Langwaffe

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Langwaffen sind eine Kategorie von Schusswaffen nach den Begriffsbestimmungen des deutschen Waffengesetzes (WaffG).[1] Der Begriff Langwaffe ist kein Begriff der Waffentechnik. Langwaffen und Bestandteile davon überschreiten bestimmte Abmessungen von Kurzwaffen.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die juristische Definition lautet:

„Langwaffen; dies sind Schusswaffen, deren Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm sind und deren kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge 60 cm überschreitet; Kurzwaffen sind alle anderen Schusswaffen.“

– WaffG Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4) Begriffsbestimmungen[1]

Waffentechnische Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Langwaffen zählen Flinten, Repetierwaffen, Büchsen und die rechtlich als Kriegswaffen eingestuften Maschinenpistolen, sofern sie die gesetzlichen Kriterien erfüllen, sowie Maschinenkarabiner und Maschinengewehre.

Gebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langwaffen eignen sich wegen ihrer höheren Präzision gegenüber Kurzwaffen zum Schießen auf größere Distanzen. Sie werden u. a. bei der Jagd, im Sportschießen, beim Militär und der Polizei verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waffenrecht. Waffengesetz, Beschussgesetz, Sprengstoffgesetz, Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen und Durchführungsvorschriften. Textausgabe. = WaffR. Mit Sachverzeichnis und einer Einführung von Joachim Steindorf (= Dtv. Beck-Texte im dtv. 5032). Sonderausgabe, 13. überarbeitete Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag u. a., München 2007, ISBN 978-3-423-05032-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b WaffG Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4), Begriffsbestimmungen. Abschnitt 1: Waffen- und munitionstechnische Begriffe, Einstufung von Gegenständen, U 1. Schusswaffen, 1. (Stand 26. März 2008)
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