Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen hervorgehoben49.0310.89Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Weißenburg i.Bay.
Fläche: 970,91 km²
Einwohner: 92.331 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Kreisschlüssel: 09 5 77
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 2
91781 Weißenburg
Webpräsenz: www.landkreis-wug.de
Landrat: Gerhard Wägemann (CSU)
Lage des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Landkreisschild (Mai 2012)

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist der südlichste Landkreis des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken. Er entstand 1972 durch die Zusammenlegung der Landkreise Gunzenhausen und Weißenburg, der vorher kreisfreien Stadt Weißenburg und einiger Gemeinden benachbarter Landkreise. Der Landkreis hat etwa 92.000 Einwohner, eine Gesamtfläche von rund 970 Quadratkilometern und gliedert sich in 27 Gemeinden mit fünf Verwaltungsgemeinschaften. Der Landkreis gehört zur Planungsregion Westmittelfranken und ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Südlich von Nürnberg gelegen, bildet die ländlich geprägte Region die Grenze zwischen den Kulturräumen Franken, Schwaben und Altbayern. Die seit der Urzeit bezeugte zentrale Verkehrslage des heutigen Landkreisgebietes ist bis in die Gegenwart geblieben.[2]

Größte Stadt des Landkreises und zugleich Sitz des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen ist Weißenburg in Bayern. Geringfügig kleiner ist die Stadt Gunzenhausen. Seit 2010 verwendet der Landkreis das Motto „Altmühlfranken – der starke Süden“ als Werbung für die Region.[3] Durch den Naturpark Altmühltal und das Fränkische Seenland konnte im Landkreis ein touristischer Aufschwung beobachtet werden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Lage und Landschaftsbild[Bearbeiten]

Luftaufnahme des Brombachsees mit Ramsberg
Landschaft nahe Eggenthal
Mönchswald, April 2015

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt nahe der geographischen Mitte Bayerns im als Altmühlfranken bezeichneten Teil Westmittelfrankens, südlich von Nürnberg, nordwestlich von Ingolstadt, nördlich von Augsburg und südöstlich von Ansbach. Der Landkreis grenzt im Nordwesten an den Landkreis Ansbach, im Nordosten an den Landkreis Roth, beide in Mittelfranken, im Südosten an den oberbayerischen Landkreis Eichstätt und im Südwesten an den schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Selbst Teil der Metropolregion Nürnberg, grenzt der Landkreis im Süden unmittelbar an die Metropolregion München, während im Südwesten unweit die Metropolregion Stuttgart beginnt. Nordöstlich von Haardt schneiden sich im Landkreis der 11. Längengrad und der 49. Breitengrad. Mit der Gemeinde Langenaltheim gehört ihm die südlichste Gemeinde Frankens an.

Das Kreisgebiet hat Anteil an drei Naturräumen: Im Süden erstreckt sich die Fränkische Alb mit ihren Teilgebirgen Weißenburger Alb und Hahnenkamm mit bewaldeten Hochflächen, sie geht im mittleren Teil ins Albvorland über und dieses im Norden in das Mittelfränkische Becken.[4] Vor allem die südliche Hälfte des Kreises ist von einer abwechslungsreichen Berglandschaft geprägt. Im Osten und Süden wird die Region durch die Frankenalb, im Westen durch den Hahnenkamm von den angrenzenden Regionen geographisch geschieden. Im Zentrum des Landkreises liegt eine sich nach Norden öffnende Bucht mit hügeliger Landschaft, in der einige wenige Zeugenberge wie der Flüglinger Berg und der Trommetsheimer Berg stehen.[5] Nördlich der Altmühl beginnt das Absberger Tafelbergland, zwischen Altmühl und Schwäbischer Rezat die Senke der Weißenburger Bucht, an der die Fränkische Alb einen charakteristischen Steilabfall bildet. Dort entspringt die Schwäbische Rezat, die nach Norden hin eine kilometerlange Furche in die Landschaft gegraben hat. Der äußerste Südwesten grenzt ans Nördlinger Ries, Rest eines während des Ries-Ereignisses vor etwa 14,6 Millionen Jahren entstandenen alten Einschlagkraters. Der Nordwesten reicht fast bis ans Umfeld des Hesselbergs; dieser größte Berg im Nachbarlandkreis Ansbach ist in Teilen der westlichen Landkreishälfte sichtbar, während der Schloßberg beim Heidecker Ortsteil Schloßberg im Nachbarlandkreis Roth, dessen Südfuß noch im Kreisgebiet liegt, das Bild des nordöstlichen Kreisgebiets bestimmt.

Weite Teile der Landkreismitte und Anteile des Nordens werden von einer waldlosen Offenlandschaft eingenommen. Nur die Mittelgebirgs-Höhenzüge sind größtenteils bewaldet.[5] Größere Wälder in diesem Gebiet sind der Weißenburger Stadtwald und der Raitenbucher Forst. Im äußersten Norden gibt es westlich bei Pleinfeld Föhren- und Fichtenbestände. Mönchswald und Gräfensteinberger Wald, in denen Nadelwald dominiert, zählen zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Bayerns. Von Ornbau (Landkreis Ansbach) bis Treuchtlingen fließt die Altmühl in breiter Talaue mit wenig Gefälle. Zwischen den in Luftlinie etwa 20 Kilometer entfernten Städten Gunzenhausen (416 Meter über NN) und Treuchtlingen (412 Meter über NN) fällt der Fluss nur um wenige Höhenmeter; damit gehört er zu den trägsten Fließgewässern Europas. Ab Dietfurt in Mittelfranken hat die Altmühl ein Durchbruchstal durch die Fränkische Alb gegraben. Neben den von Gewässern durchflossenen Tälern gibt es in diesem verkarsteten Mittelgebirge Trockentäler wie das Laubental und das Heuberger Tal.

Der Landkreis liegt im nördlichen Teil des Naturparks Altmühltal, der mit rund 3000 Quadratkilometern Fläche einer der größten Naturparks Deutschlands ist.[6] Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es etliche Steinerne Rinnen, zum Beispiel bei Hechlingen am See, Oberweiler, Rohrbach, Buckmühle und Kurzenaltheim, er birgt die größte Zahl solcher Naturspiele unter den Landkreisen Deutschlands. Die etwa 150 Meter lange und 0,2 Meter hohe Käsrinne bei Heidenheim und die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn mit 128 Metern Länge und 1,5 Metern Höhe sind die längsten dieser „wachsenden Bäche“ in Bayern.

Der Bund Naturschutz bezeichnet den Landkreis als eine der vielfältigsten Landschaften Europas.[7]

Berge und Erhebungen[Bearbeiten]

Große Teile des Landkreises, besonders im Süden und Osten, sind von Hochebenen und der Schichtstufenlandschaft der Mittelgebirge geprägt. Im Norden liegt bei Kalbensteinberg und Absberg das Spalter Hügelland.[4] Nördlich der Alb gibt es mehrere Zeugenberge und besonders entlang des Albtraufs große Erhebungen. Die höchste des Landkreises ist der 656,4 m ü. NHN hohe Dürrenberg bei Heidenheim. Er ist zugleich die höchste Erhebung der Frankenalb, des Hahnenkamms und die zweithöchste Mittelfrankens. Die nächstniedrigeren Berge im Landkreisgebiet sind der Efferaberg (645,2 m), der Spielberg (642,4 m), der Laubbichel (635,7 m), der Hörlesbuck (634,7 m), der Steinbühl (632,1 m), der Gelbe Berg (628,4 m), der Gemeindeberg (622,8 m) und der Wülzburger Berg (620 m). Die Nordost-Bastion der Festung Wülzburg auf der Bergspitze des Wülzburger Berges erreicht die Höhe von 643,8 m ü. NHN.[8] Mit 634 m ist der Treuchtlinger Stadtteil Auernheim der höchstgelegene Ort Mittelfrankens.[9] Der mit etwa 357 m ü. NHN tiefste Punkt des Landkreises liegt an der Schwäbischen Rezat bei Mackenmühle.[5][10]

Gewässer[Bearbeiten]

Durch den Landkreis fließt von Nordwesten nach Südosten die Altmühl, an der unter anderem die Orte Gunzenhausen, Markt Berolzheim, Treuchtlingen, Solnhofen und Pappenheim liegen.[11] Weitere Flüsse sind die 27,8 Kilometer lange Anlauter, die im Kreis südöstlich unter anderem durch Nennslingen fließt, die 26,6 Kilometer lange Schwäbische Rezat, die auf Nordkurs Weißenburg, Ellingen und Pleinfeld durchfließt, sowie die 24,1 Kilometer lange Westliche Rohrach, die im Kreis durch Heidenheim und Polsingen südwärts zieht.[11] Größere Fließgewässer sind weiterhin der Felchbach (12,7 Kilometer), der Wurmbach (13,5 Kilometer), der Banzerbach (9,5 Kilometer), die Schambach (14,2 Kilometer), die Östliche Rohrach (12 Kilometer), der Möhrenbach (19,1 Kilometer) und der Brombach (11,5 Kilometer).

Künstliche Gewässer sind der Altmühlüberleiter (erbaut von 1976 bis 1978), der Altmühlzuleiter (erbaut in den 1970ern) und die Fossa Carolina, die um 793 Karl der Große bauen ließ. Etliche Weiher wie der Eichenberger Weiher, der Haundorfer Weiher und der Schnackenweiher prägen die Landschaft nördlich des Albrandes.

Die Europäische Hauptwasserscheide trennt im Landkreis die Flusssysteme von Rhein im nördlichen und Donau im südlichen Teil des Landkreises.[11] Direkt auf der Wasserscheide und damit hydrologisch gesehen „zweigeteilt“ sind im Kreisgebiet Geyern, Oberhochstatt, Haardt, Hagenau, Grönhart, Kattenhochstatt und Gräfensteinberg. Der südlichste Punkt des bayerischen Abschnitts der rhenanisch-danubischen Wasserscheide im Norden des Donaulaufes liegt im Raum Treuchtlingen nahe der Fossa Carolina. Ein häufig erwähntes Kuriosum ist das Gebäude Bergener Str. 4 in Geyern, das genau auf der Wasserscheide steht. Bis zur Sanierung der Dachrinnen 1996 floss das Regenwasser auf der Südseite zur Nordsee und auf der Nordseite zur Anlauter und damit in Richtung Schwarzes Meer.

Im Zuge der Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals und zur Wasserversorgung des wasserarmen Nordbayern sowie zur Naherholung und für den Fremdenverkehr wurden ab den 1970er Jahren mehrere Stauseen des Fränkischen Seenlandes geschaffen. Auch einige kleinere Seen, die nichts mit der wasserwirtschaftlichen Aufgabe der Seen zu tun haben, werden aus touristischen Zwecken dem Seenland zugeordnet. Neben dem Rothsee (Landkreis Roth) und dem Dennenloher See (Landkreis Ansbach) liegen folgende Seen des Fränkischen Seenlands auf dem Landkreisgebiet:[12]

See Erbauung Fläche Stauraum Besonderheiten Bild
Großer Brombachsee 1983–1999 8,7 km² 136,6 Mio. m³ Der Große Brombachsee ist der größte See des Seenlands. Zu den Freizeitangeboten zählen unter anderem Wassersport mit Baden, Segeln, Windsurfen, Kitesurfen und Rundfahrten mit dem Trimaran MS Brombachsee. Sandstrand und Yachthafen bei Absberg
Altmühlsee 1976–1985 2,5 km² 13,8 Mio. m³ Mit einer Kronenlänge von 12,5 Kilometern hat der ausgedehnte und flache Altmühlsee den längsten Staudamm Deutschlands. Bei Hochwasser wird das überschüssige Wasser der Altmühl über den Altmühlzuleiter in den See eingespeist; der Altmühlüberleiter entwässert ihn in den Kleinen Brombachsee. Fast die Hälfte des Sees ist Naturschutzgebiet. Algen siedelten sich im See an, zur Bekämpfung wurde beispielsweise die landwirtschaftliche Bodennutzung in der Region angepasst.[13] der Altmühlsee bei Gunzenhausen
Kleiner Brombachsee 1975–1985 2,5 km² 12,9 Mio. m³ Der Kleine Brombachsee ist die westliche Vorsperre des Großen Brombachsees. Sein Wasser erhält er größtenteils über den Altmühlüberleiter vom Altmühlsee. Abgegeben wird das Wasser durch einen im Osten begrenzenden Damm in den wenig tiefer liegenden Großen Brombachsee. Die Echse von Christian Rösner am Ufer des Kleinen Brombachsees
Igelsbachsee 1979–1985 0,9 km² 4,4 Mio. m³ Der Igelsbachsee ist die westnordwestliche Vorsperre des etwas tiefer liegenden Großen Brombachsees. Er wird vom namensgebenden Igelsbach gespeist. Der Igelsbachsee bei Enderndorf
Hahnenkammsee 1975–1977 0,23 km² 0,5 Mio. m³ Der Hahnenkammsee ist der älteste und kleinste Stausee des Fränkischen Seenlandes. Zwar hat er nichts mit der wasserwirtschaftlichen Aufgabe des Seenlands zu tun, zählt aber touristisch und administrativ zum Seenland. Er wurde wesentlich früher als die anderen Seen aufgestaut, zum Ausgleich für die im Zuge der Flurbereinigung verlorenen Retentionsflächen und als Erholungssee. Der See ist bekannt für seine reichen Fischbestände. Mitteldamm des Hahnenkammsees

Klima und Wassermangel[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Weißenburg

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat ein humides warmgemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ist. Im Landkreises ist das Wetter im Flachland und im Gebirge oft unterschiedlich. Die Hochlagen sind meist kälter und windiger als die niederen, der Schnee fällt früher und bleibt länger liegen; der Frühling hält oben etwa fünf bis acht Tage später Einzug als etwa im tiefer gelegenen Weißenburg.[14] Durch die abschirmende Wirkung der Mittelgebirge sind einige Gegenden des Landkreises niederschlagsärmer als die Nachbarregionen. Hinzu kommt im östlichen Jura oder im Hahnenkamm, dass der Kalk-Untergrund dort verkarstet und die Landschaft deshalb sehr trocken und wasserarm ist.

Deshalb konnten manche Orte wie etwa Auernheim bis zum Anschluss an das öffentliche Wassernetz ihren Wasserbedarf nur über Zisternen decken.[15] Kattenhochstatt, das auf der Wasserscheide liegt, von der das Wasser schnell abfließt, litt besonders an Wassermangel. Auf den Albhochflächen im Osten des Landkreises gibt es auf den Sandstein- oder klüftigen Jurakalkböden weithin gar keine Fließgewässer. Die Siedlungen versorgten sich deshalb früher aus zahlreichen mit Lehm ausgekleidete Weihern, Zisternen und sehr tiefen Brunnen mit Wasser. Im Gegensatz dazu führt die Altmühl im Westen des Kreises häufig Hochwasser, weil starke Niederschläge durch das oft sehr geringe Gefälle des Tals nur langsam abfließen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden nach und nach zahlreiche Quellen wie etwa die Steinriegelquelle oder die Hirschspring-Quelle für die Wasserentnahme erschlossen. Sie speisen mit ihrer Schüttung das öffentliche Wassernetz, an das die Dörfer angeschlossen sind. Der frühere Wassermangel ist seitdem für die Anwohner Vergangenheit.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Biberdamm am in diesem Teil des Flusses als Buxbach bezeichneten Banzerbach bei Veitserlbach

Die Flora des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen ist, wie für den süddeutschen Raum typisch, von Laub- und Nadelwäldern bestimmt; weite Teile des Landkreises liegen in einer weiten Offenlandschaft mit Wiesen, Äckern und nur wenigen Einzelbäumen. Weit verbreitet sind Mager- und Trockenrasen, ein extensiv genutztes Grünland an besonders nährstoffarmen, „mageren“ oder trockenen Standorten. Der Landkreis weist gebietsweise für Süddeutschland einzigartige Sandlebensräume auf, die als Sandachse Franken geschützt sind.[16]

In den Wäldern leben, wie in anderen Teilen Deutschlands, nur noch relativ wenige Großtierarten. Es gibt hier unter anderem verschiedene Marderarten, Dam- und Rothirsche, Rehe sowie Wildschweine und Füchse. Entlang vieler Flüsse breiten sich mehr und mehr Biber aus, die Schäden in der Landwirtschaft verursachen, weshalb der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ehrenamtliche „Biberberater“ zur Verfügung stellt.[17] Die Vogelfreistätte Flachwasser- und Inselzone im Altmühlsee ist Quartier von bis zu 200 Vogelarten, im März 2015 wurden unter anderem Nilgänse, Mäusebussarde und Mittelmeermöwen beobachtet.[18] In den Gewässern des Landkreises gedeihen eine Vielzahl von in Mitteleuropa vorkommenden Fischarten wie Aale, Hechte, Zander, Seeforellen, Regenbogenforellen, Welse und Friedfische wie Karpfen, Schleien, Rotaugen, Rotfedern und Brachsen. Über das Altmühlwasser gelangen diese Fischarten auch in die Stauseen des Fränkischen Seenlands. Während sich im Brombachsee eine stabile Flussbarschpopulation gebildet hat, ist die Anzahl der gefangenen Hechte über einen Meter Länge aufgrund des hohen Angeldrucks rückläufig.

