Langweid am Lech

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langweid am Lech
Langweid am Lech
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langweid am Lech hervorgehoben
Koordinaten: 48° 29′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 23,56 km2
Einwohner: 7962 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86462
Vorwahlen: 08230
(0821 in Stettenhofen und Foret)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 171
Gemeindegliederung: Langweid a. Lech, Foret, Stettenhofen und Achsheim
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Augsburger Str. 20
86462 Langweid a.Lech
Webpräsenz: www.langweid.de
Bürgermeister: Jürgen Gilg (CSU)
Lage der Gemeinde Langweid am Lech im Landkreis Augsburg
AmmerseeBaden-WürttembergAugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)Diedorf (Schwaben)DinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
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Langweid am Lech (amtlich: Langweid a.Lech) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Sie liegt 15 km nördlich von Augsburg an der Bundesstraße 2, der Staatsstraße 2033 und der Bahnlinie Augsburg-Nürnberg. Langweid besteht aus dem ursprünglichen Ort Langweid a. Lech mit den Gemeindeteilen Foret, Stettenhofen (seit dem 1. Januar 1970) und Achsheim (seit dem 1. Juli 1972).[2]

Im Süden von Langweid befindet sich die weithin sichtbare militärische Abhöranlage Gablingen auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Gersthofen-Gablingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langweid, Lancwaidt (die große oder lange Weide), Lanquat, Longa Quinta verdankt seine Entstehung den Römern, die schon im Jahre 41 n. Chr. an diesem Platz zur Bewachung ihrer Heerstraße nach der Mündung des Lechs eine Militärstation errichteten. Später ließen sich dann römische Kolonisten und keltische Ureinwohner an der Staatsstraße Via Claudia Augusta nieder.

Die Namensform Lanchwate findet sich erstmals 1143.

In Eggelhof befindet sich eine Marienkapelle als Wallfahrtsort, unter der archäologische Grabungen einige Fundamente einer Holzkirche aus der Mitte des 8. Jahrhunderts erbracht haben.[3]

Dem Domstift Augsburg gelang es, den damals bezeugten Besitz in Langweid durch Schenkungen und Kauf zu erweitern und bis zur Säkularisation 1803 die Grundherrschaft auszuüben.

Im Jahre 1632 zog der Schwedenkönig Gustav Adolf nach der Eroberung von Donauwörth gegen Augsburg. Dabei wurde der Ort Langweid von den schwedischen Truppen empfindlich heimgesucht. Der Aufenthalt der schwedischen Königin im Schloss Markt hat in dieser Zeit dämpfend auf die Truppen eingewirkt, so dass das Dorf nicht vollständig dem Erdboden gleichgemacht wurde.

1740 lagen hessische Truppen in Langweid im Quartier. Sie hinterließen bei ihrem Abzug ein total verschuldetes Dorf.

Die Kirche St. Vitus wurde 1777 geweiht.[4]

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zum Kurfürstentum Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Jahr 1828 forderte in Langweid eine Seuche einige Todesopfer in den Familien.

Es gab aber auch freudige Ereignisse in Langweid. Die Dorfchronik berichtet, dass bei der Durchreise durch Langweid viele „hochedle Herrschaften“ in der Gastwirtschaft zum Goldenen Stern abstiegen. Auch König Ludwig I. zog im Jahr 1829 durch die Ortschaft.

1906 wurde durch die Errichtung eines Laufwasserkraftwerks am Lechkanal die Elektrifizierung des Ortes eingeleitet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Langweid mit Osterbrunnen

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl des Gemeinderates am 16. März 2014 endete mit folgendem Ergebnis:[5]

Parteien 2014
Anteil Sitze
CSU 54,5 % 11
FW 26,0 % 5
SPD 19,6 % 4
Wahlbeteiligung 45,7 %

Erster Bürgermeister wurde Jürgen Gilg (CSU).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Rot und Silber, hinten ein blauer Schräglinksfluss.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Langweid (Lech)

Der Haltepunkt Langweid (Lech) liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Das Dorf erhielt zwischen 1842 und 1844 bereits einen Eisenbahnanschluss. Aus Sicherheitsgründen war zwischen Bahnlinie und Dorf ein Mindestabstand von 800 Meter einzuhalten. Ab dem Jahr 1871 hielten die Züge auch am Langweider Bahnhof, der für 4092 Gulden erbaut wurde.

Langweid liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Langweid gibt es eine Grund- und Mittelschule[7] mit Mittagsbetreuung, eine Volkshochschule[8] und eine Gemeindebücherei.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TTC Langweid ist ein Tischtennisverein, dessen Damenmannschaft international große Erfolge erzielte, vor allem in der ETTU Champions League.

Der größte Sportverein am Ort ist der FC Langweid, gegründet 1930, mit einem breiten Sportangebot von Fußball bis Volleyball.

Die weiteren Sportvereine sind der SV Achsheim, der SV Stettenhofen, der VfR Foret, die Hobbyfußballer der Rangers Langweid und die Schützenvereine Tannengrün Langweid und Edelweiß Schützen Stettenhofen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 424
  3. Claus Ahrens: Holzkirchen Europas. Bd. I. Darmstadt 2001. S. 6.
  4. Dr. Sabine Klotz: St. Vitus Langweid. 2010, S. 20.
  5. Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2014 nach Gemeinden. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  6. Erste Bürgermeister/-innen und Oberbürgermeister/-innen in den kreisangehörigen Gemeinden. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  7. Schule – Grund- und Mittelschule. Abgerufen am 16. März 2013.
  8. Schule – Volkshochschule Langweid. Abgerufen am 16. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langweid am Lech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien