Langloch

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Schematische Darstellung eines Langlochs

Ein Langloch bezeichnet in der Technik eine längliche Bohrung oder Nut. Seine schmalen Seiten werden durch Halbkreise abgeschlossen, deren Durchmesser der Breite des Langlochs entsprechen. Die Längsseiten des Langloches verlaufen parallel zueinander. [1]

Fertigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langlöcher können auf folgende Weise hergestellt werden:

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Das Langloch funktioniert wie ein Schienenpaar, ist also eine Art „Führungselement“, innerhalb dessen z.B. Schrauben eingeführt werden, um Maschinenteile (z.B. zwei Metallplatten) untereinander einstellbar zu fixieren. Damit können z.B. Toleranzen ausgeglichen werden.

Im Stahlbau werden Langlöcher bei vorwiegend ruhend belasteten Bauteilen des Stahlhochbaus zum Toleranzausgleich und zur Erleichterung der Montage eingesetzt. Der Einsatz ist in Eurocode 3 Abschnitt 1-8 (EN 1993-1-8 Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten - Teil 1-8: Bemessung von Anschlüssen) geregelt, die Bemessung von Bauteilen ist aufwendig. Bei in Schraubenachsrichtung (Normalkraft) belasteten Schrauben sowie senkrecht zur Schraubenrichtung in Längsrichtung des Langlochs belasteten Schrauben müssen entsprechende Unterlegplatten mit gleichem Werkstoff wie der Grundwerkstoff und einer Dicke über vier Millimeter zur Sicherstellung des Kraftschlusses durch Klemmkräfte eingesetzt werden. Falls erforderlich, müssen solche Unterlegplatten auch mit dem Grundmaterial (nicht der Schraube) verschweißt werden.

Die Verwendung von Langlöchern für Schraubenverbindungen in dynamisch belasteten Bauteilen wie Maschinenfundamenten, Generatortischen und insbesondere bei Kranbahnen ist auf Grund der Kerbwirkung und der mangelnden Lagesicherung nicht möglich. Bei Anschlusskonstruktionen wie Kranbahnkonsolen werden Langlöcher als Montageausgleich verwendet. Gestanzte Langlöcher sind bei dynamisch belasteten Teilen ungünstig (Anriss und lokale Materialversprödung durch Aufhärtung bei der Scherung).

Die Halterung einer Lichtmaschine, welche am Motorblock befestigt werden soll, besteht meist aus einem normalen, runden Loch, sowie einem Langloch. Während die runde Bohrung an der Lichtmaschinenhalterung keinerlei Toleranzen zulässt, diese also nur in einer bestimmten Position zur Gegenbohrung am Motorblock befestigt werden kann, ist das andere Loch an der Lichtmaschine als Langloch ausgeführt. Damit ist ein einfacheres Einführen trotz des bereits aufgezogenen Keilriemens am Motorblock möglich. Es fungiert so auch als Spannelement, denn die Schraubfixierung kann an beliebige Stelle längs der Bahn des Langlochs angebracht werden. Bei erreichter Riemenspannung wird die Lichtmaschine durch Festziehen der Schraube im Langloch fixiert.

Außerdem werden Langlöcher bei beweglichen Konstruktionen wie Kurbelschleifen verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A. Widmaier in Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, 2. Auflage 1904–1920, Bd. 6 Stuttgart, Leipzig 1908., S. 69, [1]
  2. Bernd Wittchen, Elmar Josten, Thomas Reiche: Holzfachkunde: Ein Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch für Tischler/Schreiner, Holzmechaniker und Fachkräfte- für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice.. Vieweg +Teubner, 11 Dezember 2008, ISBN 978-3-8348-0530-0, S. 201 (Zugriff am 2 Januar 2012).
  3. Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 5: Blechumformung.. Springer, 1 April 1997, ISBN 978-3-540-62348-9, S. 236 (Zugriff am 2 Januar 2012).