Geologie und Fossilien[Bearbeiten]

Schädel und vordere Halswirbelsäule von Plateosaurus engelhardti, wahrscheinlich die Kopie eines Skeletts aus Ellingen
Das sogenannte Londoner Exemplar von Archaeopteryx (hier eine Kopie) stammt aus dem Steinbruch Langenaltheim, westlich von Solnhofen

Der oberflächennahe Untergrund des Landkreises besteht überwiegend aus ungefalteten mesozoischen Gesteinen des Süddeutschen Schichtstufenlands.[19] Es dominieren Jura-Ablagerungen der Fränkischen Alb. Während des Weißen Juras lag das heutige Kreisgebiet größtenteils im Bereich des Randmeers des westlichen Tethys-Ozeans. Dieser flache Meeresbereich war durch mächtige Schwammriffe und Lagunen gegliedert, in denen Kalk- und Dolomitsteine abgelagert wurden. Die Ablagerungen der Riffkörper und die feinkörnigen Lagunenkalke und -kalkmergel bilden den Großteil der Fränkischen Alb.[20] Durch das Absinken des Meeresspiegels gegen Ende des Oberen Juras wurden größere Flächen zu Beginn der folgenden Kreidezeit zunächst wieder Festland. Im Verlauf der Oberkreide stieß das Meer erneut bis in den Bereich der Fränkischen Alb vor. Zum Ende der Oberkreide zog es sich endgültig aus der Region zurück.[20] Weite Teile Süd- und Mitteldeutschlands wurden als Fernwirkung der Heraushebung der Alpen im Tertiär tektonisch beeinflusst und in Hoch- und Tiefschollen zerlegt.

Während die Südhälfte des Kreisgebiets vom Malm der Mittelgebirge geprägt wird, herrschen im Kreiszentrum Lias und Dogger-Sedimente vor sowie entlang der Altmühl und im Weißenburger Becken Löss, Lehm und pleistozäner Flussschotter und -sand. Im Norden hingegen dominiert der Sandstein-Keuper des Fränkischen Keuper-Lias-Lands. Im äußersten Süden und Südwesten des Kreisgebietes sind im Untergrund Auswurfmassen und Sedimente der Kraterfüllung des Ries-Impakts zu finden. Holozäne Flussablagerungen befinden sich im Raum Treuchtlingen sowie entlang der Altmühl und am Brombachsee.[21] Zu den geologisch jüngsten Bildungen zählen die Steinernen Rinnen oder „wachsenden Bäche“, die im Verbreitungsgebiet der Karbonatgesteine unter günstigen Umständen entstanden sind.

In der Region um Langenaltheim und Solnhofen kommt der Solnhofener Plattenkalk vor, eine lithostratigraphische Gesteinseinheit der für seine Fossil-Einschlüsse bekannten Solnhofen-Formation (Weißer Jura). Die vorwiegend hellen, gelblichen Gesteine des Weißen Juras werden an verschiedenen Stellen abgebaut. Andere im Landkreis abgebaute Kalkgesteine des oberen Malms werden hingegen mit dem Handelsnamen Jura-Marmor vertrieben.

Im mittleren Keuper kam eine der bekanntesten und häufigsten Dinosaurierarten Mitteleuropas vor: Plateosaurus engelhardti, ein früher Vertreter der Sauropodomorpha, von dem es in Ellingen eine bedeutende Fundstelle gibt.[22] Weitaus berühmter ist der Urvogel Archaeopteryx, der unter anderem in der Fossilfundstätte Solnhofen gefunden wurde. In den sehr feinkörnigen, laminierten lagunären Kalksteinen sind unter anderem der Archaeopteryx, der Flugsaurier Pterodactylus, der Theropoda Compsognathus, sechs Gattungen von Flugsauriern, verschiedene Schildkröten und Knochenfische, zahlreiche Wirbellose, wie beispielsweise Haarsterne und Libellen, extrem detailliert überliefert. Zwei Exemplare des Archaeopteryx sind im Solnhofener Bürgermeister-Müller-Museum ausgestellt.

Geotope, Natur- und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

Der Märzenbecher (Leucojum vernum), aufgenommen im Märzenbecherwald nahe Ettenstatt
Zwölf-Apostel-Felsen im Altmühltal

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind 13 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 551,57 Hektar ausgewiesen.[23] Das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Flachwasser- und Inselzone im Altmühlsee mit der Inselgruppe „Vogelinsel“ wird jedes Jahr von über 200 Vogelarten aufgesucht und ist mit 202 Hektar Fläche das größte unter Naturschutz stehende Feuchtgebiet im Landkreis. Das Schambachried gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Mittelfrankens. Im Märzenbecherwald bei Ettenstatt verwandelt der seltene Märzenbecher, der das Wappen der Gemeinde Ettenstatt ziert, im Frühling den Waldboden in einen weißen Teppich. Andere unter Naturschutz stehende Waldgebiete sind der Auwald bei Westheim und der Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch bei Rothenstein. Das Naturschutzgebiet Grafenmühle am Südufer des Großen Brombachsees umfasst zwar Trockenwälder, aber das Niedermoor und die flache Uferzone gaben den Ausschlag für die Ernennung zum Naturschutzgebiet. Vom Südufer des Kleinen Brombachsees aus ragt die geschützte Halbinsel im Kleinen Brombachsee in ihn hinein. Nördlich von Niederhofen liegen die geschützten Magerrasen des Naturschutzgebietes Quellhorizonte und Magerrasen am Albtrauf bei Niederhofen. Weitere Naturschutzgebiete sind das Brombachmoor, das letzte naturnah erhaltene Gebiet des Brombachtals, die landschaftsprägenden Zwölf-Apostel-Felsen, die Buchleite bei Markt Berolzheim, die Stauwurzel des Igelsbachsees, das Naturschutzgebiet Sägmühle und die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn. Im Landkreis befinden sich 48 (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope. Darunter gehören die Fossa Carolina, der Zwölf-Apostel-Felsen und die Fossilfundstelle Solnhofener Plattenkalke, die aufgrund ihrer Schönheit und Seltenheit zu den schönsten Geotopen Bayerns gehören.

Die Naturschutzgebiete Schambachried, Auwald bei Westheim und der Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch bei Rothenstein sind zusätzlich als Fauna-Flora-Habitate (FFH-Gebiete)[24] der Europäischen Union ausgewiesen, um wildlebenden Arten besseren Schutz zu gewähren, ihre Lebensräume zu erhalten und deren europaweite Vernetzung zu sichern. Zu den Naturdenkmälern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehören neben über 80 Einzelbäume, hauptsächlich Linden, auch mehrere Feuchtgebiete, Wälder und die Fossa Carolina.[25]

Zu den Landschaftsschutzgebieten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zählen die Schutzgebiete „Südhang Absberg“ (16,40 Hektar), „Kleiner Brombachsee“ (362,45 Hektar) und die insgesamt 1.633 Quadratkilometer große „Schutzzone im Naturpark Altmühltal“, die im Landkreis eine Fläche von 372,3 Quadratkilometern einnimmt.[26] Teilweise auf dem Landkreisgebiet liegen das insgesamt 145,5 Quadratkilometer große Schutzgebiet „Südliches Mittelfränkisches Becken westlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Spalter Hügelland, Abenberger Hügelgruppe und Heidenberg“, kurz „LSG West“, sowie das insgesamt 253,5 Quadratkilometer große Schutzgebiet „Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Vorland der Mittleren Frankenalb“, kurz „LSG Ost“, die zwei je 0,76 Hektar große Flächen im Landkreisgebiet einnehmen.[27] Teile des Landkreises, etwa entlang der Altmühl, sind als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.[28]

Der überwiegende Teil des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen gehört zum 1969 gegründeten Naturpark Altmühltal. Den Naturpark prägt die Mittelgebirgslandschaft der Südlichen Frankenalb. Deren typische Landschaftsmerkmale sind Trockenrasen, Wacholderheiden, Feuchtwiesen und Steinbrüche.

Ausdehnung und Flächennutzung[Bearbeiten]

Fläche Anteil Flächenart
44,19 km² 4,6 % Gebäude, Freifläche
7,23 km² 0,7 % Betrieb
4,38 km² 0,5 % Erholung
57,3 km² 5,9 % Verkehr
499,6 km² 51,5 % Landwirtschaft
325,7 km² 33,5 % Wald
27,31 km² 2,8 % Wasser
5,21 km² 0,5 % Sonstiges

Mit 970,91 Quadratkilometern liegt der Landkreis nach der Fläche im Mittelfeld der bayerischen Landkreise. Flächengrößte Gemeinde des Landkreises ist Treuchtlingen, flächenkleinste Muhr am See. Die Landkreisgrenze ist rund 238,7 Kilometer lang.[10] Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung liegt bei rund 37,7 Kilometern; die größte West-Ost-Ausdehnung bei rund 42 Kilometern.[10] Die Landkreisfläche teilte sich 2012 wie in der rechten Tabelle angegeben auf:[29]

Raumplanung[Bearbeiten]

Laut Planungsordnung zur Raumplanung in der Planungsregion Westmittelfranken (Region 8) sind die Städte Weißenburg und Gunzenhausen zwei von insgesamt sechs Mittelzentren Westmittelfrankens.[30] Die Stadt Treuchtlingen ist als ein mögliches Mittelzentrum eingestuft. Einziges Grundzentrum des Landkreises ist Pleinfeld, Kleinzentren sind Nennslingen, Heidenheim, Pappenheim, Markt Berolzheim und Ellingen. Insgesamt gehört der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zum ländlichen Raum.

Bevölkerung und Religion[Bearbeiten]

Eine ehemalige Scheune in Dettenheim wurde 1956 zur Kirche St. Gunthildis umgewidmet, da durch den Zuzug von Heimatvertriebenen eine wachsende katholische Gemeinde in dem eigentlich protestantisch geprägten Dorf entstand. Kirchenpatrozinium ist die hl. Gunthildis, deren Wirkungskreis sich im Nachbarort Suffersheim befand.

Am 31. Dezember 2012 lebten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 92.187 Personen, davon 46.552 Frauen (50,5 Prozent). Von der Gesamtbevölkerung war etwa ein Fünftel zwischen 0 und 19 Jahre alt und etwas mehr als ein Viertel älter als 60.[31] 2012 gab es im Landkreisgebiet 655 Geburten, 1.053 Todesfälle, 4.590 Zuzüge und 4.204 Wegzüge. Der Ausländeranteil beträgt 4,7 Prozent.[29] 2005 gab es im Landkreis 25.842 Wohngebäude mit 41.776 Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche betrug 4.260.621 Quadratmeter, was einer Wohnfläche von durchschnittlich 45,01 Quadratmetern pro Person entspricht. Dieser Wert liegt leicht über dem bayerischen Durchschnitt von 42 Quadratmetern pro Person.[32] Das Durchschnittsalter betrug 2011 43,8 Jahre und ist seit 2001 um 3,2 Jahre angestiegen.[33]

Mit etwa rund 92.000 Einwohnern liegt der Landkreis grob im Mittelfeld der bayerischen Landkreise. Größter Ort im Landkreis ist Weißenburg mit 17.732 Einwohnern, gefolgt von Gunzenhausen mit 16.222. Weitere größere Orte sind Treuchtlingen und Pleinfeld. Kleinste Gemeinde im Landkreis ist Gnotzheim mit 832 Einwohnern. Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von etwa 95 Einwohnern pro Quadratkilometer, womit der Landkreis zu den weniger besiedelten Regionen Bayerns zählt (Vergleich: Schnitt Bayern 179 Einwohner pro Quadratkilometer). Bevölkerungsschwerpunkte liegen entlang der Altmühl und der Schwäbischen Rezat. Etwa die Hälfte der Landkreisbevölkerung lebt in den drei größten Städten Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen.

Weite Teile des Landkreises sind, wie in fast ganz Mittelfranken, mehrheitlich protestantisch geprägt.[34] Die konfessionelle Ausrichtung spiegelt bis in die Gegenwart die territoriale Struktur zur Zeit des Fränkischen Reichskreises wider. So sind Gebiete, die im ehemaligen Einflussgebiet des Hochstifts Eichstätt oder des Deutschen Ordens lagen, katholisch geprägt. Andererseits sind die ehemaligen Territorien der Reichsstadt Weißenburg, der Pappenheimer Marschälle und des Fürstentums Ansbach lutherisch geprägt. Spätere geschichtliche Ereignisse wie die Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg und die zunehmende Mobilität verwischen zunehmend die Konfessionsgrenzen.

Am Stichtag 9. Mai 2011 stand eine evangelisch-lutherische Mehrheit von 55,6 Prozent etwa 29,0 Prozent Katholiken gegenüber. Die evangelische Bevölkerung gehört zu den Dekanaten Gunzenhausen und Heidenheim im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg sowie zum Evangelisch-Lutherischen Dekanat Weißenburg und zum Evangelisch-Lutherischen Dekanat Pappenheim im Kirchenkreis Nürnberg. Die katholischen Pfarrgemeindemitglieder gehören dem Dekanat Weißenburg-Wemding im Bistum Eichstätt an. In Weißenburg existiert eine evangelisch-methodistische Gemeinde. Eine Mehrheit von Katholiken gegenüber Protestanten besteht im Landkreis nur in Pleinfeld, Gnotzheim, Ellingen und Raitenbuch.[35] Nach Artikel 1 des bayerischen Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage ist in diesen Gemeinden Mariä Himmelfahrt (15. August) Feiertag.[36]

Von wachsender Bedeutung ist durch den Zuzug von Gastarbeitern und Migranten der Islam. In Weißenburg existiert eine muslimische Gemeinde, die der DİTİB nahe steht. Die Pappenheimer Moschee ist in Bayern neben München ein Zentrum der radikal-moslemischen Tablighi Jamaat.[37] Weitere Moscheen gibt es in Treuchtlingen und Gunzenhausen. Historisch war das heutige Kreisgebiet eine stark jüdisch geprägte Region, heute gibt es keine jüdischen Gemeinden mehr. 1987 lebten im Kreisgebiet noch insgesamt 10 Personen mit jüdischer Religionszugehörigkeit.[38] 2011 gehörten 15 Prozent der Bewohner keiner oder einer Glaubensgemeinschaft außerhalb der evangelischen und katholischen Kirche an.[38]

Orte und Etymologie[Bearbeiten]

„Stadtcharakter“: Verkehr auf dem Gunzenhäuser Marktplatz
Böschleinsmühle bei Pleinfeld: exemplarisch für viele Einöden und Kleinstsiedlungen auf Landkreisgebiet

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es laut Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 333 amtlich benannte Orte;[39] laut Statistik des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sind es 298 Orte.[40] Davon hatten bis zum späten 19. Jahrhundert nur Gunzenhausen und Weißenburg einen ausgeprägten Stadtcharakter, später kam Treuchtlingen hinzu. Die meisten anderen Orte blieben mehr oder minder ländlich. Ellingen mit seinen barocken Bauten und Pappenheim mit seiner planvollen, mittelalterlichen Stadtanlage sind erwähnenswert.[41] Auffällig ist die recht hohe Zahl (etwa ein Drittel der Orte) an Einöden mit meist nur einem Wohngebäude im Landkreis.[39] So reiht sich entlang der Mühlenstraße nördlich von Pleinfeld zwischen Ketschenmühle im Süden und Heinzenmühle im Norden etwa ein Dutzend Einöden aneinander. Zu den abgegangenen Orten zählen etwa Leonhardsruh nahe Gunzenhausen, ein Beispiel für einen Ort, der durch städtische Überbauung verschwand, und Öfeleinsmühle, exemplarisch für über ein Dutzend Einöden, die aufgrund der Flutung des Fränkischen Seenlands abgerissen werden mussten. Andere Orte wie Furthmühle und Langweidmühle wurden nach der Flutung an neuer Stelle wiedererrichtet.

