Langlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langlingen
Langlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langlingen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 33′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Celle
Samtgemeinde: Flotwedel
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 33,34 km2
Einwohner: 2179 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29364
Vorwahl: 05082
Kfz-Kennzeichen: CE
Gemeindeschlüssel: 03 3 51 017
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Mühlenstr. 5-6
29342 Wienhausen
Webpräsenz: www.langlingen.de
Bürgermeister: Ernst-Ingolf Angermann (CDU)
Lage der Gemeinde Langlingen im Landkreis Celle
Landkreis CelleNiedersachsenLandkreis HeidekreisLandkreis UelzenLandkreis GifhornRegion HannoverFaßbergSüdheideEschedegemeindefreies Gebiet LohheideBergenWinsenWietzeHambührenCelleAdelheidsdorfHagenWathlingenBröckelEicklingenWienhausenLanglingenHohneLanglingenEldingenAhnsbeckBeedenbostelLachendorfKarte
Über dieses Bild

Langlingen (niederdeutsch Langeln) ist eine Gemeinde im Landkreis Celle in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langlingen liegt südöstlich von Celle an der Aller. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Flotwedel an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Wienhausen hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde sind fünf Ortsteile ausgewiesen:

  • Wiedenrode (Wienro’e)
  • Hohnebostel (Hohnbossel)
  • Fernhavekost
  • Nienhof (Nienhowwe)
  • Neuhaus (Nienhüsen)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war im Jahr 1257.[2] Von 1360 bis 1827 war das Geschlecht von Spörcken hier begütert.[3]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1257 Langelege, 13. Jahrhundert Langlaghe, 1330 bis 1352 to langheleghe, 1330 bis 1352 Kersten van langhlege, 1352 Kerstene van Langhelghe, 1354 Cristiano de langhelghe, 1360 to lanclegen, um 1460 Langelde, 1487/88 Langelege, 1490 Karsten van Langeling und um 1496 tho Langeling. Erst am Ende des 15. Jahrhunderts verändert sich das Zweitglied -lege zu -ling, später zu -lingen. [4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1968 wurden Nienhof sowie Wiedenrode und am 1. Januar 1973 wurde die Nachbargemeinde Hohnebostel eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Langlingen setzt sich aus 13 Abgeordneten zusammen.

CDU SPD Grüne FDP Gesamt
2001 8 5 0 0 13 Sitze
2006 9 3 1 0 13 Sitze
2011 8 4 1 0 13 Sitze [6]

Die letzte Kommunalwahl war am 11. September 2011

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann trat 2006 die Nachfolge von Wilhelm Linneweh an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „in Blau eine aufgerichtete silberne Türangel, begleitet unten links von einem silbernen Wagenrad, rechts von einem silbernen Kammrad, oben beiderseits von einer goldenen Ähre“. Die Türangel ist dem Familienwappen der früheren Ortsherren, derer von Spörcken, entlehnt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit März 1998 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Czarne aus Polen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche
Der Gutshof

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche von Langlingen stammt aus dem Mittelalter. Es wird vermutet, dass sie bereits bestanden hatte, als Langlingen in einer zu Wienhausen aufgesetzten Urkunde Herzog Albrechts I. von Braunschweig erstmals urkundlich im Jahre 1257 genannt wurde. Am alten Chor befand sich ein jetzt nicht mehr vorhandener Stein, möglicherweise eine Grabplatte, mit der Jahreszahl MCCCXXXVIII (1338).[7] Bei Renovierungsarbeiten in der St. Johanniskirche (1994–1996) wurden an der Decke einen Himmel voller Engel darstellende Malereien entdeckt und freigelegt.
  • Dorfmuseum
  • Das Rittergut befand sich von 1360 bis 1827 im Besitz derer von Spörcken . Das Gutshaus wurde von 1723 bis 1725 errichtet. 1827 wurde das Gut an den Pächter Mylius verkauft, dessen Familie es bis heute besitzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,00 m (2016).[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langlingen ist über Landstraßen mit den Bundesstraßen B 188 und B 214 an das Verkehrsnetz angebunden. Zudem besaß Langlingen einen Bahnhof am Abschnitt Gifhorn - Celle der Allertalbahn, auf welchem der Schienenpersonenverkehr jedoch 1981 eingestellt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Hasselmann (* 23. Juli 1924 in Celle; † 9. Januar 2003 in Nienhof) war mehrfacher niedersächsischer Landesminister und Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen. Er lebte von 1950 bis zu seinem Tode in Nienhof, wo er den Männergesangverein (MGV Nienhof) leitete (1950–1970).[9]
  • Rolf Meyer (* 1951 in Liebenau; † 2014), deutscher Politiker und Landtagsabgeordneter (SPD)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Schmidt-Harries: Langlingen – Nachrichten aus alter und neuer Zeit aus einem Dorf an der Aller. Celle 2003.
  • Matthias Blazek, Günther Bütepage: Dorfgeschichte Wiedenrode. Langlingen 2004.
  • Matthias Blazek: Dorfchronik Nienhof. Langlingen 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Schmidt, Heinrich; Loges, Margrit; Köster, Günter; Bardehle, Peter; Baehr, Jürgen; Dietrich, Eberhard; Hortien, Albrecht: 700 Jahre Langlingen – Geschichte und Entwicklung, Langlingen 1969.
  3. Lenthe, Ernst Ludwig von: Archiv für Geschichte und Verfassung des Fürstenthums Lüneburg, Bände 3-4, 1859, S. 469.
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 223.
  6. Vorläufiges Ergebnis der Kreis- und Gemeindewahlen als PDF-Dokument 2,90 MB
  7. Mithoff, Hector Wilhelm Heinrich: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen, 7 Bde., Hannover 1871–1880, Band IV, S. 114.
  8. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  9. Vgl. Lehners, Richard: Porträt eines Parlaments, Verlag für Literatur und Zeitgeschehen, Hannover 1967, S. 120; Blazek: Dorfchronik Nienhof, S. 342, 439 f.