Landschaftspark Hachinger Tal

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Landschaftspark
Hachinger Tal
DEU Unterhaching COA.svg
Park in Neubiberg
Landschaftspark Hachinger Tal
Blick auf die ehemalige Start- und Landebahn
Basisdaten
Ort Neubiberg
Angelegt 2001
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Freizeit
Technische Daten
Parkfläche 1.260.000 m² (rund 126 Hektar)

Der Landschaftspark Hachinger Tal ist ein rund 126 Hektar großer Landschaftspark im Verwaltungsgebiet Neubiberg, Ottobrunn und Unterhaching im Süden von München. Er entstand auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Neubiberg (ohne Gebäude).

1997 hat die Gemeinde Unterhaching bei München einen Großteil des aufgelassenen Flugplatzes gekauft und ab 2001 schrittweise mit der Umgestaltung begonnen. Der Entwurf stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl aus Berlin.

Freizeit-Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landschaftspark ist in verschiedene Zonen eingeteilt: Während der südliche/südöstliche Teil großteils für die Natur reserviert ist, liegen Sport- und Erlebnisbereiche westlich der Autobahnbrücke sowie im Nordosten, in dem zu Neubiberg gehörenden Teil.

Die ehemalige Start- und Landebahn, die die Mittelachse des Parks bildet, zieht heute u. a. Inline-Skater und Kitesurfer an. Auf der sogenannten Hundemeile am Nordrand des Parks dürfen Hunde frei laufen, auf dem restlichen Gelände müssen sie an der Leine geführt werden.

Weitere Freizeit-Einrichtungen sind ein Fun-Park, Beachvolley- und Fußballplätze sowie ein Wasserspielplatz am Hachinger Bach.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände beinhaltet eine Restfläche der einstigen 'Perlacher Haid', einer durch langjährige Beweidung entstandenen weitläufigen Grasheide. Die Wiesen werden zu artenreichen Magerwiesen, stellenweise auch zu Magerrasen entwickelt. Auf diesen Flächen, die zeitweise nicht betreten werden dürfen, kommen Arten vor, die auf der Roten Liste bedrohter Tierarten stehen, wie z. B. Feldlerche, Wachtel, Idas-Bläuling und Himmelblauer Bläuling.[1]

In den Randbereichen wurden Gebüsche gepflanzt, die als Brutplatz für Neuntöter, Gelbspötter und Dorngrasmücke dienen. Darüber hinaus kommt die Zauneidechse vor.

Von der Gemeinde Unterhaching sowie der Stadt München wurden mehrere Laichgewässer für Amphibien angelegt. Sie dienen v. a. dem Schutz der in Bayern vom Aussterben bedrohten Wechselkröte. Daneben kommen weitere Arten wie Laubfrosch und Bergmolch vor.

Westlich der Autobahn wurden Streuobstwiesen angelegt. Der Hachinger Bach, der das Gelände im Westen durchfließt, wurde renaturiert und ein Auwald angepflanzt. Stege am Bach ziehen v. a. an warmen Tagen Erholungssuchende an.

Bemerkenswert ist, dass die Bürger von Unterhaching in die Gestaltung und Pflege des Landschaftsparks einbezogen werden. So gibt es u. a. einen Arbeitskreis „Obstwiese“, dessen Mitglieder ehrenamtlich die Pflanzung und Pflege der Obstwiese übernehmen. Der Arbeitskreis „Bewusstseinsbildung Landschaftspark“ kümmert sich um die Information der Besucher, insbesondere um Hinweise auf Flora und Fauna und die Schutzbereiche für die bedrohten Arten.[2]

Ehemalige Bunker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände befinden sich mehrere zugeschüttete Bunker.[3]

Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landschaftspark Hachinger Tal – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Faltblatt Hachinger Tal@1@2Vorlage:Toter Link/www.bnn.pan-gmbh.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., bnn.pan-gmbh.de, abgerufen am 6. April 2016, .pdf
  2. Lokale Agenda 21, agenda21-unterhaching.de, abgerufen am 6. April 2016
  3. Michael Morosow: Kinder entdecken Eingang zu unterirdischem Bunker. In: sueddeutsche.de. 23. April 2017, abgerufen am 13. Oktober 2018.

Koordinaten: 48° 4′ 16″ N, 11° 38′ 13″ O