Nach dem Historischen Atlas von Bayern, Band Gunzenhausen-Weissenburg, dessen Untersuchungsgebiet annähernd das Gebiet des heutigen Landkreises abdeckt, gab es 1792 vier Städte (Weißenburg, Gunzenhausen, Ellingen, Pappenheim) und sieben Märkte mit mehr als 100 Anwesen (Absberg, Altenmuhr, Berolzheim, Gnotzheim, Heidenheim, Pleinfeld, Treuchtlingen). Daneben gab es 15 Dörfer mit mehr als 75 (vorwiegend entlang der Altmühl und im Hahnenkamm), 72 Dörfer mit mehr als 20, 67 Dörfer und Weiler zwischen 5 und 20 sowie 164 Kleinsiedlungen mit unter fünf Anwesen.[42]

Während es Orte gibt, deren Ortsnamen in Mitteleuropa einmalig sind, ist auf Landkreisgebiet die Gemeinde Bergen ein Beispiel für einen Ortsnamen, den es dutzende andere Male in Europa gibt, beispielsweise sind Bergen auf Rügen, Bergen bei Neuburg, Bergen im Chiemgau und die norwegische Großstadt Bergen Namensvettern. Zur Unterscheidung tragen einige Orte einen Namenszusatz, so etwa Weißenburg in Bayern, Gundelsheim an der Altmühl, Haag bei Treuchtlingen, Dietfurt in Mittelfranken, Reuth am Wald oder Reuth unter Neuhaus. Es gibt jedoch Ortsnamen, die mehrmals innerhalb des Landkreises auftauchen. So existieren im Kreisgebiet mehrere Orte namens Fuchsmühle, Geislohe, Gundelsheim, Kohlmühle, Neuherberg, Reuth, Sägmühle, Zollmühle und Ziegelhütte.[39] Viele Ortsnamen verweisen auf ihre geographische Lage, so etwa Orte mit den Endungen „-bach“ (Obererlbach, Veitserlbach, Störzelbach), „-berg“ (Wehlenberg, Oberappenberg, Büchelberg), „-feld“ (Ottmarsfeld, Edersfeld, Pfraunfeld), „-bronn“ (Büttelbronn, Wolfsbronn) und so weiter. Insgesamt 68 Orte mit der Endung „-mühle“ gingen aus Wasser-, Papier- und Sägmühlen hervor.[39] Orte mit der Endung „-heim“ (Ostheim, Ehlheim, Sammenheim), „-hausen“ (Weiboldshausen, Dornhausen, Thannhausen), „-ing“ (Walting) oder „-ingen“ (Hüssingen, Rehlingen, Eßlingen) hingegen sind ein Verweis für eine Ortsgründung in der Völkerwanderungszeit, insbesondere während der Fränkischen Landnahme zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert.

Jedoch gibt es spätere Ortsgründungen, so sind Haardt und Neudorf um 1300 entstandene Rodungssiedlungen während Rothenstein sich erst während des 18. Jahrhunderts entwickelte, Schleifer am Berg erst um 1850.

Geschichte[Bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen gibt es Spuren menschlicher Besiedlung entlang der Mittelgebirge seit der Mittel- und Jungsteinzeit,[43] davon zeugen zahlreiche Freilandstationen und Grabhügel, etwa nahe der Alten Bürg.[44] Vielerorts wurden Einzelfunde von neolithischen Steinbeilen gemacht. Im Mittelneolithikum siedelten sich Menschen der Rössener und bandkeramischen Kultur, aus dem Donauraum kommend, an.[45] Aus der Bronzezeit stammen zahlreiche Gräber, beispielsweise nahe Wettelsheim und Polsingen. Das größte frühbronzezeitliche Kollektivgrab findet sich in Treuchtlingen-Wettelsheim, Grab 6, wo mindestens 15 Menschen in einer Steinkammer bestattet wurden.[46]

Funde, beispielsweise Ringschmuck oder Pfeilköcher, gibt es aus der Hallstattzeit,[47] wobei in der jüngeren Hallstattzeit Funde spärlicher sind, was auf eine geringere Besiedlung oder einer Siedlungsunterbrechung hindeutet.[43] Siedlungen, wie etwa auf dem Gelben Berg, wurden in der Urnenfelderzeit etwa vom 10. bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. sowie in der späten Hallstattzeit im 6. Jahrhundert v. Chr. mit Mauern befestigt.[48] Auch zahlreiche andere urgeschichtliche Siedlungen, die oftmals zu Bodendenkmälern erklärt wurden, zeugen von der Besiedlungsgeschichte der Region über die Jahrtausende, vielerorts sind sie nur im Luftbild sichtbar. Von der Anwesenheit der Kelten insbesondere in der Latènezeit zeugen Grabhügel, Viereckschanzen und Abschnittswälle.[49] Die Kelten flüchteten bei Ankunft der Römer auf Höhensiedlungen.

Römer[Bearbeiten]

Limes-Wachposten bei Gunzenhausen

15 v. Chr. wurde die römische Provinz Raetia eingerichtet. Unter Commodus begann der Bau des Limes, den er durch ein ausgebautes Straßennetz und Kastelle sichern ließ, wie die Biriciana bei Weißenburg, ein Alenlager von knapp 3 Hektar Fläche. Mitte des 2. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein gemauertes Steinkastell mit 3,1 Hektar Fläche. Bei Burgsalach entstand mit dem dortigen Kleinkastell „In der Harlach“ eines der außergewöhnlichsten Bauwerke am Limes. Diese Bauart ist in Mitteleuropa einzigartig und gibt es nur noch in Nordafrika.[50] Fundstücke aus der Römerzeit sind ein römischer Paradehelm aus Theilenhofen und mehrere Götterstatuen des Weißenburger Römerschatzes.

Alamannen, Franken[Bearbeiten]

Wohl um 253 zogen sich die Römer im Zuge der Alamanneneinfälle zurück. Bei Dittenheim befand sich zur Kontrolle der Region eine alamannische Höhenburg, die Gelbe Bürg.[51]

Merowingerzeitliche Grabbeigaben, Westheim

Aus merowingischer Zeit stammen der Reihengräberfriedhof von Westheim[52] und das Gräberfeld von Weißenburg, das größte seiner Art in Mittelfranken.[53] Für diese Zeit ist eine elbgermanische Besiedlung nachgewiesen. Dort wurden zahlreiche Grabbeigaben, beispielsweise Schmuck und Überreste von Waffen, gefunden.

Aufgrund der Fränkischen Landnahme wurde das spätere Kreisgebiet als Teil des Sualafeldgaus zum Grenzraum von Franken, Bayern und Schwaben.[54] Die Schwäbische Rezat bildete in diesem Gebiet die Grenze zwischen Sualfeldgau und Nordgau. Das Christentum breitete sich nach Gründung des Bistums Eichstätt unter den Heiligen Walburga, Sola und Wunibald durch Gründungen von Klöstern wie Solnhofen (761), Gunzenhausen (vor 823) und Heidenheim (752) aus. In dieser Zeit wurden die ersten Ortschaften im späteren Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt, wie Trommetsheim (750), Bubenheim (792), Gunzenhausen (823), Weißenburg (867), Altenmuhr (888), Bieswang (889) und Ettenstatt (985). In dieser Zeit entstand der erste Ortsadel, der oftmals bald wieder erlosch.[55] In Weißenburg entstand einer der ersten Königshöfe. Etwa zur gleichen Zeit wurde unter Karl dem Großen versucht, eine schiffbare Verbindung zwischen Altmühl und Schwäbischer Rezat und damit zwischen Rhein und Donau herzustellen.[56] Sie war Vorläuferin des Ludwig-Donau-Main-Kanals und des Main-Donau-Kanals. Ob die Fossa Carolina je fertiggestellt wurde, ist umstritten.

Hoch- und Spätmittelalter, Freie Reichsstadt[Bearbeiten]

Die Burg Hohentrüdingen, einst die größte hochmittelalterliche Befestigungsanlage zwischen mittlerer Wörnitz und Altmühl, wurde Ende des 11. Jahrhunderts von den Reichsgrafen von Truhendingen erbaut. Der Burgfried dient heute als Kirchturm der Hohentrüdinger Dorfkirche.

Die Gemeinden des heutigen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen waren im Laufe des Mittelalters durch das Territorialbestreben kirchlicher und weltlicher Würdenträger auf verschiedene Herrschaftsgebiete aufgeteilt. Die Herrscher und ansässige Adelsfamilien prägten das Gebiet über viele Jahrhunderte mit ihren Burgen und Schlössern, von denen noch einige vollständig, andere als Ruine erhalten sind. Ab dem 9. Jahrhundert wurde die Grafschaft von Lechsgemünd-Graisbach in der Region vorherrschend; deren Territorien fielen nach dem Aussterben dieses Adelsgeschlechts erst den Wittelsbachern und anschließend den Zollern der Burggrafschaft Nürnberg zu. Daraus entwickelte sich später das Hoheitsgebiet der Ansbacher Markgrafen.[57]

Weißenburg entwickelte sich ab dem 13./14. Jahrhundert zur Reichsstadt. Während der bis zum finanziellen Bankrott der Stadt 1481 dauernden Blütezeit Weißenburgs bekam die Stadt bedeutende Waldschenkungen und es entstanden unter anderem die südliche Altstadt und das Rathaus.[58] Der Deutsche Orden in Ellingen, aus einer Spitalstiftung hervorgegangen, entwickelte sich zur Hauptstadt der Deutschordensballei Franken. Vielerorts erwarben Rittergeschlechter Güter, so etwa die Rieter von Kornburg in Kalbensteinberg, die Schenken von Geyern in Geyern, die Truhendinger im Hahnenkammgebiet, die Gundelsheimer in Gundelsheim, die Rechenberger in Ostheim und die Oettinger auf Schloss Spielberg. Das Ministerialgeschlecht der Pappenheimer, erstmals zu Anfang des 12. Jahrhunderts in Erscheinung getreten, führte ab 1420 den Titel Reichserbmarschall und schirmte Franken gegen das Herzogtum Bayern ab. Das Hochstift Eichstätt erwarb ab 1302 das Schloss Sandsee und die Gegend um Pleinfeld.[59] Freidörfer waren im heutigen Kreisgebiet etwa Hechlingen, Auernheim und Nordstetten. Das Kloster Peter und Paul, gegründet vermutlich im 11. Jahrhundert, erwarb in der Region, wie die Klöster Fulda, St. Gallen und Auhausen, zahlreiche Güter.

Der Bayerische Krieg von 1420 bis 1422 war eine Auseinandersetzung zwischen Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt und Heinrich XVI. von Bayern-Landshut. Er zog das untere Altmühltal und den Hahnenkamm schwer in Mitleidenschaft;[60] auf dem Landkreisgebiet wurden etwa Dettenheim, Oberhochstatt und Solnhofen niedergebrannt und Dornhausen weitgehend zerstört.

Viele Ortschaften des Kreises lagen schon im Mittelalter an wichtigen Handelsstraßen. So zog sich der Weißenburger Steig, der spätere Rennweg, von Weißenburg nach Nürnberg. Bereits Martin Luther benutzte auf seiner Rückreise von Rom nach Nürnberg und seiner Hin- und Rückreise zum und vom Augsburger Reichstag diese Route. Zudem lag Weißenburg am Schnittpunkt der Nibelungenstraße von Frankreich nach Südosteuropa und der Bernsteinstraße von Italien nach Norddeutschland. Entlang der Handelswege profitierten die Gemeinden vom Reiseverkehr. Es entstanden Gasthäuser und Zollstationen, die Landesherren errichteten Burgen und Wehranlagen, um die Handelsstraßen zu sichern.

Neuzeit[Bearbeiten]

Fränkischer Reichskreis, Reformation, Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten]

Zerstörung der Burg Absberg am 21. Juli 1523

1512 entstand der Fränkische Reichskreis, in dem unter anderem die Reichsstadt Weißenburg, das Hochstift Eichstätt und die Ansbacher Markgrafen Mitglieder waren. Pappenheim und andere Adelsgeschlechter waren im Gegenzug Mitglied im Fränkischen Ritterkreis; das heutige Kreisgebiet gehörte zum Territorium des Ritterkantons Altmühl. In der Absberger Fehde zerstörte der Schwäbische Bund 1523 mehrere Ritterburgen, deren Besitzer den Raubritter Hans Thomas aus dem Geschlecht der Absberger unterstützten. Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises wurden die Burg Berolzheim und die Burg Absberg vollständig zerstört. Die Zerstörungen sind in den Holzschnitten von 1523 des Hans Wandereisen festgehalten.

Statue von Gottfried Heinrich zu Pappenheim in Treuchtlingen

Das Markgraftum Ansbach setzte Anfang des 16. Jahrhunderts die Reformation durch; die Reichsstadt Weißenburg folgte nach der Unterzeichnung der Confessio Augustana am 15. November 1530. Auch die Erbmarschälle von Pappenheim und der Schenk von Geyern führten im 16. Jahrhundert die neue Lehre ein. Beispielsweise wurde die Reformation in Wengen 1528, in Unterasbach 1529, in Laubenzedel 1532, in Mariabrunn um 1535, in Bergen 1543, in Wachstein 1545 und in Ehlheim 1559 eingeführt. Als katholische Gebiete blieben lediglich die Besitztümer des Deutschen Ritterordens und des Hochstifts Eichstätt übrig. Versuche einer Gegenreformation wurde öfters unternommen, sie scheiterten aber meist. Durch Gottfried Heinrich zu Pappenheim, General der Katholischen Liga, wurde der Ort Treuchtlingen zeitweise wieder katholisch. Konfessionswechsel der vorherrschenden Adelsgeschlechter wurden durch die Markgrafen von Ansbach vereitelt. Vom Bauernaufstand blieb die Region nicht verschont, am 7. Mai 1525 erlitten die aufständischen Bauern eine Niederlage am Rechenberg nahe Ostheim gegen die markgräflichen Truppen Kasimirs. Im 16. Jahrhundert fanden zahlreiche Hinrichtungen vermeintlicher Hexen statt.[61]

Der Dreißigjährige Krieg traf die Region erst ab 1631.[62] In den folgenden Jahren wurden fast alle Dörfer zerstört und gebrandschatzt; die Region wurde entvölkert und von Seuchen, wie der Pest, heimgesucht. Im Laufe des Kriegs wurde beispielsweise die Heilig-Kreuz-Kapelle bei Pfofeld zerstört, der Amtssitz des Deutschordens-Landkomturs in Ellingen und die Burg Pappenheim wurden niedergebrannt. Besonders schwer traf es das Hahnenkammgebiet.[62] Die Truppen von Johann t’Serclaes von Tilly nahmen 1631 die Festung Wülzburg ein, sie wurde kaiserlicher Hauptstützpunkt in der Region.[62]

Danach blühten Handel und Handwerk auf, Häuser wurden wieder aufgebaut und Barockbauten errichtet. Beim Wiederaufbau halfen Exulanten, Glaubensflüchtlinge aus Österreich, die sich in Scharen im Markgraftum Ansbach niederließen und die Region wieder bevölkerten. Während des Spanischen Erbfolgekriegs besetzten französische Truppen Treuchtlingen und Pappenheim und beschädigten die Burg Pappenheim. Zur Verteidigung der Region wurde 1704 die Weißenburger Linie als Landwehr angelegt. Nach dem Verzicht des letzten Ansbacher Markgrafen Karl Alexander auf seine Herrschaft 1792 wurde das ehemalige Markgraftum Ansbach in Preußen eingegliedert.[63] Ende des 18. Jahrhunderts berichtete Johann Kaspar Bundschuh, dass das Altmühltal für seine Wohlhabenheit bekannt sei, während die Bewohner weiter entfernter Orte wie Langlau, Brombach oder des Hahnenkammgebiets arm seien und in kleineren, mit Stroh bedeckten Häusern wohnten.[15]

Vom Anschluss an Bayern (1803) bis zur NS-Zeit (bis 1945)[Bearbeiten]

Accurater Prospect u. Grundris der Gegend der Kayserl. Freyen Reichs Stadt Weissenburg am Nordgau, Kupferstich bei Johann Baptist Homann Erben, um 1725

Während der Napoleonischen Kriege wurde die Gegend wiederholt von preußischen, russischen, österreichischen und bayerischen Truppen besetzt. Ab 1803 erhielt das spätere Königreich Bayern mit dem Reichsdeputationshauptschluss auf Druck Napoleon Bonapartes durch Säkularisation und Mediatisierung große Teile des heutigen Landkreises. Weißenburg verlor seine Reichsfreiheit und kam zunächst an Preußen. Im sogenannten Rittersturm besetzte Bayern ab 1803 die oftmals nur wenige Dörfer umfassenden Kleinstterritorien der Reichsritter.[64] 1806 musste Preußen sein 1792 erworbenes Ansbacher Territorium an Bayern abgeben.[65] Raitenbuch kam 1803 an das Fürstentum Eichstätt des Erzherzogs Ferdinand von Toskana und fiel 1806 an Bayern. 1808 wurden die Landgerichte Weißenburg, Gunzenhausen und Heidenheim eingerichtet, die zunächst zum Altmühlkreis, ab 1810 zum Oberdonaukreis und ab 1817 zum Rezatkreis gehörten, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. Mit dem Gemeindeedikt von 1808/1811 entstanden die heutigen Gemeinden. 1852 wurden aus den ehemaligen Herrschaftsgerichten Ellingen und Pappenheim die gleichnamigen Landgerichte, die ab 1862 mit dem Landgericht Weißenburg das Bezirksamt Weißenburg bildeten. Die Landgerichte Gunzenhausen und Heidenheim wurden zum Bezirksamt Gunzenhausen zusammengefasst. Die Stadt Weißenburg schied am 16. Juli 1863 aus dem Bezirksamt Weißenburg aus und wurde eine kreisunmittelbare Stadt. 1880 wurde das Bezirksamt Gunzenhausen mit vier Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Heilsbronn vergrößert. Aus den Bezirksämtern wurden die Landkreise.

