Landkreis Tirschenreuth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Tirschenreuth Deutschlandkarte, Position des Landkreises Tirschenreuth hervorgehobenKoordinaten: 49° 54′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Verwaltungssitz: Tirschenreuth
Fläche: 1.085,08 km²
Einwohner: 73.314 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Kreisschlüssel: 09 3 77
Kreisgliederung: 26 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Mähringer Str. 7
95643 Tirschenreuth
Webpräsenz: www.kreis-tir.de
Landrat: Wolfgang Lippert (FW)
Lage des Landkreises Tirschenreuth in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Burg Falkenberg
Abendrot an der Kappl bei Waldsassen
Wallfahrtskirche in Fuchsmühl
Konnersreuth
Blick auf einen Teil von Mitterteich
Frühling in Neualbenreuth
Kemnath Stadtplatz

Der Landkreis Tirschenreuth ist der nördlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberpfalz in Ostbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landschaftsbild des Landkreises Tirschenreuth wird bestimmt von zahlreichen Fischweihern in den Tälern und Senken sowie von Fichtenwäldern auf den Höhen. Fast die Hälfte der Fläche ist mit Wald bedeckt. Im Westen und Norden des Landkreises steigen die zum Fichtelgebirge gehörenden Höhenzüge des Steinwaldes und Kohlwaldes empor. Im Südwesten liegt der Hessenreuther Wald, im Osten und Südosten der Oberpfälzer Wald.

Die höchsten Erhebungen im Steinwald sind die Platte (946 m) und der Plößberg (820 m) und im Oberpfälzer Wald der Entenbühl (901 m) und der Steinberg (802 m).

Die größten Flüsse sind die Waldnaab und die Fichtelnaab. Daneben gibt es mehrere Bäche, wie die Wondreb, den Muglbach, den Seibertsbach, den Sauerbach und die Kössein.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt gegen den Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Wunsiedel im Fichtelgebirge, Bayreuth und Neustadt an der Waldnaab. Im Osten grenzt er an die tschechischen Verwaltungsbezirke Pilsen (Plzeňský kraj) und Karlsbad (Karlovarský kraj).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Landkreises Tirschenreuth gehörte vor 1800 zum Großteil zum Kloster Waldsassen und kam 1803 zu Bayern. 1803 wurden die Landgerichte Waldsassen und Kemnath, 1804 das Landgericht Tirschenreuth errichtet. Sie gehörten bis 1810 zum Naabkreis, dann zum Mainkreis, der 1817 in Obermainkreis umbenannt wurde. 1838 kamen sie zum Regenkreis, der damals in Oberpfalz und Regensburg (später nur noch Oberpfalz) umbenannt wurde. 1849 wurde aus Gemeinden der Landgerichte Kemnath, Neustadt an der Waldnaab, Waldsassen und Tirschenreuth das neue Landgericht Erbendorf gebildet.

Bezirksämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bezirksamt Tirschenreuth wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Tirschenreuth und Waldsassen neu gebildet.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Erbendorf und Kemnath zum Bezirksamt Kemnath zusammengefasst.

Am 22. März 1871 trat das Bezirksamt Kemnath die Gemeinde Voithenthan an das Bezirksamt Tirschenreuth ab.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Tirschenreuth am 1. Januar 1880 Gemeinden des Bezirksamtes Kemnath.

Am 1. Januar 1931 gab es einige Grenzveränderungen. Dabei gab das Bezirksamt Kemnath einige Gemeinden an das Bezirksamt Neustadt an der Waldnaab sowie fünf Gemeinden an das Bezirksamt Tirschenreuth ab.

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Kemnath und Tirschenreuth.

Landkreis Tirschenreuth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 der Landkreis Tirschenreuth um den Großteil des Landkreises Kemnath sowie das Gebiet um Erbendorf und Krummennaab, das bisher zum Landkreis Neustadt an der Waldnaab gehörte, vergrößert. Das südwestliche Gebiet des Landkreises Kemnath kam zum Landkreis Bayreuth in Oberfranken.

Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Tirschenreuth den Hauptteil der Gemeinde Lengenfeld bei Groschlattengrün, die in die Stadt Marktredwitz eingemeindet wurde, an den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge ab.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 sank die Einwohnerzahl im Landkreis Tirschenreuth um rund 1600 Einwohner bzw. um rund 2 %. Seit Ende der 1990er Jahre nochmals ein Höchststand von gut 80.000 Einwohnern erreicht wurde, ist die Tendenz wieder rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 47.465 52.147 62.535 86.032 80.964 83.757 77.865 80.524 79.993 77.729 75.953 73.923

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis war und ist bekannt durch seine Porzellan- und Glasindustrie, die in Mitterteich, Tirschenreuth, Erbendorf, Waldershof und Krummennaab angesiedelt war. Zwei der letzten verbliebenen Porzellanhersteller sind Falkenporzellan in Bärnau und Tirschenreuth Porzellan. Die Glasindustrie gibt es nur noch in Waldsassen und Mitterteich. Die Waldsassener Glashütte Lamberts ist in Deutschland der einzige Hersteller von mundgeblasenem Flachglas und liefert es in die ganze Welt. Die Schott-Rohrglas GmbH in Mitterteich ist ein bedeutender Hersteller von Glasröhren für die Solarthermie und größtes Unternehmen des Landkreises.

Ferner gibt es das Ziegelwerk Waldsassen AG Hart Keramik in Waldsassen; die Textilindustrie ist in Wiesau und mit der Hatico Mode GmbH in Tirschenreuth vertreten. Die Knopfindustrie hatte sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in Bärnau entwickelt, ist seit den neunziger Jahren aber fast ganz verschwunden. Eines der bekanntesten Unternehmen des Kreises ist die Hamm AG in Tirschenreuth. Es ist der älteste noch produzierende Hersteller von Straßenwalzen in Deutschland. Kunststoffverarbeitung gibt es in Wiesau mit Wiesauplast, in Waldsassen, Tirschenreuth, Plößberg und Immenreuth, Metallindustrie in den Städten Waldershof und Kemnath (Siemens Sector Healthcare). In Plößberg sind mit Ziegler Holzindustrie und dem Liebensteiner Kartonagenwerk weitere Unternehmen anderer Wirtschaftszweige angesiedelt.

Eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung hat die Fischzucht und Fischereiwirtschaft. 900 Fischereibetriebe bewirtschaften insgesamt mehr als 4000 Weiher. Die meisten sind Hobby-Teichwirte, die zusammen ca. drei bis vier Hektar Teichfläche bewirtschaften. Etwa 2800 Hektar teilen sich 50 größere Betriebe; zehn davon betreiben ausschließlich Karpfen- und Forellenzucht.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knotenpunkt des Schienenverkehrs ist der Bahnhof Wiesau, der an der 1864 von der AG der Bayerischen Ostbahnen eröffneten Hauptbahn Weiden-Mitterteich liegt, die 1865 Eger erreichte und weiter nach Mitteldeutschland führte. Von Weiden aus hatte die Ostbahn bereits ein Jahr zuvor eine Verbindung nach Bayreuth geschaffen, die den Bahnhof der ehemaligen Kreisstadt Kemnath bediente. Zweiter Bahnhof mit Regionalexpress-Halt ist Waldershof im Norden des Landkreises mit Anbindungen an Nürnberg, Bayreuth und die Nachbarstadt Marktredwitz.

Im Jahre 1872 kam die Strecke Wiesau – Tirschenreuth hinzu. Diese wurde 1903 durch die Bayerischen Staatseisenbahnen bis Bärnau verlängert. Die 1878 ebenfalls von diesem Unternehmen eröffnete Hauptbahn Schnabelwaid – Marktredwitz berührte im Nordwesten des Kreises die Stationen Waldershof und Neusorg; von dort gab es ab 1890 eine Stichbahn nach Fichtelberg.

Wiesaus Bedeutung wuchs, als 1882 eine Strecke von Marktredwitz her in die Ostbahn einmündete. Damit war es möglich, von Sachsen nach Bayern zu fahren, ohne österreichisches Territorium bei Eger zu durchqueren. Südlich von Wiesau, im Bahnhof Reuth, zweigte seit 1909 eine Lokalbahn zur Stadt Erbendorf ab; ferner gab es dort eine Güterbahn nach Friedenfels.

