftig umstritten. 2009 gab Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung den Verzicht auf das Gelände bekannt.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[2][3] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011
Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ostprignitz-Ruppiner Kreistag 2014
- DIE LINKE.: 9
- GRÜNE/B90: 4
- SPD: 11
- BG Ruppin: 1
- Pro Ruppin: 1
- FWG: 1
- BVB/FREIE WÄHLER: 2
- WG KBV: 5
- FDP: 2
- CDU: 10
Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bei der Wahl zum Kreistag am 25. Mai 2014 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 41,9 % folgende Verteilung der insgesamt 46 Sitze:[4]
| Partei / Gruppierung | Sitze | Fraktion |
|---|---|---|
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 11 | SPD |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 10 | CDU |
| DIE LINKE. (DIE LINKE.) | 9* | DIE LINKE. |
| Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin (WG KBV) | 5 | Bauern, freie Wähler, FDP |
| BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE/B90) | 4 | BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 2 | Bauern, freie Wähler, FDP |
| Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler (BVB/FREIE WÄHLER) | 2 | BVB/Freie Wähler |
| Brandenburgische Gemeinde Ruppin (BG Ruppin) | 1 | Bauern, freie Wähler, FDP |
| Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin (FWG) | 1 | Bauern, freie Wähler, FDP |
| Pro Ruppin (Pro Ruppin) | 1 | Bauern, freie Wähler, FDP |
- Ein für die Linke gewählter Abgeordneter ist inzwischen fraktionslos.[5]
Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Von 1994 bis 2010 war Christian Gilde (SPD) Landrat. Ralf Reinhardt (SPD) erreichte in der Landratsstichwahl am 24. Januar 2010 50,5 % der gültigen Stimmen[6] Allerdings verfehlte er durch die geringe Wahlbeteiligung von 26,0 % das erforderliche Quorum von 15 % der Wahlberechtigten. Infolgedessen hatte der Kreistag zu entscheiden. Er wählte Reinhardt am 20. Mai 2010 entsprechend § 72 (3) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes für eine Amtszeit von acht Jahren zum Landrat.
Wappen, Dienstsiegel und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Landkreis erhielt am 2. Mai 1993 die Genehmigung, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.
Blasonierung: „Gespalten durch eine silberne Deichsel; oben in Rot ein goldbewehrter silberner Adler; unten in Grün vorn eine rotgebundene goldene Lilie, hinten eine rotbelegte goldene Mitra.“[7]
Das Dienstsiegel zeigt, vorbehaltlich anderer gesetzlicher Bestimmungen, das Kreiswappen mit der Umschrift „LANDKREIS OSTPRIGNITZ-RUPPIN – DER LANDRAT“.[7]
Die Landkreisflagge ist Grün – Weiß – Rot (1:2:1) gestreift und mittig mit dem Kreiswappen belegt.[7]
Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In der Region spielt der Erholungstourismus mit Camping-, Jagd- und Wassersportmöglichkeiten eine Rolle. Große Teile sind land- und forstwirtschaftlich geprägt.
Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasste der Landkreis 23 Gemeinden, darunter sechs Städte.
Die Gemeinden Herzsprung und Königsberg erreichten 2004 einen Beschluss des Landesverfassungsgerichts, dass ihre Zwangseingemeindung am 26. Oktober 2003 in die Stadt Wittstock/Dosse aus Formfehlern nichtig war. Sie wurden solange vom Amt Wittstock/Dosse verwaltet, bis sie sich entschieden, in welche Gemeinde sie eingemeindet werden sollen. Seit dem 1. Januar 2005 gehören sie als Ortsteile zur Gemeinde Heiligengrabe.
(Einwohner am 31. Dezember 2015)[8]
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Städte
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Ämter und zugehörige Gemeinden 1. Lindow (Mark) (4538)
2. Neustadt (Dosse) (7657)
3. Temnitz (5284) (Amtssitz: Walsleben)
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Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Landkreis befinden sich 18 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).
Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen OPR zugewiesen und seitdem ausgegeben. Seit dem 18. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen KY (Kyritz), NP (Neuruppin) und WK (Wittstock) erhältlich.
Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Kreisgebiet wird gelegentlich noch ostniederdeutsches Platt gesprochen.
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Offizielle Website des Landkreises Ostprignitz-Ruppin
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
- ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 8–9
- ↑ Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
- ↑ Wahlergebnis. ostprignitz-ruppin.de; abgerufen am 25. Juli 2014.
- ↑ Sitzverteilung auf den Seiten des Landkreises. Abgerufen am 25. Juli 2014.
- ↑ Ergebnis der Landratsstichwahl am 24. Januar 2010
- ↑ a b c Hauptsatzung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin (PDF)
- ↑ Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
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