Postkarte: Französische Kriegsgefangene auf der Wülzburg 1914

Im 19. Jahrhundert siedelten sich in Weißenburg zahlreiche Produzenten Leonischer Waren an. Die staatliche Ludwigs-Süd-Nord-Bahn eröffnete im heutigen Kreisgebiet 1849 das Teilstück Pleinfeld–GunzenhausenCronheim–Nördlingen der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Die Stadt Ansbach baute 1859 auf eigene Kosten eine Anschlussbahn nach Gunzenhausen, die von den Bayerischen Staatseisenbahnen 1869 bis Treuchtlingen verlängert wurde. Gleichzeitig kam die direkte Verbindung von Pleinfeld über Weißenburg nach Treuchtlingen zustande, die 1870 durch das Altmühltal nach Eichstätt und Ingolstadt weitergeführt wurde. Die Strecke von Treuchtlingen in Richtung Donauwörth–Augsburg über die Fränkische Alb konnte erst 1906 in Betrieb genommen werden.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Festung Wülzburg als Kriegsgefangenenlager genutzt. 1918 war dort der spätere französische Präsident Charles de Gaulle bis zum Kriegsende im November 1918, unterbrochen durch einen Fluchtversuch, inhaftiert.

Wrackteile einer Dampflokomotive, die während der Bombardierung in Treuchtlingen zerstört wurde

Der mittelfränkische Protestantismus besaß eine große Affinität zum Nationalsozialismus. Die NSDAP war in Mittelfranken unter ihrem Gauleiter Julius Streicher gegen Ende der 1920er Jahre sehr stark geworden. Als eine der ersten Städte im Reichsgebiet tat sich Gunzenhausen mit der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung hervor. Im April 1933 wurde dort das erste Hitler-Denkmal im Deutschen Reich errichtet. Am 25. März 1934 kam es in Gunzenhausen zu einem der ersten Judenpogrome in Deutschland nach der Machtergreifung. Von dem Übergriff wurde weltweit in der Presse berichtet: New York Times, Manchester Guardian und das Neue Wiener Journal schrieben über die von mehreren hundert Gunzenhausenern begleiteten Gewaltakte der SA, welche die Ansbacher Richter im folgenden Prozess als „reinigendes Gewitter“ verharmlosten.[66] In der Reichspogromnacht wurden zahlreiche jüdische Gemeinden im Landkreis gewaltsam aufgelöst. Während des Zweiten Weltkrieges war die Festung Wülzburg ein Internierungslager für sowjetische Kriegsgefangene. Am Fallgarten befindet sich der Russische Friedhof, der neben den Gräbern von 40 russischen Handelsmatrosen das Grab des Prager Komponisten Erwin Schulhoff enthält.

Im Rahmen der Operation Clarion erfolgten am 23. Februar 1945 Luftangriffe der Alliierten, unter anderem auf den Bahnhof Treuchtlingen. Insgesamt wurden im Bahnhof und in seiner Umgebung fast 600 Menschen getötet, ein weiterer Angriff am 8. April zerstörte weite Teile der Stadt, dabei waren keine weiteren Todesopfer zu beklagen. Die meisten der Bombenopfer sind in der Gedenkstätte der Kriegsgräberfürsorge auf dem Nagelberg beigesetzt.[67] In Ellingen starben während der Operation Clarion 94 Personen, dabei gab es große Schäden im Bereich der barocken Innenstadt; abgeworfen wurden rund 70 Tonnen Bomben. In Weißenburg wurden 22 Menschen getötet. Auch Pleinfeld, Solnhofen und Gunzenhausen wurden 1945 angegriffen. Kriegsende in Weißenburg war am 23. April mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.

Amerikanische Besatzung, Zusammenschluss der beiden Landkreise[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Landkreisgebiet zur Amerikanischen Besatzungszone. Die Wülzburg war ein Flüchtlingslager für Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und Schlesien, etwa 25.000 ließen sich in der Region nieder. Im Weißenburger Pogromprozess, dem bis dahin größten in der Amerikanischen Besatzungszone, wurden 1946 bis 1947 die Verantwortlichen des Pogroms 1938 gegen die jüdische Bevölkerung der Stadt Treuchtlingen verurteilt.

Auf Initiative von Ernst Lechner beschloss der Bayerische Landtag am 16. Juli 1970 im südlichen Mittelfranken das Fränkische Seenland einzurichten, um die Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals zu sichern und die Wasserversorgung des wasserarmen Nordbayern zu verbessern. Am 13. Oktober 1973 streifte ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-4 Phantom II im Tiefstflug einen Transportpanzer vom Typ M113 und stürzte zwischen Trommetsheim und Kattenhochstatt ab. Die beiden Piloten und zwei Soldaten des Panzers wurden getötet. Seit den 1960er Jahren fanden in vielen Gemeinden Flurbereinigungen und Dorferneuerungen statt.

Mit der Gemeindegebietsreform in Bayern wurden die ehemals selbstständigen Landkreise Weißenburg in Bayern (mit Ausnahme einer Gemeinde, die dem Landkreis Roth angegliedert wurde), Gunzenhausen (mit Ausnahme einiger Gemeinden, die zu den Landkreisen Roth und Ansbach kamen) und die kreisfreie Stadt Weißenburg am 1. Juli 1972 ein neuer Landkreis. Weißenburg verlor seine Kreisfreiheit und wurde eine Große Kreisstadt. Einzelne Orte aus dem Landkreis Donauwörth, dem Landkreis Eichstätt und dem ehemaligen Landkreis Hilpoltstein wurden in den neuen Landkreis integriert. Am 1. Mai 1973 erhielt er den Namen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Bei der Gemeindereform verlor Stopfenheim sein 1349 verliehenes Marktrecht. 1976 schlossen sich die beiden Orte Altenmuhr und Neuenmuhr zur Einheitsgemeinde Muhr am See.[68]

Beide Landkreise hatten insgesamt 132 Gemeinden,[69] davon blieben 30 übrig, von denen drei dem Landkreis Ansbach zugeschlagen wurden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Der Landkreis oder seine administrativen Vorgänger wiesen gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung folgende Einwohnerzahlen auf:[29]

  • 1840: 55.513
  • 1871: 57.956
  • 1900: 62.157
  • 1925: 65.359
  • 1939: 64.497
  • 1950: 94.193
  • 1961: 85.958
  • 1970: 88.201
  • 1987: 86.381
  • 2003: 95.227
  • 2004: 95 054
  • 2005: 94.660
  • 2006: 94.163
  • 2007: 93.711
  • 2008: 93.009
  • 2009: 92.586
  • 2010: 92.326
  • 2011: 92.182
  • 2012: 92.187
  • 2013: 92.331

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl aufgrund der Zuwanderung von Heimatvertriebenen rasant an. Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen um über 6.000 Einwohner (rund 7 Prozent). Seit 2003 ist die Tendenz nach einem Höchststand von über 95.000 Einwohnern rückläufig. Die seit den 2000er Jahren sinkenden Bevölkerungszahlen hängen mit dem Wegzug qualifizierter Personen zusammen, die aufgrund fehlender Hochschulstandorte in der näheren Umgebung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen keine Perspektive sehen. Das ist ein allgemeines Problem in ländlichen Regionen Bayerns. Diesem Trend soll mit der Fachhochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen und dem Kunststoff Campus Bayern in Weißenburg entgegengewirkt werden.[70] Seit 2011 steigen die Einwohnerzahlen wieder. Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung prognostiziert für das Jahr 2030 einen Stand von 84.200 Einwohnern.[71]

Sehenswertes, Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten und Architektur[Bearbeiten]

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

Gedeckter Weg, Graben und Festungswälle der Festung Wülzburg

Zahlreiche Schlösser, Burgen und Burgruinen sind über den Landkreis verteilt. Besonders bekannt ist das Schloss Ellingen. Die Residenz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens wurde von 1708 bis etwa 1760 im barocken Stil errichtet. Der große Schlossgarten und die barocke Fassade des Schlosses symbolisieren den Reichtum des Deutschen Ordens. Die Burg Pappenheim war einst Sitz der Marschälle von Pappenheim und entstand vermutlich um 1030. Die zweiteilige Anlage gehört zu den größten Adelsburgen Frankens und zu den bedeutendsten Burgruinen der Region. Weitere Burgruinen im Kreisgebiet sind beispielsweise die Obere Veste in Treuchtlingen und die Burg Bechthal oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Die im Stil der Renaissance errichtete Festung Wülzburg oberhalb der Kreisstadt Weißenburg ist eine von wenigen erhaltenen Festungen im deutschsprachigen Raum mit dem zeittypischen Wehrbau der Renaissance.[72] Sie ist seit 1969 als national bedeutendes Baudenkmal eingetragen. Im Drama Die Räuber verewigte Friedrich Schiller das Schloss Altenmuhr.[73]

Kirchen und Klöster[Bearbeiten]

Säulen der Solnhofener Sola-Basilika

Der Landkreis ist besonders reich an Kirchen in unterschiedlichen Baustilen. Romanik, Barock, Renaissance, Markgrafenstil oder Historismus wechseln sich ab oder verbinden sich manchmal zu einem Bauwerk. Insgesamt gibt es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 154 Kirchengebäude mit regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten.[74] Der überwiegende Bautyp der Dorfkirchen ist die Chorturmkirche, gefolgt von der Saalkirche. Wallfahrtskirchen sind die Blasiuskirche in Raitenbuch und die Gunthildiskapelle nahe Suffersheim.[75] Zu den Kirchenpatronen gehören neben den für den süddeutschen Raum typischen Heiligen die speziell im Bistum Eichstätt verehrten Willibald, Walburga, Gunthildis und Sola. Für diese Region eher ungewöhnlich sind die Kirchenpatrone der St.-Hieronymus-Kirche in Wachenhofen und der Kirche St. Gallus in Pappenheim. Diese Kirche stammt aus dem 9. Jahrhundert und ist damit das älteste Kirchenbauwerk karolingischen Ursprungs in Franken sowie eine der ältesten Kirchen im süddeutschen Raum.[76] Ebenfalls zu den ältesten Kirchenbauten Deutschlands gehören die Überreste der Solnhofener Sola-Basilika, die mit ihren Säulen aus karolingischer Zeit zu den größten kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten Mittelfrankens zählt.[77]

Bedeutend ist die Rieterkirche in Kalbensteinberg. Die im 15. Jahrhundert errichtete Kirche diente als Gruftkirche der Rieter von Kornburg; sie statteten sie mit vielen Kunstschätzen aus, deshalb wird sie als „Fränkisches Schatzkästchen“ bezeichnet.[78] Von großer Bedeutung sind eine gotische Prozessionsfigur[79] und eine russische Ikone.[80] Im 8. Jahrhundert entstand als eines der ersten Klöster der Region das Kloster Heidenheim. Es gehört mit seiner dreischiffigen Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert zu den bekanntesten und am besten erhalten gebliebenen Klosterensembles der Region. Der Deutsche Orden errichtete die prächtige Kirche St. Augustinus in Stopfenheim im Barockstil. Weitere touristisch erwähnenswerte Barockkirchen sind etwa die Deutschordenskirche St. Vitus in St. Veit und die St.-Ottilien-Kirche in Absberg. Im Kreisgebiet befinden sich zahlreiche Wehrkirchen, die im Mittelalter der Bevölkerung Schutz boten.

Römische Bauwerke[Bearbeiten]

Biriciana: 1990 fertiggestellter Nachbau der Porta decumana

Mit dem Vorstoß der Römer in die Provinz Raetia siedelten sie sich im Gebiet des heutigen Landkreises an. Sie hinterließen mehrere Bauwerke, zu denen die 1977 entdeckten Großen Thermen in Weißenburg gehören. Dieses bemerkenswerte Relikt zählt zu den wenigen Thermen, die auf germanischem Boden erhalten sind. Die Thermen befinden sich auf der Anlage des römischen Kastells und Vicus Biriciana, das mit seinem rekonstruierten Nordtor zu den Sehenswürdigkeiten des Landkreises zählt. Die gesamte Anlage ist seit 2005 wie der nahe Limes UNESCO-Weltkulturerbe. Bei Burgsalach entstand mit dem dortigen Kleinkastell „In der Harlach“ eines der außergewöhnlichsten Bauwerke am Limes. Diese Bauart ist in Mitteleuropa einzigartig und gibt es nur noch in Nordafrika.[50] Weitere Römerkastelle auf dem heutigem Kreisgebiet sind Iciniacum nahe Theilenhofen, Mediana nahe Gnotzheim und Sablonetum nahe Ellingen.

Historische Stadtkerne[Bearbeiten]

Das Ellinger Tor, Wahrzeichen Weißenburgs

Zu den beeindruckendsten Stadtkernen und Denkmalensembles im Landkreis zählt die Altstadt der Kreisstadt Weißenburg. Weißenburg, 867 erstmals urkundlich erwähnt, entstand um einen karolingischen Königshof und erhielt im frühen 14. Jahrhundert den Status einer Freien Reichsstadt, den es bis 1802 behaupten konnte.[58] 1376 wurde die Stadt nach Süden hin erweitert. Dadurch entstand eine jüngere südliche und eine ältere, dichter bebaute nördliche Altstadt. Im Zentrum der nördlichen Altstadt steht das Alte Rathaus, im gotischen Stil von 1470 bis 1476 errichtet. An der Südseite des Rathauses beginnt der rechteckige Marktplatz, der sich bis zum Spitaltor hinzieht; an der Westseite erstreckt sich die Luitpoldstraße (ehemaliger Holzmarkt), die mit ihrer Größe bemerkenswert ist.[58] An der Ostseite verlaufen die Rosenstraße und der Platz Am Hof. Entlang dieser Hauptstraßen reihen sich prächtige Bürgerhäuser und Fachwerkgebäude aus mittelalterlicher Zeit, etwa das Lebküchnerhaus und das Blaue Haus. Östlich des Rathauses steht die große, im gotischen Stil von 1294 bis 1327 errichtete Stadtkirche St. Andreas, deren hoher, im 15. Jahrhundert hinzugefügter Hallenchor als Werk der süddeutschen Spätgotik gilt. Umrahmt wird die Altstadt vom fast vollständig erhalten gebliebenen Mauerring des 14. und 15. Jahrhunderts. Bekanntestes Bauwerk der Stadtmauer ist das Ellinger Tor, das Wahrzeichen der Stadt.

