Langa de Duero

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Gemeinde Langa de Duero
Langa de Duero – Rathaus mit Storchennest
Langa de Duero – Rathaus mit Storchennest
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Langa de Duero
Langa de Duero (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Burgo de Osma (Comarca)
Koordinaten 41° 37′ N, 3° 24′ WKoordinaten: 41° 37′ N, 3° 24′ W
Höhe: 962 msnm
Fläche: 189,91 km²
Einwohner: 746 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,93 Einw./km²
Postleitzahl: 42320
Gemeindenummer (INE): 42103 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Langa de Duero www.langadeduero.es/ Ayuntamiento de Langa de Duero

Langa de Duero ist eine kleine nordspanische Gemeinde (municipio) mit 746 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der Provinz Soria in der Autonomen Region Kastilien-León. Der Ort ist als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langa de Duero liegt auf dem Nordufer des Río Duero in ca. 850 Metern Höhe ü. d. M. etwa 30 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich von Aranda de Duero; die sehenswerte Nachbargemeinden Peñaranda de Duero und Coruña del Conde befinden sich etwa 17 Kilometer nördlich. Die Städte San Esteban de Gormaz, Burgo de Osma und Berlanga de Duero liegen weiter östlich; die Provinzhauptstadt Soria liegt etwa 90 Kilometer nordöstlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 1.199 1.712 1.239 977 904 823

Der deutliche Anstieg der Bevölkerung zwischen 1960 und 1970 ist auf die Eingemeindung der Dörfer Alcozar, Bocigas de Perales, Valdanzo, Valdanzuelo und Zayas de Torre zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Höhenlage, der kargen und steinigen Böden sowie der geringen Niederschlagsmengen sind die ackerbaulichen Erträge gering. Der Ort gehört zum Weinbaugebiet Ribera del Duero. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerung des Ortes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits von antiken Autoren wie Strabon, Apianus, Plinius und Diodorus Siculus wird ein Ort mit Namen Segontio Lanka oder Lagni erwähnt, wobei es sich aber auch um das nahegelegene Berlanga de Duero handeln könnte. Keltiberer, Römer und Westgoten waren hier ohne jedoch eindeutige Spuren zu hinterlassen. In islamischer Zeit war die Gegend entvölkert und wurde erst im 11. und 12. Jahrhundert von Zuwanderern aus dem christlichen Norden, aber auch aus dem Süden Spaniens wiederbesiedelt (repoblación). Im 18. Jahrhundert wird der Ort an den Grafen von Miranda übertragen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langa de Duero – Torre del Castillo
Alcozar – Kirchenruine, Friedhof und Rest der Burg
Langa de Duero
  • Der mächtige Bergfried (torre de homenaje) der mittelalterlichen Burg überragt den Ort – er ist ca. 20 Meter hoch, die Seitenlänge beträgt etwa 12 Meter bei einer Mauerstärke von etwa zwei Metern. Der Eingang befand sich in etwa 2,50 Metern Höhe und war nur über eine Leiter zu erreichen, die im Verteidigungsfall eingezogen werden konnte.
  • Die Kirche San Miguel Arcángel ist ein durchaus imposanter einschiffiger Bau aus dem 15. Jahrhundert, von dem jedoch nur die Apsis erhalten ist, über der - im Rahmen eines Umbaus im 17. Jahrhundert - ein Glockengiebel (espadaña) aufgesetzt wurde. Die ehemalige Westseite wurde komplett erneuert und bildet heute den Chor der Kirche.
  • Eine zwölfbogige – mehrfach erneuerte – mittelalterliche Brücke (puente medieval) führt über den Duero.
Bocigas de Perales
Alcozar
  • In der Nähe des kleinen Dorfes steht eine teilweise ruinierte Einsiedlerkirche (ermita). Einige romanische Konsolfiguren und Kapitelle der Apsis sind noch erhalten.
Zayas del Torre

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langa de Duero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).