Lars Patrick Berg

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Lars Patrick Berg (* 1966 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Politiker der Alternative für Deutschland (AfD). Seit März 2016 ist er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg. Im November 2018 wurde er auf Platz vier der AfD-Bundesliste für die Europawahl 2019 gewählt und hat damit gute Chancen auf den Einzug ins Europäische Parlament.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berg ist als Sohn einer Engländerin und eines Deutschen zweisprachig im Raum Böblingen aufgewachsen. Er legte sein Abitur 1988 am Kolleg St. Blasien ab. In Tübingen, Heidelberg und München studierte er Osteuropäische Geschichte. Nach beruflichen Stationen in Herrenberg und Frankfurt studierte er von 2007 bis 2009 in Leipzig und Moskau Internationale Energiewirtschaft. Danach war er als selbstständiger PR-Berater tätig. Von 2013 bis 2014 war Berg Pressesprecher des Landratsamtes Sigmaringen. Anschließend arbeitete er als Pressesprecher der AfD im Europäischen Parlament in Brüssel.[2][3]

Berg ist verheiratet und wohnt in Heidelberg. Er ist Oberstleutnant der Reserve bei der Bundeswehr und seit dem Studium Mitglied der katholischen Studentenverbindungen AV Guestfalia Tübingen und KDStV Arminia Heidelberg.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berg ist seit März 2013 Mitglied der Alternative für Deutschland. Er war Mitglied im AfD Landesvorstand Baden-Württemberg von April 2013 bis Oktober 2014 und von Juli 2015 bis März 2016.[5] Er wurde bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 mit 15,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen (Wahlkreis 55) in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt.[6] Dort ist er als innenpolitischer Sprecher[7] der AfD-Fraktion sowie als Mitglied im Ausschuss für Inneres, Digitalisierung und Migration sowie im Ausschuss für Europa und Internationales tätig.[8] Berg ist Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).[9]

Berg ist zudem stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit im Wahlkreis liegt auf der Erhaltung des Polizeipräsidiums in Tuttlingen, das im Zuge der Evaluation der Polizeireform 2012 geschlossen werden soll.[10][11][12] Zudem spricht er sich für den Erhalt des Tuttlinger Donau-Aufstaus in den Sommermonaten aus.[13] Kleine Anfragen Bergs hatten unter anderem illegale Einreisen über die Grenzen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz sowie Frankreich,[14] die Anzahl der Kinderehen[15] sowie den Salafismus in Deutschland[16] zum Thema, den er als „eine akute Bedrohung für unsere Demokratie“ bezeichnete. In der 16. Wahlperiode des Landtags stellte er die zweitmeisten Kleinen Anfragen aller Abgeordneten.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. S. W. R. Aktuell, S. W. R. Aktuell: Tuttlinger Lars Patrick Berg will nach Europa. Abgerufen am 26. März 2019.
  2. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Landtagswahl Baden-Württemberg: Kandidaten aus Main-Tauber, Balingen, Tuttlingen- Donaueschingen, Heilbronn und Singen - Stuttgarter Zeitung. In: stuttgarter-zeitung.de. Abgerufen am 8. Juni 2016.
  3. Südkurier: "Lars Patrick Berg gefällt der Job im Landratsamt"
  4. CV-Gesamtverzeichnis 2015 V - 296
  5. AfD Baden-Württemberg: Landtagskandidaten
  6. Gewählte Bewerberinnen und Bewerber, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, abgerufen am 14. März 2016.
  7. Rohheitsdelikte unter Asylbewerbern, Fraktion der AfD Baden-Württemberg, abgerufen am 6. Juni 2017.
  8. Die Abgeordneten der AfD Landtagsfraktion Baden-Württemberg, Fraktion der AfD Baden-Württemberg, abgerufen am 6. Juni 2017.
  9. Mitglieder des SEZ-Stiftungsrates, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Juli 2017.
  10. Schwäbische Zeitung: Berg schreibt an Innenminister, abgerufen am 9. Juni 2017.
  11. Stuttgarter Nachrichten: Jeder will ein Präsidium haben, abgerufen am 9. Juni 2017.
  12. Südkurier: Weitere Stellungnahmen gegen ein künftiges Polizeipräsidium in Konstanz, abgerufen am 9. Juni 2017.
  13. Donau-Abstau: Berg kritisiert Untersteller. In: Schwäbische.de. (schwaebische.de [abgerufen am 10. August 2017]).
  14. Verlagshaus Jaumann: Mehr unerlaubte Einreisen, abgerufen am 9. Juni 2017.
  15. SWR: 187 minderjährige Verheiratete in BW, abgerufen am 9. Juni 2017.
  16. Stuttgarter Nachrichten: Zahl der Salafisten im Südwesten steigt an, abgerufen am 9. Juni 2017.
  17. Heilbronner Stimme: Parlamentarier auf Rekordkurs, abgerufen am 9. Juni 2017.