Der staatlich anerkannte Erholungsort Gunzenhausen wurde 823 ersturkundlich erwähnt und von den Ansbacher Markgrafen zu einer Residenz im barocken Stil ausgebaut. Den historischen Marktplatz prägen bedeutende Bauten, die in der Regierungszeit des „Wilden Markgrafen“ Karl Wilhelm Friedrich (1729–1757) entweder entstanden oder ihr heutiges Aussehen erhielten, wie beispielsweise das heutige Rathaus, das einst seine Residenz war, sowie mehrere Stadtpalais. Einzelne Fachwerkstadel sind im Stadtbild verteilt. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind ein Stück des Wehrgangs sowie drei Türme erhalten: Blasturm (15. Jahrhundert), Färberturm (um 1300) und Storchenturm (um 1450). Im Südteil der Altstadt ragt die stadtbildprägende Stadtkirche St. Maria heraus, von 1448 bis 1461 im gotischen Stil errichtet.

Pappenheim, Sicht von der Burg auf die Altstadt

Pappenheim, an einer Altmühlschleife gelegen und bekannt aus Schillers Drama Wallensteins Tod („Ich kenne meine Pappenheimer“), ist eng mit dem Adelsgeschlecht der Pappenheimer verbunden, das in der Burg oberhalb der Stadt residierte. Im Hochmittelalter wurde Pappenheim planmäßig zu einer städtischen Siedlung ausgebaut. Bürgerhäuser, die aus dem 15. Jahrhundert stammende Stadtkirche St. Marien sowie einige Palais prägen das Stadtbild. Einige Fachwerkbauten in Jura-Bauweise sind erhalten geblieben.

Ellingen wurde stark vom Deutschen Orden geprägt. Östlich der Residenz des Landkomturs des Deutschen Ordens (ab dem 18. Jahrhundert in Form der heutigen Schlossanlage) entstand Ellingen im Bereich der heutigen Hinteren Gasse und wurde planmäßig zur Stadt im barocken Stil erweitert. Neben dem Schloss setzen das Rathaus und die Pfarrkirche St. Georg Akzente. Der Barockstil findet seinen Widerklang in den Bürgerhäusern, ganz besonders in der Neuen Gasse, die ab 1749 unter der Leitung von Matthias Binder angelegt wurde. Im 18. Jahrhundert entstanden die Orangerie und die Maria-Hilf-Kapelle. Aufgrund der vielen Barockbauten bezeichnet sich die Stadt aus touristischen Zwecken als „Perle des fränkischen Barock“.

Ehemaliges Gasthaus Lamm in Bergen, Jurahaus mit fränkischem Fachwerk, errichtet im 17. Jahrhundert

Hausformen[Bearbeiten]

Das Jurahaus ist eine Häuserform des Altmühltals, die beispielsweise in Nennslingen, Bieswang, Burgsalach, Bergen, Dettenheim, Pappenheim und Langenaltheim zu finden ist. Charakteristisch für diese Bauart sind relativ flach geneigte und mit mehreren Schichten dünner Kalkplatten aus Solnhofener Plattenkalk, den sogenannten „Legschieferplatten“, gedeckte Dächer.[81] In der nördlichen Kreishälfte gibt es das fränkische Sandsteinhaus und hochgiebelige Hopfenspeicher.

Sport und Vereinswesen[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. So bieten die Sportvereine in ihren Sparten Sportarten von Basketball und Volleyball über Leichtathletik bis hin zu Schach und Tischtennis an. Zu den beliebtesten Sportarten gehört der Fußball. Die Fußballsparte des 1860 gegründeten TSV Weißenburg spielte 1974/75 in der Hauptrunde des DFB-Pokals.[82] Im Zuge der touristischen Erschließung entstanden zahlreiche Wanderwege, die für Jogging und Nordic Walking benutzt werden können. Auf den Seen des Fränkischen Seenlands und entlang der Altmühl können Wassersportarten wie Segeln und Kanufahren betrieben werden. In Muhr am See wird der Segelbootstyp Eagle hergestellt, in neuester Version ein Katamaran-Foiler und erlangte auf der Langstrecken-Regatte auf dem Balaton einen neuen Geschwindigkeitsrekord.[83] Nahe dem Ellinger Ortsteil Zollmühle gibt es eine 18-Loch-Golfanlage; in Weißenburg hat die German Golf Teachers Federation ihren Sitz. Sportliche Höhepunkte in der Region sind der Altmühlseelauf und der Seenlandmarathon. Sportler aus der Region sind beispielsweise die Fußballer Sebastian Glasner und Markus Steinhöfer sowie die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin Antonia Katheder.

Außerhalb des Sports sind die Bewohner des Landkreises in zahlreichen Schützenvereinen, Naturschutzorganisationen, Kirchenvereinigungen, Parteien und Jugend-Organisationen aktiv. Viele organisieren sich in den Feuerwehren. Im Kreisgebiet gibt es 127 Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt rund 5500 aktiven Einsatzkräften.[84] Zu den ältesten gehören die 1865 gegründete Feuerwehr Gunzenhausen[85] und die 1867 gegründete Feuerwehr Weißenburg.[86] In Gunzenhausen gibt es einen Ortsverband des Technischen Hilfwerks.

Museen[Bearbeiten]

Das Apothekenmuseum in Weißenburg befindet sich im Kellergewölbe des Blauen Hauses

Die meisten Museen im Landkreis behandeln regionale Themen, oft vor einem historischen Hintergrund. Dazu gehört das Pleinfelder Heimatmuseum, dem das erste, die Geschichte der Braukultur zeigende Brauereimuseum Mittelfrankens angeschlossen ist.[87] Daneben existieren verschiedene Kunstmuseen und private Galerien. Heimatmuseum der Stadt Weißenburg ist das Reichsstadtmuseum Weißenburg, das die mittelalterliche Geschichte der Reichsstadt und ihrer Einwohner sowie im angeschlossenen Haus Kaaden die Geschichte der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei zeigt.

Im Westflügel des Ellinger Schlosses ist seit 1981 das Kulturzentrum Ostpreußen beheimatet. Es dient der Bewahrung und Pflege des ostpreußischen Kulturerbes mit Ausstellungen, Archiven, einer Galerie und einem Museum.[88] Im Museum für Vor- und Frühgeschichte Gunzenhausen werden Funde von der Jungsteinzeit bis in das frühe Mittelalter gezeigt; besondere Objekte sind Grabbeigaben aus dem Gräberfeld von Westheim sowie römische, hallstattzeitliche und latènezeitliche Funde. Die Burg Pappenheim ist als Museum öffentlich begehbar und zeigt die Geschichte des ritterlichen Lebens und der Stadt Pappenheim; angeschlossen ist ein kleines Jagdmuseum.

Merkurstatuette aus dem Weißenburger Schatzfund, ausgestellt im dortigen Römermuseum

In Weißenburg befindet sich das Römermuseum, ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München. Schwerpunkte der Ausstellung sind die vor- und frühgeschichtlichen Kulturen der Region und es zeigt bedeutende archäologische Funde, etwa den 1979 gefundenen römischen Schatz von Weißenburg. Angeschlossen ist das Bayerische Limes-Informationszentrum. Das Weißenburger Apothekenmuseum zeigt eine historische Apothekeneinrichtung aus der Zeit des Apothekers und Limes-Forschers Wilhelm Kohl.

Die von Josef Lidl aufgebaute Sammlung des Volkskundemuseums in Treuchtlingen zeigt unter anderem Fundstücke von Ausgrabungen in der Burg Treuchtlingen und Möbel aus dem 17. bis zum 20. Jahrhundert. Es gehört mit über 20.000 Exponaten[89] zu den größten volkskundlichen Museen in Bayern. In Solnhofen steht das Bürgermeister-Müller-Museum. Neben zahlreichen Fossilfunden und einer lithografischen Sammlung genießt es einen gewissen Weltruf durch den Besitz zweier Originale des in der Region gefundenen Urvogels Archaeopteryx. Erwähnenswert ist in Thalmannsfeld eine neu errichtete, historisch nachempfundene Schmiede in einem um 1820/30 neu erbauten, erstmals um 1740 erwähnten Wohnstallhaus. In diesem Museum sind unter anderem transmissionsgetriebene Bohr-, Dreh- und Fräßmaschinen sowie ein Federfallhammer aus den Jahren 1895 bis 1920 zu sehen.

Kunst, Theater und Literatur[Bearbeiten]

Die „Kunstschranne“

Neben Konzerten, Theateraufführungen und Sportveranstaltungen, die die Kreisverwaltung, die Städte, Märkte und Gemeinden sowie die zahlreichen Vereine und Gruppierungen in Hallen, Museen und Bühnen wie dem Bergwaldtheater Weißenburg organisieren, ist im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auch die Kunstszene aktiv. Immer wieder veranstalten Privatpersonen und Kunstvereine Vernissagen, Ausstellungen und Veranstaltungen, beispielsweise in der Weißenburger Schranne. Mit Carpe Diem existiert in der Region ein lokales Kulturmagazin. Seit 2009 wird der Treuchtlinger Literaturpreis der Wilhelm und Christine Hirschmann-Stiftung im Bereich der Literatur ausgelobt.

Veranstaltungen und Brauchtum[Bearbeiten]

Altmühlsee-Halbmarathon 2008 am Zugang zum Altmühlsee
Faschingsumzug am Faschingsdienstag 2005 in Ellingen

Im ganzen Jahr locken im Landkreis zahlreiche Veranstaltungen, Feste und Festivals viele Besucher an. So gibt es in jeder größeren Ortschaft eine Kirchweih, die sogenannte „Kerwa“, „Kärwa“, „Kirwa“ oder „Körwa“. Neben den Kirchweihen finden Dorffeste oder Volksfeste nach ganz eigenen Traditionen statt. Vielerorts wird Kirchweihbier gebraut und werden Kirchweihbäume aufgestellt. Zu den bekanntesten und größten, zugleich ältesten Festen dieser Art in der Region gehört die Weißenburger Kirchweih als Treffpunkt der Weißenburger aus der ganzen Welt. Das erstmals 1455 erwähnte Volksfest ist mit etwa 70.000 Besuchern das größte im südlichen Franken.[90] Die Auswanderer nach Amerika feierten im 19. Jahrhundert die Weißenburger Kirchweih in New York City.

Das Volksfest in Treuchtlingen wird in der heutigen Form seit 1928 begangen. Eröffnet wird es traditionell von „Gambrinus“, dem mit einer Hopfenkrone geschmückten König des Bieres.[91] Den Abschluss der Solnhofener Kirchweih bildet das Verbrennen der „Kirchweihsau“.[92] In Dittenheim wird bei einer Nach-Kirchweih der „Huhnerbaum“ (Hühnerbaum) aufgestellt, um den getanzt wird.[93]

Zu den sportlichen Highlights im Landkreis zählen die drei Marathonläufe des Seenlandmarathons, des Altmühlfrankenlaufs und des Altmühlseelaufs. Zu den kulturellen Höhepunkten gehören die Sommerfestspiele des Bergwaldtheaters in Weißenburg. Von Juni bis August werden dort seit 1929 mit Unterbrechung während des Zweiten Weltkriegs Opern und Theaterstücke gezeigt. An Mariä Lichtmess finden in der Region vielerorts die Lichtmessmärkte mit verkaufsoffenem Sonntag statt, in Weißenburg und Gunzenhausen am ersten, in Treuchtlingen am zweiten Februarsonntag. Zu den großen Weihnachtsmärkten der Region zählen der St.-Andreas-Weihnachtsmarkt am Vorplatz der Stadtkirche in Weißenburg und der Gunzenhäuser Weihnachtsmarkt. In Weißenburg wird im Juli das Altstadtfest begangen.

Statt Karneval feiern die Gemeinden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Fasching, der stark von der schwäbisch-alemannischen Fastnacht geprägt ist. Hochburgen sind Ellingen und Pleinfeld.

Bundeswettbewerb[Bearbeiten]

Zahlreiche Dörfer aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben am Bundeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft teilgenommen und kämpfen mit einer Dorfverschönerung gegen die Landflucht an. Als „Golddorf“ prämiert wurden Gundelsheim an der Altmühl (1971), Kattenhochstatt (1967), Laubenzedel (1961), Polsingen (1967), Sammenheim (1983), Thannhausen (1977), Trendel (1965), Wachstein (2001) und Windsfeld (1963, 1998).[94]

Sprache[Bearbeiten]

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt in einem Gebiet, in dem sich fränkische, schwäbische und bairische Dialektmerkmale mischen. Während die fränkischen Dialekte der Osthälfte bairisch geprägt sind und der äußerste Osten im nordbairischen Dialektraum liegt, dominiert in der Westhälfte das Oberostfränkische.[95] Grenzorte des alemannischen Dialektraums sind auf dem Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Westheim, Hohentrüdingen, Roßmeiersdorf, Hüssingen, Oberappenberg, Ursheim und Polsingen.

Jüdische Kultur[Bearbeiten]

Historische Zeichnung der Synagoge Heidenheim

Im Gebiet des heutigen Landkreises siedelten sich im Mittelalter die ersten Juden an und stellten einige Zeit in manchen Orten bis zu ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Infolge des Rintfleisch-Pogroms und der Pestpogrommen 1348/49 wurden viele Juden in Weißenburg ermordet. In der Stadt Weißenburg lebten die Juden vermutlich bis zu ihrer Vertreibung 1520 entlang der heutigen Judengasse.[96] Es gründeten sich zahlreiche jüdische Gemeinden, beispielsweise in Altenmuhr, Ellingen, Cronheim, Treuchtlingen, Weimersheim, Dittenheim, Pappenheim, Markt Berolzheim und Heidenheim. Große Judenkolonien gab es in Cronheim, wo sie im einzigen Ort des Hochstifts Eichstätt bleiben durften. In Altenmuhr lebten die Juden ghettoähnlich.[97] In Treuchtlingen entstand eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden in der Region. Großen Zuwachs erhielten die Gemeinden, nachdem 1741 sämtliche Juden aus dem Herzogtum Pfalz-Neuburg vertrieben worden waren, von denen sich viele hier niederließen.[98] 1813 entstanden die Distriktsrabbinate Dittenheim und Gunzenhausen. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche neue Synagogen, beispielsweise in Pappenheim, Ellingen und Heidenheim. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der Juden durch Abwanderung infolge des Bayerischen Judenedikts von 1813 zurück. Dennoch prägten mehrere jüdische Vereine das Gemeindeleben. Den jüdischen Familien gehörten zahlreiche Handels- und Gewerbebetriebe. Durch die zunehmende Entrechtung nach 1933 und zahlreiche gewaltsame und entwürdigende Aktionen gegen die Juden der Stadt verzogen immer mehr in andere Städte oder wanderten aus. Zu einem der ersten Judenpogrome der NS-Zeit kam es 1934 in Gunzenhausen, was der Stadt weltweit negative Presseberichte einbrachte. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurden zahlreiche jüdische Besitztümer geschändet und zerstört. Viele der Juden des Landkreises wurden nach der Deportation ermordet. Verantwortliche des Treuchtlinger Pogromms wurden beim Weißenburger Pogromprozess verurteilt. Im Landkreis gibt es noch drei jüdische Friedhöfe, in Pappenheim, Treuchtlingen und Gunzenhausen. Der Friedhof in Pappenheim ist der älteste und größte. Vielerorts erinnern Gedenksteine und Mahnmale an die jüdische Vergangenheit der Region, so in Treuchtlingen und Gunzenhausen.[99]

Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und der meisten seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Daneben erledigt er in eigener Zuständigkeit laufende Angelegenheiten der Landkreisverwaltung. Landrat ist seit 2011 Gerhard Wägemann (CSU), der stellvertretende Landrat ist Robert Westphal (SPD).

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 62,7 % (2008: 65,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,2 %
25,6 %
12,0 %
9,4 %
3,1 %
3,1 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,8 %p
+0,7 %p
-1,8 %p
+2,8 %p
-1,5 %p
+0,3 %p
+1,0 %p

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf sechs Jahre gewählt. Er ist die beschlussfassende Bürgervertretung. Nach der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern entscheidet er grundsätzlich über alle wichtigen Angelegenheiten des Landkreises im eigenen und übertragenen Wirkungskreis. Der Kreistag bildet Ausschüsse, die im Rahmen der Geschäftsordnung selbst entscheiden oder zumindest vorberaten. Der Kreistag des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen hat 60 Mitglieder. Es besteht eine Große Koalition aus CSU und SPD.

Die letzten Kommunalwahlen führten zur folgenden Sitzverteilung im Kreistag:[101][102][103][104]

1996 2002 2008 2014
CSU 29 30 28 27
SPD 15 15 15 15
Freie Wähler 8 8 8 7
Grüne 4 4 4 6
ÖDP 1 1 1 2
FDP 2 2 3 2
Die Linke - - 1 -
Die Republikaner 1 - - -
Die Linke/Piraten - - - 1
Summe 60 60 60 60

Wahlen[Bearbeiten]

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt im „Stimmkreis Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen“ (für Landtagswahlen) und im „Bundestagswahlkreis Ansbach“ (für Bundestagswahlen). Der Bundestagswahlkreis Weißenburg wurde 1976 aufgelöst. In seinem 27-jährigen Bestehen gewann das Direktmandat des Bundestagswahlkreises Weißenburg immer der spätere Bundestagspräsident Richard Stücklen (CSU). Landtagsabgeordneter der Region ist seit der Landtagswahl in Bayern 2013 der aus Meinheim stammende Manuel Westphal (CSU), Bundestagsabgeordneter der Region ist seit der Bundestagswahl 2013 Josef Göppel (CSU). Die Direktmandate der Wahlkreise gingen bisher immer an die CSU. Sowohl bei Landtags-, als auch bei Bundestags- und Europawahlen ist die CSU bisher stärkste Kraft, gefolgt von der SPD. Die CSU wird etwa von der Hälfte der Wahlkreisbevölkerung gewählt, selten erreicht sie Werte von über 60 Prozent. Die SPD erreicht meist zwischen einem Fünftel und einem Drittel der Wählerschaft. Die CSU hatte ihr bestes Ergebnis zur Europawahl 1999 mit 66,1 Prozent der Stimmen; die SPD erreichte mit 35,5 Prozent aller Stimmen zur Landtagswahl 1998 ihr bestes Ergebnis.[29] Andere Parteien liegen meist bei unter 10 Prozent. Bei den Landtagswahlen erstarken die Freien Wähler deutlich. Wie in ganz Deutschland ist ein stetiges Absinken der Wahlbeteiligung zu beobachten, vermutlich verursacht durch Wahlmüdigkeit. Bei den Wahlen der letzten Jahre lag die Wahlbeteiligung im Kreis bei über 60 Prozent, bei der Bundestagswahl 2002 wurden noch 80,6 Prozent erreicht.[29]

Kreisfinanzen[Bearbeiten]

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen war zum Stichtag 31. Dezember 2012 mit 15,4 Millionen Euro verschuldet. Damit belegt der Landkreis Rang 61 innerhalb Bayerns und deutschlandweit Rang 263 von 295. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 167 Euro und liegt damit weit unter dem bayerischen Durchschnitt von 374 Euro je Einwohner.[105]

Wappen, Flagge[Bearbeiten]

Wappen Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen.svg

Die Wappenbeschreibung lautet „Über Schildfuß, darin Eisenhutfeh von Silber und Blau, gespalten; vorne dreimal geteilt von Rot und Gold, hinten in Gold ein halber, rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt.“

Das seit 1976 geführte Wappen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen weist auf die Geschichte des Landkreises hin und enthält Elemente der Wappen der Landkreise Weißenburg und Gunzenhausen sowie der Stadt Weißenburg. Das Stammwappen der Grafen von Truhendingen mit Rot-Gold-Teilung steht für das frühere Oberamt Hohentrüdingen der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach und war Bestandteil des Wappens des Landkreises Gunzenhausen. Der halbe Reichsadler auf goldenem Grund weist auf die Reichsstadt Weißenburg hin und ist auf deren Stadtwappen zu sehen. Die silber-blauen Reihen von Eisenhütlein beziehen sich auf die Grafen von Pappenheim und waren auf dem Wappen des Landkreises Weißenburg in Bayern zu sehen.[106] Alle Wappen des Landkreises sind unter Liste der Wappen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgeführt.

Die Flagge des Landkreises besteht aus zwei gleich großen, horizontalen Streifen: oben gold und unten schwarz. In der Mitte der Flagge ist das Wappen des Landkreises abgebildet.

Partner- und Patenschaft[Bearbeiten]

Nachdem Millionen von Heimatvertriebenen nach Deutschland und in den heutigen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gezogen sind, haben viele Gemeinden des Landkreises Patenschaften mit Orten in ehemals deutschen Gebieten übernommen, so Weißenburg mit dem Landkreis Kaaden (Kadaň), Gunzenhausen mit Weipert (Vejprty), Pappenheim mit Buchau (Bochov), Dittenheim mit Oberwildgrub und Niederwildgrub und Ellingen mit Tellnitz (Telnice). Darüber hinaus wurden Städtepartnerschaften mit Städten und Regionen in unterschiedlichen Ländern geschlossen.

Altmühlfranken[Bearbeiten]

Seit 2010 wirbt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verstärkt mit dem Markennamen „Altmühlfranken“ und mit dem Slogan „Altmühlfranken - der starke Süden“. Da die Vereinigung der beiden früheren Landkreise und der Stadt Weißenburg 1972 von Spannungen und Diskussionen in der Bevölkerung begleitet wurde, die sich teilweise bis in die Gegenwart auswirken, soll mit dem Begriff Altmühlfranken den Bewohnern des Landkreises die Möglichkeit gegeben werden, sich stärker mit der Region zu identifizieren. Die sogenannte Zukunftsinitiative altmühlfranken kümmert sich beispielsweise um Wirtschaftsförderung und Standortmarketing.[107] Der Vorschlag des Landrats Gerhard Wägemann, den Landkreis in Landkreis Altmühlfranken umzubenennen, führte in der Bevölkerung zu gespaltenen Meinungen.[108] Bei einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage stimmten 83 Prozent für die Beibehaltung von WUG als Kennzeichen und Weißenburg-Gunzenhausen als Landkreisname, nur 17 Prozent votierten für Altmühlfranken.[109]

Als Altmühlfranken wird ursprünglich der Landstrich entlang der Altmühl bezeichnet, zu der Teile des Landkreises Ansbach gehören. Der Begriff „Altmühlfranken“ wurde von dem Nürnberger Kunsthistoriker Ernst Eichhorn geprägt.[110]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Region hat den Standortvorteil der zentralen Lage zwischen den Großräumen Nürnberg, Stuttgart und München. Von großer Bedeutung für den Landkreis sind der Tourismus, die kunststoffverarbeitende Industrie, die Automobilzulieferindustrie sowie der Steinabbau. Bedeutend sind daneben auch andere Bereiche wie Kesselbau, regenerative Energien und die Sozialwirtschaft. 2012 waren insgesamt 4.683 Betriebe auf dem Kreisgebiet angesiedelt, die Betriebsdichte liegt nur leicht unter dem bayerischen Durchschnitt von 599,41.[111] 2013 gab es insgesamt 29.392 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.[112] Insgesamt sind die Unternehmen im Landkreis mittelständisch geprägt. Eine Schlüsselfunktion nimmt die Kunststoffindustrie ein. 2010 wurde das k-messwerk als mess- und labortechnische Plattform der Kunststoffindustrie im Landkreis gestartet. Der größte Arbeitgeber ist der französische Automobilzulieferer Faurecia. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2014 rund 2,5 Milliarden Euro.[113]

Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt seit Mitte 2010 durchgehend unter 5 Prozent und lag im November 2014 bei 3,6 Prozent.[114] Größte Messe der Region ist die Messe Altmühlfranken, die alle zwei Jahre abwechselnd in Gunzenhausen und Weißenburg stattfindet. Sie ersetzt seit 2013 die zwei Messen „WUG“ und „Altmühlschau“.[115] Die zur Stärkung der Wirtschaft des Hahnenkamms in den 1970er Jahren gebaute Hahnenkamm-Kaserne wurde im Zuge der Bundeswehrreform 2003 geschlossen. Die Nähe zu Nürnberg beeinflusst die Pendlerströme: Die Quote der Einpendler liegt bei 20,1 Prozent, die der Auspendler bei 33,7 Prozent (Stand: 2013).[116] Der Landkreis ist hauptsächlich nach Nürnberg orientiert.

Die Gemeinden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hatten 2013 Steuereinnahmen in Höhe von insgesamt 67.500.000 Euro, was ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Je Einwohner sind das 734,17 Euro. Dies liegt weit unter dem bayerischen Durchschnitt.[117] Das Grundsteuer B-Aufkommen lag 2013 bei 8.962.000 Euro (Hebesatz im Schnitt 469 Prozent), das Gewerbesteueraufkommen bei 27.660.000 Euro (Hebesatz im Schnitt 331 Prozent).[118][119]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen ist der weltweit tätige französische Automobilzulieferer Faurecia mit 1230 Mitarbeitern in Pappenheim und Weißenburg.[120] In Gunzenhausen sitzt Bosch Industriekessel, ein Hersteller von Dampf- und Heizkesseln für gewerbliche und industrielle Anwendungen, der bis 2012 unter dem Namen Loos International firmierte.[121]

Das Weißenburger Unternehmen Gutmann, früher als „Hermann-Gutmann-Werke“ bekannt, stellt Profile und Drähte aus Aluminium her und hat nach eigenen Angaben 600 Arbeitsplätze in Weißenburg. Der Heroldsberger Schreibgeräte-Produzent Schwan-Stabilo, der Ansbacher Kunststoff-Verarbeiter Oechsler und das Nürnberger börsennotierte Unternehmen Leoni haben jeweils ein großes Werk in Weißenburg. In Weißenburg befindet sich die Zentrale, in Treuchtlingen der Stammsitz der kunststoffverarbeitenden Alfmeier Gruppe.

Die Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen ist die größte Genossenschaftsbank, die Vereinigte Sparkassen Gunzenhausen und die Sparkasse Mittelfranken-Süd sind die größten öffentlich-rechtlichen Sparkassen des Landkreises. In Pleinfeld befindet sich ein Werk des US-amerikanischen PTFE-verarbeitenden Unternehmens Gore, in Treuchtlingen ein Werk des Münchner Maschinenbauers Krauss-Maffei.

Tourismus[Bearbeiten]

Ein Wegweiser der Deutschen Limes-Straße in Ellingen
Touristen am Ufer des Hahnenkammsees

Seit Mitte der 1990er entwickelte sich der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zu einem beliebten Tourismusgebiet. Durch den Bau der Fränkischen Seen ab den 1970er Jahren entstand dort ein völlig neues Urlaubs- und Erholungsgebiet; der Tourismus zählt seit dem zu den größten Wirtschaftszweigen des Landkreises. Der größte See ist der Große Brombachsee, der die Ausmaße des Tegernsees besitzt. Dort befinden sich der größte Binnensegelhafen Deutschlands und der größte Trimaran Europas, die MS Brombachsee. Der nahe Altmühlsee mit den Ausmaßen des Königssees wird vom größten Staudamm Deutschlands angestaut und ist bei Surfern sehr beliebt. An den vielen Seen und Weihern werden Wassersportarten wie Tauchen und Angeln betrieben. Eine weitere Erholungslandschaft ist der Naturpark Altmühltal. In den Tälern und Wäldern kann gewandert und geklettert werden. Im Kurort Treuchtlingen befindet sich das einzige Thermalbad des Naturparks Altmühltal, die Altmühltherme. Die zahlreichen Hinterlassenschaften der Römer tragen zudem zum Bekanntheitsgrad der Region bei. Die Städte und Gemeinden profitieren von den ständig wachsenden Besucherzahlen, zahlreiche Orte wurden zum staatlich anerkannten Erholungsort erklärt. Der Ort mit den meisten Übernachtungen im Landkreis ist Gunzenhausen. Die historischen Altstädte, Burgen und Häuser ziehen Touristen an.

Die Ferienstraße Deutsche Limes-Straße führt aus Richtung Aalen kommend über Gunzenhausen, Weißenburg und Ellingen nach Regensburg, die Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee, Deutschlands längste Touristenroute, verläuft entlang der Altmühl durch den südlichen und westlichen Teil des Landkreises. Mehrere regionale und überregionale Rad- und Wanderwege, zum Beispiel der Frankenweg, der Altmühltal-Panoramaweg, der Seenländer, der Main-Donau-Weg und der Deutsche Limes-Radweg führen durch den Landkreis.

Im Sommerhalbjahr 2013 gab es im Kreisgebiet insgesamt 586.577 Übernachtungen. Die Auslastung lag bei 44,1 Prozent.[122] Die meisten Gäste stammen aus Deutschland, vor allem aus den umliegenden Großstädten, eine steigende Anzahl von Touristen aus dem Ausland ist ebenfalls zu beobachten.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen traditonsbedingt eine wichtige Rolle, wobei ihr Anteil nur drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. 2010 waren im Kreisgebiet insgesamt 1.432 landwirtschaftliche Betriebe ansässig, darunter 1.349 mit Ackerland, 35 mit Dauerkulturen und 1.342 mit Dauergrünland.[123] Etwa 500 Betriebe arbeiten im Haupterwerb, der Rest im Nebenerwerb. Die landwirtschaftliche Fläche umfasst 48.508 Hektar, das sind 37,78 Prozent der Kreisfläche. Wichtigste Anbaukulturen sind Winterweizen, Wintergerste und Mais. Ein erheblicher Anteil des Maises dient energetischen Zwecken in Biogasanlagen.[124] 2010 wurden im Landkreis 53.541 Rinder, 67.815 Schweine, 15.898 Schafe, 807 Pferde und 22.861 Hühner gehalten.[29] Der Landkreis hat Anteil am Spalter Hopfenland mit der Sonderkultur Hopfen, in der frühen Neuzeit ist Weinanbau in der Region bezeugt.

Energie[Bearbeiten]

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist der Anteil erneuerbarer Energie (EEG), die seit dem Jahr 2001 verstärkt produziert wird, am Gesamtverbrauch in den vergangenen Jahren sowie die Bedeutung dieses Industriezweiges stark gewachsen. Der EEG-Stromanteil liegt etwa bei 61 Prozent, was weit über dem bayerischen Durchschnitt liegt.[125] 2011 machte Biomassestrom 48,4 Prozent, Solarstrom 34,3 Prozent, Windkraft 16,6 Prozent, Klärgas 0,3 Prozent sowie Wasserkraft, produziert etwa im Damm des Großen Brombachsees, 0,4 Prozent der erneuerbaren Energien aus.[126] Bei Degersheim befindet sich mit dem Windpark Hahnenkamm einer der größten Windparks Bayerns mit zwölf Windkraftanlagen. Insgesamt gibt es auf dem Kreisgebiet 35 Windkraftanlagen (Stand: März 2013), 30 Nahwärmenetze, etwa die Hälfte auf dem Gebiet von fünf Gemeinden, und 64 Biogasanlagen (Stand: März 2013).[126] Die Energieagentur Nordbayern beziffert den jährlichen Stromverbrauch im Landkreis auf rund 450.000 Megawattstunden,[126] Energymap.info auf rund 700.000 Megawattstunden.[125]

Stein- und Sandabbau[Bearbeiten]

Ein Alleinstellungsmerkmal des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen bildet in der Region die Steinindustrie. Der Landkreises hat Anteil am größten Abbaugebiet für Naturstein in Deutschland.[127] So werden im Landkreis der Jura-Marmor, ein feinkörniger Kalkstein, und der Solnhofener Plattenkalk, das weltbeste Gestein für Lithografie, aus einer der bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt abgebaut. Jurakalkstein gilt als wichtigster Kalkstein der deutschen Bauwirtschaft.[128] Steinbrüche gibt es bei Weißenburg, Rothenstein, Treuchtlingen, Solnhofen und Langenaltheim. Bereits die Römer verwendeten im 2. Jahrhundert Solnhofener Plattenkalk.[128] Es wird angenommen, dass erstmals Jura-Kalkstein beim Bau der Willibaldsburg (1351–1365) großflächig abgebaut wurde. In den Steinbrüchen arbeiten sogenannte Hackstockmeister, mittlerweile selten gewordene und nur in dieser Region eingesetzte selbstständige Steinbrucharbeiter. Durch die Finanzkrise ab 2007 und das Aufkommen von billigeren Gesteinen aus China gehen die Verkaufszahlen für Gesteine aus dem Landkreis zurück. Die „Steinreichen 5“ sind eine Vereinigung der Gemeinden Langenaltheim, Solnhofen, Pappenheim und Treuchtlingen sowie Mörnsheim im Landkreis Donau-Ries, dem Hauptabbaugebiet der Gesteine.

