Langwatte

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Langwatte
(Historisch: Biberbach[1])
Die Langwatte

Die Langwatte

Daten
Lage Landkreis Biberach (Baden-Württemberg)
Flusssystem Donau
Abfluss über Biberbach → Donau → Schwarzes Meer
Quelle westlich von Langenenslingen
48° 9′ 11″ N, 9° 21′ 8″ O
Quellhöhe 610 m ü. NN[2]
Quellschüttung MNQ
MHQ
120 l/s
200 l/s
Mündung in Langenenslingen in den BiberbachKoordinaten: 48° 9′ 2″ N, 9° 22′ 35″ O
48° 9′ 2″ N, 9° 22′ 35″ O
Mündungshöhe 565 m ü. NN[2]
Höhenunterschied 45 m
Länge 1,9 km[2]

Die Langwatte ist ein rechter Zufluss des Biberbaches im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Herkunft des Namens „Langwatte“ gibt es zwei mögliche Theorien:

  • Der Name kommt von dem Wort wat, das im Oberschwäbischen „Sumpf“ bedeutet, mit Umlaut kommt es als wette (= „Wasserlache“) vor.[3]
  • Der Name „Langwatte“ kommt vom Oberschwäbischen "Lang Wada" was auf Hochdeutsch "lange Warten" heißt. Da man bei längeren Trockenperioden, welche meist im Sommer auftreten, oft lange warten muss bis wieder Wasser aus der Quelle zu kommt.[4]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karstquelle der Langwatte

Die Langwatte entspringt westlich von Langenenslingen in einer Karstquelle. Diese schüttet, sofern keine Trockenperiode vorherrscht, zwischen 120 l/s und 200 l/s. Aus mehreren Nebenquellen tritt in einem aufgestauten Bereich Wasser aus. Vom Grund kann man aufsteigende Blasen erkennen. Bis in die 1970er war direkt nach der Quelle ein kleiner Weiher, welcher im Zuge der Flurbereinigung zum Teil zugeschüttet wurde. Die Langwatte fließt dann entlang eines Feldweges zum Sandhof. Dort betreibt sie ein Mühlrad. In Langenenslingen mündet sie 400 m unterhalb dessen Quelle in den Biberbach.

In alten Karten ist die Langwatte als Oberlauf des Biberbaches eingezeichnet[1].

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langwatte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beschreibung des Oberamts Riedlingen/Kapitel A 3
  2. a b c Google Earth
  3. Vgl. Hans W. Liepmann: Lessing und die mittelalterliche Philosophie: Studien zur wissenschaftlichen Rezeptions- und Arbeitsweise Lessings und seiner Zeit.(= Tübinger germanistische Arbeiten, Bande 13). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1931. S. 212.
  4. Überlieferung von alten Generationen die in Langenenslingen leben und gelebt haben. Langenenslingen 935-heute