Landkreis Parsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Parsberg Koordinaten fehlen
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Basisdaten (Stand 1972)
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Verwaltungssitz: Parsberg
Einwohner: 39.482 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: PAR
Kreisschlüssel: 09 3 42
Kreisgliederung: 67 Gemeinden
Lage des Landkreises Parsberg in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Parsberg gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Bei seiner endgültigen Auflösung umfasste der Landkreis 67 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Die größten Orte waren Velburg, Seubersdorf, Hemau, Beratzhausen, Breitenbrunn und Hohenfels.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neumarkt in der Oberpfalz, Amberg, Burglengenfeld, Regensburg, Kelheim, Riedenburg und Beilngries.

Geschichte[Bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten]

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter wurde das Bezirksamt Parsberg am 1. Januar 1880 durch die Aufnahme von Gemeinden der aufgelösten Bezirksämter Hemau und Velburg neu gebildet.

Am 1. April 1926 wurde das Bezirksamt Parsberg um Gemeinden des Bezirksamtes Beilngries vergrößert.

In den Jahren 1938 bis 1940 wurde für die Wehrmacht bei Hohenfels ein Truppenübungsplatz angelegt. Die Bewohner von insgesamt 60 Orten wurden umgesiedelt, und die Gemeinden erloschen oder wurden anderen Landkreisen zugeordnet. Aus dem Landkreis Parsberg waren es die Gemeinden Geroldsee, Griffenwang, Hörmannsdorf, Lutzmannstein, Nainhof-Hohenfels und Pielenhofen (heute Landkreis Regensburg). Die betroffenen Orte, unter anderem Enslwang, Kittensee, Schwend und Raversdorf, dienen heute als „Übungsdörfer“ für die US-Armee.[1]

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Parsberg.

Am 1. Oktober 1944 wurde der Landkreis Parsberg um Gemeinden des Landkreises Burglengenfeld vergrößert. Diese wurden in den Heeresgutsbezirk Hohenfels eingegliedert.

Am 1. Januar 1963 wurde der Landkreis Amberg um Gemeinden des Landkreises Parsberg vergrößert.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Parsberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und die meisten Gemeinden dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zugeordnet. Weitere Orte wurden den Landkreisen Regensburg und Kelheim zugeschlagen.[3]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen PAR zugewiesen. Es wurde bis zum 28. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es in den Landkreisen Kelheim und Neumarkt in der Oberpfalz erhältlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther U. Müller (Hrsg.): Unser Landkreis Parsberg. Verlag Bild u. Druck, München 1971.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Truppenübungsplatz Hohenfels (genealogy.net)
  2.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 654f.