Langburkersdorf

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Langburkersdorf
Koordinaten: 51° 1′ 29″ N, 14° 13′ 48″ O
Höhe: 340 m ü. NHN
Einwohner: 1859 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Hohwald
Postleitzahl: 01844
Vorwahl: 03596
Langburkersdorf (Sachsen)
Langburkersdorf

Lage von Langburkersdorf in Sachsen

Bild von Langburkersdorf
Luftbildpanorama

Langburkersdorf ist ein ehemals selbständiges Dorf, das ab 1994 der neu gebildeten Gemeinde Hohwald angehörte und 2007 ein Ortsteil von Neustadt in Sachsen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf schließt sich im Osten direkt an Neustadt an. Es liegt zwischen dem Hohwald und dem nördlichen Vorland des Elbsandsteingebirges. Im Süden wird es von der Erhebung des Ungers, im Norden des Hohwaldes, im Westen von Neustadt und im Osten von der tschechischen Ländergrenze begrenzt. Die Polenz und einige ihrer Nebenbäche fließen hindurch.

Langburkersdorf ist als Waldhufendorf angelegt. Auf einer Länge von etwa 5 km sind die Anwesen beidseitig der Dorfstraße angeordnet. Ergänzt wird diese Struktur vor allem im westlichen Teil durch Siedlungs- und Gewerbegebiete.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Oberlausitzer Grenzurkunde ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes auf das Jahr 1413 als Burghardsdorff zurückzuführen. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Ort von fränkischen Bauern besiedelt und wenige Jahre später das Rittergut mit seinem Schloss gebaut.

Im Jahr 1994 schloss sich Langburkersdorf mit den Gemeinden Berthelsdorf und Rückersdorf und deren Ortsteilen Niederottendorf, Oberottendorf und Rugiswalde zur Gemeinde Hohwald zusammen. Hohwald wiederum wurde als Ergebnis eines Bürgerentscheids am 1. August 2007 nach Neustadt in Sachsen eingegliedert.

Schloss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Langburkersdorf.

Das am westlichen Ortseingang liegende Schloss Langburkersdorf hat eine Geschichte mit vielen Besitzerwechseln. 1423 gab es die erstmalige Benennung des Rittergutes als Besitz des Leuthold von Luttitz, Amtshauptmann von Hohnstein. Georg von Wehse erwarb 1564 das Haus zu Burkersdorf. Die Grundsteinlegung für das neue Wohnhaus erfolgte 1611, danach verblieb es lange Zeit im Familienbesitz der von Wehse. Der Freiherr von Stieglitz erwarb das Schloss 1870 und nutzte es als Jagdresidenz. 1906 besuchte König von Sachsen Friedrich August III. mit seinem gewaltige Gefolge das „Schloss Burkersdorf“.

1925 wurde dann das gesamte Anwesen an die Landesversicherung Sachsen verkauft. Diese errichtete nach großen baulichen Veränderungen dort ein Altersheim. Das Rittergut versorgte die Hohwaldklinik mit landwirtschaftlichen Produkten. Während der 1930er und 40er Jahre war es ein Erholungsheim. Zwischen 1947 und 1966 wurde das Schloss zur Abwicklung von Nachkuren der Tuberkulosekranken Patienten der Hohwaldklinik genutzt.[2]

1966 wurde der „Rat des Kreises“ Eigentümer. 1981 begann eine Renovierung des Schlosses. Die Außenfassade wurde 1991 erneuert. 1992 geht das Anwesen an die Landesversicherungsanstalt über, 1997 wird es an die Schloss-Park-Entwicklungsgesellschaft mbH verkauft. 2000 erwarb die Gemeinde Hohwald das Schloss samt Grundstück. Seit der Eingemeindung von Hohwald im Jahr 2007 gehört das Schloss der Stadt Neustadt in Sachsen.

Ehemalige Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlen am Langburkersdorfer Bach:

  • Obermühle im Ort
  • Hofmühle in der Nähe vom Schloss

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Langburkersdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 1. Heft: Amtshauptmannschaft Pirna. C. C. Meinhold, Dresden 1882, S. 43.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Langburkersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsteile von Neustadt in Sachsen. In: neustadt-sachsen.de. Stadt Neustadt in Sachsen, abgerufen am 23. Juli 2018.
  2. Geschichte der Hohwaldklinik (Abruf am 1. Januar 2013)