Landolin Ohmacht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Landolin Ohmacht
Landolin Ohmacht: Statue des Königs Adolf von Nassau, auf seinem Grabmal im Speyerer Dom; nach Entwurf von Leo von Klenze

Landolin Ohmacht[1], auch Landelin Ohmacht[2] oder Landolin Ohnmacht[3] oder Landelin Ohnmacht[4], (* 11. November[5] 1760 in Dunningen; † 31. März 1834 in Straßburg) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landolin Ohnmacht machte 1772 eine Holzschnitzerlehre in Triberg im Schwarzwald, vermutlich bei Joseph Kaltenbach (1735–1805). Danach war er in Freiburg im Breisgau, dann – gefördert durch seinen späteren Schwiegervater – im Atelier des Bildhauers Johann Peter Melchior in Frankenthal (Pfalz) und anschließend in Mannheim tätig. Von 1788 bis 1790 wirkte Ohmacht in der Schweiz. In Basel verfertigte er mehrere Miniaturbüsten und Reliefporträts aus Alabaster, u. a. von Peter Ochs. Nach kürzeren Aufenthalten in Rom, Frankfurt am Main, Wien, München, Dresden und Hamburg ließ er sich schließlich in Straßburg nieder. 1798 heiratete er Sophie Gassner, die Tochter des Bürgermeisters von Rottweil.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mechtild Ohnmacht: Landelin Ohnmacht. Lindenberg i. Allgäu, Fink, 2012. ISBN 978-3-89870-678-0
  • Julius Wilbs: Landolin Oh(n)macht, in: Lebensbilder aus Baden-Württemberg. Band 20, Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-017333-2
  • Rainer Schmidt (Hrsg.), Klopstock Briefe 1795-1798, Bd. 2, Apparat/ Kommentar, Verlag de Gruyter, Berlin, 1996, S. 298 ff., (online betr. Büsten in div. Materialien von Klopstock)
  • Mechtild Ohnmacht: Oh(n)macht, Landelin Franciscus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 491 f. (Digitalisat).
  • Julius Wilbs: Ein Künstler und ein Techniker: Landolin Ohnmacht und Jacob Mayer. In: Gemeinde Dunningen (Hrsg.): Heimat an der Eschach : Dunningen, Seedorf, Lackendorf. Thorbecke, Sigmaringen 1986, ISBN 3-7995-4093-8, S. 117 ff.
  • Lore Sporhan: Der Bildhauer Landolin Ohnmacht aus Dunningen. In: Schwäbische Heimat. Band 37, 1986, S. 217–224.
  • Ignaz Rohr: Der Straßburger Bildhauer Landolin Ohmacht. Eine kunstgeschichtliche Studie samt einem Beitrag zur Geschichte der Ästhetik um die Wende des 18. Jahrhunderts. Karl J. Trübner, Straßburg 1911 (archive.org).
  • Daniel Burckhardt: Ohmacht, Landolin, in: Carl Brun (Hrsg.): Schweizerisches Künstler-Lexikon. Bd. 2, 1905, S. 494 f. (Digitalisat)
  • August Schricker: Ohmacht, Landelin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 24, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 204–207.
  • Landelin Ohmacht in: Illustrirte Welt, Bd. 1 (1853), S. 95–96 (Digitalisat)
  • N.N.: Ohmacht, Landolin. In: Verein f. Hamburgische Geschichte (Hrsg.): Hamburgisches Künstler-Lexikon. Hoffmann und Campe, Hamburg 1854, S. 183 (uni-hamburg.de).
  • Friedrich Johann Lorenz Meyer: Bildhauerkunst. Fremde Bildhauer: Landelin Ohmacht. In: Skizzen zu einem Gemälde von Hamburg. Band 1, Heft 3. Friedrich Hermann Nestler, Hamburg 1801, S. 324 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Landolin Ohmacht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Burckhardt
  2. August Schricker (ADB) und Friedrich Johann Lorenz Meyer
  3. Lore Sporhan, Julius Wilbs
  4. Mechtild Ohnmacht (NDB)
  5. 6. November; Quelle: Ohmacht, Landolin. Zeitweise in der Schweiz tätiger Bildhauer. In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, 23. April 2015, abgerufen am 16. Oktober 2016. und Hamburgisches Künstler-Lexikon