Langnau bei Reiden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Langnau bei Reiden
Wappen von Langnau bei Reiden
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisauw
Einwohnergemeinde: Reideni2
Postleitzahl: 6262
Koordinaten: 639610 / 231171Koordinaten: 47° 13′ 49″ N, 7° 57′ 42″ O; CH1903: 639610 / 231171
Höhe: 464 m ü. M.
Fläche: 8,62 km²
Einwohner: 1199 (31. Dezember 2004)
Einwohnerdichte: 139 Einw. pro km²
Website: www.reiden.ch
Karte
Langnau bei Reiden (Schweiz)
Langnau bei Reiden
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2006

Langnau war von 1846 bis am 31. Dezember 2005 eine politische Gemeinde im Amt Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Am 1. Januar 2006 hat sich Langnau mit Reiden und Richenthal zur neuen Gemeinde Reiden zusammengeschlossen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am Richenthalerbach westlich der Wigger. Gleich westlich des Dorfs steigt der teilweise bewaldete Buchberg bis auf eine Höhe von 571 m. ü. M. auf. Zur ehemaligen Gemeinde Langnau gehörten verschiedene Weiler: Lupfen (1,1 km südwestlich; 491 m. ü. M.) liegt am Südfuss des Buchbergs, Gishalden westlich des Dorfs, Altental 1,5 km westlich, Am Berg 1,1 km nordwestlich am Fuss des stark bewaldeten Brettschellenbergs (636 m. ü. M.).

Als einziger früherer Gemeindeteil liegt An der Wigerten auf dem rechten Ufer der Wigger (700 m östlich des Dorfs). Zu beiden Seiten des Flusses liegt der weitestentfernteste und nach dem Dorf grösste Ortsteil Mehlsecken (1,7 km nördlich vom Dorf, nur 1 km von Reiden weg). Fast die Hälfte des früheren Gemeindegebiets (47,6 %) wird landwirtschaftlich genutzt. Aber ein mit 41,4 % ungewöhnlich hoher Anteil des Ortsareals sind von Wald und Gehölz bedeckt. Fast der gesamte Westen des ehemaligen Gemeindegebiets gehört zum Langnauerwald. Der Rest von 10,1 % ist Siedlungsfläche.

Langnau bei Reiden grenzte an Dagmersellen, Pfaffnau, Reiden, Richenthal und Wikon im Kanton Luzern, sowie an Brittnau im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl wuchs zwischen 1798 und 1837 massiv (1798–1837: +54,0 %). Die Einwohnerzahl von 1837 ist der höchste je ermittelte Wert. Bis zum Jahr 1900 folgte dann eine gewaltige Abwanderungsbewegung Richtung Industriezentren (1837–1900: −33,6 %). Diese Verluste konnte der Bevölkerungszuwachs bis 1930 beinahe wieder wettmachen (1900–1930: +33,8 %). Danach blieb die Zahl der Bewohner bis 1960 stabil, ehe bis 1980 eine zweite Abwanderungsphase folgte (1960–1980: −11,0 %). Bis zur Jahrtausendwende kam es zu einem bedeutenden Wachstum (1980–2000: +21,1 %). Seither stagniert die Einwohnerzahl.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 808
1837 1'244
1850 1'168
1900 826
1930 1'105
1960 1'119
1970 1'084
1980 996
1990 1'127
2000 1'206
2004 1'199

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 93,62 % Deutsch, 2,57 % Albanisch und 0,83 % Mazedonisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus. Es gibt 69,90 % römisch-katholische-, 18,08 % evangelisch-reformierte- und 0,66 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,64 % Konfessionslose und 3,90 % Muslime. Die Orthodoxen sind Slawen, die Muslime Albaner aus dem ehemaligen Jugoslawien (Serbien-Montenegro und Mazedonien).

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 1'199 Einwohnern Ende 2004 waren 1'103 Schweizer und 96 (=8,0 %) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 88,31 % (einschliesslich Doppelbürger 90,38 %) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (meist Albaner), Mazedonien (Albaner und Mazedonen), Italien, Portugal und Österreich.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langnau liegt an keiner Bahnlinie. Für den Anschluss ans Netz des öffentlichen Verkehrs sorgt die Buslinie Zofingen–Reiden–Richenthal der Gesellschaft Limmat Bus. Die Ortschaft liegt an der Strasse Reiden-Fischbach LU und Dagmersellen-Brittnau AG. Der nächste Autobahnanschluss an der A2 in Reiden ist nur 3 km entfernt – Mehlsecken Richtung Norden und Dagmersellen Richtung Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung findet der Ort Langunouva in einer Urkunde der Fraumünsterabtei Zürich, deren Besitzrechte darin bestätigt wurden. Langnau bei Reiden wurde erst im Jahr 1846 eine selbständige Gemeinde, als es von Richenthal abgetrennt wurde. Vorher teilte es dessen Schicksal. Am 1. Januar 2006 hörte die Gemeinde durch die Fusion mit Reiden und Richenthal auf zu existieren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]