Langenbrombach

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Langenbrombach
Gemeinde Brombachtal
Koordinaten: 49° 43′ 26″ N, 8° 57′ 24″ O
Höhe: 260 m ü. NHN
Einwohner: 1412 (Jan. 2020)[1]
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 64753
Vorwahl: 06063

Langenbrombach, auch Langen-Brombach, ist ein Ortsteil der Gemeinde Brombachtal im Odenwaldkreis in Hessen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenbrombach liegt als einziger Ortsteil direkt am Brombach, der für die Gemeinde Brombachtal namensgebend war. Die Ortslage erstreckt sich zu beiden Seiten des Bachlaufs auf über drei Kilometer Länge. Diese Ausdehnung macht den Namen Langenbrombach aus sich heraus verständlich. Von Norden kommend münden innerörtlich der Dorfbach und der Hembach in den Brombach ein.

Solaranlage auf der ehemaligen Mülldeponie, Oktober 2010

Die Gemarkung erstreckt sich in Ost-West-Richtung auf über fünf Kilometer Länge vom Mümlingtal bis zur Wasserscheide der Gersprenz und wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Größere Waldflächen finden sich nur im Ostteil um die Bergrücken von Steinert (304 Meter) und Eichels (335 Meter), wo steile Hänge hinunter in die Talaue der Mümling (180 Meter) reichen.

Oberhalb von Langenbrombach in der Nähe der Wasserscheide lag die Zentraldeponie des Müllabfuhr-Zweckverbands Odenwald (MZVO). Auf dem Gelände wurden Anlagen zur Gewinnung von Solarenergie installiert.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Langenbronbach seit 1359 urkundlich bezeugt.

Im 16. Jahrhundert gehörte Langen-Brombach zunächst Fürstenauer Seits zur Mutterkirche von Ober-Mossau, Langen-Brombach Breuberger Seits zum Kirchspiel von Kirchbrombach. 1557 kam Langen-Brombach Fürstenauer Seits nach Aufhebung der Pfarrei Ober-Mossau an Michelstadt.

Die Gemeinde Langen-Brombach entstand am 1. Mai 1949 durch Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Langen-Brombach Fürstenauer Seits und Langen-Brombach Breuberger Seits, die durch den Brombach voneinander geschieden waren.[3] Die Breuberger Seite lag nördlich des Bachs und war sowohl einwohner- als auch flächenmäßig der größere der beiden Teilorte.

Am 1. Oktober 1971 schloss sich die Gemeinde Langen-Brombach anlässlich der Gebietsreform in Hessen freiwillig mit vier Nachbargemeinden zur Gemeinde Brombachtal zusammen.[4] Die Gemeinde verzichtete hier darauf, anders als für die anderen weiter vom Hauptort Kirchbrombach entfernt liegenden Ortsteile, einen Ortsbezirk mit Ortsbeirat einzurichten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Schulhaus von 1833, ein zweigeschossiger Sandsteinbau, jetzt zu Wohnzwecken umgebaut und als Standesamt genutzt, sowie sechs alte Fachwerkhäuser stehen unter Denkmalschutz und sind in der Liste der Kulturdenkmäler in Brombachtal verzeichnet.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Langenbrombach führt auf der nördlichen Breuberger Seite mit einer etwa drei Kilometer langen Ortsdurchfahrt die Landesstraße L 3414, die von Zell im Odenwald kommend, im Talgrund des Brombachs hinaufführt zur Spreng, dem Übergang von der Mümling ins Gersprenztal, wo sie in die als Nibelungenstraße bekannte Bundesstraße 47 einmündet. Innerörtlich zweigt nach Norden die Kreisstraße K 86 zu dem nahe gelegenen Kirchbrombach ab, dem Hauptort von Brombachtal. Ebenfalls innerörtlich zweigt in südliche Richtung die K 89 nach Rehbach ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Brombachtal: Langenbrombach, abgerufen am 15. August 2020.
  2. Echo online vom 27. April 2010: Aus Mülldeponie wird ein Solarpark@1@2Vorlage:Toter Link/www.echo-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Regierungspräsidium genehmigt Bestückung einer zwei Fußballfelder großen Freifläche zur Energiegewinnung
  3. Vereinigung der Gemeinden Langen-Brombach B. S. und Langen-Brombach F. S. zu einer Gemeinde mit der Ortsbezeichnung Langen-Brombach (Kabinettsbeschluß vom 11.5.1949) vom 24. Mai 1949. In: Der Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1949 Nr. 24, S. 205, Punkt 320 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,1 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.