Langballig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langballig
Langballig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langballig hervorgehoben
Koordinaten: 54° 48′ N, 9° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Langballig
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 15,42 km2
Einwohner: 1535 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24977
Vorwahl: 04636
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 137
Adresse der Amtsverwaltung: Süderende 1
24977 Langballig
Webpräsenz: www.langballig.de
Bürgermeister: Peter Dietrich Henningsen (CDU)
Lage der Gemeinde Langballig im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Langballig (dänisch Langballe) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes. Freienwillen (dänisch: Langballegård), Hohenau, Langballigau (Langballeå), Langballigholz (Langballeskov), Langballigkaten, Trolljunker, Unewatt (Undevad), Unewattfeld (Undevadmark) und Unewatt Hof gehören zum Gemeindegebiet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langballig liegt an der Flensburger Förde im Norden der Landschaft Angeln. Die Gemeinde ist seit 1988 ein anerkannter Luftkurort.

Im Gemeindegebiet gibt es einen Naturstrand, ein Naturschutzgebiet, das Tal der Langballigau mit seinen seltenen Pflanzen- und Vogelarten. Langballigau ist ein Schutz- und Fischereihafen, der in den 1920er Jahren als Fischereischutzhafen erbaut wurde und heute vor allem von Seglern genutzt wird. Hier liegt auch das Seenotrettungsboot Werner Kuntze der DGzRS.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langballigau Ende des 19. Jahrhunderts

Der Ort wurde 1450 erstmals als Langballech oder Langballe erwähnt.

Im Dorfwettbewerb Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft wurde die Gemeinde 1997 Landessieger und erreichte 1998 die Silberplakette als zweitschönster Ort Deutschlands. 2004 wurde die Gemeinde Landessieger im Wettbewerb „Umweltfreundliche Gemeinde“

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 15 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die Bürgerliste hat drei, die SPD drei und SSW zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über rotem Schildfuß, darin ein linksgewendeter, räderloser silberner Pflug, von Silber und Blau gespalten. Vorn ein überhalbes rotes Mühlrad am Spalt, hinten ein dreieckiges, geblähtes silbernes Segel.“[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holländermühle Fortuna in Unewatt, im September 2006

In der Liste der Kulturdenkmale in Langballig stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

In Langballig liegt das Gut Freienwillen, das als ältestes erhaltenes Gut in Nordangeln gilt. Das Gut gehörte ursprünglich den Familien Ahlefeld und Rantzau.

Das ebenfalls zur Gemeinde Langballig gehörende Unewatt ist heute ein Dorfmuseum. Das Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt besteht aus einem Ensemble alter Wohn- und Wirtschaftsgebäude, wie der Holländermühle Fortuna. Im Sommer wird ein Kulturprogramm u. a. mit Konzerten und Lesungen angeboten.

Die Fördelandschaft in Langballig ist durch ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz erschlossen, z.B. den Ostseeküsten-Radweg,[3] welcher als europäische EuroVelo-Route Nr. 10 um die Ostsee führt.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tourismus ist für das Dorf mit seinen vielfältigen Gastronomiebetrieben die wichtigste Einnahmequelle. In Unewatt befindet sich ein Landschaftsmuseum, zu dem auch eine Mühle gehört, die für den ehemaligen Haupterwerbszweig des Dorfes steht.

Im Amtsbezirk übernimmt die Gemeinde mit ihren Dienstleistungsbetrieben zentralörtliche Funktionen.

Bekannte Personen mit Bezug zu Langballig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langballig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Ostseeküstenradweg. Abgerufen am 7. Mai 2017 (de-de).
  4. translator2: EuroVelo 10 – EuroVelo. Abgerufen am 7. Mai 2017 (deutsch).