Laruns

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Laruns
Wappen von Laruns
Laruns (Frankreich)
Laruns
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Oloron-Sainte-Marie-2
Gemeindeverband Vallée d’Ossau
Koordinaten 42° 59′ N, 0° 26′ WKoordinaten: 42° 59′ N, 0° 26′ W
Höhe 458–2.973 m
Fläche 248,96 km2
Einwohner 1.187 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5 Einw./km2
Postleitzahl 64440
INSEE-Code
Website Laruns

Laruns im Vallée d’Ossau
Ortsmitte von Laruns

Laruns (gaskognisch Laruntz) ist ein Ort und eine aus dem Ort und mehreren Weilern (hameaux) bestehende Gemeinde mit 1.187 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der südwestfranzösischen Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde Laruns ist mit rund 249 km² – nach Arles und Saintes-Maries-de-la-Mer – eine der flächenmäßig größten Gemeinden in Südfrankreich.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg- und Grenzort mit 1187 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) liegt im Vallée d’Ossau im Nationalpark Pyrenäen direkt an der spanischen Grenze in einer Höhe von 545 m. Die Städte Pau und Tarbes befinden sich ca. 40 km nördlich bzw. 68 km nordöstlich; die Pilgerstadt Lourdes ist gut 50 km entfernt. Der Pass Col d’Aubisque verbindet Laruns mit der französischen Gemeinde Argelès-Gazost im Tal der Gave de Pau; der Col du Portalet führt nach Spanien. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 885 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 1.375 2.064 2.061 1.788 1.425 1.179

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust von Arbeitsmöglichkeiten haben im 20. Jahrhundert einen deutlichen Bevölkerungsrückgang verursacht.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist in hohem Maße landwirtschaftlich orientiert, wobei die Viehzucht von besonderer Bedeutung ist. Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wird seit dem 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt; der ca. 30 km südlich befindliche Bergpass des Col de Portalet wurde wahrscheinlich schon früher genutzt. Im Weiler (hameau) Gabas befand sich ein Hospital für Jakobspilger. Später gehörte Laruns zur Baillage Ossau und war ein wichtiger Grenzort zu Spanien; die Caze de Brousset war ein vorgezogener Grenzposten, der jedoch während der Revolutionsjahre von spanischen Grenztruppen zerstört wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ort wird heute vor allem wegen seines angenehmen Klimas und der zahlreichen Wandermöglichkeiten in seiner Umgebung besucht. Versierte Bergwanderer besteigen auch den ca. 20 km südlich gelegenen Pic du Midi d’Ossau.
  • Die Eglise de l’Assomption-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie stammt aus dem 17. Jahrhundert; im 19. Jahrhundert wurde sie modernisiert.
  • Die Eglise Saint-Pierre wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert an der Stelle einer abgerissenen spätmittelalterlichen Kirche erbaut.
  • Ein Waschhaus (lavoir) befindet sich am Ortsrand.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Eyt (1934–2001), Erzbischof von Bordeaux, in Laruns beigesetzt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laruns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien