Landkreis Straubing-Bogen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Straubing-Bogen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Straubing-Bogen hervorgehobenKoordinaten: 48° 54′ N, 12° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Verwaltungssitz: Straubing
Fläche: 1.202,24 km²
Einwohner: 98.806 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SR
Kreisschlüssel: 09 2 78
Kreisgliederung: 37 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Leutnerstraße 15
94315 Straubing
Webpräsenz: www.straubing-bogen.de
Landrat: Josef Laumer (CSU)
Lage des Landkreises Straubing-Bogen in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Straubing-Bogen liegt im Nordwesten des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Straubing-Bogen wird von West nach Ost von der Donau durchflossen. Sie teilt das Kreisgebiet in zwei etwa gleich große Teile unterschiedlicher Landschaften. Nördlich der Donau zieht sich das Vorland mit den Ausläufern des Bayerischen Waldes bis zur Höhen von über 1000 m hinauf. Am äußersten Ostrand des Kreises liegt der Hirschenstein (1092 m). In der Donauniederung liegen vor allem Auwälder, Wiesen und Weiden. Südlich der Donau geht die Donauebene in das Donau-Isar-Hügelland über. In der Donauebene wird vor allem Landwirtschaft betrieben.

Im Kreisgebiet münden die Große Laber und die Aiterach von rechts sowie die Kinsach und der Bogenbach von links in die Donau.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn (im Norden beginnend) an die Landkreise Cham, Regen, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Landshut und Regensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Landkreises Straubing-Bogen gehörte früher zum Großteil den Grafen von Bogen, doch kam es schon sehr bald zu Bayern. 1803 wurden die Landgerichte Straubing und Mitterfels errichtet, die zum Regenkreis, später Unterdonaukreis gehörten, der 1838 in Niederbayern umbenannt wurde. Im gleichen Jahr wurde das Landgericht Bogen errichtet. Bereits 1809 war Straubing eine kreisunmittelbare Stadt geworden.

Bezirksämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde aus dem Landgericht Straubing das gleichnamige Bezirksamt, das neue Bezirksamt Bogen umfasste die Landgerichte Bogen und Mitterfels.

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Bogen, Mallersdorf und Straubing.

Landkreis Straubing-Bogen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 die Landkreise Straubing und Bogen (mit Ausnahme eines kleinen Teils, der zum Landkreis Deggendorf kam) sowie einige Gemeinden des bisherigen Landkreises Mallersdorf zum neuen Landkreis Straubing-Bogen vereinigt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Straubing-Bogen um über 16.000 Einwohner bzw. um rund 20 %.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012 2013 2014
Einwohner 56.671 65.273 70.126 90.111 74.748 78.499 81.062 90.923 95.242 97.797 97.702 96.667 97.323 97.967

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 bis 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:

2002 2008 2014 (ungültig) 2015
CSU 34 32 31 28
Freie Wähler 9 11 12 13
SPD 8 7 7 7
ödp/Parteifreie Umweltschützer/-innen 5 5 5 7
FDP/Freie Wählergruppe 2 3 3 3
REP 1 1 - -
GRÜNE 1 1 2 2
Gesamt 60 60 60 60

Die Amtsperiode des aus der Wahl am 16. März 2014 hervorgegangenen Kreistags endete vorzeitig, da das Wahlergebnis wegen Wahlfälschung für ungültig erklärt wurde.[3] Die Nachwahl des Kreistags fand am 1. Februar 2015 statt.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschilderung, nahe Reissing

Das heutige Wappen entstand im Wesentlichen aus den Wappen der früheren Landkreise Straubing und Bogen.

Blasonierung: Durch eine silberne Wellenleiste geteilt, oben in Grün eine silbern gekleidete und golden gekrönte Madonna in goldenem, zwölffachem Strahlenkranz, beseitet rechts von einer schräg gestellten goldenen Kornähre und links von einer schräglinks gestellten goldenen Kornähre, unten in Silber und Blau schräg gerautet.

Das Madonnasymbol repräsentiert die Madonna vom Bogenberg und entstammt dem alten Bogener Wappen, die zwei Kornähren die Fruchtbarkeit des Gäubodens (grün), dem Straubinger Wappen entnommen. Die bayerischen Rauten waren Bestandteil beider Landkreiswappen, ebenso die Wellenleiste, die die Donau darstellt und den Schild teilt.

Der Landkreis schmückt sich mit dem Beinamen „Heimat des bayerischen Rautenwappens“.

In der Tat geht das weiß-blaue Rautenwappen (die heraldisch maßgebliche, oberste rechte Ecke – von vorne oberste linke – enthält ein Stück weißer Raute – daher weiß-blau und keineswegs blau-weiß) auf die Grafen von Bogen zurück, die im ehemaligen Altlandkreis Bogen zu Hause waren. Bereits 1247 hatten die Wittelsbacher das weiß-blaue Wappen von den Grafen von Bogen übernommen und benutzten es in der Folge als ihr Stammwappen. Seit 1835 wird es als Herzschild im Wappen der bayerischen Könige geführt und gilt seitdem als Symbol für ganz Bayern. Die Rautenwappen alleine wird als „kleines bayerisches Staatswappen“ geführt und trägt über dem Schild die Volkskrone.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis ist durch die A 3 an das überörtliche Straßennetz angeschlossen. Daneben existieren mit der B 20, der B 8, der B 15 und der B 15n vier weitere Fernverkehrsstraßen im Landkreis.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Landkreis führen vier Bahnlinien:

Die AG der Bayerischen Ostbahnen führte ihre erste Verbindung Regensburg–Landshut–München im Jahre 1859 über Geiselhöring, wo ein Abzweig in Richtung Straubing entstand, der 1860 in Richtung Plattling fortgeführt wurde.

Erst 1873 fiel der Umweg über Geiselhöring weg; fast gleichzeitig wurde auch die direkte Linie von Regensburg nach Landshut über Eggmühl eröffnet.

Die Bayerische Staatsbahn führte von Straubing aus 1895 die Bahnstrecke Straubing–Miltach über die Donau hinüber nach Bogen und im folgenden Jahr weiter hinein in den Bayerischen Wald bis Konzell Süd; der Anschluss nach Miltach folgte im Jahre 1905.

Nachdem die 32 km lange Bahn von Bogen über Mitterfels und Konzell-Streifenau nach Miltach in den Bayerischen Wald hinein in den Jahren 1984 bis 1994 stillgelegt wurde, werden im Kreisgebiet anstatt zuvor 104 km nur noch 72 km Strecken im Personenverkehr bedient.

Wasserstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Donau ist auf ihrer ganzen Länge durch den Landkreis eine Bundeswasserstraße.

Flugplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Atting existiert der kleine Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2015[5])

Städte

  1. Bogen (9771)
  2. Geiselhöring (6870)

Märkte

  1. Mallersdorf-Pfaffenberg (6683)
  2. Mitterfels (2609)
  3. Schwarzach (2799)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Aiterhofen (Gemeinden Aiterhofen und Salching)
  2. Hunderdorf (Gemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg)
  3. Mitterfels (Markt Mitterfels und Gemeinden Ascha, Falkenfels und Haselbach)
  4. Rain (Gemeinden Aholfing, Atting, Perkam und Rain)
  5. Schwarzach (Markt Schwarzach und Gemeinden Mariaposching, Niederwinkling und Perasdorf)
  6. Stallwang (Gemeinden Loitzendorf, Rattiszell und Stallwang)
  7. Straßkirchen (Gemeinden Irlbach und Straßkirchen)
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgMunicipalities in SR.svg
Über dieses Bild

Gemeinden

  1. Aholfing (1813)
  2. Aiterhofen (3312)
  3. Ascha (1597)
  4. Atting (1650)
  5. Falkenfels (1030)
  6. Feldkirchen (1981)
  7. Haibach (2121)
  8. Haselbach (1797)
  9. Hunderdorf (3323)
  10. Irlbach (1122)
  11. Kirchroth (3660)
  12. Konzell (1820)
  13. Laberweinting (3404)
  14. Leiblfing (4188)
  15. Loitzendorf (614)
  16. Mariaposching (1438)
  17. Neukirchen (1733)
  18. Niederwinkling (2607)
  19. Oberschneiding (2806)
  20. Parkstetten (3107)
  21. Perasdorf (573)
  22. Perkam (1528)
  23. Rain (2787)
  24. Rattenberg (1769)
  25. Rattiszell (1530)
  26. Salching (2567)
  27. Sankt Englmar (1725)
  28. Stallwang (1430)
  29. Steinach (3109)
  30. Straßkirchen (3170)
  31. Wiesenfelden (3712)
  32. Windberg (1051)

Landratsamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgebäude

Das Dienstgebäude des Landratsamtes Straubing-Bogen befindet sich in Straubing, Leutnerstr. 15 in der Nähe der Justizvollzugsanstalt.

Im Rahmen der Agenda 21 wurde beim Landratsamt ein „Zukunftsbüro“ eingerichtet.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis gibt es sieben Naturschutzgebiete, sieben Landschaftsschutzgebiete, zehn FFH-Gebiete und mindestens 26 vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand April 2016).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Straubing gültige Unterscheidungszeichen SR zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Im Gegensatz zur kreisfreien Stadt Straubing folgen dem SR zwei Buchstaben (bei der Stadt Straubing ist dies einer).

Die im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung mögliche Wiedereinführung der Altkennzeichen MAL (für Mallersdorf) und BOG (für Bogen) hat der scheidende Landrat Reisinger zum Ende seiner Amtszeit kategorisch abgelehnt.[6] Seit Ende Juli 2014 ist das Kennzeichen MAL hingegen im Nachbarlandkreis Landshut wieder erhältlich.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Straubing-Bogen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3. Der Kreistag des Landkreises Straubing-Bogen. Landratsamt Straubing-Bogen, abgerufen am 18. Januar 2015.
  4. Pressemitteilung 402/2014. Regierung von Niederbayern, 12. November 2014, abgerufen am 18. Januar 2015.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  6. | zum Presseartikel
  7. | Quelle: Landratsamt Landshut