Lasioglossum

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Lasioglossum
Lasioglossum malachurum

Lasioglossum malachurum

Systematik
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Apoidea
Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)
Gattung: Lasioglossum
Wissenschaftlicher Name
Lasioglossum
Curtis 1833

Lasioglossum ist die artenreichste Gattung der Bienen mit mehr als 1700 Arten weltweit in zahlreichen Untergattungen.[1][2] Zusammen mit der Gattung Halictus werden die Lasioglossum-Arten im Deutschen als Furchenbienen bezeichnet. Die Arten sind sehr variabel in Größe, Färbung und Körperbau. Unter den ungewöhnlicheren Arten finden sich Kleptoparasiten, nächtlich fliegende und oligolektische (auf wenige Futterpflanzen spezialisierte). Die meisten Arten nisten im Boden, einige in verrottenden Baumstämmen.

Die Gattung Lasioglossum kann in zwei informelle Serien unterteilt werden, basierend auf der Stärke der Distaladern des Vorderflügels.[3] Die Lasioglossum-Serie besteht weit gehend aus solitären oder kommunalen Arten. Zwei mögliche Ausnahmen sind L. aegyptiellum und L. rubricaude, die beide Anzeichen von Arbeitsteilung zeigen, welche auf Eusozialität hinweisen.

Die Hemihalictus-Serie enthält Arten mit einem weiten Spektrum des Sozialverhaltens.[4] Sie setzt sich zusammen aus solitären, kommunalen, semisozialen, einfach eusozialen, kleptoparasitischen und sozial parasitischen Arten. Eusoziale Arten können kleine Kolonien mit nur einem oder wenigen Arbeitern aufweisen oder große Kolonien mit Dutzenden von Arbeitern. Die größten Kolonien finden sich bei L. marginatum, die fünf- bis sechsjährige Kolonien mit Hunderten von Arbeitern bilden.

Subgenera[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Untergattungen (nach Michener's Bees of the World):

Lasioglossum-Serie: Australictus, Callalictus, Chilalictus, Ctenonomia, Echthralictus, Glossalictus, Homalictus, Lasioglossum s. str., Leuchalictus, Oxyhalictus, Parasphecodes, Pseudochilalictus, Rubrihalictus, Urohalictus.

Hemihalictus-Serie: Acanthalictus, Austevylaeus, Dialictus, Evylaeus, Hemihalictus, Paradialictus, Sellalictus, Sphecodogastra, Sudila.

Die subgenerische Einteilung von Lasioglossum bleibt kontrovers, mit unterschiedlichen Expertenpositionen in Bezug auf Anzahl und Umfang der Subgenera.

Einige der besser bekannten Arten sind die europäischen Lasioglossum calceatum und Lasioglossum malachurum[5] sowie die nordamerikanische Lasioglossum zephyrum und die in Israel vorkommende Fransen-Schmalbiene Lasioglossum marginatum.

Futtersuchendes Weibchen von L. marginatum, auf Scandix sp., Karmel-Gebirge, Israel
Der Bau einer Schmalbiene (Lasioglossum spec.) ist oberirdisch an kleinen Kaminen, ähnlich Vulkanen zu erkennen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gibbs, J., et al. (2012). Phylogeny of halictine bees supports a shared origin of eusociality for Halictus and Lasioglossum (Apoidea: Anthophila: Halictidae). Molecular Phylogenetics and Evolution 65(3), 926-39.
  2. Ascher, J. S. and J. Pickering. 2011. Discover Life bee species guide and world checklist (Hymenoptera: Apoidea: Anthophila).
  3. Michener, C.D. (2000). The Bees of the World. Johns Hopkins University Press. 913 pp.
  4. Michener, C.D. (1974). The Social Behavior of the Bees. Harvard University Press. 404 pp.
  5. Lexikon der Biologie: Schmalbienen, auf: Spektrum.de, mit Zeichnung der Nestanlage

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lasioglossum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien