Landraubtiere

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Die Einteilung der Lebewesen in Systematiken ist kontinuierlicher Gegenstand der Forschung. So existieren neben- und nacheinander verschiedene systematische Klassifikationen. Das hier behandelte Taxon ist durch neue Forschungen obsolet geworden bzw. ist nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik der Gruppe.

Landraubtiere (Fissipedia) ist die Bezeichnung für eine in der modernen biologischen Systematik nicht mehr verwendete Unterordnung der Raubtiere, in der ihre an Land lebenden Vertreter zusammengefasst wurden. Die „Landraubtiere“ standen der anderen, dementsprechend als „Wasserraubtiere“ (Pinnipedia) bezeichneten Unterordnung mit den aquatischen Raubtieren gegenüber, die in der aktuellen Systematik als Taxon der Robben weiterbesteht.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gingen aus den ursprünglichen Raubtieren schon früh die Hauptlinien der heutigen Raubtiere hervor, die Katzenartigen und die Hundeartigen. Die Robben sind eine natürliche Verwandtschaftsgruppe (Monophylum) innerhalb der Hundeartigen, weshalb die so genannten „Landraubtiere“ paraphyletisch sind und ihrerseits teils zu den Hundeartigen, teils zu den Katzenartigen gestellt werden.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Fissipeda“ wurde 1791 von Blumenbach in die Literatur eingeführt, aber zumeist als „Fissipedia“ gebraucht. Beide Namensvarianten leiten sich von lateinisch findere ‚spalten‘ sowie pes, pedis ‚Fuß‘ ab und bedeuten „Spaltfüßer“. Diese Benennung nimmt Bezug auf den Unterschied zu den Pinnipedia oder „Flossenfüßern“, denn die Zehen an der Pfote der Spaltfüßer sind „frei“ und nicht wie bei den Flossenfüßern miteinander durch Schwimmhäute zu einer Flosse verbunden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Lehmann: Paläontologisches Wörterbuch. 4. Auflage. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1996, S. 87.