Lanzenberg (Gemeinde Perg)

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Lanzenberg (Dorf)
Ortschaft
Lanzenberg (Gemeinde Perg) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Perg (PE), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Perg
Pol. Gemeinde Perg  (KG Weinzierl)
Koordinaten 48° 15′ 40″ N, 14° 37′ 23″ OKoordinaten: 48° 15′ 40″ N, 14° 37′ 23″ Of1
Höhe 345 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 283 (1. Januar 2018)
Gebäudestand 72 (2001)
Postleitzahl 4320f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 10184
Zählsprengel/ -bezirk Weinzierl (41116 002)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
f0
283

BW

Lanzenberg ist ein Dorf in der Katastralgemeinde Weinzierl, und Ortschaft der Stadt Perg, im Bezirk Perg im Unteren Mühlviertel in Oberösterreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgelassener Steinbruch in Lanzenberg

Die Ortschaft mit 271 bzw. 276 Einwohnern (Volkszählung 2001 bzw. 2011) liegt im Nordosten von Weinzierl an der Grenze zu Allerheiligen im Mühlkreis und Schwertberg auf 345 m ü. A. und gehört zu in den oberösterreichischen Raumeinheiten Südliche Mühlviertler Randlagen und Aist-Naarn-Kuppenland. Nördlich der Ortschaft befindet sich die höchste Erhebung der Katastralgemeinde Weinzierl, die Nussbaumer Höhe auf 407 m ü. A.

Nachbarortschaften
Winden (Gem. Schwertberg) Judenleiten (Gem. Allerheiligen i.Mkr.) Hochtor (Gem. Windhaag b.P.)
Aisthofen Nachbargemeinden Karlingberg
Weinzierl Zeitling Perg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lanz (Lenz) ist die Verkürzung des Personennamens Laurenzius (Lorenz), die Endsilbe -berg ein Naturname. Der Siedlungsname Lanzenberg gehört zum altdeutschen Namensgut.[1]

1291 wurde "Seifrid von Lanzenberg urkundlich erwähnt, Ruger von Lanzenberg taucht 1303 und 1306 in Machländer Urkunden auf. Dieses Geschlecht unterhielt sehr gute Beziehungen zum Kloster St. Florian. Um 1340 erfolgte die Schenkung von zwei Bauerngütern in der Ortschaft Lanzenberg an das Kloster. Neben den Lanzenbergern besaßen die Herren von Kapellen einige Bauerngüter in Lanzenberg. Nach ihrem Aussterben 1406 erbten die Herren von Liechtenstein zahlreiche Besitzungen. Im 18./19. Jahrhundert bestand die Ortschaft Lanzenberg aus 6 Bauerngütern und einigen Kleinhäuseln.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Steinbruch in Lanzenberg war einer von 25 Granitsteinbrüchen in 12 Gemeinden, die der Firma Poschacher gehörten. Er wurde während des Ersten Weltkrieges geschlossen. Im ehemaligen Steinbruch ist eine Gedenkstätte für die am 7. Mai 1945 dort von amerikanischen Soldaten erschossenen Angehörigen der deutschen Wehrmacht bzw. Waffen-SS.

Lanzenberg wird von der Landesstraße L1424 durchquert. Am südlichen Rand verläuft der 2010 neu eröffnete Donausteig. Die Ortschaft ist von Landwirtschaft geprägt, im Ortszentrum sowie an den nach Süden ausgerichteten Hängen wurden Wohnhäuser errichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Pilz, Leopold Mayböck: Begehung eines (Kultur-) Wanderweges. Perg 1995, S. 2.