Lange Berge

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Lange Berge
Höchster Gipfel Buchberg (527,2 m ü. NHN)
Lage Landkreise Coburg und Hildburghausen; Bayern und Thüringen (Deutschland)
Lange Berge (Bayern)
Lange Berge
Koordinaten 50° 22′ N, 10° 55′ OKoordinaten: 50° 22′ N, 10° 55′ O
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Die Langen Berge sind ein bis 527,2 m ü. NHN[1] hoher, kleiner Höhenzug und ein Naturraum (Nr. 1382.11), der überwiegend im bayerischen Landkreis Coburg (Oberfranken) und mit Nordwestausläufern im thüringischen Landkreis Hildburghausen liegt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Langen Berge liegen an der Grenze von Bayern und Thüringen zwischen der Kernstadt von Eisfeld an der Werra im Norden, der Gemeinde Lautertal an der Lauter im Osten, Coburg an der Itz im Süden und Bad Rodach an der Rodach im Westen; der Naturraum reicht im Südosten bis nach Oberwohlsbach, einem an der Itz liegenden Stadtteil von Rödental.

Nach Norden schließt sich die Hügellandschaft um Eisfeld an, weiter nordöstlich folgt das Thüringer Schiefergebirge. Einige Kilometer westlich der teils bewaldeten, sonst landwirtschaftlich genutzten Langen Berge erheben sich die Vulkankegel des Straufhain und westnordwestlich davon die Gleichberge.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Langen Berge bilden in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Mainfränkische Platten (Nr. 13), in der Haupteinheit Grabfeldgau (138) und in der Untereinheit Werra-Gäuplatten (1382) den Naturraum Lange Berge (1382.11). Die Landschaft leitet nach Westnordwesten in den Naturraum Hildburghauser Muschelkalkberge (1382.10) über. Nach Südosten und Süden fällt sie in die Wiesenfeld-Coburger Niederung (1381.30) und nach Südwesten in den Rodachgrund (1381.31) ab; diese zwei Naturräume zählen zur Untereinheit Grabfeld (1381). Nach Nordwesten und Norden fällt sie in die Untereinheit Hildburghäuser Vorland (390.1) ab, und nach Nordosten und Osten leitet sie in die Untereinheit Schalkauer Plateau (390.0) über; beide gehören in der Haupteinheitengruppe Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge (39) zur Haupteinheit Südliches Vorland des Thüringer Waldes (390).[2]

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der höchste Berg des Höhenzugs und Naturraums Langen Berge ist der bayerische Buchberg (527,2 m), der an der A 73 (südlich der Autobahnanschlussstelle Eisfeld-Süd) liegt. Dieser und weitere Erhebungen sind – mit Höhen in Metern (m) über Normalhöhennull (NHN):[1]

  • Buchberg (527,2 m), südwestlich Rottenbach und nordöstlich Ottowind (Bayern)
  • Mirsdorfer Kuppe (525,3 m), nordöstlich Mirsdorf und südlich Rottenbach (Bayern)
  • Sennigshöhe (522,8 m), nordöstlich Mirsdorf und südwestlich Rottenbach (Bayern)
  • Walleskuppe (513,5 m), südwestlich Bockstadt (Thüringen; nahe der Grenze zu Bayern)
  • Hohe Schwenge (500,7 m), südsüdöstlich Fornbach und nordnordwestlich Oberwohlsbach (Bayern)
  • Jägersberg (491,4 m), südwestlich Neukirchen (Bayern)
  • Hinterer Berg (488,4 m), westlich Neukirchen (Bayern)
  • Ottenberg (487,4 m), nordnordwestlich Ottowind und südöstlich Ahlstadt (Bayern)
  • Hohe Rod (485,2 m), südwestlich Fornbach (Bayern)
  • Lauterberg (474,2 m), südöstlich Tiefenlauter und nordnordöstlich Oberlauter (Bayern)
  • Hildburghausener Höhe (461,6 m), westlich Grattstadt (Bayern)
  • Öttingshauser Höhe (457,3 m), südlich Grattstadt (Bayern)

Rhein-Weser-Wasserscheide und Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Langen Berge liegen auf der durch Deutschland verlaufenden Rhein-Weser-Wasserscheide. Die dort entstehende Lauter (Lauterbach) fließt in Richtung Süden in die Itz, deren Wasser durch den Main den Rhein erreicht. Das Wasser der kurzen Bäche, die auf der Nordseite des Höhenzugs entspringen, fließen durch die Werra in die Weser.

Landschaftsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Muschelkalk-Hochfläche, deren Gipfel sich nur sanft über die insbesondere im Norden recht hoch liegende Umgebung erheben, gehören zwei der höchsten Erhebungen des Coburger Landes, dessen Kernland südlich liegt; dorthin fällt das Gelände sichtbar ab. Auf den Langen Bergen gibt es aufgrund des Muschelkalks Besonderheiten wie Dolinen und Trockentäler.[3]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Höhenzug und Naturraum Lange Berge liegen diese Naturschutzgebiete (NSG; etwa in Nordwest-Südost-Richtung betrachtet):

Im Südosten befindet sich das Landschaftsschutzgebiet Weisbachsgrund (CDDA-Nr. 395716; 1972; 5,7727 km²). Im Nordwesten liegt das zweiteilige Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Leite bei Harras (FFH-Nr. 5531-302; 5,7 km²), und im Südosten breiten sich Bereiche des vielteiligen FFH-Gebiets Muschelkalkzug von den Langen Bergen bis nach Weißenbrunn v. Wald (FFH-Nr. 5631-371; 19,7574 km²) aus.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Heinz Späth: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 141 Coburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1987. → Online-Karte (PDF; 5,0 MB)
  3. Irmhild Tschischka: In der Chronik der Bad Rodacher Stadtteile geblättert; Ein Stück Bad Rodacher Stadtgeschichte. Schriften des Rückertkreises Bad Rodach e. V, Heft 29, Bad Rodach 2005, ISBN 978-3-943009-29-3, S. 43