Landkreis Südwestpfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Südwestpfalz Deutschlandkarte, Position des Landkreises Südwestpfalz hervorgehobenKoordinaten: 49° 13′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Pirmasens
Fläche: 953,65 km2
Einwohner: 96.474 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Kreisschlüssel: 07 3 40
Kreisgliederung: 84 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Unterer Sommerwald 40–42
66953 Pirmasens
Webpräsenz: www.lksuedwestpfalz.de
Landrat: Susanne Ganster (CDU)
Lage des Landkreises Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz
NiederlandeBelgienFrankreichLuxemburgBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenSaarlandFrankenthal (Pfalz)KaiserslauternKoblenzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLudwigshafen am RheinMainzPirmasensSpeyerTrierWormsZweibrückenLandkreis AhrweilerLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis Alzey-WormsLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellDonnersbergkreisEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis GermersheimLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mayen-KoblenzNeustadt an der WeinstraßeLandkreis NeuwiedRhein-Hunsrück-KreisRhein-Lahn-KreisRhein-Pfalz-KreisLandkreis Südliche WeinstraßeLandkreis SüdwestpfalzLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Südwestpfalz ist eine Gebietskörperschaft im Süden von Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung ist die kreisfreie Stadt Pirmasens, die komplett vom Landkreis umschlossen ist und kein Teil des Landkreises ist. Bevölkerungsreichste Kommune ist die Stadt Rodalben. Der Landkreis grenzt sowohl an das Saarland als auch an Frankreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Südwestpfalz weist eine zweigeteilte landschaftliche Gliederung auf. Im Osten liegen die Hügel des Pfälzerwaldes. Auf Sandsteinfelsen breitet sich hier eine abwechslungsreichen Waldlandschaft aus, unterbrochen von Talauen verschiedener Bäche. Die Quelle des Lauterbachs liegt in der Nähe von Pirmasens. Im Dahner Felsenland, in dem freistehende Sandsteinfelsen stehen, wird Tourismus betrieben.

Der Westen des Kreisgebietes hat Anteil an der Westricher Hochfläche, und wird von offenen, landwirtschaftlich geprägten Landschaften dominiert. Im äußersten Südwesten des Kreises liegt Hornbach, dessen ehemaliges Benediktinerkloster eines der bedeutendsten Kultur- und Entwicklungszentren des Deutschen Reiches im Hochmittelalter war.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Südwesten beginnend an den Saarpfalz-Kreis (im Saarland), an die kreisfreie Stadt Zweibrücken und an die Landkreise Kaiserslautern und Bad Dürkheim, an eine Exklave der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz sowie an den Landkreis Südliche Weinstraße (alle in Rheinland-Pfalz). Im Süden grenzt er an die französischen Landkreise Hagenau-Weißenburg und Saargemünd und somit an die Départements Bas-Rhin und Moselle. Die kreisfreie Stadt Pirmasens ist ganz vom Landkreis Südwestpfalz umschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Kreises war vor 1800 in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Die bedeutendsten waren das Kurfürstentum Pfalz, die Grafschaft Hanau-Lichtenberg und das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Ab 1816 gehörte es zu Bayern. Diese bildeten 1818 u. a. die Landkommissariate Pirmasens und Zweibrücken, aus denen später die Bezirksämter, ab 1938 Landkreise genannt hervorgingen, welche 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz wurden (zunächst Regierungsbezirk Pfalz). Der Landkreis Zweibrücken wurde hingegen durch Bildung des Saarlandes mehrmals verändert. Durch die Kreisreform gab es in den Jahren von 1969 bis 1972 mehrere Änderungen. Am 7. Juni 1969 wurden der benachbarte Landkreis Bad Bergzabern aufgelöst und einige Gemeinden dem Landkreis Pirmasens zugeordnet. Am 22. April 1972 wurde der Landkreis Zweibrücken aufgelöst und auf die kreisfreie Stadt Zweibrücken und den Landkreis Pirmasens verteilt[2], welcher am 1. Januar 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt wurde.

Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich lange im Bezirksamt in der Bahnhofstraße in Pirmasens, das 1923/24 zeitweise von Pfälzer Separatisten besetzt war. Bei der Vertreibung der Separatisten wurde es in Brand gesteckt und musste im Anschluss wiederaufgebaut werden. In der Nachkriegszeit wurde das Gebäude zu klein und man errichtete eine neue Kreisverwaltung auf dem Sommerwald.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl im Landkreis Südwestpfalz 2014
 %
50
40
30
20
10
0
40,2 %
29,5 %
13,4 %
6,3 %
5,0 %
3,4 %
2,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,4 %p
+0,6 %p
+1,4 %p
+0,6 %p
-4,8 %p
+1,4 %p
-0,4 %p
Sitzverteilung im
Südwestpfälzer Kreistag 2014
       
Insgesamt 42 Sitze

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kreistagswahlen am 25. Mai 2014 ergab sich folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2014
Sitze
2014
 %
2009
Sitze
2009
 %
2004
Sitze
2004
 %
1999
Sitze
1999
CDU 40,2 17 38,8 16 48,4 20 47,9 20
SPD 29,5 12 28,9 12 25,6 11 33,7 14
FWG 13,4 6 12,0 5 13,5 6 9,1 4
Grüne 6,3 3 5,7 3 5,7 2 4,6 2
FDP 5,0 2 9,8 4 6,8 3 4,8 2
LINKE 3,4 1 2,0 1
NPD 2,3 1 2,7 1
gesamt 100,0 42 100,0 42 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 67,3 67,1 68,4 74,0

