Langschied

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Langschied
Gemeinde Heidenrod
Koordinaten: 50° 10′ 36″ N, 7° 58′ 7″ O
Höhe: 476 m ü. NHN
Einwohner: 231 (11. Feb. 2014)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 65321
Vorwahl: 06120
Teilansicht Langschied, dahinter der Mappershainer Kopf
Teilansicht Langschied, dahinter der Mappershainer Kopf

Langschied ist ein Ortsteil in der Gemeinde Heidenrod, im Rheingau-Taunus-Kreis, in Hessen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langschied hat knapp 300 Einwohner und liegt im westlichen Hintertaunus, auf dem Kemeler Rücken, Durch den Ort führt die K 614. Die B 260 (Bäderstraße) verläuft in einem Kilometer Entfernung am Ort vorbei. Etwa 1,5 km südöstlich in Richtung Mappershain liegt der Mappershainer Kopf, mit 548 m ü. NHN die höchste Erhebung im westlichen Hintertaunus.

Nachbarorte sind Wisper (südlich), Nauroth (südwestlich), Zorn (westlich), Egenroth (nordwestlich), Laufenselden (nördlich), Huppert (nordöstlich), Mappershain und Kemel (südöstlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 1260 als Langinscheid erwähnt. Die Gründung geht auf den Benediktinerorden, der schon lange vor dieser Zeit das Kloster Gronau bei Egenroth gegründet hatte, zurück. Das Dorf hat seinen Namen aufgrund seiner Höhenlage erhalten. Es wurde gegründet an der Höhe der Wasserscheide (Kemeler Rücken), zwischen dem östlichen Aartal und dem westlichen Mühlbachtal, die nach Norden zur Lahn entwässern. 1347 wird es Langenscheit genannt und 1520 Langscheitt. Im Jahre 1583 war die Namensgebung urkundlich wieder Langenschiedt.

Während des Dreißigjährigen Kriegs ist der Ort von allen Einwohnern verlassen. Im Jahre 1774 fand eine Aufteilung des vierherrischen Gebietes in den Nastätter Rezessen statt und Langschied kam zu Hessen-Rotenburg. Von 1806 bis 1813 stand der Ort mit der gesamten Niedergrafschaft Katzenelnbogen unter französischer Verwaltung. Im Jahre 1816 kam Langeschied zum Herzogtum Nassau. 1907 begann der Bau einer Wasserleitung. Ende 1922 wurde im Ort elektrischer Strom eingeführt.

Am 31. Dezember 1971 bildete Langschied durch den Zusammenschluss mit 15 weiteren Gemeinden die neue Gemeinde Heidenrod.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1526 werden acht "Heusgesässe" genannt und 1587 sind es elf.

Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl
1809 123   1895 214   1938 138
1946 235   1961 177   1970 224

Siehe auch: Kriegerdenkmal (Langschied)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsteile der Gemeinde Heidenrod Einwohnerzahl HW, abgerufen im April 2016
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 378.