Langenapel

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Koordinaten: 52° 49′ 5″ N, 10° 58′ 2″ O

Langenapel
Stadt Salzwedel
Wappen von Langenapel
Höhe: 39 m
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 248 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039038
Langenapel (Sachsen-Anhalt)
Langenapel
Langenapel
Lage von Langenapel in Sachsen-Anhalt

Langenapel ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der westlichen Altmark, rund fünf Kilometer von der niedersächsischen Landesgrenze entfernt. Die nächsten größeren Städte sind Salzwedel zwölf Kilometer nordöstlich und das niedersächsische Uelzen rund 30 Kilometer nordwestlich von Langenapel. Die Region wird durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Salzwedeler Dumme entwässert. Erreichbar ist der Ort unter anderem über die unmittelbar südlich gelegene Landesstraße 8, die auf diesem Streckenabschnitt als Straße der Romanik firmiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1375 als Langenappeldorn; allerdings wurde mittlerweile ein Buch gefunden, dem eine urkundliche Erwähnung von Langenapel schon um 1200 zu entnehmen ist. Apeldorn ist im altmärkischen Dialekt mit „Ahorn“ zu übersetzen.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Langenapel mit der Landgemeinde Langenapel vereinigt (mit Ausnahme einer in der Feldmark Wistedt gelegenen Exklave, die mit der Landgemeinde Wistedt vereinigt wurde).[1]

Nach 1945 entwickelte sich Langenapel zum „sozialistischen Musterdorf“. Am 4. März 1949 wurde hier die erste Maschinen-Ausleih-Station (MAS) des Bezirks Magdeburg eröffnet. Die erste LPG des damaligen Kreises Salzwedel wurde in Langenapel am 5. August 1951 eingerichtet. Wenig später folgte der Bau eines Kulturhauses in einem ehemaligen Pferdestall. Das gesamte Dorf war wegen der Entwicklung vom Gutsdorf zum „sozialistischen Dorf“ als Flächendenkmal ausgewiesen.[2]

Bis Ende 2009 war Langenapel eine eigenständige Gemeinde und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Langenapel am 29. Januar 2009, dass die Gemeinde Langenapel in die Hansestadt Salzwedel eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[3][4]

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Langenapel wurde Langenapel Ortsteil der Hansestadt Salzwedel. Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Langenapel wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Hansestadt Salzwedel. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Langenapel wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter Bürgermeister der Gemeinde Langenapel war Frank Wüstemann.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Gebäude und zugleich Wahrzeichen des Ortes ist die Feldsteinkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Auch die Wassermühle an der Dumme aus dem 17. Jahrhundert prägt das Ortsbild – ein viergeschossiges Massivgebäude mit Fachwerkanbau. Sehenswert sind des Weiteren eine ehemalige Gutshofanlage sowie die rundherum entstandenen Bauernhäuser mit den dazugehörigen Stallgebäuden. Mehrere Einzelbäume und Hofraumgehölzbestände stehen unter Denkmalschutz.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vereinsleben wird durch die Freiwillige Feuerwehr, einen Fußball- und einen Anglerverein bestimmt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 216.
  2. Peter Fischer (Hrsg.): Denkmale des Kreises Salzwedel. Freilichtmuseum Diesdorf, 1991, ohne ISBN
  3. Amtsblatt des Landkreises Nr. 4/2009 Seite 81-82 (PDF; 839 kB)
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010