Landser (Haut-Rhin)

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Landser
Wappen von Landser
Landser (Frankreich)
Landser
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Brunstatt
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 23′ OKoordinaten: 47° 41′ N, 7° 23′ O
Höhe 254–348 m
Fläche 3,04 km²
Einwohner 1.550 (1. Januar 2013)
Bevölkerungsdichte 510 Einw./km²
Postleitzahl 68440
INSEE-Code
Website http://www.ville-landser.fr/

Gemeindeverwaltung (Mairie)

Landser ist eine französische Gemeinde mit 1550 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Brunstatt und zum Gemeindeverband Pays de Sierentz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der örtliche Marktplatz taucht erstmals im Jahr 1246 auf. Um 1300 war Landser der Sitz der gleichnamigen Herrschaft. Mehrfach wurde der Ort zerstört. 1929 wurde dort eine landwirtschaftliche Schule gegründet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 321 330 1.750 2.114 1.976 1.725 1.573

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Mariä Himmelfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde 1269 erstmals erwähnt. Der Kirchturm stammt aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, das Turmdach wurde Anfang des 20. Jahrhunderts verändert. Das Kirchenschiff ist zwischen 1774 und 1776 erneuert worden. Das Innere der Kirche wurde 1988 bis 1990 renoviert. Hier befinden sich zahlreiche Gemälde und Skulpturen, unter anderem eine Pietà über dem Altar aus dem 17. Jahrhundert, in der rechten Seitenkapelle ein Schrein mit Reliquien des Heiligen Justin. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1789.

Kapuzinerkloster St. Alfons[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klosterkapelle Landser
Brunnen aus dem Jahr 1661

In das Mitte des 17. Jahrhunderts von den Gebrüdern Hug, den Vögten der Herrschaft Landser, errichtete Kloster zogen 1659 Kapuziner ein. Während der Französischen Revolution wurde der Konvent vertrieben. Die Konventsgebäude wurden als Staatseigentum verkauft, verfielen aber im Lauf der nächsten Jahre. 1842 erwarben die Redemptoristen die Gebäude. Sie setzten sie instand und bauten eine neue Kapelle. 1873 schlossen die deutschen Behörden das Kloster und so stand es erneut für viele Jahre leer. 1929 wurde das Kloster Redemptoristinnen geschenkt. Es erfolgten einige Umbauten, unter anderem wurden die Hauptgebäude um ein Stockwerk erhöht. Die Redemptoristinnen ließen sich 1931 im Kloster nieder. Sie wirkten dort mit Ausnahme der Kriegsjahre bis heute und beschäftigen sich neben dem Gebet mit der Herstellung von Hostien und Heiligenbildern, mit Buchbinderei und Gartenarbeiten. Die etwas nördlich vom Kloster am Ibenbach gelegene Mühle („Klostermühl“) ist längst außer Betrieb und heute Teil des Bauernhofs Don Bosco.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1496 geborene Sau von Landser wurde unter anderem von Albrecht Dürer bildlich dargestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aus öffentlich zugänglich aufgestellter Infotafel in Trägerschaft des Conseil General Haut-Rhin