In den Jahren 1972 bis 1976 und 1986 bis 1989 wurde auf den Lokalbahnen mit 58 Kilometer Länge der Personenverkehr eingestellt. Es verblieben die Hauptstrecke Bahnstrecke Regensburg–Hof, auf der der alex Wiesau mit München und Hof verbindet. Die Vogtlandbahn bedient zusätzlich die kleinen Bahnhöfe in Reuth bei Erbendorf und Pechbrunn.

Durch den Landkreis Tirschenreuth führt die Bundesautobahn 93 (Hof – Weiden  – Schwandorf – Regensburg); es gibt vier Anschlussstellen. Die Bundesstraßen 15 (Neustadt/Waldnaab – Tirschenreuth – Mitterteich nach Hof), 22 (Altenstadt/Waldnaab – Erbendorf – Kemnath nach Bayreuth), 299 (Waldsassen – Mitterteich – Falkenberg – Erbendorf nach Pressath) durchqueren den Landkreis. Im Landkreis befinden sich 269 km Staatsstraßen und das Kreisstraßennetz ist 268 km lang.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Kuttenfelder (April 1945–Mai 1946)
  • Heinrich Friedrich (Mai 1946–Juli 1946)
  • Max Kuttenfelder (Juli 1946–Juli 1946)
  • Otto Freundl (Juli 1946–Juli 1948) (CSU)
  • Franz Sproß (Juli 1948–März 1964)
  • Otto Freundl (März 1964–1972) (CSU)
  • Franz Weigl (1972–1991) (CSU)
  • Karl Haberkorn (1991–2008) (Freie Wähler)
  • Wolfgang Lippert (seit 1. Mai 2008) (Freie Wähler)

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
42,6 %
19,0 %
21,5 %
6,2 %
1,9 %
8,8 %
Z.TIR
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,9 %p
-3,3 %p
+0,5 %p
+1,1 %p
-1,2 %p
+8,8 %p
Z.TIR
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Ergebnis der Kreistagswahl am 16. März 2014:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde 1974 neu geschaffen. Der goldene Löwe auf schwarzem Grund weist zum einen auf die rheinpfälzischen Kurfürsten und auf das ihnen gehörende Land in Bayern, die Oberpfalz hin. Zum anderen zeigt der Löwe aber auch die Entwicklung des Stiftlandes Waldsassen, die von der eigenständigen Reichsabtei zur Kurpfalz und zum Bezirksamt Tirschenreuth führte.

Der Rumpf des Drachen, der als Ganzes ein Teil des Wappens des Klosters Waldsassen war, weist auf die Markgrafen der Diepoldinger hin. Nach offiziöser Deutung soll der abgeschnittene Drache auch ausdrücken, dass dem Stiftland wesentliche Rechte beschnitten wurden, als es vom Reichsstift zu einem oberpfälzischen Landsassen herabgewürdigt wurde.[5] Tatsächlich steht der Drache aber erst seit 1974, als der „Leuchtenberger Balken“ in das Hoheitszeichen aufgenommen wurde (siehe folgender Absatz), in dieser „geminderten“ Form im Wappen des nunmehrigen Großlandkreises. Zuvor war er „ungemindert“ (vollständig) im Kreiswappen enthalten.[6][7] Schließlich erinnert die rot-silberne Farbkombination dieses hinteren Wappenfeldes auch an die reichsunmittelbare Stellung des Klosters Waldsassen während der Stauferherrschaft.

Der blaue Balken im weißen Feld weist auf die Landgrafen von Leuchtenberg hin. Einige ehemals (bis 1283) ihnen gehörende Gebietsteile, nämlich das einstige Amt Waldeck mit Kemnath, kamen bei der Gebietsreform 1972 zum neuen Landkreis Tirschenreuth. Doch verfügten die Leuchtenberger damals auch im Waldsassener Raum über mehrere Lehen. Somit steht der „Leuchtenberger Balken“ für die ehemals zum Kreis Kemnath gehörenden Teile des nunmehrigen Großlandkreises Tirschenreuth, ist aber zugleich ein integrierendes Symbol für den vergrößerten Kreis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten Museen im Landkreis sind das Stiftlandmuseum in Waldsassen, das Oberpfälzer Fischereimuseum in Tirschenreuth und das Deutsche Knopfmuseum in Bärnau.

