Langwaden (Grevenbroich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Langwaden
Koordinaten: 51° 6′ 49″ N, 6° 39′ 2″ O
Einwohner: 848 (31. Dez. 2018)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 41516
Vorwahl: 02182
Langwaden (Nordrhein-Westfalen)

Lage von Langwaden in Nordrhein-Westfalen

Langwaden ist ein kleines Dorf und östlicher Stadtteil von Grevenbroich im nordrhein-westfälischen Rhein-Kreis Neuss.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langwaden wird im Osten vom Gillbach begrenzt, der in Süd-Nord-Richtung am Ort vorbeifließt. Im Norden wird der Ort von Wald umgeben. Nordöstlich schließt sich die Ortschaft Stadt Hülchrath mit dem gleichnamigen Schloss an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 12. Jahrhundert gründeten Prämonstratenserinnen während der Zeit der Rodungen zwischen Erft und Gilbach das Kloster Langwaden. Es war dem Orden 1132 von Christian I. von Wevelinghoven als Hofgut gestiftet worden. Politisch gehörte Langwaden seit dem Mittelalter zum Amt Hülchrath im Kurfürstentum Köln. 1794 besetzten französische Truppen den Ort und Langwaden kam an die Mairie Wevelinghoven im Kanton Elsen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer. 1815 kam Langwaden an das Königreich Preußen. Ein Jahr später wurde Langwaden ein Teil der Gemeinde Wevelinghoven des Kreises Grevenbroich im Regierungsbezirk Düsseldorf. Im Zuge der Eingemeindung von Wevelinghoven zu Grevenbroich am 1. Januar 1975 kam es zur Umbenennung einer der Hauptstraßen Langwadens: Aus dem Schlossweg wurde die Sankt-Bernhard-Straße, benannt nach Bernhard von Clairvaux, dem wohl bedeutendsten Mitglied des Zisterzienserordens.

Kloster Langwaden

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Bevölkerung[1] 850 831 847 857 859 861 848

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als sehenswert gelten das Kloster Langwaden und eine Grabenanlage (Kulturdenkmal). Das Kloster war 1132 als Prämonstratenserkloster gegründet worden.

Nach der Enteignung im Zuge der Säkularisation kam es 1803 in den Besitz von Marschall Maison, einem Freund Kaiser Napoleons. Er baute es zu einem Schloss aus. Seit 1910 war es im Besitz der Freiherrn von Benningsen und seit 1913 der Grafen von Nesselrode. Nach Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages Anfang der 1960er Jahre[2] dient das Schloss wieder als Kloster für den Zisterzienserorden.

  • Im hinteren Teil des Ortes, am Ende der Dorfstraße, befindet sich noch ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Einmal im Jahr findet in unmittelbarer Nähe des Klosters Langwaden das Langwacken-Festival statt. Es erstreckt sich über ein Wochenende und kommt ohne Bands aus. Es werden Zelte aufgeschlagen, gegrillt und Bier getrunken. Highlight des Events sind die festivalinterne Olympiade sowie das Grillen von drei Spanferkeln. Der Name setzt sich aus dem Namen der Ortschaft Langwaden sowie dem Metal-Festival Wacken zusammen.[3]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verfügte bis 2005 über einen Sportplatz. Das Dorfcafé und die Bäckerei wurden im Jahr 2018 geschlossen. Im Ort befinden sich ein Kindergarten und eine Tankstelle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Anschlussstellen sind Grevenbroich-Kapellen an der A 46 und Grevenbroich-Südstadt an der A 540.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Ohletz: 1929–1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich, o. O. 1975.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daten & Zahlen – Langwaden
  2. zwischen Graf Hermann von Nesselrode und dem Generalabt des Zisterzienserordens Sighard Kleiner OC
  3. Info-Seite des Langwacken-Festivals, abgerufen am 9. April 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]