Lanvaudan

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Lanvaudan
Lanvodan
Lanvaudan (Frankreich)
Lanvaudan
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient
Kanton Guidel
Gemeindeverband Lorient Agglomération
Koordinaten 47° 54′ N, 3° 16′ WKoordinaten: 47° 54′ N, 3° 16′ W
Höhe 19–158 m
Fläche 18,30 km2
Einwohner 782 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 43 Einw./km2
Postleitzahl 56240
INSEE-Code
Website www.lorient-agglo.fr/Lanvaudan

Die Dorfkirche Saint-Mandé in Lanvaudan

Lanvaudan (bretonisch: Lanvodan) ist eine französische Gemeinde mit 782 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Lorient und zum Kanton Guidel.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanvaudan liegt im Binnenland im Westen des Départements Morbihan. Die Ortschaft befindet sich ungefähr 19 Kilometer nordöstlich der Stadt Lorient. Nachbargemeinden sind Inguiniel im Norden, Bubry und Quistinic im Osten, Languidic im Südosten, Inzinzac-Lochrist im Süden sowie Calan und Plouay im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Frühgeschichte der Gemeinde gibt es kaum Belege. Überreste aus prähistorischer und gallo-römischer Zeit belegen eine frühe Besiedlung. Im 12. Jahrhundert siedelte sich eine Mönchsgemeinschaft im Ort Kermorc'h an. Regiert wurde es von den Burggrafen von Pontcallec, die wiederum Untertan der Herrschaft Kemenet-Héboé waren. Später wurde das Gemeindegebiet von verschiedenen Lehensherren verwaltet. Die bedeutendste Familie waren die Herren von Guerholein. Vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution war es eine eigenständige Kirchgemeinde. Historisch gehört die Gemeinde zum Pays de Vannes (Vannetais;Bretonisch:Bro-Gwened). Nach der Französischen Revolution war sie Kampfgebiet zwischen Republikanischen Truppen und den Chouans. Politisch wurde Lanvaudan 1790 eine Gemeinde. Von 1793 an gehörte Lanvaudan zum Kanton Plouay und zum Distrikt Hennebont. Ab 1801 war es Teil des Arrondissements Vannes und bis 2015 eine Gemeinde im Kanton Plouay. Seit dem 22. März 2015 gehört Lanvaudan zum neu geschaffenen Kanton Guidel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanvaudan gehörte 1793 mit 965 Bewohnern zu den kleineren Gemeinden der Region. Dies blieb trotz eines leichten Anstiegs im gesamten 19. Jahrhundert so. In der Zeit zwischen 1793 und 1906 waren es stets so um die 1.000 Bewohner, in den Jahren 1911 bis 1946 bewegten sich die Bevölkerungszahlen stets in einem Bereich um die 1.100 Personen. Im Jahr 1926 wurde der historische Bevölkerungshöchststand erreicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine starke Abwanderungswelle bis ins Jahr 1975 (1946-1975:-37 %). Es folgte eine kurze Phase des Wachstums bis 1990 mit einer anschließenden zweiten Abwanderungswelle. 2006 wurde der historische Tiefststand erreicht. Seither nimmt die Einwohnerschaft wieder leicht zu. Die Entwicklung:

Jahr 1793 1906 1911 1926 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 965 1.014 1.068 1.124 1.111 873 785 705 735 815 725 702 753

Sehenswürdigkeiten [1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einige Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen:

  • Die Dorfkirche Saint-Mandé aus dem Jahr 1642
  • die Kapelle Saint-Mélec aus dem Jahr 1645 im Ort Lomelec
  • ein altes Haus mit Brunnen und einem geschmückten Hundeeingang (Löwenskulptur)
  • ein Kreuz auf dem Kirchplatz aus dem 18. Jahrhundert
  • der Quellbrunnen Saint-Roch
  • das frühere Pfarrhaus aus dem Jahr 1682, daneben ein alter Brotofen und ein Dorfbrunnen
  • strohgedeckte Häuser aus dem 16.-18. Jahrhundert in Lanvaudan und Kervénic
  • ein Lec’h (eine Stele) aus gallischer Zeit auf dem Kirchplatz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sehenswürdigkeiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lanvaudan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien