Langenneufnach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langenneufnach
Langenneufnach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langenneufnach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 15′ N, 10° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Stauden
Höhe: 520 m ü. NHN
Fläche: 12,81 km2
Einwohner: 1778 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86863
Vorwahl: 08239
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 168
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 58
86863 Langenneufnach
Website: www.langenneufnach.de
Erster Bürgermeister: Gerald Eichinger (CSU / Freie Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Langenneufnach im Landkreis Augsburg
AugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)DiedorfDinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild
Langenneufnach

Langenneufnach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort fließt die Neufnach.

Gemarkungen und Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwei Gemarkungen und hat vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wird auf die keltischen Wörter "Nif" bzw. "Nifen" zurückgeführt, die "dunkel", "neblig" oder "dunstig" bedeuten, und lässt auf eine Besiedelung bereits zur Keltenzeit schließen. Spätere Ortsbezeichnungen waren "Nifenaha", "Neifnach" und "Langenneiffnach".

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiherren von Ehem waren die Ortsherren und Inhaber der Vogtei. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1474 auf 1759 um 285 Einwohner bzw. um 19,3 %.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. April 1971 ein Teil der aufgelösten Gemeinde Habertsweiler eingegliedert.[3]

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stauden.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Sitzverteilungen:

Partei/Liste Sitze 2020[4] Sitze 2014
Freie Wählervereinigung 4 4
CSU/Freie Wählergruppe 5 5
Unabhängige Bürger 3 3

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Gerald Eichinger (CSU/Freie Wählergruppe) Erster Bürgermeister;[4] er wurde am 15. März 2020 mit 76,9 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war von Mai 1990 bis April 2020 Josef Böck (Freie Wählervereinigung).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Langenneufnach
Blasonierung:Geteilt von Silber und Rot mit je einem golden beschlagenen Jägerhorn in verwechselten Farben unter einem sechsstrahligen oben blauen, unten silbernen Stern.“[5]

Dieses Wappen wird seit 1964 geführt.

Wappenbegründung: Das von der Gemeinde angenommene Wappen ist dem Wappen, das Mathäus Ehem II. 1530 von Kaiser Karl V. als Gerichtswappen verliehen bekommen hatte, sehr ähnlich. Die Freiherren von Ehem waren seit 1464 die Grund- und Ortsherren des Oberdorfes. Sie waren auch die Inhaber der Vogtei und verwendeten in diesem Zusammenhang ihr Wappen als Gerichtswappen. Die beiden Jagdhörner stellen das Wildbannrecht des Grundherrn Mathäus Ehem dar. 1546 kam ihre Herrschaft an die Fugger.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Langenneufnach ist der Stammsitz von Topstar. Das Unternehmen ist als Bürostuhl-Hersteller die Nr. 3 in Deutschland und in den Top 10 weltweit (Stand 2008).[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Langenneufnach liegt an der Bahnstrecke Gessertshausen–Türkheim. Die Strecke wird derzeit nur von einzelnen Sonderzügen befahren.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hoeynck: Regesten über das Pfarrdorf Langenneufnach. In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg. Band 15 (1888), S. 150–151

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Langenneufnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Langenneufnach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 569.
  4. a b Rathaus | Gemeinderat – Gemeinde Langenneufnach. Abgerufen am 4. Dezember 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Langenneufnach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Augsburger Allgemeine: Alle Welt nimmt Platz auf Stühlen aus den Stauden vom 8. April 2008, geladen am 12. Januar 2021