Laperche

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Laperche
Laperche (Frankreich)
Laperche
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Lot-et-Garonne
Arrondissement Marmande
Kanton Le Val du Dropt
Gemeindeverband Communes du Pays de Lauzun
Koordinaten 44° 32′ N, 0° 25′ OKoordinaten: 44° 32′ N, 0° 25′ O
Höhe 62–141 m
Fläche 8,42 km2
Einwohner 127 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 47800
INSEE-Code

Laperche ist eine französische Gemeinde mit 127 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot-et-Garonne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Marmande und zum Kanton Le Val du Dropt (bis 2015: Kanton Lauzun).

Der Name der Gemeinde leitet sich vom lateinischen podium ab, das in diesem Zusammenhang „kleine Anhöhe“ bedeutet.[1]

Die Einwohner werden Laperchois und Laperchoises genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laperche liegt ca. 20 Kilometer ostnordöstlich von Marmande und ca. 30 Kilometer nordwestlich von Villeneuve-sur-Lot in der historischen Provinz Agenais.

Umgeben wird Laperche von den fünf Nachbargemeinden:

Lavergne
Armillac Nachbargemeinden Tombebœuf
Saint-Barthélemy-d’Agenais Tourtrès

Laperche liegt im Einzugsgebiet des Flusses Garonne.

Die Canaule, ein Nebenfluss des Trec de la Greffière, durchquert Laperche zusammen mit ihrem Nebenfluss, dem Ruisseau de la Forêt, der an seinem Oberlauf auch Ruisseau de la Canaule de Moirax genannt wird und in Laperche entspringt. Der Ruisseau du Saut du Loup, ein Nebenfluss der Dourdenne, entspringt ebenfalls auf dem Gebiet der Gemeinde.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde wurde in gallorömischer Zeit besiedelt. Im Mittelalter war Laperche Sitz eines Gerichtsbezirks, der sich über mehrere Pfarrgemeinden erstreckte.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 465. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen, bis sie sich in den 1990er Jahren auf einem Niveau von rund 130 Einwohnern stabilisieren konnte.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 196 158 143 150 125 125 122 133 127
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[3] INSEE ab 2011[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Gervais[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde im 19. Jahrhundert im Zentrum des Weilers Laperche erbaut an der Stelle der Kapelle der früheren Burg aus dem 12. Jahrhundert.[1]

Pfarrkirche Saint-Blaise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde im 15. Jahrhundert im Weiler Moirax, dem heutigen Zentrum der Gemeinde, errichtet und im 18. Jahrhundert umgestaltet.[1]

Schloss Laperche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anwesen wurde in den Jahren 1259 und 1270 in den Schriften erwähnt. Im 16. Jahrhundert gelangte es in die Hände der mächtigen Familie Albret. Jeanne d’Albret (1528–1572), Königin von Navarra und Mutter des späteren französischen Königs Heinrich IV., nutzte das Gebäude als Jagdschloss. In der Folge wurde der mittelalterliche Bau durch das Schlossgebäude ersetzt, das heute zu sehen ist. Der große Wohntrakt wurde auf einer Terrasse errichtet, deren Mauerwerksverband aus Werksteinen wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Rund um das Schloss erstreckt sich ein weiter Park von 90 Hektar, der sich auch heute noch als ein Jagdrevier mit Palombièren präsentiert. Das Schloss ist heute in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[6]
Gesamt = 19

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laperche ist erreichbar über die Routes départementales 266 und 667, die ehemalige Route nationale 667.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laperche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Laperche (fr) Touristenbüro des Gemeindeverbands Pays de Lauzun. Abgerufen am 14. März 2019.
  2. Ma commune : Laperche (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 14. März 2019.
  3. Notice Communale Laperche (fr) EHESS. Abgerufen am 14. März 2019.
  4. Populations légales 2016 Commune de Laperche (47136) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. März 2019.
  5. Château de Laperche (fr) chateau-fort-manoir-chateau.eu. Abgerufen am 14. März 2019.
  6. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Laperche (47136) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. März 2019.