Exponate aus der Geschichte des regionalen Bergbaus sowie aus der geologischen und wirtschaftlichen Vergangenheit der Stadt Erbendorf zeigt das Bergbau- und Heimatmuseum Erbendorf. Einen Einblick in die Geschichte des Porzellans in der Region gibt seit Januar 2010 das Museum Mitterteich – Porzellan, Glas, Handwerk.

Weitere Museen sind das Mineralien-Museum in Mähring, das Glasschmelzofenbau- und Glasmuseum in Plößberg, das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in Kemnath und das Museumsquartier Tirschenreuth.[8]

Seit dem 1. August 2011 ist auch der Geschichtspark Bärnau-Tachov geöffnet, in dem man die Siedlungsgeschichte und den Alltag des 9. bis 13. Jahrhunderts erfahren kann.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzfigur Waldsassen Ignorant
Der Schmied von Mitterteich

Naturschönheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Oberpfalzturm im Steinwald
Teiche Tirschenreuth

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2015[1])

Städte

  1. Bärnau (3227)
  2. Erbendorf (5150)
  3. Kemnath (5399)
  4. Mitterteich (6634)
  5. Tirschenreuth (8899)
  6. Waldershof (4284)
  7. Waldsassen (6741)

Märkte

  1. Falkenberg (940)
  2. Fuchsmühl (1620)
  3. Konnersreuth (1805)
  4. Mähring (1830)
  5. Neualbenreuth (1372)
  6. Plößberg (3294)
  7. Wiesau (4115)
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienMunicipalities in TIR.svg
Über dieses Bild

Gemeinden

  1. Brand (1180)
  2. Ebnath (1293)
  3. Friedenfels (1263)
  4. Immenreuth (1885)
  5. Kastl (1393)
  6. Krummennaab (1473)
  7. Kulmain (2272)
  8. Leonberg (1015)
  9. Neusorg (1931)
  10. Pechbrunn (1351)
  11. Pullenreuth (1754)
  12. Reuth b.Erbendorf (1194)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Kemnath
    (Stadt Kemnath und Gemeinde Kastl)
  2. Krummennaab
    (Gemeinden Krummennaab und Reuth b.Erbendorf)
  3. Mitterteich
    (Stadt Mitterteich und Gemeinden Leonberg und Pechbrunn)
  4. Neusorg
    (Gemeinden Brand, Ebnath, Neusorg und Pullenreuth)
  5. Wiesau
    (Markt Falkenberg und Markt Wiesau)

Gemeindefreies Gebiet (5,18 km²)

  1. Lenauer Forst (5,18 km²)

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es sieben Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, 20 FFH-Gebiete und mindestens 73 vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand April 2016).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen TIR zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Kemnath Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren KA bis UZ und den Zahlen von 1 bis 99.

Seit dem 10. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen KEM (Kemnath) erhältlich.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Frais, bis ins 19. Jahrhundert Gebiet gemischter Gerichtsbarkeit

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unser Landkreis Tirschenreuth / Bayerische Verlagsanstalt Bamberg.
  • Landkreis Tirschenreuth, Hof 1980.
  • Wandern im Landkreis Tirschenreuth, Walter Pilsak, Herausgeber: Landkreis Tirschenreuth 1984.
  • Ingild Janda-Busl: Juden im Landkreis Tirschenreuth, Band 1: Erbendorf und Kemnath. Erich Weiß Verlag, Bamberg 2011, ISBN 978-3-940821-13-3.
  • Ingild Janda-Busl: Juden im Landkreis Tirschenreuth, Band 2: Bärnau und Mitterteich. Erich Weiß Verlag, Bamberg 2012, ISBN 978-3-940821-14-0.
  • Ingild Janda-Busl: Juden im Landkreis Tirschenreuth, Band 3: Waldsassen. Erich Weiß Verlag, Bamberg 2013, ISBN 978-3-940821-27-0.
  • Bernhard Setzwein et al.: Land der tausend Teiche (Bildband), Buch & Kunstverlag Oberpfalz, 1999, ISBN 3-924350-74-4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Tirschenreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 579.
  3. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Alles dreht sich um den Fisch, in Nordbayerischer Kurier vom 3. Mai 2012, S. 31
  5. Informationen des Landkreises zum Wappen
  6. Haus der bayerischen Geschichte: Informationen zum Wappen
  7. Heraldry of the World (englisch)
  8. Der Neue Tag Ausgabe vom 29. Juni 2009