CDU und SPD bilden im Kreistag eine Koalition.[3]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Südwestpfalz führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappen des Landkreises Südwestpfalz
Blasonierung: „Gespalten: Rechts in Gold drei rote Sparren übereinander, links in Schwarz ein rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe.“
Wappenbegründung: Der Löwe symbolisiert das Kurfürstentum Pfalz, die Sparren die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Beide Herrschaften teilten sich vor 1800 das überwiegende Kreisgebiet. Das Wappen wurde am 20. Dezember 1972 genehmigt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 8 (Perl–Zweibrücken–Pirmasens) sowie 62 (Pirmasens–Landstuhl). Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 10, B 270 und die B 427.

Die wichtigste Bahnlinie, die das Kreisgebiet durchquert, ist die in Ost-West-Richtung verlaufende Bahnstrecke Landau–Rohrbach, die den überregionalen Verkehr inzwischen eingebüßt hat. Ebenfalls an Bedeutung verloren hat die Biebermühlbahn, die Pirmasens mit Kaiserslautern verbindet und die von Pirmasens Nord bis Steinalben im Landkreis verläuft. Ausschließlich im Freizeitverkehr bedient wird die Wieslauterbahn von Hinterweidenthal Ost nach Bundenthal-Rumbach. Von 1913 bis 1971 existierte die Hornbachbahn, die Althornbach und Hornbach an das Eisenbahnnetz anband. Von 1921 bis 1930 gab es außerdem noch die schmalspurige Wasgauwaldbahn von Bundenthal nach Ludwigswinkel.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Städten und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2015[1]; Sitz jeder Verbandsgemeinde mit * markiert)

  1. Bobenthal (291)
  2. Bruchweiler-Bärenbach (1529)
  3. Bundenthal (1121)
  4. Busenberg (1206)
  5. Dahn, Stadt * (4595)
  6. Erfweiler (1192)
  7. Erlenbach bei Dahn (322)
  8. Fischbach bei Dahn (1523)
  9. Hirschthal (102)
  10. Ludwigswinkel (784)
  11. Niederschlettenbach (308)
  12. Nothweiler (146)
  13. Rumbach (455)
  14. Schindhard (565)
  15. Schönau (Pfalz) (385)
  1. Darstein (190)
  2. Dimbach (178)
  3. Hauenstein (Pfalz) * (3946)
  4. Hinterweidenthal (1569)
  5. Lug (Pfalz) (599)
  6. Schwanheim (Pfalz) (576)
  7. Spirkelbach (705)
  8. Wilgartswiesen (994)
  1. Clausen (1379)
  2. Donsieders (975)
  3. Leimen (Pfalz) (933)
  4. Merzalben (1166)
  5. Münchweiler an der Rodalb (2812)
  6. Rodalben, Stadt * (6952)
  1. Biedershausen (208)
  2. Herschberg (820)
  3. Hettenhausen (238)
  4. Höheischweiler (880)
  5. Höhfröschen (928)
  6. Knopp-Labach (438)
  7. Krähenberg (160)
  8. Maßweiler (1005)
  9. Nünschweiler (753)
  10. Obernheim-Kirchenarnbach (1692)
  11. Petersberg (879)
  12. Reifenberg (811)
  13. Rieschweiler-Mühlbach (2140)
  14. Saalstadt (311)
  15. Schauerberg (188)
  16. Schmitshausen (406)
  17. Thaleischweiler-Fröschen * (3375)
  18. Wallhalben (878)
  19. Weselberg (1291)
  20. Winterbach (Pfalz) (516)
  1. Geiselberg (815)
  2. Heltersberg (2048)
  3. Hermersberg (1722)
  4. Höheinöd (1249)
  5. Horbach (Pfalz) (563)
  6. Schmalenberg (755)
  7. Steinalben (408)
  8. Waldfischbach-Burgalben * (4786)
  1. Althornbach (727)
  2. Battweiler (699)
  3. Bechhofen (2146)
  4. Contwig (4832)
  5. Dellfeld (1388)
  6. Dietrichingen (355)
  7. Großbundenbach (331)
  8. Großsteinhausen (608)
  9. Hornbach, Stadt (1475)
  10. Käshofen (676)
  11. Kleinbundenbach (434)
  12. Kleinsteinhausen (753)
  13. Mauschbach (312)
  14. Riedelberg (469)
  15. Rosenkopf (346)
  16. Walshausen (313)
  17. Wiesbach (512)
  1. Bottenbach (754)
  2. Eppenbrunn (1345)
  3. Hilst (335)
  4. Kröppen (694)
  5. Lemberg (3913)
  6. Obersimten (613)
  7. Ruppertsweiler (1454)
  8. Schweix (322)
  9. Trulben (1194)
  10. Vinningen (1713)
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimVerbandsgemeinden in PS.svg
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Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen PS zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Februar 2015 ist auch das Unterscheidungszeichen ZW (Zweibrücken) erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 205 (PDF)
  3. http://www.rheinpfalz.de/lokal/zweibruecker-rundschau/artikel/cdu-und-spd-setzen-koalition-im-kreistag-fort/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Südwestpfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien