Lanzendorf (Niederösterreich)

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Lanzendorf
Wappen von Lanzendorf
Lanzendorf (Niederösterreich) (Österreich)
Lanzendorf (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL (seit 2017; alt: WU)
Fläche: 4,54 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 48° 6′ 27″ N, 16° 26′ 23″ O
Höhe: 170 m ü. A.
Einwohner: 1.842 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 406 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2326
Vorwahl: 02235
Gemeindekennziffer: 3 07 34
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 36-38
2326 Lanzendorf
Website: www.lanzendorf.at
Politik
Bürgermeister: Peter Komarek (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
12
5
2
12 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Lanzendorf im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am Leithaberge Bad Deutsch-Altenburg Berg Bruck an der Leitha Ebergassing Enzersdorf an der Fischa Enzersdorf an der Fischa Fischamend Göttlesbrunn-Arbesthal Götzendorf an der Leitha Gramatneusiedl Hainburg an der Donau Haslau-Maria Ellend Himberg Hof am Leithaberge Höflein Hundsheim Klein-Neusiedl Lanzendorf Leopoldsdorf Mannersdorf am Leithagebirge Maria-Lanzendorf Moosbrunn Petronell-Carnuntum Prellenkirchen Rauchenwarth Rohrau Scharndorf Schwadorf Schwechat Sommerein Trautmannsdorf an der Leitha Wolfsthal ZwölfaxingLage der Gemeinde Lanzendorf (Niederösterreich) im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lanzendorf ist eine Gemeinde mit 1842 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Ortsteile von Lanzendorf um das Jahr 1873, die alten Gemeindegrenzen sind noch verzeichnet (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Lanzendorf liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Nur 0,48 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet. Der Ort gliedert sich in die beiden Katastralgemeinden Oberlanzendorf und Unterlanzendorf und grenzt an die Gemeinden Maria Lanzendorf, Himberg, Leopoldsdorf, Wien, Schwechat und Zwölfaxing.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonia.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Dritte Reich im Jahre 1938 wurden die Gemeinden Ober- und Unterlanzendorf als Teile des neugeschaffenen 23. Bezirks Schwechat nach Groß-Wien eingegliedert. Mit 1. September 1954 erfolgte die Abtrennung von Wien und Vereinigung von Ober- und Unterlanzendorf zur Gemeinde Lanzendorf. Eine systematische Aufarbeitung der Geschichte des Lanzendorfer Raumes (einschließlich Maria Lanzendorf) erfolgt seit 2004.

Lanzendorf sollte nach der Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung ab 1. Jänner 2017 ursprünglich Teil des Bezirks Mödling werden.[1] Nach Einsprüchen von Bürgern wurde Lanzendorf dem Bezirk Bruck an der Leitha zugeordnet,[2][3] dem es seit 1. Jänner 2017 angehört.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,11 %
(-1,29 %p)
26,10 %
(+0,98 %p)
13,80 %
(+0,32 %p)
2010

2015

  • Bürgermeister der Gemeinde ist Peter Komarek, Amtsleiter Karl Köllnhofer.
  • Gemeinderat: Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl 2015 folgende Mandatsverteilung:

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.464 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1.341 Einwohner, 1981 1.124 und im Jahr 1971 1.111 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lanzendorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Fabricius (1865–1933), Schüler Billroths und verdienter Frauenarzt
  • Eduard Hnelozub (1919–2000), Humordichter
  • Georg Leisek (1869–1936), akademischer Bildhauer, Schöpfer des Franz-Joseph-Denkmals in Bad Ischl, Ausgestalter des Wiener Zentralfriedhofes
  • Harry Polesnig (1926–2009), Klarinettist und Partner von Fatty George

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 48, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 10. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 670. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,51 %.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lanzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NÖN: Bezirk Wien Umgebung wird aufgelöst. Artikel vom 10. September 2015, abgerufen am 10. September 2015.
  2. WU-Gemeinden werden neu geordnet Artikel vom 24. September 2015, abgerufen am 27. September 2015.
  3. diepresse.com: Niederösterreich: Gemeinden neu zugeteilt. Artikel vom 24. September 2015, abgerufen am 27. September 2015.