In Pleinfeld sind mehrere Unternehmen im Sandabbau tätig. Der dort abgebaute Quarzsand ist wegen seiner roten Farbe und seiner Zusammensetzung bekannt. Unter anderem wird der Bayerische Volleyball-Verband mit Sand für Beachvolleyballfelder beliefert.

Bierflaschenverschluss der Schlossbrauerei Ellingen

Brauereien[Bearbeiten]

Die Braukunst hat im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine lange Tradition. Die seit dem Jahr 1135 existierende Brauerei Wurm in Bieswang ist die zweitälteste Brauerei Frankens.[129] Mit der Schlossbrauerei Ellingen befindet sich das einzige verbliebene fürstliche Brauhaus Frankens auf dem Landkreisgebiet. Daneben gibt es viele kleinere und jüngere Brauereien, wie Brauerei Sigwart in Weißenburg, Ritterbräu in Nennslingen, Felsenbräu in Thalmannsfeld, Brauerei Strauß in Wettelsheim und Schorsch-Bräu in Gunzenhausen.

Behörden und Gerichte[Bearbeiten]

Gerichtsgebäude des Weißenburger Amtsgerichts

Die meisten Behörden der Landkreisverwaltung haben ihren Sitz in Weißenburg. Die KFZ-Zulassungsbehörde hat als eine der wenigen Landkreisbehörden eine Nebendienststelle in Gunzenhausen. Die Arbeitsagentur Weißenburg ist für den gesamten Landkreis und für den Landkreis Roth zuständig und hat Geschäftsstellen in Weißenburg und Gunzenhausen. Das Finanzamt befindet sich in Gunzenhausen. Die Polizei im Landkreis ist der Polizeidirektion Ansbach zugeordnet, Polizeiinspektionen existieren in Weißenburg, Treuchtlingen und Gunzenhausen. 2015 beschloss die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Behörden-Verlagerungen die Gründung eines Landesamts für Schule und Kultur, das im Kreisgebiet eingerichtet werden soll.[130] Mit angeschlossen werden auch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerische Limeskoordinator. Das Amtsgericht Weißenburg i. Bay. hat den Landkreis als Zuständigkeitsbereich. Das zuständige Landgericht befindet sich in Ansbach, das Oberlandesgericht in Nürnberg.

Bildung und Kinderbetreuung[Bearbeiten]

Seit dem 15. November 2013 verfügt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern” und darf sich damit als Bildungsregion bezeichnen.[131]

In allen Gemeinden existieren Grundschulen, teilweise Mittelschulen, die zum Teil in Schulverbänden kooperieren. Neben dem Werner-von-Siemens-Gymnasium in Weißenburg und dem Simon-Marius-Gymnasium in Gunzenhausen gibt es die Kooperative Gesamtschule Senefelder-Schule in Treuchtlingen mit Mittel-, Realschul- und Gymnasiumszweig. In Gunzenhausen und Weißenburg gibt es jeweils eine Berufsschule, eine Realschule und mehrere Förderschulen. Weißenburg hat eine Berufliche Oberschule mit Berufs- und Fachoberschule. Im Beruflichen Schulzentrum Gunzenhausen sind eine Berufsschule, eine Wirtschaftsschule und eine Meisterschule für Schreinerei vereinigt.[132] Daneben gibt es in Gunzenhausen eine Landwirtschaftsschule, mehrere Berufsfachschulen und eine Fachakademie für Sozialpädagogik. Die Volkshochschulen in Gunzenhausen und Weißenburg sowie mehrere Bibliotheken übernehmen den Bildungsauftrag gegenüber der Bevölkerung.

Zu den größten Bibliotheken im Landkreis gehören die Stadtbibliothek Weißenburg und die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen. Zu den 79 Kindergärten und Kindertagesstätten mit insgesant 4134 Plätzen[133] gehört ein Montessori-Kindergarten in Weimersheim. Eine Grundschule in Weiboldshausen und die Mittelschule in Pleinfeld bieten ebenfalls Montessori-Pädagogik an. Das 2012 eröffnete Europäische Haus in Pappenheim ist eine europabezogene Forschungs- und Bildungseinrichtung für Politik, Kulturen und Sprachen.

Hochschulen und Universitäten[Bearbeiten]

In Treuchtlingen befindet sich seit 2010 die Fachhochschule für angewandtes Management im Adventure Campus. In Weißenburg wurde 2015 der Kunststoffcampus Bayern, ein Technologietransferzentrum für Kunststofftechnologie, eröffnet. Er wird gemeinschaftlich von der Hochschule Ansbach und der Hochschule Deggendorf geleitet. Die nächsten Universitäten befinden sich in Erlangen-Nürnberg, Eichstätt-Ingolstadt und Regenburg.

Gesundheit und Soziales[Bearbeiten]

Kliniken[Bearbeiten]

Das Kommunalunternehmen „Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen“ entstand 2002 als Anstalt des öffentlichen Rechts und firmiert seit März 2013 unter dem Namen Klinikum Altmühlfranken.[134] Mit seinen beiden Standorten in Weißenburg und Gunzenhausen übernimmt es die Grund- und Regelversorgung in der Region. Das Klinikum Altmühlfranken hat an beiden Standorten insgesamt 800 Mitarbeiter und 380 Betten; jährlich werden 34.000 Patienten behandelt, je zur Hälfte stationär und ambulant. Außerdem betreibt das Klinikum ein Facharztzentrum mit sechs Praxen und eine Tagesklinik für Psychiatrie.[135] Daneben gibt es in Treuchtlingen ein städtisches Krankenhaus, das sogenannte „Gesundheitszentrum Treuchtlingen“.

Soziales[Bearbeiten]

Im Schloss Absberg betreibt die Regens-Wagner-Stiftung das Behindertenpflegeheim St. Ottilien

Im Landkreis werden mehrere Altersheime und Seniorenresidenzen, Behindertenwerkstätten und Selbsthilfegruppen von kommunalen und kirchlichen Trägern unterhalten. Diakonie, Caritas, VdK und Arbeiterwohlfahrt haben Filialen im Kreisgebiet. Die Regens-Wagner-Stiftungen unterhalten in Müssighof ein regionales Zentrum zur Behindertenbetreuung und auf Schloss Absberg ein Behindertenpflegeheim. In Gunzenhausen unterhält die Diakonie Neuendettelsau ein Diakonissen-Mutterhaus, ein Familienzentrum ist in Planung.[136]

Medien[Bearbeiten]

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es drei Tageszeitungen: das Weißenburger Tagblatt, den Altmühl-Boten und den Treuchtlinger Kurier; alle sind Lokalausgaben der Nürnberger Nachrichten. Während der Altmühl-Bote das Gebiet des ehemaligen Landkreises Gunzenhausen einschließlich einiger Gemeinden im heutigen Landkreis Ansbach abdeckt, wird in der Nordhälfte des ehemaligen Landkreises Weißenburg das Weißenburger Tagblatt, in der Südhälfte der Treuchtlinger Kurier gelesen. Daneben erscheinen wöchentlich diverse Anzeigenblätter, darunter die Stadtzeitung Weißenburg. Das monatlich erscheinende Kultur-Magazin carpe diem berichtet über das Kultur- und Nachtleben im Landkreis.

Im Hörfunk können neben den bayernweiten und überregionalen Radiosendern einige Nürnberger Programme und im Fernsehen neben dem öffentlich-rechtlichen Bayerischen Fernsehen die privaten Sender Franken Fernsehen und intv – der infokanal empfangen werden. Der Telekommunikation dient der Fernmeldeturm Burgsalach östlich von Indernbuch, der mit 158 Metern Höhe zu den höchsten Fernmeldetürmen der Deutschen Funkturm GmbH gehört.

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Die staatliche Ludwigs-Süd-Nord-Bahn eröffnete 1849 das Teilstück Pleinfeld–GunzenhausenCronheim–Nördlingen der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Die Stadt Ansbach baute 1859 auf eigene Kosten eine Anschlussbahn nach Gunzenhausen, die von den Bayerischen Staatseisenbahnen 1869 bis Treuchtlingen verlängert wurde. Gleichzeitig kam die direkte Verbindung von Pleinfeld über Weißenburg nach Treuchtlingen zustande, die 1870 durch das Altmühltal nach Eichstätt und Ingolstadt weitergeführt wurde. Eine Nebenbahn von Weißenburg nach Nennslingen, ab dem Ende des 19. Jahrhunderts gefordert, wurde aus finanziellen Gründen nie realisiert.[137] 1925 wurde die Sandbahn Pleinfeld in Betrieb genommen. Bis 1964 wurde entlang dieser Strecke Sand aus den örtlichen Sandgruben zu einer Verladerampe am Bahnhof Pleinfeld gebracht.

Durch den Landkreis führen die Hauptstrecken Treuchtlingen–Würzburg, Ingolstadt–Treuchtlingen und Nürnberg–Augsburg sowie die Nebenstrecke Gunzenhausen–Pleinfeld. Die Bahnstrecke Nördlingen–Gunzenhausen wird planmäßig nur im Güterverkehr befahren. Personenbeförderung wird auf dieser Strecke nur noch bei Sonderfahrten mit Museumszügen durchgeführt.

Die Stadt Treuchtlingen ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten in Bayern. Sie bildet immer noch ein Nadelöhr für den überregionalen Güterverkehr, hat im Fernverkehr aufgrund der ICE-Strecke Nürnberg–Ingolstadt–München an Bedeutung einbüßen müssen. Auf dem Kreisgebiet gibt es zehn Bahnhöfe (siehe Bahnhöfe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Die höchste Bahnhofskategorie im Landkreis hat der Bahnhof Treuchtlingen (Kategorie 3 von 5).

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Neben Cham und Kronach ist der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen einer von drei bayerischen Landkreisen ohne eigenen Autobahnanschluss. Wichtigste Verkehrsachsen sind überwiegend Bundesstraßen sowie Kreis- und Gemeindestraßen. Als notwendige Strukturverbesserungsmaßnahmen gelten der Ausbau der Bundesstraße 2 und die Anbindung des Landkreises an die Bundesautobahn 9. Durch den Landkreis zieht sich ein dichtes Netz von Staats- und Kreisstraßen (siehe Liste der Kreisstraßen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Anfang 2014 gab im Landkreis insgesamt 76.165 angemeldete Kraftfahrzeuge, darunter 56.119 Pkw.[138]

Bundesstraße 2[Bearbeiten]

Eine wichtige Nord-Süd-Verbindung ist die teilweise vier- und dreispurige Bundesstraße 2, die von Nürnberg in den Landkreis führt. Mit dem Autobahnanschluss Roth der A 6 besteht eine Verbindung des Landkreises zur A 73 (Bamberg-Feucht) und zur A 9. Der nördlichste Punkt der B2 im Landkreis liegt nördlich von Mischelbach. Sie führt an Pleinfeld und Ellingen vorbei und nimmt dort die B 13 auf, mit der sie von Ellingen gemeinsam bis zur Abzweigung Weißenburg-Mitte führt. Südlich von Weißenburg verläuft die B 2 an Treuchtlingen vorbei. Ihr südlichster Punkt im Landkreis ist Mauthaus, ein Ortsteil der Gemeinde Langenaltheim. Von dort aus überschreitet sie die fränkisch-schwäbische Grenze und führt weiter nach Donauwörth. Weitere Straßenverbindungen bestehen nach Augsburg und in Richtung Allgäu. Im Süden gibt es einen Anschluss an die Autobahnen A 8 und A 96.

Bundesstraße 13[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 13, die bei Ansbach die Autobahn 6 kreuzt, erreicht den Landkreis bei Muhr am See. Kurz danach, bei Gunzenhausen, kreuzt sie sich mit der Bundesstraße 466 und durchquert anschließend die Ortschaften Unterasbach, Dornhausen, Theilenhofen und Stopfenheim. Westlich von Ellingen mündet die B 13 mit einer gemeinsamen vierspurigen Trassenführung in die B 2. Die gemeinsame Trasse endet am Abzweig Weißenburg-Mitte, wo die B 13 Weißenburg in Richtung Eichstätt (Ost-Südost) verlässt. Von dort aus geht es durch Buchenwälder nach Rothenstein, den südöstlichen Punkt der B 13 im Landkreis. Die benachbarte Kreisstadt Eichstätt ist etwa 15 Kilometer und oberbayerische Ingolstadt etwa 50 Kilometer entfernt. Über diese Verbindung besteht Anschluss an die A 9 und in Richtung Ostbayern.

Bundesstraße 466[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 466, die von Schwabach westlich des Brombachsees in den Landkreis einmündet, führt durch Obererlbach, dem nördlichsten Punkt der Bundesstraße im Landkreis, und weiter in Richtung Gunzenhausen. Mit der B 13 besteht eine kurze gemeinsame Trassenführung als Umfahrung des Ortes. Westlich des Knotens Gunzenhausen-West verlässt die B 13 die gemeinsame Trasse; die B 466 führt durch Gnotzheim, Ostheim und Westheim in Richtung Oettingen im benachbarten Landkreis Donau-Ries. Südlichster Punkt der Bundesstraße im Landkreis liegt auf der Höhe von Pagenhard. Von Oettingen und Nördlingen aus besteht über die Bundesstraßen 25 und 29 Anschluss an die A 7 (Kempten-Ulm-Würzburg) beim Anschluss Aalen-Westhausen.

Geplante Bundesstraße 131n[Bearbeiten]

Die geplante Bundesstraße 131 neu soll im Endausbau die Verbindung zwischen den Autobahnen 7 und 9 darstellen und damit dem Landkreis einen eigenen Autobahnanschluss verschaffen.[139] Die Idee dieser Straßenverbindung entstand 2000 zur verbesserten Erschließung des Landkreises und des Fränkischen Seenlands. Viele Gremien sehen keine Chance auf eine Verwirklichung und plädieren für einen Ausbau bestehender Straßen.[140] Auch sind Teile der Bevölkerung des Nachbarlandkreises Roth dagegen.[141]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, den größten Verkehrsverbund Bayerns und einen der größten Deutschlands, sichergestellt. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es insgesamt 41 öffentliche Buslinien.[142]

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der Flugplatz Treuchtlingen-Bubenheim

Nächster Verkehrsflughafen ist der Flughafen Nürnberg. Im Landkreis gibt es seit 1952 den Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg und den 1961 eröffneten Flugplatz Treuchtlingen-Bubenheim. Oberhalb von Weißenburg befindet sich der Segelflugplatz des örtlichen Segelflugvereins. Der Landkreis ist das Zentrum des Tieffluggebiets Nr. 7, davon sind die Stadtzentren von Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weißenburg ausgenommen.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 2. Mai 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 gültige Unterscheidungszeichen WUG zugewiesen. Seit dem 10. Juli 2013 ist im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung wieder das Kennzeichen GUN (Gunzenhausen) erhältlich. Die theoretisch ebenfalls möglichen Kennzeichen EIH, HIP und DON sind im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nicht erhältlich.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohnerzahlen, Stand 31. Dezember 2013[143])

Städte

  1. Ellingen (3671)
  2. Gunzenhausen (16.222)
  3. Pappenheim (3964)
  4. Treuchtlingen (12.576)
  5. Weißenburg i.Bay., Große Kreisstadt (17.732)

Märkte

  1. Absberg (1320)
  2. Gnotzheim (832)
  3. Heidenheim (2560)
  4. Markt Berolzheim (1280)
  5. Nennslingen (1375)
  6. Pleinfeld (7464)

Gemeinden

  1. Alesheim (975)
  2. Bergen (1122)
  3. Burgsalach (1156)
  4. Dittenheim (1751)
  5. Ettenstatt (852)
  6. Haundorf (2639)
  7. Höttingen (1116)
  8. Langenaltheim (2231)
  9. Meinheim (849)
  10. Muhr am See (2167)
  11. Pfofeld (1474)
  12. Polsingen (1840)
  13. Raitenbuch (1179)
  14. Solnhofen (1693)
  15. Theilenhofen (1128)
  16. Westheim (1163)
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättMunicipalities in WUG.svg
Über dieses Bild

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Altmühltal mit Sitz in Meinheim
    und den Mitgliedsgemeinden
    Alesheim, Dittenheim, Markt Berolzheim (Markt) und Meinheim
  2. Ellingen mit den Mitgliedsgemeinden
    Ellingen (Stadt), Ettenstatt und Höttingen
  3. Gunzenhausen mit den Mitgliedsgemeinden
    Absberg (Markt), Haundorf, Pfofeld und Theilenhofen
  4. Hahnenkamm mit Sitz in Heidenheim
    und den Mitgliedsgemeinden Gnotzheim (Markt), Heidenheim (Markt) und Westheim
  5. Nennslingen mit den Mitgliedsgemeinden
    Bergen, Burgsalach, Nennslingen (Markt) und Raitenbuch

Keine Gemeindefreien Gebiete

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sigrid Rabinger: Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen: Geschichte- Zeugnisse- Informationen, Manz, 1984, ISBN 3-7863-0955-8
  • Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen – Archäologie und Geschichte, Theiss, 1987
  • Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen – Denkmäler und Fundstätten, Theiss, 1987
  • Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960
  • Gotthard Kießling (Hrsg.): Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Lipp, München 2000.
  • Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 19
  3. Altmühlfranken, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  4. a b Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 163 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
  5. a b c Topographische Karten, BayernAtlas, Bayerische Vermessungsverwaltung
  6. Wir über uns: Der Natur verpflichtet, Naturpark Altmühltal, abgerufen am 6. April 2015
  7. Hubert Stanka: Liebeserklärung an Altmühlfranken, Treuchtlinger Kurier, nordbayern.de, erschienen am 4. März 2015, abgerufen am 11. April 2015
  8. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  9. Homepage des Ortes Auernheim, abgerufen am 6. April 2015
  10. a b c Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 12
  11. a b c Flüsse und Seen des Landkreises sowie Verlauf der Europäischen Hauptwasserscheide. Mittelfranken, abgerufen am 13. Februar 2012 (PDF; 412 kB).
  12. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 15
  13. Altmühl- und Brombachsee: Kampfansage an Algen in:Altmühl-Bote, nordbayern.de, veröffentlicht am 1. Februar 2011, abgerufen am 6. April 2015
  14. Das Landschaftsbild der Großen Kreisstadt Weißenburg i. Bay., abgerufen am 29. April 2015
  15. a b Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 51
  16. Sandwege, Sandachse Franken, abgerufen am 16. April 2015
  17. Biberberatung, www.landkreis-wug.de, abgerufen am 16. April 2015
  18. Vogelbeobachtungen am Altmühlsee März 2015, Landesbund für Vogelschutz in Bayern (pdf)
  19. Stefan Glaser, Gerhard Doppler und Klaus Schwerd (Red.): GeoBavaria. 600 Millionen Jahre Bayern. Internationale Edition. Bayerisches Geologisches Landesamt, München 2004 (online), S. 26
  20. a b Stefan Glaser, Gerhard Doppler und Klaus Schwerd (Red.): GeoBavaria. 600 Millionen Jahre Bayern. Internationale Edition. Bayerisches Geologisches Landesamt, München 2004 (online), S. 40 ff.
  21. Karte, Geotope im Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen, Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 6. April 2015
  22. Markus Moser: Plateosaurus engelhardti Meyer, 1837 (Dinosauria: Sauropodomorpha) aus dem Feuerletten (Mittelkeuper; Obertrias) von Bayern. Zitteliana, Reihe B: Abhandlungen der Bayerischen Staatssammlung fur Paläontologie und Geologie. Bd. 24, 2003, S. 3–186, urn:nbn:de:bvb:19-epub-12711-3.
  23. Errechnet aus den Angaben der Internetseite des Regierungsbezirkes Mittelfranken (abgerufen am 6. November 2013)
  24. Übersicht über die FFH-Gebiete in Bayern (PDF; 49 kB)
  25. Selten, schön und wertvoll: Schätze der Natur, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  26. Grüne Liste der Landschaftsschutzgebiete in Bayern (PDF; 1,1 MB)
  27. Grüne Liste der Landschaftsschutzgebiete in Mittelfranken (PDF; 269 kB)
  28. Karte der Vogelschutzgebiete: Mittelfranken, Landkarte der Europäischen Vogelschutzgebiete im Regierungsbezirk Mittelfranken, abgerufen am 16. April 2015
  29. a b c d e f Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Amtliche Statistik des LStDV
  30. Raumstruktur: Karte 1 (pdf; abgerufen am 6. April 2015)
  31. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 32
  32. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 34
  33. Karten zur Geschichte Bayerns: Überwiegend protestantische und überwiegend katholische Gebiete in Franken. In: Kirmeier, Josef u.a. (Hrsg.): 200 Jahre Franken in Bayern. Aufsatzband zur Landesausstellung 2006, Augsburg 2006 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 51), siehe Haus der Bayerischen Geschichte
  34. Verzeichnis der Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer oder evangelischer Bevölkerung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, abgerufen am 6. April 2015
  35. Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage (PDF; 22 kB)
  36. Islamismus in Bayern – Städtchen in Angst, Süddeutsche Zeitung, erschienen am 17. Mai 2010
  37. a b Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 36
  38. a b c d Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.statistik.bayern.deBayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Verzeichnis der amtlich benannten Gemeindeteile, Stand 31. Juli 2005 (XLS; 5,9 MB)
  39. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 16
  40. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 53
  41. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 82/83
  42. a b Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 20
  43. Konrad Spindler (Bearb.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 14: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen - Archäologie und Geschichte. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, S. 203–204
  44. Hans-Peter Uenze, Claus-Michael Hüssen: Vor- und Frühgeschichte. In: Handbuch der Bayerischen Geschichte, begr. von Max Spindler, 3. Bd., 1. Teilbd: Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, neu herausgegeben von Andreas Kraus, 3., neu bearbeitete Auflage, München 1997, S. 3–46, hier: S. 13.
  45. Birgit Lißner: Zu den frühbronzezeitlichen Gruppen in Süddeutschland, Leipzig 2004, S. 4.
  46. Cordula Nagler-Zanier: Ringschmuck der Hallstattzeit aus Bayern, Franz Steiner, Stuttgart 2005, S. 46
  47. H. Eidam: Eine prähistorische Befestigung auf der Gelben Bürg bei Dittenheim. In: Korrespondenzblatt der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Bd. 43, 1912, S. 140.
  48. Konrad Spindler (Hrsg.): Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen. Archäologie und Geschichte, Theiss, Aalen 1987, S. 87
  49. a b Hans-Peter Uenze, Claus-Michael Hüssen: Vor- und Frühgeschichte. In: Handbuch der Bayerischen Geschichte, begr. von Max Spindler, 3. Bd., 1. Teilbd: Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, neu herausgegeben von Andreas Kraus, 3., neu bearbeitete Auflage, München 1997, S. 3–46, hier: S. 44.
  50. Wilfried Menghin: Grundlegung: Das frühe Mittelalter. In: Handbuch der Bayerischen Geschichte, begr. von Max Spindler, 3. Bd., 1. Teilbd: Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, neu herausgegeben von Andreas Kraus, 3., neu bearbeitete Auflage, München 1997, S. 47–69, hier: S. 50
  51. Robert Reiß: Der merowingerzeitliche Reihengräberfriedhof von Westheim (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen). Forschungen zur frühmittelalterlichen Landesgeschichte im südlichen Mittelfranken, Wiss. Beibde z. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 10 (1994)
  52. Marcus Beck und Claudia Merthen: Zwischen Hain und Himmelreich – Die Reihengräber von Weißenburg. Schriftenreihe des Frankenbundes-Gruppe Weißenburg, Heft 4. 2013
  53. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 21
  54. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 23
  55. Wilhelm Störmer: Die Innere Entwicklung: Staat, Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft. In: Handbuch der Bayerischen Geschichte, begr. von Max Spindler, 3. Bd., 1. Teilbd: Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, neu herausgegeben von Andreas Kraus, 3., neu bearbeitete Auflage, München 1997, S. 210–330, hier: S. 254.
  56. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 28
  57. a b c Weißenburg in Bayern, Bayerische Denkmalliste, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (PDF)
  58. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 33
  59. Landkreis Gunzenhausen, München/Assling 1966, S. 202
  60. Hinrichtungsorte: Karte Franken auf hexen-franken.de, abgerufen am 18. April 2015
  61. a b c Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 41
  62. Rudolf Endres: Der Fränkische Reichskreis, In: Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur 29, Herausgegeben vom Haus der Bayerischen Geschichte, Regensburg 2003, S. 38, siehe Online-Version (pdf)
  63. Johannes Merz: Herzogswürde, fränkische. In: Historisches Lexikon Bayerns
  64. Preußen in Franken 1792–1806, Material aus der Landesausstellung 1999 des Hauses der Bayerischen Geschichte
  65. Werner Falk: Ein früher Hass auf Juden, in: Nürnberger Nachrichten, 25. März 2009, online abrufbar
  66. Sieghard Hedwig: Schwerer Bombenangriff auf Treuchtlingen vor 68 Jahren, Treuchtlinger Kurier, nordbayern.de, veröffentlicht am 22. Februar 2013, abgerufen am 14. April 2015
  67.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
  68. Zusammengezählt aus den Quellen Bayerische Verwaltungsgeschichte (Landkreis Weißenburg in Bayern) und Bayerische Verwaltungsgeschichte (Landkreis Gunzenhausen)
  69. Hochschule für Weißenburg: Technologietransferzentrum kommt, www.nordbayern.de, erschienen im Weißenburger Tagblatt am 10. November 2011
  70. Bevölkerungsentwicklung in altmühlfranken, www.altmuehlfranken.de, Zukunftsinitiative des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen
  71. Thomas Biller: Die Wülzburg: Architekturgeschichte einer Renaissancefestung, München, 1996, S. IX
  72. Muhr und die Räuber von Friedrich Schiller – Eine für unmöglich gehaltene Parallele ist Realität (PDF; 81 kB)
  73. Johann Schrenk; Karl Friedrich Zink: Gottes Häuser: Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Treuchtlingen/Berlin 2008, Buchdeckel
  74. Wallfahrtsorte im Dekanat Weißenburg-Wemding, www.dekanat-weissenburg-wemding.de, Bischöfliches Dekanat Weißenburg-Wemding
  75. Heinrich W. Mangold: Die St. Galluskrche in Pappenheim (PDF; 478 kB)
  76. Christine Riedl-Valder: Solnhofen – Wirkungsstätte des fränkischen Heiligen Sola, in: Klöster in Bayern, Haus der Bayerischen Geschichte.
  77. Evang.-Luth. Kirche St. Marien und Christophorus in Absberg. Pointoo.de. Abgerufen am 8. April 2015.
  78. Der Palmesel von Kalbensteinberg (PDF; 985 kB)
  79. Verborgene Schätze. Nürnberger Nachrichten, abgerufen am 8. April 2015.
  80. Aus der Chronik des Marktes Nennslingen: Das Jura-Wohnhaus
  81. TSV 1860 Weißenburg auf fussballdaten.de, abgerufen am 15. April 2015
  82. www.eagle-cat.de, Homepage, abgerufen am 16. Mai 2015
  83. Feuerwehrwesen, www.landkreis-wug.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 15. April 2015
  84. Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Gunzenhausen, abgerufen am 15. April 2015
  85. Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg, abgerufen am 15. April 2015
  86. Heimat- u. Brauereimuseum Pleinfeld, Markt Pleinfeld, abgerufen am 8. April 2015
  87. Homepage des Kulturzentums Ostpreußen, abgerufen am 8. April 2015
  88. Volkskundemuseum Treuchtlingen, abgerufen am 12. April 2015.
  89. Aus einer Sonderbeilage der WZ am 17. August 2011
  90. Das Volksfest in Treuchtlingen, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 12. April 2015
  91. Die Kirchweisau von Solnhofen, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 12. April 2015
  92. Tanz um den Huhnerbaum, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 12. April 2015
  93. Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“. Ergebnisse 1961–2013 (pdf, 57,6 KB)
  94. Sprechender Sprachatlas von Bayern, Bayerische Landesbibliothek Online, abgerufen am 17. Mai 2015
  95. Alemannia Judaica: Weißenburg in Bayern (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) – Jüdische Geschichte / Synagoge. Abgerufen am 11. April 2015.
  96. Franken Reihe I Heft 8: Gunzenhausen-Weissenburg in: Historischer Atlas von Bayern. München 1960, S. 53/54
  97. Alemannia Judaica: Treuchtlingen – Jüdische Geschichte / Synagoge. Abgerufen am 11. April 2015
  98. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, S. 195 (Treuchtlingen); S. 144 (Gunzenhausen)
  99. Gerhard Wägemann ist neuer Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, nordbayern.de, abgerufen am 13. April 2015
  100. Wahlarchiv, Statistik über die Kreistageswahl 1996 auf der Webseite des Landkreises
  101. Wahlarchiv, Statistik über die Kreistageswahl 2002 auf der Webseite des Landkreises
  102. Wahlübersicht, Statistik über die Kreistageswahl 2014 auf der Webseite des Landkreises
  103. Wahlarchiv, Statistik über die Kreistageswahl 2008 auf der Webseite des Landkreises
  104. Schulden-Ranking der 295 Landkreise in Deutschland, Meldung vom 3. August 2014, abgerufen am 21. April 2015
  105. Wappen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 2. April 2015
  106. Regionale Handlungskonzept, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  107. Was möchten Sie: AF oder WUG?, nordbayern.de, abgerufen am 11. April 2015
  108. 83 Prozent sind gegen AF-Kennzeichen, nordbayern.de, abgerufen am 11. April 2015
  109. Adolf Lang, Leif Geiges: Altmühlfranken: ein Führer durch Kunst und Geschichte, Stuttgart 1987, S. 10
  110. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 59
  111. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 41
  112. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 45
  113. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 54
  114. Aus der Region, für die Region, Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 11. April 2015
  115. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 50
  116. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 22
  117. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 23
  118. Gewerbesteuerhebesatz in % - Weißenburg-Gunzenhausen, www.factfish.de, abgerufen am 30. April 2015
  119. Mitarbeiterzahl errechnet aus den Angaben in: Unsere Standorte in Deutschland, Faurecia, abgerufen am 16. April 2015
  120. Loos und Köhler & Ziegler heißen nun Bosch. Robert Bosch GmbH, 1. Juli 2012, abgerufen am 16. April 2015.
  121. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 61
  122. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 60
  123. Unsere Region, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, abgerufen am 11. April 2015
  124. a b Weißenburg-Gunzenhausen, energymap.info, abgerufen am 11. April 2015
  125. a b c Erneuerbare Energien im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  126. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 58
  127. a b Steinreiches altmühlfranken, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  128. Bieswang, Stadt Pappenheim, abgerufen am 11. April 2015
  129. Neues Landesamt für WUG: Gemeinden können sich als Standort bewerben, BR, abgerufen am 30. März 2015
  130. Qualitätssiegel „Bildungsregion Bayern”, www.altmuehlfranken.de, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, abgerufen am 11. April 2015
  131. Berufliches Schulzentrum Gunzenhausen, Hauptseite der Homepage, abgerufen am 11. April 2015
  132. Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Bildung in altmühlfranken 2012/2013. Bildungsbericht für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Stand 25. Juni 2013., S. 29
  133. „Klinikum Altmühlfranken“ als neue Marke, nordbayern.de vom 6. Februar 2013
  134. Zahlen – Daten – Fakten, Klinikum Altmühlfranken, abgerufen am 11. April 2015
  135. Familienzentrum.Hensoltshoehe.de, abgerufen am 11. April 2015
  136. G. Mödl: Weißenburger Eisenbahngeschichte. In: villa nostra. Beiträge zur Weißenburger Stadtgeschichte. Weißenburg 1985 (Nr. XX), S. 177–192
  137. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 69
  138. IHK Nürnberg (Hrsg): Direkte Verbindung von der Autobahn zum Fränkischen Seenland, in: Wirtschaft in Mittelfranken, Nürnberg 2003, S. 30
  139.  IHK Mittelfranken (Hrsg.): Wirtschaft in Mittelfranken. Mittelfranken hält das Tempo. In: WIM. Nr. 04/2013, April 2013, S. 32/33.
  140. nein-zur-b131n.de, abgeurfen am 16. Mai 2015
  141. Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen: Statistik altmühlfranken 2014. Ausgewählte Wirtschafts- und Strukturdaten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Zahlen. Daten. Fakten. Weißenburg 2014, S. 66
  142. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
Diese Seite befindet sich derzeit im Review-Prozess
QSicon in Arbeit.svg Diese Seite befindet sich derzeit im Review. Sag dort deine Meinung zum Artikel und hilf mit, ihn zu verbessern!
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 14. Juli 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.