Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 1950

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Die zweite Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fand am 18. Juni 1950 statt.[1]

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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1947
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Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g 1947 DKP-DRP
     
Von 215 Sitzen entfallen auf:
Plakat der CDU zur Landtagswahl

Neben der Landtagswahl fand auch eine Volksabstimmung über einen Verfassungsentwurf statt. Dieser Entwurf der CDU und des Zentrums war mit einer Mehrheit von 110 Stimmen in dritter Lesung am 5. und 6. Juni 1950 im Landtag angenommen worden.
Um die Beratungen zur Landesverfassung abschließen zu können, wurde die 1947 auf drei Jahre festgelegte Legislaturperiode um ein Vierteljahr verlängert. Dieser Vorgang ist bis heute (Stand 2012) in der Geschichte des Landes einmalig.

Zur Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Arnold versuchte nach den ersten freien Wahlen 1947 eine Allparteienregierung zu bilden, was aber an der FDP scheiterte, die sich an der Regierung nicht beteiligte. So bildete er eine Regierung aus CDU, SPD, Zentrum und KPD. Arnold entließ die beiden Minister der KPD Heinz Renner und Hugo Paul am 5. April 1948, nachdem sie sich geweigert hatten, sich von der Politik ihrer Fraktion zu distanzieren.

Nach der Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnold wurde am 27. Juli 1950 wieder zum Ministerpräsidenten gewählt. Da bis dahin keine Koalitionsvereinbarung zu Stande gekommen war, berief Arnold am 1. August zunächst ein nur aus CDU-Mitgliedern bestehendes Kabinett.[2] Am 15. September wurde, nachdem CDU und Zentrum eine Koalition vereinbart hatten, das Kabinett um zwei Zentrums- und drei CDU-Minister erweitert. Die CDU/Zentrum-Koalition hatte durch die Überhangmandate der CDU eine Mehrheit von drei Stimmen.

Der Wahlkampf stand ganz im Zeichen der Landesverfassung. Insbesondere war die Verankerung der Konfessionsschule in der Verfassung umstritten. CDU und Zentrum warben für die Annahme der Verfassung, SPD, KPD und FDP dagegen. Die CDU verzichtete in zwölf Wahlkreisen auf einen Direktkandidaten. Hiervon konnte in fünf Wahlkreisen die FDP profitieren, die diese gewann. Das Zentrum konnte keinen Wahlkreis gewinnen.

Ergebnis der Volksabstimmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfassungsentwurf Stimmen

absolut

JA 3.627.054
NEIN 2.240.674
ungültig 496.555

Am 8. Juli 1950 stimmte auch die britische Militärregierung der Verfassung zu. So konnte diese am 11. Juli 1950 in Kraft treten.[3]

Ergebnis der Landtagswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl vom 18. Juni 1950[4]

Wahlberechtigte: 8.892.305

Wähler: 6.433.003

Wahlbeteiligung: 72,34 %

Gültige Stimmen: 6.201.117

Partei Stimmen
absolut
Anteil
in %
Wahl-
kreisbe-
werber
Direkt-
man-
date
Sitze
CDU 2286644 36,87 138 93 93
SPD 2005312 32,34 150 52 68
FDP 748926 12,08 132 5 26
Zentrum 466497 7,52 149 16
KPD 338862 5,46 150 12
RSF 122878 1,98 87
DRP 107104 1,73 87
DP 106351 1,72 131
SRP 11359 0,18 3
CSAB 107 0,00 1
Einzelbewerber 7077 0,11 5
Total 6201117 1033 150 215

Die CDU erhielt 15 Überhangmandate, die Zahl der Mandate insgesamt erhöhte sich dadurch von 200 auf 215.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Landtagswahlen NRW seit 1950
  2. Protokoll der Landtagssitzung vom 1. August 1950 (PDF; 191 kB)
  3. Landtag NRW - Entstehungsprozess der Verfassung
  4. Landtag NRW Wahlergebnis 1950